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Der Orient · 1842-07-23 · 30 (23.7.1842) · p. Spalte 473-474

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
30 (23.7.1842)
Date
1842-07-23
Page
Spalte 473-474 (sequence 5)
Language
German
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Zolkiew'sche Druckwerke. Methodik des Talmuds. 473 geistige, organische Weise, nicht der, welcher kein Wort wagt, das nicht in der Bibel oder nicht in Cicero vorkommt. Doch billige ich es nicht, daß der Vers, nach Art der Araber die grammatischen Endungen der Wörter zu Reimen verwendete. Alles vielleicht, was sich zu Gunsten des Reimes überhaupt sagen laßt, fällt bei dieser Art von Reimen weg. Noch erwähne ich, daß er S. VIII. es tadelt, daß manche unserer heutigen jüdischen Gelehrten über die hebräische Sprache etymologische Forschungen anstellen, was um so seltsamer von ihm ist, da er unmittelbar darauf den großen Nutzen dieser Forschungen anerkennt. Gar aber abenteuerlich erscheint mir sein Tadel S. IX, daß diese Forscher nicht hebräisch dichten. Nicht Jeder, der eine Sprache wissenschaftlich erforscht, kann in ihr gut schreiben, und noch weniger Jeder, der sie selbst gut schreibt, in ihr dichten, abgesehen davon, daß es von Jedem, der wirklich den Drang zu dichten in sich fühlt, immer weit natürlicher ist, in seiner Muttersprache zu dichten als in einer, welche das nicht ist. Aum Schlüsse bitte ich den geehrten Herrn Vers., meine Ausstellungen so wohlmeinend aufzunehmen, wie sie gemacht sind: ich wünsche, daß ec sie prüfe und für die ferneren Dichtungen beherzige, welche Viele wohl mit mir von ihm noch begehren. Dr. Herzfeld. Berichtigung. Im Literaturblatte Nr. 43 v. I. Liefert Hr. Hirsch CHajes, Kreisrabbmer zu Solkiew, einen schönen Aufsatz über hebräische Typographie in Aolkiew, und da sich dieser Aufsatz durch eine systematische Anordnung und durch eine genaue Uebersicht der zu Zolkiew bis zum Jahre 1842 erschienenen Werke auszeichnet, so glaube ich um so eher die Frage aufstellen zu dürfen: warum der Verfasser folgende Werke, die eben so gut daselbst aufgelegt wurden, stiefmütterlich behandelt. Der Verfasser ließ außer Acht manche imposante Werke, welche nicht allein einen großen Einfluß in der jüdischen Literatur gehabt, sondern noch sehr viet^ kabbalistisch-theologischmoralische Werke, die zur Geschichte Polens viel beizutragen geeignet sind. Die Werke, welche der Verfasser in seinem Verzeichnisse nicht ausgenommen, sind: am nny nenn ^ru lrr^N an njd dvPn mbyoo “i5N mm nnaia map 1D1D Da»';ia"a nro nann 3p am npaa mmn by -man 'a mm nein minn by pan mp ’yaa anpn nnnn aaraa 3vn mm ayn nisnan 474 map! rs’DN nnann nnsay anna •b na nbyw bm (-ID1D 'D) ~|5N p D’NI’r» '0 D’jpT nnay jrb nn nana nnnay (nibiJD D) D’oan nan p'pna na w ana nabn n«a pa6 nnatn 'd fnN ’12p na>a ‘jnp’i naca na (nmaoD by) “na ym aam nana (rtep) D”n yy rh1? nann 'a nobler naan bmana vaa» bmiterb pn ^rna" rni-ran aia ata nna nawnn rn.i^ ]n nf? nuxn rn pünm nana mb bisfimty mm D’piay nm nnnns'n naba» o>.in mma djini nyna D'pna mma naa by Nasann amn niaan ’aya ma»a and p nma ■f?a anpa ’svyo \mna nnai nwa niaai tju lrpbn ’pna aa mra (nm anno) nmpa mm f)Di’ nnay (bi'no) na»a? nnxan apy nj&in aa nnay nma by frn xan Außerdem muß es Eol. 663 für nnnN nb'N heiße» "Wn nh'tt, welches man berichtigen möge*). B . . . . Methodik des Talmuds. Der Geist der talmudischen Auslegung der Bibel von Dr. H. S. Hirschfeld. Auch unter dem Titel: tWfil nr»D robnn. Halachische Exegese. Ein Beitrag zur Geschichte der Exegese und zur Methodologie des Talmuds. Verlag von M. Simion. Athenäum in Berlin. 1840. 8. (X und 479 S.) (Fortsetzung.) Zuerst handelt mm das erste Kapitel von der Ausgleichung der Widersprüche in der biblischen Gesetzgebung. Dazu *) Da weder in dem Bücherverzeichnis; des Hrn. Rabb. Chajes, noch in dem hier supplirenden eine vollständige bibliographische Angabe der Bücher vorhanden ist, und der Nutzen erst vorzüglich durch eine genaue kurze Angabe des Inhalts, Verfassers, der Iahrzahl und des Formats möglich ist, so ersuche ich diese Herren, gefälligst ein Verzeichnis; mit den erwähnten Angaben der Redaction einsenden zu wollen. Red.

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