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Der Orient · 1842-04-09 · 15 (9.4.1842) · p. Spalte 229-230

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
15 (9.4.1842)
Date
1842-04-09
Page
Spalte 229-230 (sequence 3)
Language
German
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229 Die neueste Ausgabe des Kusari, bmnheillv.M.Sider. Grammatikalisches u. Lexlcalisches. 230 Die Jdemverbindung des wisscnschastl. Hebr. «st demnach großenteils nur insofern arabisirend zu nennen, als das Arabische die nächste Quelle derselben ist. fe10) aus dem Grundbegriffe der entsprechenden Wörter ableiten.'Selbst in den Fällen, wo die Ableitung begründet werden kann "), ist doch die Entstehung dieser neuen Bedeutungen re., (st oben Anm. 4). Man findet vielmehr bei genauerer Betrachtung der einzelnen Wörter, wie das Arabische auf die Entstehung ihrer neuen Bedeutungen stets influirte, ja wie die Wahl hebräischer Wörter zur Bezeichnung arabisch-philosophischer Begriffe oft durch zufällige 1 -) lexic a li sch e Ve r- 1DNO Schriftsteller, nach dem Arab. vpiQ, welches *it unb composuit lidrum heißt. Mathematik, arabisch welches und mathesis heißt". — Das nennt Hr.Sch. „gar nicht rc." Wo bleibt aber das griechische loyog, [Accfr. von tiav&dvco re.?! „10) So z. B. das Wort plündern, in der phil. Terminologie „negiren" arab. Die von, F. D. versuchte Ableitung aus dem Grundbegriff ist spitzfündig. Nach dem Arabischen erklärt es sich einfach heißt eripu.it yi alicui rem 5 ferner (!) negavit, ek. Schmölders 1. c. S. 129. Die Gleichheit (!) des und zbü in der einen Bedeutung gab das Motiv der Wahl des zur Bezeichnung der andern Bedeutung des „negiren". — Was sagt aber Jbn Libbon s. t.?:UDD. n'p'm-D-N'inty (ov ypirp) r\bbw Wan jjyD p-irnpisr iDND.n p hy D^ynn t>d lmom n:n n^>iw mr:) nv hinter imo nm. Er führt hier nicht einmal, wie sonst gewöhnlich, die Analogie des Arabischen an, dUnd Delitzsch sagt im Grunde nichts mehr oder weniger-als Jbn Libbon, wenn er dem biblischen die Grundbedeutung des „Aus- und Abziehens" vindicirr, in sofern nämlich die Grundbedeutung auch auf dem Wege der A bstractio n gefunden wird (st den Text). Ja Delitzsch bemerkt selbst, daß die Begriffsentwickelung des w-Lw in der arab. Terminologie auf ganz ähnliche . Weise zu Stande gekommen. Das was Hr. Sch. in Delitzsch's Aussatz überhaupt zum Widerspruch reizte, hat er wohlweislich — verschwiegen, und wir — thun desgleichen; nicht aus Besorgniß einer gleichen. Behandlung, sondern—weil solche Privatrücksichten aufzudecken der Wissenschaft keinen Gewinn bringt. — . „11) Dergleichen Wörter find „erreichen", in der.phil. Term, „wahrnehmen, erkennen", arab. , viuit, eo§novtt; NM Fläche aus NM ausöreiten, wie im Arab. NM planities aus Nllv expanüit. n&>pD d. Verlangen, in der phil.. Term, die Untersuchung, wie das arab. beides bezeichnet; zuweilen jedoch bezeichnet Letzteres tiu-saurus. So Moreh 1. C. 71.,' wo Libbon S. 54, a L. 10 ed. Ven.' statt rwp3 ein paffenderes Wort hätte wählen sollen." „12) Z. B. cfP proportio, weil nDDJ ün Arab. gems 0 * und proportio bezeichnet." — heißt Verwandschaft, Herkunft, wovon der Plur. das bekannte vergl. .’Diri1 (Maimonides bei DÄes, Ehrenst S. 47. Anm.) — ist das mathem. Verhältnis, .vN', (wornach Kusari S. 59. Anm. 1. zu berichtigen). — ist endlich gramm. das^äst rel. (vgl. |vwut 4.A. Hebräische arabisirende Formen. Was wir so eben vom Wort und seinem Begriff gesagt haben/ läßt sich im Allgemeinen auch auf die Form und ihre Funktion (Bedeutung, Anwendung) übertragen. Ein Beispiel wäre das Hitpa el, wenn es die (oder eine) Funktion der arab. Conj. VIII erst in den wissenschaftlichen Hebr. herübergenommen hatte. Es verhält sich aber historisch umgekehrt (st oben Anm. 16), und ist demnach reiner Einfluß des Ged ankens, nicht der fremden Sprache, daß die Vorgefundene Form des Wortes in ihrer sonst seltnern Funktion aufgefaßt wird, wenn anders diese Funktion nur überhaupt noch dem Orqam'sm der Sprache dieser. Form eigen ist. Ob dieß nur mehr oder weniger oft geschehe: die Kategorie der Quantität ändert hier an der Sache nichts; wandtfchaft (!) beider Sprachen motivirt wird. Solcher arabischer Wörter existirt eine so große13) Anzahl, daß hier unmöglich eine erschöpfende Uebersicht sich geben läßt". — Wir haben aber schon an den angeführten Beispielen genug,' um einzusehen, wem die Zufälligkeit zur Last gelegt werden muß. Zum Ueberfluß mag auch noch Samuel Jbn Libbon sich hier ebenfalls selbst entschuldigen: inriN -mo Ä no «on -ine* NI fea uj-w..*)dbdn j iddunDD3iN$rb?d j n m 3 nn upb DJ - w nnw .■anyn nnN in *]mrh *)1d&dd nunb niD^nn. nDo nunD -pn pi onwNi nny^ ü:d jyyn p:y by oitw-oy mpDnn |i 12/^0 □ p'Oyn 'iw pn rprnttf "iD^m r6y 2nO^'>2'>Mr* ^2^1 ’py'JPDn pe* DN1 ]PD"1 p ) D D. D DH mbnn iDnn b'D nsnp Kovni odv mb«yn., '-Dnsnn ny-'uwä: m mpiny ^p’nybn nmiD). Zn der Einl. zur Erkl. d. Fremdwörter heißt.es ferner: ^ntfinnb'm^b V^^Dfin pDH inN in ^dri om nfrDD iDiyn — Ferner 8. r. li. (der Artikel ist zu lang, um ihn abzuschreiben) n w nn 1U hy >) n) VJ D D vt ] i p 1 b yDi. nnn« nwyb ibihty. icmrii p) d d n nv O’p’nyD.m 'di 1 wbn 'nihi 'bi n*»mD-n;di p imp^n^n ^onson •Di "ine* lirP — Vgl. noch «. v. p^, wo vor myn noch zu ergänzen ist u. a. m. Auf Maimonides Ansicht über diesen Gegenstand (Moreh Einl.) beruft sich Samuel in der erst angeführten Stelle selbst» Kusari S. 10. Anm. 2.) nach Freitag L»exic. arab. (s. v.), ein Werk, durch welches man freilich am leichtesten auf den Gedanken einer „zufälligen lexical. Verwandtschaft" gera- Lhen kann, wenn man es wirklich zu Rathe gezogen hat! „13) So myn arab. ND3N Bemerkung; OLy welches zuweilen Wesen (arab. n^D — lies HNI, zuweilen Substanz (arab. heißt." fWo ist aber hier selbst nur eine „zufällige" l ex i c al ische Verwandtschaft?! Ein Anderes ist es, wenn 313 2 für gebraucht wird.^ „ONDDD Xi'bDW arab. np^NDD- Äpy^fso ist zu umstelle^ „stofflofe Geister" :c." 15

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