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Der Orient · 1842-04-02 · 14 (2.4.1842) · p. Spalte 213-214

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
14 (2.4.1842)
Date
1842-04-02
Page
Spalte 213-214 (sequence 3)
Language
German
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213 214 Unsterblichkeit der Seele bei den dürfniß der wissenschaftlichen Bezeichnung, als aus dem Einfluß der vorhergehenden und gleichzeitigen bibl. und rabb. Literatur hervorgegangen. — Zu Letzterer nennt er sie (S. 461) eine forma mixta aus Niphal und Hitpael. So Fürst 149, und Winer (a.a. O.) Nitpael. Letztere führen zwar auch eine Form ftDpni (Targum 1 Sam. 23, 7 — bei Fürst ist 2 Sam. Drucks.) an, welches auf eine Form Nitpeal führt; so daß wir mit dem oben angeführten Nittaphal die doppeltconsonantijche -Bildung durch alle 3 Hauptconjugationen hätten. Allein so lange die Punktation der Kargumim nicht, nach dem rühmlichen Vorgänge Luzzatto's, kritisch hergestellt wird, läßt sich auf dieselbe wenig basiren. — Das j hat nun freilich eine Analogie im Syriasmus der 3. per«, tut. (Fürst Z. 9, vgl. Geiger S. 262. 267, Winer S. 31). Wahrscheinlicher ist es.jedoch, daß hier das 3 das Nif'al mit dem ft (nn, ftN) verbunden ward, um den einzelnen, bereits zwischen xa88., rned., refl. Bedeutung schwankenden Bildungsbuchstaben dadurch den Stempel des Passivi aufzudrücken. Keineswegs wird man also mit G e se n. das Nitp. als passiv von Hitpael auffassen. Und „kennt die M i sch n a als pass, des Piel niemals (?) das Pual sondern immer das Nitpael (v.—-al)" (Geiger S. 266); so ist die reine Eonversion dieses Urtheils, nämlich daß der Nitp. immer nur pass. von Pi elsei ebenfalls nicht sicher, da der Mangel der Punctation auch das erwähnte Nitpeal-Nif'al, und überhaupt die Derivation nach der Bedeutung die mannigfachste Auffassung zuläßt. Fehlt doch dem Hebräischen das Analogon des selbst angezweifelten Jttaf'al, so daß die consonantische Bildung der Intensiv s., wie oben bei Onkelos der Grunds., die der E x t e n s. ersetzen muß. — — Im w i ssenschaftl i ch en Hebraismus ist der Nittaf'al wie der Jttaf'al höchst selten; hingegen der Nitp. äußerst häufig, und zwar größtentheils als reines Passiv um. Das Verhältniß zum Hitpael und den activ. Conjugg. wird sich weiter unten bei den Verbalderivationen ergeben. € 0 r r 01 a r i u m. Eine vergleichende sp r ach philosophische und historische Deduktion der Verbalderivarionen durch das ganze Gebiet des Semitismus gehört noch zu den piis desideriis. Fühlt sich aber Schreiber Dieses am wenigsten bemittelt diese Aufgabe zu lösen, so glaubt er doch einen leitenden Gesichtspunkt hier anknüpfen zu dürfen. , Die Sprache beginnt mit consonantische« Bildungen, erhebt sich zu vokalischen und kehrt in ihrer Entartung wieder zu jenen zurück (Ges. Lehrg. S. 191). Selbst wenn im Allgemeinen zwei phonetische Elemente — deren eines durch äußeren Einfluß entstanden, z. B. aus einem verwandten Dialekt herübergenommen ist — zuerst in Rücksicht auf ihre Funktion gleichgültig nebeneinander stehen; so tritt doch der Gedanke hinzu und sondert sie in ausschließende Kreise*). Später kann wieder nach Umständen ein vermischender Gebrauch entstehen. Mit einem Wort: auch die Formation hat ihre Synonymik.— In Anwendung auf unsren Gegenstand ergäbe sich Folgendes: Die conson an tischen Bildungen durch 3 und ft sind älter als die vocalischen. Für die Grundbedeu- *) Dasselbe gilt von den Wurzeln, und heißt dortAb- " Änderung Variatio s.. Becker Ausf. Grammat. §. 27. S. 64. alten Hebräern. Bon I. Kämpf. könnte man auch die älteren Gebetstücke rechnen^). Die jüngcrn gehören in die Klasse der neuh ebrai schen religiösen Poesie ^), deren Idiom im Verhältniß zum wissenschaftlichen besondere Beachtung verdient1{l). (Fortsetzung folgt.) Heber die Vorstellungen der alten Hebräer von -er Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Von Isidor Kaempf. (Fortsetzung.) Heißt dies aber den Himmel verl äugnen und dm Tartarus anerkennen? — Faßt man nun das Verbot der Nekcomantie richtig auf, so verschwinden auch alle Schwierigkeiten, welche die berüchtigte Hexe von En- D 0 r dem aufgeklärten Bibel - Verehrer sonst zu bereiten pflegt. Diese sollte nicht, wie man irrthümlich anzunehmen pflegt, den Schatten Samuels aus der fabelhaften Unterwelt, sondern dessen wirklichen Körper, durch Hineinzauberung seiner abgeschiedenen Seele, aus dem Grabe heraufbeschwören. Es kann nun zwar für unfern Zweck ganz gleichgültig sein, ob die in der Schrift (I Sam. 28) erwähnte Erscheinung Samuels als wirkliches Factum, oder nur als ein von dem geisteskranken Saul nicht gemerkter Betrug der angeblichen Zauberin betrachtet wird, — da jedenfalls nur daraus hervorgchen wird, daß der Glaube an die Forttu ng des Passiv um spricht das höhere Bedürfnis (s. oben Winer); für die reflexive — die ideale und phonetische Nähe des aetivurn, indem hier gewissermaßen nur die Ansetzung der Objeklsbezeichnung stattfindet, die aber freilich dann eher als Endung nach Analogie des Suffix erscheinen sollte*). Für die mediale Grundbedeutung, die gewissermaßen als Abstraktion vom Genus verbi zu fassen wäre, ist die Analogie der Nominalbildung (s. diese weiter unten) und das Indogermanische. — Die spätere v 0calischt Bildung ist jedenfalls ein ursprüngliches Passiv, und mochte daher jene auf die medialen Bedeutungen restringirt haben. — Nach der erneuten Vermischung beider gebrauchte die späte größtentheils un pu nktirt e Literatur, vielleicht der Deutlichkeit halber, lieber die confon. als Passivum, und der Rabbinism insbesondere die unzweideutige doppeltconson. 17) Vgl. Ez Chajim S. 379. Anm. — Luzzatto§.85 ff. 18) Luzzatto §. 92. 19) Bgl. unten bei der Form *) Natürlich erschien die Vorsetzung beim passiv, wo eben das Objekt als Subjekt erscheint. 14*

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