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Der Orient · 1842-03-19 · 12 (19.3.1842) · p. Spalte 181-182

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
12 (19.3.1842)
Date
1842-03-19
Page
Spalte 181-182 (sequence 3)
Language
German
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18 i Die neueste Ausgabe des Kusari, beurtheiltv. M. Sider. Grammatisches u. Lexikalisches. 182 thum an Wurzeln zu vindiciren, wie dies auch sonst bei verwandten Sprachen nicht leicht ist, weil wir erst die Wurzel aus der concreten Gestalt des Stammes abstrahiren b). Schon zur Zeit der Entstehung des wissenschaftlichen Hebraismus konnten also manche fast unkenntlich gewordenen fremden Elemente gar nicht mehr als solche betrachtet werden. Ferner waren die Begründer und Ausbildner desselben jüdische Gelehrte, die, wie ihre Leser, sich bisher und vorzüglich im rabbinischen Idiom heimisch fühlten. Waren doch selbst die arabisch geschriebenen kasuistischen Bücher mit talmudischen Worten und Phrasen, außer den eigentlichen Eiterten stark emaillirt9). Im Rabbinismus lag aber schon eine ausgebildete Sprache der Dialektik, ein bedeutender Wortschatz für theologische Terminologie fertig vor, der entweder schlechthin oder mit .nur geringer phonetischer, oder idealer Modift'cation den Anforderungen höherer Wissenschaftlichkeit genügte. Daher konnten selbst Uebersetzer aus dem Arabischen — so puristisch sie sich auch größtentheils gegen phonetische Arabismen (über welche s. weiter unten) verhielten — dennoch sich nicht erwehren, durch das Medium des Rabbinismus ursprüngliche Aramaismen in den wissenschaftlichen Hebraismus einzuführen 10). (Fortsetzung folgt.) 8) Ewald Gram. arab. §♦ 151. vgl» Fürst §. 92* *). Becker §. 4. — Nominalwurzel ist daher,eine unpassende Benennung, da doch in der Wurzel die nominale oder räumliche Anschauung jedenfalls schwindet. Dieser Ausdruck kann nur bezeichnen wollen, daß von der resp. Wurzel sich nur ein Nominalstamm in der Sprache vorfinde, und es kommt dann auf die verschiedene Ansicht der Grammatiker an, ob nicht jedenfalls auch diesem ein Verbalstamm zu Grunde liegen muffe. Vgl. weiter unten bei den Formen.— S. oben Anm. 3. unten Anm. 23. 9) z. B. die R. G. A. vgl. Melo Chofnajim. Zn wie weit dies auch auf wissenschaftliche Werke überhaupt auszudehnen fei,. können wir aus Mangel an Vorlagen nicht bestimmen. Wir erinnern uns dabei wieder mit Bedauern, daß Munk's arabisch-rabbinische Anthologie schon mehr als 10 Jahre in dessen Pulte verschlossen bleibt! . 10) Die berühmte Vorrede Juda Jbn Tibbon's zu seiner Uebers. Chobot Ha-Lebabot und die seines Sohnes und Nachfolgers Samuel J.T. zum Moreh, so wie des Letzteren Erkl. d. Fremdwörter") enthalten unter vielen äußerst interessanten Notizen - — die sich freilich größtentheils auf das *) In offenbarem Widerspruch mit §> 92 heißt es §. 97: „Wahrend die Wurzel..... theils in einer nicht b e st i m raten Form sich offenbart"!! *) nmn ntenD '■>£, eigentlich: befremdenden, dunkeln Ausdrücke, vgl. Einl. 4. u. 6. Klasse. Unser deutscher Ausdruck ist blos der Kürze halber gewählt. — Ich citire die Ed. Yen.,' die aber nicht minder corrupt ist als die 'andern. Bedeutende Verbesserungen nach einer Handschr. gibt Geiger, Aeitschr. -IM., S.428ff. Vgl.unten Anm. 26. 28. Verhältniß des Hebr. zum Arabischen beziehen — doch auch manches Hiehergehörende, wie folgende Zusammenstellung darthun mag: Die schlagendste Stelle ist folgende aus der.Vorr. Juda's: >npD«T m'iyw odd iJNWi hU) nshd tpw bipm.'w’nm pub mynn&y, nopan nynsa pnw •»nm nnpn ]whn vmv o, N-ipon npnj;nn* Samuel zählt in seiner Klassificirung der zu erklärenden Ausdrücke (in der Einl.) als zweite Klaffe: nfe nto D’yir DJ’N im^nn in nwon niNSBJ DO) □1L3 D y. Allein, wie man sieht, sind dies Fremdwörter im Tatmudismus selbst (s. unten Anm. 29.). — Aus den einzelnen Artikeln ist zu merken: (s. v. n&?DN) nn'ftfo r&D — s. v, jrpj bemerkt er, daß das aramäische Synon. wegen der Aehnlichkeit mit dem arab. von r h m gebraucht sei, während Maimonides in seinen [nämlich hebräischen, vgl. ». v. rufPiD, rDHD u. d. SSorr.] Werken p)?.1 gebrauche — [^.i ist aber selbst talmud. Form für das spätbivlische vgl. Ges. 8. v.^> — s. v. citirt er nynn pinn HD» — 8. nra bemerkt er zu förderst, daß es y-,p£ sei, nach den Exegeten, die das als radikal betrachten. — Ercitirt dabei Jes. 22, 18 [Gesenius im Comment. zum Jes. 1. S. 852 meint, dies rabbin. Wort sei „vielleicht nur aus falsch - r (?) Auffassung v. 29,3 entstanden"^. S. Conc. 8. v. *Y72. Dann fügt er noch hinzu: HJWD ]'Ü/b2 'DXl 'pi. ~ (s. v. rron): % wnm nnnn zrn''. — Der Artikel nPyj Cautct:. ucD nuum pp.noj Diprnn udd nmm 0 '**j'pbnoi mub (?nnn) \nnnn nnm lnnnn Nin n innbnn worit^n mV'bmD -in'n n inner -nnyn in ny&D2i. — (s. v. ^m): *mÄnn }ine6i. — (s. v. ysw): '9i imoi jynp. — («. v. ^dd nonn): idn riwm nceryp ’J’nm wipner hd mnw Ä nnn. Der Ausdruck onJuD ist nach Delitzsch (gegen Dukes) nicht aus dem Arabischen, welches Sch eye r (a. a. O. S. 180^ Anm. 5) wieder bestreitet. — [Der Zusatz D^n mi2m2 Moreh 1. E. 72, ist wohl eine in den Text gekommene Randglosse, die aber von Samuel selbst herrühren mag. Er sagt nämlich in der Vorrede: mrpN nopDn.D.1 DipD3 H’b lJDPQN flNQ iriN iltb by 5i nD N2N “IHN pa’!2K m bn iriN. Sonst hat er auch später andre Ausdrücke gänzlich substituirt, s. die Einl. zur Erkl. d. Fremdw.ss— Auffallend ist es, daß Samuel diesem Ausdruck weder einen eigenen Artikel bestimmt, noch s. y, mnsyn, wo es am Orte war, darauf reflectirt. Vergleichen wir nun oben s. v. so scheint es, als hätte er runs zunächst dem Talmud entnommen, und es gehörte als ursprünglich persisch, demnach in die oberwähnte zweite Klasse. Nun haben freilich jno und d^DDN besondere Artikel [unter letzterem richtet er sich sogar, mit ausdrücklicher Erwähnung, nach einer Ansicht des *p->y gegen die der ^nn]^ allein eben so gut als (si Scheyer a. a. O. — die Ed. Ven. hat das stets gleichbedeutende 'dn) nicht besonders erklärt wird, obwohl dies Wortim Targum nur die zu Grunde liegende sinnliche Bedeutung hat: so konnte genau dasselbe mit rUHD der Fall sein. Die Schreibart OimQ mit d, welche, neben der neuen wiffenschaftlichen Bedeutung das Hauptargument Scheyers ausmacht, kann wohl, wie oben ’*) Zweideutig und jedenfalls corrupt. Ein Artikel der rad. findet sich auch bei Geiger a. a. O. nicht, und doch scheint hier darauf verwiesen? — So hat ^Geiger einen Artikel □nnr» der in unfern Ausgaben fehlt. 12

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