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Der Orient · 1842-03-19 · 12 (19.3.1842) · p. Spalte 183-184

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
12 (19.3.1842)
Date
1842-03-19
Page
Spalte 183-184 (sequence 4)
Language
German
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183 Philonische, Literatur. Philonifche Literatur. Dr. Großmann's Abhandlung über die Reihenfolge und die chronologische Ordnung der Schriften des Juden Philo» . (Schluß.) 14) Fragen und Lösungen zum Leviticus sind bekanntlich auch geschrieben worden. 15) Fragen und Lösungen zum Deuteronomium, zu Cap. 33. hatte er sich wenigstens zu schreiben vorgenommen (Arm. 2, 341); ob er seinen Vorsatz ausgeführt habe, weiß man nicht. 16) jH" 'üTEEjj t<ov ’lovScdcov ditoloyLa (2, 632, 13) ist nicht allein gegen die Sadducäer gerichtet, um gegen diese zu beweisen, daß Moses die Rechte der Könige und Fürsten nicht vermindert habe und daß dieser ein in der Kriegskunst sehr ausgezeichneter Feldherr gewesen sei (313, 32. 38), sondern auch gegen die Lysimacher u. Molonen, die Judenankläger (2, 627, 10), gegen Sejanus, Flaccus, gegen denLra- Zöden Apelles, besonders gegen den Apion, den Wortführer der alexandrinischen Gesandtschaft an den Casus (Antiq. 18, 8, 1), endlich gegen die Grausamkeiten des Kaisers Casus, die er an dm Juden verübte, woher ein Lheil der Apologie naXwcpSLa genannt wird, weil die Verordnungen des Claudius zu Gunsten der Juden die Wirkungen jener Grausamkeiten aufhoben. Nach Eusebius Kirchengesch. 2,5.6. saßt Philo diese jüdischen Händel in diesem Buche in fünf Lheilen zusammen, von denen der erste, der apologetische, nicht mehr vorhanden ist, der andere gleichfalls verloren gegangene die Rasereien des Sejan, der dritte die Angriffe des Flaccus, der vierte die Grausamkeiten des Kaisers Casus, und der fünfte die Palinodie auf Cajus enthält; vergl. Fabric. S. 741. .Vielleicht liegt unsrer Apologie die Schrift der Juden zu Grunde, welche sie/durch den König Agrippa damals als er von Rom zurückkehrend im zweiten Jahre des Cajus wieder nach Syrien ging und sich kurze Zeit zu Alexandrien aufhielt (2, 532, 15), an den Kaiser Casus übersandten (2, 572, 18). Alle ächten Bücher Philo's nun, wie ich sie aufgezählt habe, unter welchem Namen sie auch Vorkommen, mögen sie ygacpciL (620, 1), oder ßifiXoi (473, 1), oder Xoyoi (2, 448, die Wahl des Wortes dem arabischen Originale assimilirt sein , ohne daß es deßwegen einer besondern Erwähnung bedurfte, da f und v, besonders in Fremdwörtern, auch sonst im Lalmud wechseln, wie oben q und 2 bei rWHDW..- — Auf diese Weise glauben wir die streitenden Parteien einigen zu können. — Die Länge dieser Anmerkung hindert uns noch den Artikel ^-,^2 hier abzuschreiben, der äußerst interessant ist. Das dort und sonst häufig vorkommende ist besonders zu beachten, Vgl. unten An m. 28 gegen Ende. 184 21. 586, 13), ober itQal-sig (586, 14), oder cwragsig (2, \, 16. 2, 2, 1. 2, 3, 27. 2, 180, 3. 2, 210, 3. 2, 392, 18. 2, 409, 3), oder nach Aristotelischem Gebrauche (s. Stahr /lristotelia Thl. 2. S. 15. 94) Tcgcty^iaxBlai (2, 152, 26), oder ßlot (2, 181, 1), oder diccXoyoL (394, 5), oder wie bei den Scholiasten des Homer (Jonsius cie scriptoribus 5toi'iL6 philosophicae Frankfurt a. M. 1659. 4. S. 266. vergl. 291, 4. 325, 33) ncti Xvasig (Quaestiones et Solutiones in Gene.sin etc.) heißen, müssen unter einen Ueberblick gebracht werden, wenn eine bestimmte Reihenfolge derselben festgestellt werden soll. Denn ist jener einmal gefunden, so lassen sie sich auch der Zeit nach ordnen. Es entsteht die Frage, , an welchen Merkmalen und Kennzeichen jene Reihenfolge der Bücher von da an, wo Philo ansing zu schreiben bis wo er aufhörte, erkannt werde.- Dieß ist ja aber der eigentliche Zweck,- den wir uns gestellt haben, und um diesen desto sicherer zu erreichen, haben wir eben alles Vorhergehende vorausgeschickt. Das erste Mittel, zu dieser Erkenntnis; zu gelangen, giebt uns die Ordnung an die Hand, in welcher die Bücher der heiligen Schrift im jüdischen Canon auf einander folgen. Denn da die Juden das göttliche Gesetz nicht allein in Hinsicht des Inhalts, sondern auch hinsichtlich der äußerlichen Anordnung für ganz vollkommen hielten, so lasen sie die heiligen Bücher nicht nur ihrer Reihe nach, sie verfuhren auch auf dieselbe Art bei der Erklärung derselben (14, 41. TtaynaXw za Z7jg ttTioXovd'lag bIq^lco Mavarjg. 31, 8. zfjg aKoXovd'icig £%6(iEVog v.al rov £lq(.lov dtazrjQcov XsysLS^fjg. '407, ,9. £7l0{l£V0l TCO Trjg UKQlovd'Lag £tQ[Mp TtQOGTtTcdMV ov% scovzi. 2, 210, 4. tcc iv (lagst ÖLCiTccy[iaTccjic'Tcc rrjv Trjg yQcccprjg cczolovd'Lav vvv tTtiGv-BTCxiov)^ Und diese Regel hat Philo in den armenischen und allegorischen Büchern so genau beobachtet, daß er nur ein einziges Mal (270, 38) davon abgewichen ist. Dann sind auch die W i e d e r h 0 l u n g e n zu berücksichtigen. Denn da ihm nichts mehr zuwider war, als das TtuXilXoyuv (2, 378, 16), so kann der Fall, daß er über Etwas früher einmal sprach, und später auch wieder, zum Beweis dienen, daß beide Bücher durch eine längere oder kürzere Zwischenzeit von einander getrennt werden müssen; s. 2, 2, 33 vergl. mit 2, 410, 5 f. 643, 31, vergl. mit 2, 189, 41. — So wird die Fabel des Prodikus vom Herkules am Scheidewege 2, 265, 28. ff. zuletzt weitläufig erzählt, nachdem er sie schon 75, 13. 167, 26, 396, 12 zu wiederholten Malen berührt hatte. Sodann gewähren die Anfangs- und End-Worte der Bücher, deren sich unser Verfasser als besonderer Bindemittel zur Angabe der bei seinen Büchern stattfindenden Reihenfolge bedient, dem Leser einen sehr sicheren Leitfaden. Alle Bücher sind voll von Beispielen dieser Art und auch Plinius hat diese Sitte in seiner Naturgeschichte befolgt. Ferner wird zuweilen die Ordnung der Bücher nach dialektischen und hermeneutischen Grundsätzen bestimmt, und wir haben oben darch ein sehr sprechendes Bei- Großmann über Philo.

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