Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 8 (19.2.1842)
- Date
- 1842-02-19
- Page
- Seite 62 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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62 nommen werden, als auch im ^Np ('Dl ‘iNDfM mnOT TOD')/ so wie in si^N^ Me denselben Sinn ausdrückende Worthäufung nicht gescheut wurde. Hingegen wäre nDN p!D (S. 13)/das nur ppllO!^ NDO '3DD (Schäbbat f. 24 und Raschi das.) verfaßt wurde, wegzulaffen gewesen. — Auch hätte nach einer umsichtigen Kritik die in M allgemein mit uhwT] Wiy endigen sollen, und in ynyo stets die Übersetzung für abw rDD UW und nicht, wie in diesem Gebetbuche geschehen, für yb bx2W iby "1ÖW beibehalten werden müssen, da es Wajikra Rabba e. 9 ausdrücklich heißt: by ndd n3pnty m»rui nniö ronan bau? n^DHD mbiy hDD DiiD u?fa ü6m pomn bmun Dl btfn&snyru Die Redattion wich mit dem ^Ml loyiDlL7 von dem allgemeinen Gebrauche ab, der sowohl bei QvnöD als DpDtGW für DM roitf obiges HDD UND hat und welches die alte Formel ist. Ich gehe über mehre Stellen, wo eine gr Endlich e Kritik vermißt wird, weg, um zu einem andern Punkte, zu der dieses Gebetbuch sehr entstellenden Inconsequenz, der gewöhnlichen Begleiterin des unselbstständigen Eklektieismus, zu gelangen. Schon die Auswahl der Stücke, die hebräisch, und anderer, die deutsch zu sagen sind, laßt jeden nur irgend haltbaren Leitfaden vermissen. Sie haben im Abendgebete die niTQ mriN^i yßW 'töbw deutsch, ebenso M; des Morgens sind yfttü/ nD*D und y^ hebräisch. Sollte die Meinung sein, weil crcny 'n nur nitcn ist, oder wähnten Sie durch einen Ersatz zu geben? Aber Letzteres wäre Ineonfequenz, da auch dV das y&» deutsch gebetet wird und hier sich nicht nDK pD findet; ersteres^ ist ein großer Irrthum , da wie bekannt ni£H tV22y 'D sich nur auf M nicht auf die yft&y nD"D beziehet. — Und warum haben Sie snyt die y&y 'n hebräisch, warum nicht auch hier konsequenter Weise deutsch, wie die Abende der Feiertage und rh W>? Hat am ENv das deutsche Gebet nicht denselben Werth wie das hebräische, dessen Stelle es doch das ganze Jahr vertritt? Und wenn hebräisch diesen Abend vorgezogen wurde, warum nicht auch die yow bu? miro hebräisch! Dieselbe Inconsequenz offenbart sich auch in Bezug auf Erwähnung der DipiDI! rrnm und so tadelnswert!) das Verfahren des 5^>errn Bernays ist, so bietet doch die Fassung dieses Buches nicht ungegründeten Anlaß zu der Klage, daß manche schwer zu rechtfertigende Auslassung einiger auf vorerwähnte Verheißungen sich beziehenden Stellen sich vorsinde und manchen Zweifel über die Tendenz des Gebetbuches rege mache. Nur einige Stellen sollen zur Bestätigung angeführt werden. Die Redaction hat für Leidtragende an die Stelle des gewöhnlichen $rjp eine andere Formel gesetzt; und es ist mit ihr hierüber nicht zu rechten, da sie als Gewährsmann einigermaßen rDHN VJD fjlD DDED anführen kann. Doch ist daselbst auch riwvi Nrnp N^n pnDD^l : diese Worte find im Gebetbuche ausgelassen: was mochte die Redaktion hierzu bewogen haben? — Sie haben S. 22 die Übersetzung für tonn nyn airoiff HD OT&N M U1? D'pi bn nbnnS mbddhn jhn D ddhn ^np nym dsdn ndk 'üSdn■ DD^yb DDnw fl^ WD pNh *öy. nicht gegeben, und hier ist nicht leibliche und persönliche Erlösung allein (um mit Hr. Dr. Salomon zu reden) gemeint; und ist diese Stelle, so wie jede andere in diesem Buche beibehaltene, auf die höhere Erlösung zu deuten: und doch ließ sie die Redaction aus, obschon .sie alt ist und auch von Maimonidcs 1. I. mit einer geringen Variante angeführt wird. Sie berufen sich auf andere Stellen, wo 'DUiTOi^W erwähnt werden, aber um so mehr ist die Inconsequenz zu bedauern, die den Argwohn einer, wollen wir auch den Ausdruck „frivol" vermeiden, jedensals nicht genug würdigen Behandlung des Gegenstandes erregen muß. Und in der That wird der gewichtige Ernst, der allein die Weihe gibt und von der Heiligkeit der Aufgabe durchdrungen den Gegenstand sowohl in seiner Totalität als in seinen Einzelnheiten mit Liebe und Wärme erfaßt, hier schmerzlich vermißt. Einem solchen Mangel dürfte es zuzuschreiben sein, daß obiges 'iDi tib DPI fehlt, während acht Zeilen früher die Uebersetzung für pun niOD ymND 7>lp pp sich findet, daß S. 122 "j^pjo po ausgelassen ist, aber Seite 121 die Stelle: tiü3 bnjni mno IJUini erscheint. Auch die auffallenden Incorrectheiten dieses Gebetbuches weisen auf eine solche Abwesenheit einer richtigen Würdigung und des Durchdrungenseins von dem Werthe des in Frage stehenden Objects hin. Dieses Gebetbuch hat die befremdende Erscheinung, daß an einer Seite manche Stelle fehlt, die in demselben Gebete auf einer andern Seite wiederkehrt. Im Abendgebete findet sich für DtWil miDl nn.l DWD keine Uebersetzung; im Morgengebete ist dieser Stichos und auch die Uebersetzung dafür! — S. 11 fehlt die Uebertr agung für nTintf ]n:>n, S. 70 ist im hebräisch en Texte und nicht in der Uebersetzung. S. 99. 141. 187 ff. ist •>n 1 n j nan im Texte und in der Uebersetzung!!! — S. 12. ist ausgelassen die Uebersetzung für d'DJH ^y bis nin pn,'bcS Morgens ist diese Stelle nebst Uebersetzung gegeben! — Nicht Druckfehler können hier zur Entschuldigung angeführt werden: es treten deutlich die Spuren der Hast und Eile, der den Gegenstand nicht genau würdigenden und daher ungenauen Revision hervor. Daher auch manche den Sinn störende Auslassung, wie S. 65 wo -idnII fehlt vor pNU (vgl. das Sfardische Sidur), wodurch dieses gsnz ohne Zusammenhang stehet; vergl. auch S. 174, wo ebenfalls vor Dll'^N ein solches vermißt wird; daher auch manche auffallende Härten, als S. 69 *py S. 84: ' p^y Dipan otiehp nro psnm owro ^apna? 'Di psn -w- .DlpDni DrcferD .D'DDttDl DTKX) D^TIXI WflDin Pimp P|DiD und hiermit schließt der Satz!! — Diese Härten wären bei einiger Beachtung leicht zu vermeiden gewesen: wie sehr muß durch solche Nichtwürdigung das Vertrauen zu diesem Gebetbuche schwinden!