Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1842
- Issue
- 3 (15.1.1842)
- Date
- 1842-01-15
- Page
- Spalte 37-38 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8555529-9894039-9894043--1979-3529021- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Studien zur Septuaginta. Apologetik. Zur Abwehr k. v. M. Schwarzauer. 38 m die Texteskcitik zuverlässig sei; andere benutzen dieselbe zu biblischen Forschungen und ziehen Schlüsse aus einzelnen Stellen, ohne das Berhältniß derselben zum Ganzen und die Weise der Uebersetzer zu kennen; wieder andere verbreiten sich über einzelne Bücher derselben. Unser Vers, hingegen bemühete sich zuerst .die Fragen über die Sept. und ihren Werth für uns nach einer genauen Erforschung ihrer selbst zu lösen; seine Resultate sind die Früchte einer Ueberschauung der Gesammtheit und daher um so zuverlässiger. Nachdem der Vers, in der Einleitung über die Wichtigkeit der Septuaginta gesprochen, indem sie manchen Aufschluß über die damals obwaltenden religiösen Tendenzen zu Alexandrien und sogar über die in Palästina verschaffen könne; da sie, eine Uebersetzung aus uralter Zeit, noch manche Elemente des ehemaligen jüd. Lebens enthalte, besonders aber zur Lösung über das Alter der Textesschrift, die Punktation und andrer ähnlichen Fragen beitragen könne ic; zeigt er in derselben die Schwierigkeiten, welche das Dunkel über dieselbe sowie die widersprechenden Sagen und Meinungen dem Forscher entgegenstellen. Besonders aber hebt derselbe die Corruption der Uebersetzung in Vergleich mit dem Originale hervor, welche zu vielen Zweifeln Veranlassung giebt. Die Fragen nun über Zeit, Veranlassung und Ort der Abfassung, über ihre Geltung bei den Juden, über ihre Echtheit oder Verfälschung sollen daher durch ein tieferes Eingehen in die Sept. gelöst und dann erst über den Geist und Werth derselben für die Religionsgeschichte geurtheilt werden. Jedoch hat uns der Vers, in der Vorrede darauf aufmerksam gemacht, daß manche Fragen, wie die, ob die LXX aus einer chald. Uebersetzung ihre Version verfaßt haben, erst im „Excurs zum Samarit. Pentateuchs und in den „Beitragen zu den Targumim" vollkommene Lösung erhalten sollen, aus welche er denn auch oft verweiset. Wir wundern uns daher nicht, wenn Manches in diesen Vorstudien noch nicht entschieden wird, noch wollen wir darum behaupten, daß manche Resultate negativ ausfallen, finden es vielmehr der Ordnung gemäß, daß der Verf. die Resultate nicht dem Material, aus welchem er sie folgert, vorangehen lassen will. Der Verf. thcilt nach dieser Einleitung die ganze Untersuchung ‘ in vier Capitcl und zwar I. Alter der LXX und ihr Gebrauch bei den alexandrinischen Juden.!I. Kritik des "Textes der Septuaginta. III. Aussprache des Hebräischen zu Alexandrien. Hebr. Grammatik der Septuaginta. Ihre Hermeneutik und Exegese. TV. Der hebr. Text der LXX Ausgaben der Septuaginta. Literargeschichte. Plan dieses Werkes. Diese Kapitel zerfallen in Paragraphen, über die wir einzeln reseriren werden. , (Fortsetzung folgt.) Apologetik. Zur Abwehr der im Judenthume influkrendeu, fremden ReLigionsrmsichten. Von M. S ch w a r z a u e r. Rabbinats - Eandidat. Das Leben Jesu und feine Lehre, die Geschichte der Entstehung der christlichen Kirche, ihrer Organisation und Fortschritte während des ersten Jahrhunderts. Von I. Salvador. Aus dem Französischen v. H. Ja c obson. 2 Bd> Dresden in der Walther'schm Hofbuchhandlung 1841. XIV. n. 558. giV 8. Erster Artikel. Zu keiner Zeit ist das 1 DHlp^DNp "HO JTii (Abot 2, 19) für den Israeliten zeitgemäßer gewesen, als jetzt. Ja, wenn wir nur einen oberflächlichen Blick auf die Richtung des seientisischen und realen Lebens der Gegenwart richten, wie überall der Principien-Streit um Sein und Nichtsein ringt, so muß uns dieser talmudische Ausspruch wahrhaft zum kategorischen Imperativ werden. Sonst galt und herrschte das Wort; jetzt siegt und gebeut der Geist. Sonst galt Autorität wie göttlicher Befehl; jetzt will ohne Ueberzeugung und "einen selbst erwählten Grundsatz Nichts mehr werden, sich nichts mehr gestalten. Wie einst vor Jahrtausenden in der physischen Welt, so ertönt jetzt in der geistigen: „Es werde Licht!" Und dieses Licht weicht von seinem conereten Verwandten so wesentlich ab, daß es einmal angefacht, einmal Stoff ergriffen, nimmermehr dunkelt, in Ewigkeit nicht wieder lischt. Ohne Jntroduction. Wir haben noch nirgends, wir möchten hinzufügen, zu unserer größten Verwunderung, nachstehenden Gegenstand, weder angeregt noch besprochen gesundem Nämlich: Wie hat der israelitische Religionslehrer des neunzehnten Säculums beim Religionsunterrichte zu verfahren, wenn es darauf ankommt, nicht nur die in unserer Religion von andern hauptsächlich verschiedenen Grundwahrheiten '— als Monotheismus in der Form und in der Idee — zu befestigen, sondern auch nicht weniger die sich durch das spätere Leben des Israeliten, oft auf anscheinend moralischem und noch öfter mehr auf physischem Wege aufdringenden, divergirenden Religionsansichten ^— welche erst Zweifel? dann Zndifferentismus und endlich Abtrünnigkeit erzeugen — so abzuwehren, daß I) Dr^DN5, Epikur, welcher ums Jahr 378 in Athen eine philosophische Schule gegründet. Zu diesen „SIorfciEpicurei", wie man sie nannte, rechnet der Talmud und die jüd. Casuisten jeden, der die Positivität der schriftlichen und mündlichen Ueberlieftrung leugnet. (S. Sanhedrin 90 a, 91 a 'n 'd □ noo 'n!d. & 'd nny 'n nprnn "pdP'd'-)) Sonderbar genug sagt der LP'DP in seinem Commenrar zu ntiDi TpBDtf *>d Mx nmv nvi '“vp^Dtt rfei pbn uw ho om nn pip moi1? in' rrnsn m .'Pi rmnn pdnd 3*