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Der Orient · 1842-01-08 · 2 (8.1.1842) · p. Spalte 19-20

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
2 (8.1.1842)
Date
1842-01-08
Page
Spalte 19-20 (sequence 2)
Language
German
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19 Sendschreiben des Jehuda den Qarisch, mitgetheilt von Dr. Wetzstein. 20 'Nähere Notizen über ihn sind selten. Werthvoll ist die Bemerkung des Dc. Zunz, daß es nach einer Stelle des David Kimchi im D'KntWl -)DD heiße: „Rabbi Jona (= Abul Walid) schreibt im Namen des Jehuda den Qarisch, daß dieser Eldad den Daniten sagen hörte 'b t£n in der Bedeutung von pDy 'h W';" woraus wir das für die Zeubestim: mung des den Qarisch wichtige Resultat gewinnen, daß er ein Zeitgenosse des bekannten Eld ad des Daniten war. An einer andern Stelle (pag. 9 der gottesdienstlichen Vortrage der Juden) sagt Dr. Zunz: Jehuda ben Qarisch c. 910 warf der Gemeinde zu Fez es als eine Vernachlässigung vor, daß sie das Targnm vernachlässigten, während es doch von ihren Brüdern ln Irak, Egypten „ Afrika und Andalusien verehrt und studirt werde." In welcher Angabe, die augenscheinlich eine Uebersetzung der eigenen Worte des ben Qarisch ist, wir eine Ungenauigkeit (die man bei dem sorgfältigen Zunz sonst wohl selten antreffen mochte) nicht unberührt lassen können. Die Stelle heißt x^) rfhjX<0 »TpnDNI :p*njj*0 DDipSND *0 ITlD in dessen Erlernung eure Vorfahren in Irak u. s. w. nicht säumig waren. Das Praes. „w e r d e" würde demnach in „worden sei" zu verwandeln sein. Die erste Erwähnung unseres Buches'hat man immer im minb idd des Jbn Esra gefunden, der unter den Werken der älteren Grammatiker auch ein Buch des B en Qarisch unter dem Titel aufführt. Es fragt sich nun , ob dies unser Büch sei? D e -Ro ssi in seinem Äirivnai'Lo Ztorico hält beide für identisch, und L u z z a t t o (prolegomeni pag. 49) pflichtet ihm bei und giebt zugleich einen zweiten Titel des Buches an: ifirpn 1DD. Dieser Vermuthung aber scheint der Umstand, daß unser Buch ursprünglich arabisch geschrieben ist, der Titel tSNi nx cibcc und E/rpri 1DD auf ein hebräisches Buch chinweist, zu widersprechen, obgleich sich nicht läugnen läßt, daß prvn ~)E>d tropisch genommen, nicht unpassend wäre, den Inhalt des Buches anzudeuten; aber wahrscheinlicherweise ermangelt das Buch völlig eines besonderen Titels, wie dies bei derartigen Abhandlungen, die die Form eines Briefes , haben, gewöhnlich der Fall ist. Die erste Auskunft über die Schrift au s der oxfo rd er Handschrift selbst hat, nächst ihrer Beschreibung in Uri's Katalog, die Schnurrer a. angef. Q hat abdrucken lassen, Gagnier gegeben und sie findet sich in Wolfs diMvllieca lielnv S. 311. Daraus folgten die oben erwähnten Auszüge Schnurrers. Später findet sich Einiges in Gesenius hebr. Lexikon 3e Aufl. S. XIII. der Einleitung, wo auch bemerkt wird, daß sowohl die Abschrift Gagnier's als auch die S chnu r r er's in den Händen des Hrn. Dc.G e se n ims sich befinden. Letztere ist mit hebräischen Charakteren, die von Gagnier mit arabischen geschrieben. Ich dachte auch an ein Transskribiren hebräischen Schriftzüge in arabische, um dem Leser der Unbequem-" lichkeit, die das Lesen des Arabischen in hebr. Lettern hat, zu überheben, doch hinderte mich daran — wenn auch nicht die Furcht in die Fehler zu fallen, in welche ein sonst mit dem Arabischen nicht unbekannter Gelehrter dadurch gefallen (cf. Eichhorns Allgem. Bibliothek 3 Bd. S. 9 ff. und S. 455 ff.) — der häufige Gebrauch rein hebräischer Worte anstatt der arabischen und Erscheinungen wie ürtpnk, rnsp rpx^np, □IX ]D , ]1^2 ]ODDDD DW:^, Dünn1*, pxnn und Andere. Während Schnurrer in seinen Proben blos j und 1, □ wo sie £/ Jb wiedergeben, durch Punkte und Striche unterschied, habe ich dies nach dem Codex auch mit N und rv wo sie i> und entsprechen^ gethan, weil man zu sehr an die diakritischen Punkte gewöhnt ist, als daß eine Unterlassung derselben nicht zu Jrrthümern verleiten könnte; vergl. in der Einleit. PPDty nTWm u. s. öfter. Nach der Weise des Codex habe ich .1 und D, statt des senkrechten Strichs bei Schnurrer, mit einem Querstrich bezeichnet wo sie g und sind. Den Inhalt des Buchs anlangend will ich mich jedes vorläufigen Urtheils über die Wichtigkeit desselben für Exegese und Lexicographie enthalten. Liegt einmal ein größerer Th eil der Schrift zur -Einsicht und Beurteilung vor, wird sich leicht eine Meinung über ihren resp. Werth bilden lassen. Was übrigens der Autor in Betreff derer, an die er zunächst 'dieses Sendschreiben gerichtet, wünschte, daß es zur Würdigung der Dialekte, zur Einsicht ihrer Unentbehrlichkeit, zum Verstehen der heil. SchriftZbeitragen und das Studium derselben beleben möchte, dasselbe wünsche ich gleichfalls rücksichtlich der Juden sowohl als der Christen. Nicht als ob man die Wichtigkeit z. B. des Arabischen an sich und zum Verstandniß der Bibel durchaus verkennte; wohl jeder gelehrte Kenner, des Hebräischen hat darum wenigstens das arabische Alphabet, mit dem hebräischen einmal verglichen , und diese oder jene Wurzel mit der in der Schwestersprache ihr entsprechenden zusammengestellt. Aber es ist an der Zeit, daß man Ansehen lerne, dasbloseSpickenderCommentare mit arabischen Vocabeln und die gelehrte Demonstration, hy sei mit und mit formell und materiell verwandt (wie neuerdings mit großem Lärme geschah) erfülle die Anforderungen der Wissenschaft noch nicht und;damit erwerbe man sich weder den Namen eines'Gelehrten noch den Anspruch auf die Achtung und den Dank der Gelehrten..

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