Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1842)
- Date
- 1842-01-08
- Page
- Seite 11 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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11 Dagegen hatten sich vermindert die Angehörigen dev griech.-chrWchen Kirche um 43 der Mennoniten mn ... 21 Ueberhaupt Verminderung _64 Nach deren Abzug bleibt überhaupt Vermehrung 808,96$. Verhalrnißmäßig gegen die zu Ende des Jahres 1837 gefundene Anzahl hatten sich bis zu Ende des Jahres 1840 vermehrt die evangelischen Christen um . &,57S der römisch-kathol. Christen um 6,057 die Juden . . . . . . ♦ ♦ 5/SSs die Gesammtzahl aller Einw. hatte sich gleichzeitig vermehrt um . 5,~ 3* oder nahe 5f Proc. Verhältnißmässig die stärkste Vermehrung zeigte sich demnach, bei den römisch-katholischen Christen, weil in den letzten Jahren der Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen 1 besonders bedeutend gewesen war in der Provinz Posen und in Oberschlesien, das ist, in größtenteils katholischen Landestheilen: überdies dürfte auch der freilich nur scheinbare Zuwachs, welchen die fortschreitende Vervollkommnung der Zählungen ergibt, in diesen Gegenden beträchtlicher gewesen : "stm) als in denjenigen Provinzen, worin eine allgemeiner ver- ■ breitete Bildung schon früher genauere Zählungen erwarten ließ. Auch vermehrten sich die Juden noch etwas stärker; als die Einwohnerzahl überhaupt durchschnittlich; dies ist auch schon bei frühern Vergleichungen bemerkt worden und hat im Allgemeinen seinen Grund darin, daß unter den Juden die Sterblichkeit der kleinen. Kinder geringer und die Lebensdauer größer ist als unter den Christen; ersteres wahr- ■ scheinlich weil die Frauen der Juden nicht leicht so harte; Arbeiten verrichten als die Frauen der untern Volksklaffen bei den Christen, und letzteres wegen der größern Mäßigkeit im Gebrauche berauschender Getränke. Die Zahl der Mennoniten und der Angehörigen der griechischen Kirche ist überhaupt gering im Verhältnisse gegen die Gesammtzahl der Einwohner; sie beträgt nämlich nur wenig über ein Tausmdtheil. Die Verminderung, welche dieselben erlitten haben, bleibt daher auch ganz ohne erheblichen Einfluß auf die Bevölkerung des Staats im Allgemeinen. Die hier aufgezählten Angehörigen der griechisch-christlichen Kirche bestehen dem größten Theil nach aus Philipponen, welche sich in Ostpreußen angesiedelt haben; da dieselben ebenso wie die Mennoniten die Theilnahme an Kriegsdiensten verweigern, so bleiben sie auch in Bezug auf die Fähigkeit, Grundstücke zu erwerben, wie diese beschränkt. . In dieser Beschränkung dürste wol auch der Grund der hier bezeichneten Verminderung zu suchen sein. Die abendländischen Christen fowol evangelischen als römisch-katholischen Glaubensbekenntnisses bilden zusammmgenommen dergestalt überwiegend die Hauptmasse der Einwohner des Staats, daß noch nicht ganz ein Siebzigtheil derselben aus andern Glaubensgenossen besteht. Sie selbst verhielten sich gegen einander der Zahl nach in dem hier betrachteten Zeiträume beinahe wie acht zu fünf: die Veränderungen in ihrer Anzahl, welche die Zählungen zu Anfang und zu Ende dieses Zeitraums ergeben, waren so wenig erheblich, daß sie auf ein in so kleinen Ziffern ausgedrücktes Verhältniß noch ohne Einfluß bleiben. Im Allgemeinen bewohnen sie dm preußischen Staat in einer solchen Verbindung, daß nicht allein in einem jeden seiner 25 Regierungsbezirke, sondern selbst in jedem der einzelnen landräthlichen Kreise neben evangelischen Christen auch katholische, oder neben katholischen auch evangelische wohnen. Doch ist allerdings das Zahlmverhältniß der Glaubensgenossen beider Theile in dm einzelnen Provinzen, Regierungsbezirken, landräthlichen Kreisen, und sogar in einzelnen Ortschaften eines und desselben Kreises sehr verschieden. Wie sich dasselbe in den. nachstehend bezeichneten großem Abtheilungm des preußisch. Staats nach der Zählung zu Ende des Jahres 1840 stellte, ergiebt folgende Nachweisung: Evangelische Christen. Römischkatholische Christen. <0 «3 f i 1 Juden. Summe aller Einwohner. 1) Preußen. a) Ostpreußen oder die Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen ............ 1,217,034 169,034 1072 993 5657 1,393,790 b) Westpreußen oder die Regierungsbezirke Danzig u. Marieniverder ............. 450,227 434,002 15 12,016 20,122 916,382 2) P 0 s en .. . . .... . . ... * ♦ 372,789 783,916 42 1 77,102 1,233,850 3) Brandenburg ............ 1,797,432 24,638 : 82 30 13,520 1,835,702 4) Pommern . . ........... 1,040,083 9,360 17 3 6,824 1,056,287 5) Schlesien a) Niederschlesim oder die Regierungsbez. Liegnitz und Breslau, jedoch mit Ausnahme , der Kreise Glatz, Habetschwerdt, Frankenstein und Münsterberg ♦ . 1,366,396 368,983 11 11,691 1,747,081 b) Oberschlesien oder der Regierungsbezirk Oppeln nebst den vier vorstehend genannten Kreisen des Regie-; rungsbezirks Breslau . . . . ♦ . ♦ ♦ > * * 6) Sachsen . ... . . «- * . . * «- - . 108,377 1,529,591 988,347 103,374 3 10 4 15,012 4,262 1,111,739 1,637,221 7) Westphalen 591,684 777,757 4 107 13,766- 1,383,318 8) Rheinprovinz ♦ .......... . 610,868 1,953,165 1 1320 26,367 2,561,721 ' Im^ganzen Staate | 0 00 4*- w 5,612,556 | 1257 | 14,474 | 194,323 [jl 4,907,091 Berlin, 15. Dec. 1841. Jede schöne That verdient die Oeffentlichkeit. Wer den in Berlin unter dem Namem „Gesellschaft der Freunde" bestehenden jüdischen Verein, den Zweck dieses höchst schätzbaren Instituts und alles von demselben bereits ausgegangene Gute kennt., kann dem Vorstande und den Mitgliedern dieser Gesellschaft nur die vollkommenste Hochachtung .zollen. Es darf daher nicht.wundern, daß sowohl die Behörden als. Privatleute aus. allen Klassen diesem Verein