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Der Orient · 1842-01-08 · Heft 2 (8.1.1842) · p. Seite 10

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Journal
Der Orient
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 2 (8.1.1842)
Date
1842-01-08
Page
Seite 10 (sequence 3)
Language
German
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10 Stellung kennen und schätzen. Ueberzmgt, daß der größte Beweis von Ächtung ist, zu sagen, das was man glaubt sei die Wahrheit, so unterwerfen wir uns mit Vertrauen den Betrachtungen, welche bei den Mitgliedern der Consistorial-Versammlung vorherrschen. Enthalten sie Irrthümer, und dies ist möglich, so sind die Archive da, um sie zu berichtigen. Wir erlauben uns die Aufmerksamkeit des Comite's auf den Artikel 9, von dessen Vorrechten handelnd, zu lenken, welcher besagt: „Bewilligen den Kindern, welche sich in den Schulen auszeichnen, Unterstützung und Aufmunterung/• und diejenigen, welche einer solchen Auszeichnung würdig sind, durch Versetzung in eine höhere Classe belohnen." Man sieht nirgends, daß man von diesem Vorrecht Gebrauch gemacht hätte. Indessen gibt es junge Leute aus armen Familien, einst vielleicht die Ehre und der Ruhm unsrer Gemeinde. Hier würde es angemessen sein, nicht allein Unterstützung zu gewähren, sondern auch eine specielle Subscription zu eröffnen, wie für das projektirte Hospital 5 es würde Personen geben, zweifeln wir nicht daran, welche, ob mit Recht oder Unrecht, kommt hier nicht in Betracht, nur dann eine Unterstützung gewähren, wenn der Gegenstand derselben ihnen bekannt ist. Gehen wir nun zu dem finanziellen Theil: Verwaltung von 1339 u. 40. Bestand den Isten Jan. 1839 . . . . . Fr. 31,867-85 Ausgaben während d. Jahres 1838 . . . 18,504—95 Rest vom Isten Jan. 1839 ...... 13,362—90 Rest übertragen auf Rechnung d. Commite's 13,363—60 Differenz: 70 Woher kömmt diese Differenz? Einnahme von dem Ertrag der Sammlungen von Wohltätern. 1839. 1840. 1. Subscriptionen ♦ . ♦ ♦ Fr. 6035—75 Fr. 6233 2. Freiwillige Geschenke . . 6706—50 6313 - 3. Ertrag d. Almosenstocks im Tempel . . ..... .1560—80 1832—5 4. Alwosensawmlung zu Holz 736 813 5. Desgl. zum Osterfest . . 1263 753 6. Von Herrn Alkan, Ertrag einer Samml. für die durch die Cholera Verwaisten . 970—40 17,272—45 15,944—5 Die Zahl der Subscribenten ist 221, was im Durchschnitt auf einen Fr. 27—31 C. im Jahre 1839, und Fr. 28 im Jahre 1840 ergibt. Die größte Bewilligung beläuft sich auf Fr. 300 von Herrn Worms de Romilly (Oley); man findet in der Liste 8 Personen der Familie Halphen und 7 der Familie Iaval. Die ansehnlichste Schenkung von 1839 beträgt Fr. 2000, dargebracht von Herrn Iaval jun. Die Zahl der -übrigen Schenkgeber beträgt 82. Im Jahre 1840 findet sich die bedeutendste Schenkung von den Erben der Familie Halphen im Belauf von Fr. 1500. Die Zahl der" übrigen Geber ist 65. - (Schluß folgt.) Deutschland. Wien, Decbr. 1841. Der bereits unfern vaterländischen Dichterautoritäten rühmlichst beigezählte Hr. . Dr. Ludw. Aug. Frankl hat anfangs Drcember eine wusikalischdeklamatorische Akademie im f. k. Theater in der Josephstadt veranstaltet, deren Ertrag der edle allbeliebte Dichter zur Hälfte dem Jsraeliten-Spitale in der Rossau und zur Hälfte dem unter dem Protektorate Sr. Kais. Hoh. des Erzherzogs Franz Karl stehenden neuerbauten christlichen Spitale an der.Wien, widmete. Sämmtliche Piecen der Akademie, die von den ausgezeichnetsten Künstlern des k. f. Hofburgtheatecs vocgetragen wurden, selbst die von anerkannten Meistern in Musik gesetzten Lieder, waren von Dr. Frankl verfaßt, unter welchen besonders des gefeierten Lyrikers neueste nur erst bis zum sechsten Gesäuge vollendete epische Schöpfung „Don Juan d'Austria" deren ersten Gesang uns der gefeierte Hoffchauspieler Löwe mit aller Potenz seiner Kunst hinreißend und entzückend vortrug — aufs Rühmlichste und Anerkennendste hervorzuheben. Beifall und Hervorruf des Dichters waren wiederholt und rauschend, der Ertrag bedeutend und der Erfolg brillant. Es verdient dieses Ergebnis um so mehr Würdigung, Beachtung und öffentliche Anerkennung, indem es das erste Mal ist, daß das Israel. Spital eines solch wohltätigen Zuflusses von Außen sich erfreuet und der geschätzte Dichter hiermit einen Impuls gegeben hat, der bald anderweitige Nachahmung finden dürste. Auch hat Hr. Dr. Frankl — der erste Jude in Oesterreich — durch die Gnade unsres allgeliebten Landesvaters die vorzugsweise Concesflon erhalten, ein eigenes Blatt unter seiner Redaction in Wien herauszugeben, welches mit kommendem ersten Jänner unter dem Titel „Sonntagsblattec" erscheinen wird, und der geschätzte Dichter darf bei seiner allgemeinen Beliebtheit, Anerkennung und Hochachtung, deren er sich in seltenem Maaße erfreut, einem glänzenden Debüt seines schönen Unternehmens entgegen sehen. Berlin, Dec. 1841. Bei den Zählungen der Einwohner des preußischen Staats, welche die Polizeibehörden am Ende jedes dritten Jahres vollziehen, wird auch verzeichnet, zu welchen von der Staatsregierung anerkannten kirchlichen Genossenschaften dieselben gehören. Die Zählungen am Ende der Jahre 1837 und 1840 ergeben in dieser Beziehung Folgendes: 1837 184V Evangelische Christen ..... 8,604,748 9,084,481 Römisch-katholische Christen ... 5,294,003 5,612,556 der griechisch-christl. Kirche Angehörige 1,300 1,257 Mennoniten. . ♦ - > ♦ * - 14,895 14,474 Juden ..... . . * . . 183,579 194,323 Überhaupt 14,098,125 14,907,091 Hiernach befanden sich durchschnittlich unter einer Million Einwohner evangelische Christen .. . . ... 610,347 609,407 römisch-katholische Christen . . . 375,511 376,502 der griechisch-christl. Kirche Angehörige - 92 84 Mennoniten ........ 1,028 971 Luden . . . ... > . . . 13,022 13,036 Überhaupt 1,000,000 1,000,000 Ueberhaupt hatte sich in dem hier betrachteten breijährigen Zeiträume verwehrt die Ach! der evangelischen Christen um . 479,733 der röm.-katholischen Christen . 318,553 der Juden . ....... 10,744 Ueberhaupt Vermehrung ' 809,030

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