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Jeschurun · 1918-11-01 · Heft 11-12 (November 1918) · p. Seite 715

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 11-12 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 715 (sequence 107)
Language
German
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Nachwort des Herausgebers. 715 länger müßig sein wollen. Nehmen wir des Beispiels halber nur eines: die Schule. Erinnern wir uns, wie wir darunter leiden, weil wir in ihr nichtjüdischer Machtsphäre unterliegen. Bedenken wir, welcher Täuschung wir entgegengehen, wenn wir die jüdische Schule bekommen, aber die weltlichen Nationalisten sie uns im selben Augenblicke nehmen! Und stellen wir uns nun im Gegenteil vor, wie sehr wir uns der Erziehung unserer Künder in unserem Geiste werden versichern können, wenn wir selber darüber zu verfügen haben werden. Dann kann für uns kein Zweifel mehr bestehen, wofür wir uns zu entscheiden haben. Daß wir nicht länger die Vertretung der Hechte und Interessen der Judenheit ganz, den־ jenigen überlassen dürfen, deren innerster Trieb und zum Teile auch bewußtes Ziel die Zerstörung unserer Heiligkeiten ist und daß wir selber in breiten stolzen Reihen aufmarschieren müssen. Die Kraft dazu hatten wir immer. Es fehlte nur der zur Tat drängende Wille. Haben wir ihn jetzt, so können wir in kürzester Frist ganze Armeen von Streitern für Gott und für die Hechte und Pflichten seines Volkes aufstellen. Nachwort des Herausgebers. Dem Aufsatz des verehrten Verfassers könnte man auch die Überschrift geben: Es ist die höchste Zeit! Nicht allein, daß er Wort für Wort zu unterschreiben ist, wir können keinen Augenblick mit der Ausführung zögern. Was not tut?! Der Willenserklärungen sind genug geschehen! Organisations- und Propagandarbeit kann noch intensiver gestaltet werden. Vor allem aber auf zur eigentlichen Tat! Und diese heißt: mit der eigenen Persönlichkeit eintreten für die Idee! Wir Alten werden aus physischen Gründen — denn man kann jetzt auch auf dem heiligen Boden nur die frischesten und arbeitsfähigsten Kräfte brauchen — aus materiellen Gründen — wie sollen wir dort, ohne fremder Unterstützung zur Last zu fallen, unsere Familie ernähren? — und vielleicht auch aus politischen Gründen — denn wir sind zumeist belastet mit dem ganzen Ideenkomplex der Zeit vor der Welten wen de — wir Alten werden voraussichtlich nur mit einem sehr kleinen Bruchteil in Erez Jisroel vertreten sein. Die Jugend vermag in ganz anderem Umfang die Pioniere

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