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Jeschurun · 1918-11-01 · Heft 11-12 (November 1918) · p. Seite 716

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 11-12 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 716 (sequence 108)
Language
German
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16ך Nachwort des Herausgebers. für die Arbeit an und in dem heiligen Lande zu stellen. Und sie kann versichert sein, daß ein einziger, der sich entschließt, sei es als Landwirt, als Gewerbetreibender, als Handwerker oder als Vertreter eines freien •Berufes dort zu wirken, in unseren Augen und in den Augen aller Verständigen mehr zählt als eine ganze Schar derer, die Helden im Reden, Organisieren oder — ״Kämpfen“ sind. Denn das Schicksal von Erez Jisroel wird von denen bestimmt werden, die dort im Lande der Väter arbeiten und. das heilige Land wird in dem Ausmaß heilig sein, als thoratreue Jünglinge an Ort und Stelle es heiligen werden. Uns bangt nicht vor ihrer Zukunft im Galuth auf dem heiligen Boden — denn im Galuth bleiben wir ja doch, solange nicht der Messias gekommen. An den Jünglingen, die so ihr Leben in die eigene Hand nehmen, wird sich in dem Verhältnis zu jedwedem Nationaljudentum, das dem Götzendienst. des Materiellen oder einer thorafeindlichen Ideenweit sich verschreibt, das Wort der Schrift bewähren, daß fünf von ihnen hundert der Gegner in die Flucht schlagen und hundert von ihnen zehntausend der anderen. Um so mehr aber ist es unser aller Pflicht die Selbständigkeit der thoratreuen Judenheit zu wahren und nicht etwa durch Eintritt in die zionistische Organisation unsere Reihen zu lichten. Der tüoratreuen Jugend hat sieh eine außerordentliche Erregung bemächtigt, von der die jüdischen Blätter nur ein schwaches Abbild geben. Und der Misraehi nützt diese Erregung — das ist sein gutes Recht als politische Körperschaft — weidlich aus. Er wirbt mit aller Kraft und, wie wir mit Bedauern feststellen, mit Erfolg. Wir haben es oft genug ausgesprochen, weshalb unsere nationaljüdischen Wünsche nicht durch den Eintritt in den Misraehi verwirklicht werden können und brauchen nicht noch einmal zu betonen, daß wir unsere Ideale aus eigener Kraft müssen zu erreichen suchen. Wir glauben auch, daß die Erregung grundlos ist, denn es herrscht an den berufenen Stellen wohl kein Zweifel darüber, daß wenn unsere nationaljüdischen Forderungen (in der Hauptsache: Rückgabe Palästinas an das jüdische Volk, nationale Autonomie für die Länder jüdischer Massensiedelung, völlige bürgerliche Gleichberechtigung für die Juden aller Länder) nicht von ihnen vertreten werden, ein großer Teil der nichtzionistischen thoratreuen Judenheit unter ausdrücklicher schärfster Betonung des prinzipiellen Gegensatzes die zionistische Organisation mit der Vertretung dieser Wünsche betrauen würde. An unsere Jugend vor allem ergehe darum der Ruf: An die Arbeit innerhalb der Aguddas Jisroel für Palästina und in Palästina! Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin. Verlag des Jeschurun, Berlin. Druck von Max Scbmersow in Kirchhain N.-L.

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