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Jeschurun · 1918-11-01 · Heft 11-12 (November 1918) · p. Seite 714

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 11-12 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 714 (sequence 106)
Language
German
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714 Strenggläubigkeit und Volkstum. .gesammelten Kraft zusammennehmen, um sie im heiligen Lande gestaltend wirken zu lassen. Jetzt müssen auch wir unsere Battaillone aufstellen, auf daß unsere Fahne, die Fahne der Thora, über Zion flattere. Aber nicht bloß in Hinsicht auf Palästina ist keine Zeit mehr zu verlieren. Überall, wo jüdisches Interesse in Frage steht, müssen wir ras ehestens auf den Plan, um nach außen die Rechte des jüdischen Volkes, nach innen die Rechte der Thora zu vertreten und zu schützen. Und gerade damit, gerade mit der restlosen Entschlossenheit, unsern jüdischen Volkswillen im לארץ f!!־i-Leben zu manifestieren, gerade mit unserer Teilnahme an den Kämpfen um die nationalen Rechte der Juden in den verschiedenen Ländern tun wir erst eigentlich den verhängnisvollen Irrtum von uns, als ob es unsere Sache nicht wäre, für unser Volk als Volk im gegebenen Rahmen der Völker zu wirken, sichern wir uns erst selbst vor Rücktällen in unsere verhängnisvolle Übung, den jüdischen Volkswülen nicht bilden und nicht bilden helfen zu wollen: denn nur bei weltlich Gesinnten ist schon mit der Losung Zion — das Bekenntnis zu allgemeiner volklicher Aktivität mitgegeben, in unserem Munde aber setzt sie dieses Bekenntnis noch nicht als gewiß voraus. "Wir müssen es also zuerst für alle Allgemeinheit und in aller Eindeutigkeit ablegen. Und dies können wir eben nicht anders als dadurch, daß wir unseren volklichen Betätigungswillen in den schwierigen Verhältnissen, die uns unmittelbar umgeben, dartun. Es kann uns nichts nützen, wenn wir das Volk und unser Gewissen mit einer Parole abfinden, die, wenn sie nicht organisch aus unserem ganzen Wollen hervorkommt, leicht nur zu einer leicht genommenen Konzession an gewisse Stimmungen werden kann. Im Leben selbst, überall und gerade dort, wo wir jeden Augenblick in die Lage kommen, anders zu entscheiden, wie wir bisher gewohnt waren, müssen wir unsere volkliche Aktivität bewähren. Bedenken wir doch, was uns erwartet, wenn wir nichtraschen Entschluß fassen und welcher Preis uns winkt, wenn wir nicht

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