Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1918-11-01 · Heft 11-12 (November 1918) · p. Seite 697

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 11-12 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 697 (sequence 89)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2292980-2292988--03264-3528906
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Exegetische Miscelle. 697 die ersten Anfänge nicht herausgekommenes, Unternehmen, die jerusalemische Gemoroh, das Stiefkind des Talmudstudiums, in korrektem Text und mit wertvollen Erklärungen herauszugehen. Besonders für den Seder Seroim, der ja vor allem die Agrarverhältnisse des heiligen Landes behandelt, war wohl keiner mehr berufen, als Luncz, dem das Land und seine Erzeugnisse aufs genaueste vertraut waren. An der Weiterführung des Planes hinderte ihn schwere Krankheit, die den unverdrossenen Arbeiter in der Blüte der Jahre heimsuchte, und ihm seit geraumer Zeit das Augenlicht geraubt hatte. Ungebrochenen Mutes hat er, trotz allem Leid und bitterer Armut, seine Arbeit geleistet: wahrlich ein Zeugnis der unverwüstlichen Kraft, die in so vielen unserer östlichen Brüder wirkt und sie allen Schwierigkeiten bis zum äußersten trotzen läßt, Betrachten wir das Streben und Schaßen des unverdrossenen Arbeiters der mit seinem Wirken für das heilige Land uud im Zusammenhang damit, für das Verständnis des Lebens in ihm nach unserer Lehre, sich ein ewiges Andenken gesichert, das alles aber unter den größten Leiden und Entbehrungen geleistet hat, so sehen wir Mer die Bewahrheitung jenes "Wortes unserer Weisen, daß drei Dinge vom Israeliten nur unter Leiden erworben werden können תורד ארץ ישראל חנולס ה!בא. Möge, wenn in Zukunft ein neuer großer יישוב ארץ ישראל sich entfaltet, der Geist solcher Männer anspornend zu gleicher Tätigkeit fortleben. Exegetische Miscelle. Von Prof. Dr. E. Fink, Frankfurt a. M. Die Stelle Kohel. XI7 wird von sämtlichen mir zugänglichen Kommentatoren — auch christlichen — so übersetzt, daß in ihr derselbe Gedanke zweimal auägedrückt erscheint. ״Und süß ist das Licht und den Augen tuts wohl, die Sonne zu sehen. Demi ob er viele Jahre lebte, der Mensch soll in ihnen allen sich freuen und soll denken an die Tage der Finsternis, denn ihrer werden viele sein, alles, was kommt, ist nichtig.״ Auf die Mahnung zur Tätigkeit folgt die Aufmunterung zum Genuß. (Levy, Das Buch Koheiet, 1912). Dieser allgemein verbreiteten Auffassung (Delitzsch, Hengstenberg, Zapletal, Budde, Wildeboer) stehen aber doch erhebliche Bedenken entgegen. Abgesehen von dem tautologischen Sinne beider Vershälften, machen das י im Anfang des ersten Wortes unseres Verses und das הי im Anfang des folgenden Verses solche Schwierigkeiten., daß jenes von der Vulgata, dieses von. modernen und alten christlichen Übersetzern gestrichen worden ist (Luther, Zapletal). Zapletal erklärt ausdrücklich: 904629

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.