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Jeschurun · 1918-11-01 · Heft 11-12 (November 1918) · p. Seite 673

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 11-12 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 673 (sequence 65)
Language
German
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Erziehungsfragen. 673 Erziehungsfragen. Yon Oskar Wolfsberg, Hamburg; z. Zt. im Felde. I. Unsere Hebraisierung. Vorbemerkung. Bald nachdem ich begonnen hatte, unter dem Titel Hebraisierung einige Aufzeichnungen zu machen, fand ich das Wort in den nationalistischen Zeitschriften. Da ward es mir beinahe leid um das Schlagwort, deckt sich doch meine damit verbundene Vorstellung nicht mit der jener Autoren. Doch da ich im Moment kein passenderes finde, behalte ich es bei und versuche durch das Possessivum ״unsere“ Mißverständnisse auszuschalten. Zeit wirds, sich nach allen Diskussionen über die Erziehung bei den Ostjuden wieder einmal unseren eigenen Angelegenheiten zuzuwenden. Die jüngste politische Entwickelung bringt es zudem mit sich, daß wir uns mehr, als wir ahnen mochten, auf den eigenen Herd beschränken müssen. Die folgenden Betrachtungen fassen dementsprechend mehr unsere heimischen Verhältnisse ins Auge. Bei der Neugestaltung unseres jüd. Erziehungswesens muß neben dem vermehrten Talmud Studium1) die hebräische Sprache berücksichtigt werden. Ich weiß, daß ich mich mit dieser Forderung zu manchem Huf er im Streit in Gegensatz stelle. Dennoch will ich für die hebräische Sprache und die Hebraisierung schlechthin eine Lanze brechen. Was unter Hebraisierung verstanden werden soll, wird erst weiterhin ausgeführt werden. Zweifellos ist die Sprache ihr vornehmstes Instrument. ג) Wenn ich in diesem Aufsatz von talmud. Unterricht nicht spreche, so ist’s, weil darin Einigkeit zwischen allen Gesetze streuen besteht. Da ist ja auch nur problematisch, in welcher Weise mehr Stunden fieizumachen sind. Ich brauche nicht zu betonen, daß auch mir das Talmudstudium als das erste und wichtigste und die Vermehrung der Lehrstunden unbedingt geboten erscheint.

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