Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1918)
- Date
- 1918-11-01
- Page
- Seite 657 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarische Notizen. 657 zum Lichte der Völker, daß mein Heil reiche bis ans Ende der Erde!“ Klingt diese Mahnung nicht auch an uns? Und müssen wir Hillel nicht zu Ende zitieren: -Wenn nicht jetzt — wann denn?“ Der große Leidens- und Sühnetag der Menschheit ist zu Ende. Zitternd in Schwäche und Scham steht sie vor dem Richter. Vorbereitet ist sie, einzustimmen in den jüdischen Ruf der Einheit, auf dem Dantes Völkerbundgedanke beruht. Die Schüler kommen: ״unser Lehrer, es ist Zeit, das Bekenntnis der Einheit abzulegen.“ Da tönt an uns das Wort Hoseas: Das Schofar an die Kehle! Literarische Notizen. Von Rektor Dr. D. Hoffmann, Berlin. XXI. Bezüglich der von mir in Heft 3/4 (S. 180) vorgeschlagenen Emendationen im Ramban gibt Herr J. Maarsen in der Holländischen Zeitschrift ״Achawah“ 1918, Nr. 282, zwei Berichtigungen nach der ed. Lissabon 1489, denen ich gern meine Zustimmung gab und sie deshalb hier mitteile. — Im Ramban zu Lev. 7, 8 habe ich vorgeschlagen, das sinnlose משפחת הכהנים in משחת הכהנים zu ändern (nach Lev. 7,35). Nun aber heißt es in ed. Lissabon משפם. Mit Recht bemerkt Herr M., daß diese LA. der meinigen vorzuziehen sei. Denn es mag letzteres Wort in 'משפ abgekürzt worden sein, was irrtümlich משפחת gelesen wurde. Hätte ursprünglich משחת gestanden, so bliebe das פ unerklärt. — Im Ramban zu Lev. 19,12 fand ich die Worte רשם נאמר וחללת unverständlich? und da das ושם sich auf Exod. 20, 7 bezieht, glaubte ich vielleicht dort לא תשא את statt וחללת setzen zu können. 44 026968300^76