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Jeschurun · 1918-10-01 · Heft 10 (Oktober 1918) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 10 (Oktober 1918)
Date
1918-10-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Stefan Zweig’s ״Jeremias“. 563 zu verbinden, und 1wird fortan bedingungsloser Anhänger und Begleiter des Jeremias. (״Seines Glaubens Erstling״ nennt ihn Jerefnias.) III. Bild: Gerücht: Fern tobt der Kampf der Heere. Ein Gerücht von einem großen Siege verbreitet sich, die Menge jubelt und verlacht Jeremias und Baruch ob ihrer Sturm- Warnungen, Jeremias beugt sich und preist die erbarmende Gottheit. Doch bald kommt der Hiobsbote mit wahrer Nachrieht: Die ägyptisch-judäischen Heere sind geschlagen, Nebukadnezar rückt mit Macht zur Belagerung Jerusalems heran, Bestürzung folgt dem Freudentaumel, es wird fieberhaft zur Verteidigung der Stadt gerüstet, Jeremias betet, er möge lieber der Verhöhnte des Volkes als der Erfüll er solcher Schrecknis werden. IV. Bild: Die Wachen auf dem Walle: Da^ ganze Bild ist mehr von Betrachtungen über Sinn und Berechtigung des Krieges ausgefüllt. Die Stadt ist umzingelt. Der König Zedekia trifft mit Jeremias auf dem Walle zusammen, dieser kündet ihm seine Träume und rät ihm noch jetzt, sofort eine Friedensbotschaft an Nebukadnezar zu senden, # doch Zedekia mag sich nicht kampflos ergeben. Das ironische Anerbieten des Königs, ihm freien Abzug aus der Stadt, die dieser für verloren halte, zu gewähren, weist Jeremias zurück, er will mit seinem Volke leben und sterben. Da reißt sich Baruch von seinem Meister los und will als Friedensmittler zum Feinde. V. Bild: Die Prüfung des Propheten: Die Mutter des Jeremias liegt im Sterben und verzehrt sich in Gram über den Sohn, dieser wird benachrichtigt und kommt. Es folgt eine große lyrische, in köstlichen Verskaskaden strömende ergreifende Begrüßungsszene zwischen Mutter und Sohn. Als letzten Hoffnungswunsch ruft die Mutter die bedeutungsvollen Worte aus: ״Nie wird ein Feind diese Stadt umwallen, Nie Zion zittern, Davids Burg fallen, Ewig währet Jerusalem.״ Jeremias spricht erschüttert und stoßweise die Worte nach: 38*

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