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Jüdische Rundschau · 1925-10-09 · Heft 79-80 (9.10.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 79-80 (9.10.1925)
Date
1925-10-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 672 JOHDISCHE RUNDSCHAU 78/53 •<יז Der Aasten der Jernsaleiaer Universität Herr Dr. Magnes, der dieser Tage in Wien weilte, machte einem Mitarbeiter der ״Wiener Morgenzcitung״ die folgenden Mitteilungen: Von dem bisherigen Kuratorium der Universität waren die Herren Naliurn So ko low, Prof. Hin st ein und Dr. Magnes zu der Sitzung in München erschienen. Die Herrci Dr. Chaim Weizmann (London), Sir Allrcd Mond und James de Rothschild (London), Ach ad Ha am und Chaim Bialik (Palästina), Felix Warburg und Dr. E. Libman 11 (New• York) hatten ihre Abwesenheit entschuldigen lassen. Es waren ferner anwesend die Herren Prof. E h r in a n n (Berlin), Professor Landau (Göttingen), Prof. Ornstein (Utrecht), Prof. Horowitz (Frankfurt), Dr. Bub er (Frankfurt), Richter Mack (New-York) und Prof. Schlössingcr (Haag). Diese Herren wurden später ins Kuratorium gewählt. Als Sachverständige waren die Herren Professor Otto Warburg und Prof. Fodor anwesend. In das Kuratorium wurden dann noch gewählt: Oberrabbiner Dr. Chajes und Prof. Siegmund Freud (Wien), Sir Herbert Samuel und Oberrabbiner Dr. Hertz (London), Prof. E. Cassicrcr (Hamburg), Prof. Eugen Tä übler (Heidelberg), Dr. N. Ratnoff (New-York) und Prof. Zyrus Adler (Philadelphia). Dem amerikanischen Univcrsitätskomitcc wurde das Recht cingcräumt, noch weitere drei Mitglieder ins Kuratorium zu entsenden. Es wurde beschlossen, die Ausarbeitung der definitiven Satzungen der Universität einem eigenen Verfassungsausschuß zu übertragen. Das von diesem Ausschuß ausgearbcitetc Statut soll folgenden Körperschaften vorgclcgt werden: dem Kuratorium, dem Akademischen Rat der Uni versität, dem Lehrergremium in Jerusalem, den in den vcrschicdenen Ländern bestehenden Univcrsitätskomitces sowie der Jewish Agency, respektive der Zionistischen Exekutive. Weiter wurde beschlossen, einen akademischen Rat 7u bilden, der als Senat zu fungieren hat bis zu dem Zeitpunkt, in welchen! ein Senat in Jerusalem selbst entstehen kann. Diesem Rat sollen alle ordentlichen Professoren der Universität sowie die hervorragendsten Vertreter der Lehr- und Forschungsgebiete angeboren, die außerhalb Palästinas wohnen. Zun! Vorsitzenden dieses Rates wurde Professor Albert Einstein bestellt. Als Leiter der Universität in Jerusalem wurde Dr. Magnes als Kanzler und Herr Herbert Bcntwich als Vizekanzler gewählt. Das Präs i d i u in des Kuratoriums besteht aus den I Icrrcn Dr. Weizmann und Prof. Einstein. Die Aufgabe dieses Präsidiums ist, die Universität außerhalb Palästinas zu vertreten, im Eihvcmchmcn mit der Jerusalemer Leitung die Sitzungen des Kuratoriums vorzubereiten und einen eventueilen Ausfall im Jahresbudget zu decken. Zum Sekretär des Präsidiums wurde Herr Leo Kohn (London) und 7.11m Sekretär des Kuratoriums Herr S. Ginzberg (Jerusalem) ernannt. Die Budgets der verschiedenen Abteilungen der Universität wurden eingehend besprochen und die Ernennungen von Professoren und Dozenten, die der Rat des judaistischcn Instituts anfangs September in Basel vorgenommen hatte, wurden ratifiziert. Demnach werden die Herren Epstein, Klein und Klausner in diesem Jahre als Professoren und die Herren Asaf, Uulack, Sc gal, Schalom und Ycllin als Dozenten fungieren. Als (Jästc werden die Herren Professoren Davidson aus New-York und Oberrabbiner Immanuel Löw aus Szegedin erwartet. Für die Schaffung besonderer Abteilungen innerhalb des Institutes für Blbclfoi’schung und für die hebräische Sprache haben zwei Sonderkoinmissionen das Material vorzubercitcn. Aus den Geldern des Institutes werden die notwendigen judaistischcn Bücher für die Universitäts» hibliothek angekauft werde״. Es wurde weiter die Systcmisicrung einiger Assisteutcnstcllcn sowie die Verlcihung von Stipendien an Hörer beschlossen. Das wichtigste Resultat der Beratungen ist wohl der Beschluß, eine Schule für orientalische Studien 7u gründen. Die Pläne wurden von Prof. Horowitz (Frankfurt) vorgcschlagui und fanden die Genehmigung der Ver* Sammlung. Es ist beabsichtigt, innerhalb dieser Schule Abtcilungcn für die verschiedensten orientalischen Sprachen und Kulturen und für Archäologie auf- /״stellen. Ebenso wurde die Errichtung einer Universitätsahtcilung für Pädagogik ins Auge gefaßt, die in einem Jahre erfolgen soll. Das von Prof. Fodor vorgcschlagcnc Budget für das chemische Institut wurde genehmigt. Das mikrobiologische Institut, das als die erste Grundlage der medi- /inischcn Fakultät gedacht ist,י wird allmählich ausgebaut. Der Chef der Malauaabtcilung der palästinensischen Regicrung, Dr. J. P. Kl i gl er, wird als Professor die Abtcilung für Hygiene leiten. Die Vorschläge Professor Otto Warburgs betreffs Gründung eines Instituts für palästinensische Nat Urgeschichte wurden angenommen. Dieses Institut soll sich auf der Grundlage der bereits bestehenden landwirtschaftlichcn Versuchsstation aufbaucn und cs soll noch in diesemjahre die Anglicdcning von Abteilungen für Botanik, Zoologie und O c 01 o g 1 e, soweit dies möglich, vorgenommen werden. Was die Institute für Mathematik und Physik b.ctr!fft• so wurdc beschlossen, den Bau des Wattenberg- Gebäudes für das Einstein-Institut in Angriff zu nehmen. Die Herren Geddes und Mcars werden gemeinsam mit einem palästinensischen Architekten die Pläne entwerfen und den Bau durchführen. Das Fach der Mathematik soll zunächst in Betrieb gesetzt werden, sobald die Fonds dafür vorhanden sein werden. Mit der Ausarbeitung der Pläne für diese Abtcili•״״ wurde Prof. Landau und mit der Ausarbeitung der .Vorschläge für das physikalische Institut Prof. Ornstein betraut. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Bibliothek «jcr.UnivcrsitSt geschenkt. Es war allgemeine Ansicht, daß alles darangesetzt werden müsse, um die Bibliothek juf die Höhe Ihrer Aufgaben und Verantwortung zu bringen, •he Vorschläge der Woiffsohn-Stiftung für die Errichtung des wolffsohn-I Ir uscs, in welchem die Bibliothek untergebracht werden wird, wurden gutgeheißen. Die Baupläne, hierfür werden von den Herren Qeddes, Mcars und Chaikin entworfrn und durchgcführt werden. Es besteht das Bestreben aas Gebäude für die Bibliothek und das Wattenberg-Gebäude für das Einstein-Institut inncrhalbdernichstcn zwei Jahre zu vollenden. Ein Artikel der ״Morßlug Post** Die anti/.iouistischc ״Morningpost“ hat vor kurzem unter dem litcl ״Lord Plumcrs Aufgabe“ und dem Uutcrlitcf ״Die zionistische Gefahr“ einen Artikel veröffentlicht, der gewisse Schmeicheleien an die Adresse des neuen überkominlssars Lord Pltuncf enthielt und ausfiihrte: Die Araber, welche drei Viertel der Landcsbcvölkcrimg bilden, hatten nie der Schaffung eines iüdischcii Nationallicims in ihrem Lande zugestimmt. Sic wollen wie seit (»0 Jahren mit den Juden in Frieden leben, doch werden die Juden Palästinas von den Zionisten verhetzt. Das Blatt führt weiter ans, die jüdischen Emigrationsheime in Palästina werden, zum Teil von dem t!ekle des britischen Steuerzahlers, vir! schneller gebaut, als Heime für britische Arbeiter in England. Die Araber fürchten mit Recht die zionistische Herrschaft über ihr Land. Die Ankunft Lord Plumcrs aber gibt den Arabern Hoffnung, denn er ist kein Zionist wie sein Vorganger Sir Herbert Samuel und werde dein zionistischen Einfluß nicht zugänglich sein. Aber die 1 loffnung der Araber ist die Furcht der Zionisten. Es muß ein politisches System geschaffen werden, das der Jetzt bestehenden Regierungsform der Kronkolonie ein Ende macht, den Arabern muß direkter Anteil an der Verwaltung gewährt werden, erst dann werde der Ausgleich kommen. Wird Lord Plumcr den Mut haben, diesen Weg zu gehen? SOEBEN ERSCHIENEN: Preis geheftet Mk. 3.-, in Halbleinen Mk. 5.- Zu beziehen durch die Buchhandlungen oder direkt vom Verlag AUFBAU, CL m. b. H. Berlin W 15, Mcinckcstrafjc 10 ln! Namen der Zionistischen Organisation übermittelte deren Sekretär, Herr Israel Cohen, der LT. A. folgende Entgegnung auf die Ausführungen der ״Morningposl“: Der Verfasser des Artikels ״Lord Plumcrs Aufgabe“ wiederholt die Behauptung, daß das jüdische Natioiialhcim in Palästina auf Kosten des britischen Steuerzahlers gebaut wird; dies ist eine Seifenblase, die wiederholt geplatzt ist. Der britische Steuerzahler hat niemals einen Penny zum Aufbau des jüdischen Nationallicims boigesteuert und tut dies auch jet/t nicht. Seine Beisteuer besteht in der Unterhaltung einer kleinen britischen Militärmacht, die einen Teil der regulären britischen Armee bildet und die für England nicht unwichtige Aufgabe der Sicherung der britischen strategischen Interessen im Nahen Osten nlullt. Wenn IPinie lur eingewanderte Juden in Palästina schneller gebaut werden als Heime für britische Arbeiter in England, so ist das nicht der britischen Regierung zu verdanken, sondern dem jüdischen Volke, von dem jeder Penny für den Aufbau dieser Heime stammt. Es ist kaum notwendig, darauf liin/uweisen, daß Palästina keineswegs eine Kronkolonie, sondern ein Mandatsland unter britischer Verwaltung ir-i. Die Wiener Erauenkonferenz Von der Präsidentin der V/. I. Z. O. (Wcltorganisation Zionistischer Frauen) erhalten wir nachstehende Zuschrift: Sehr geehrter Herr Redakteur! Unter dem litcl ״Dir Wiener Frauenkonferenz“ bringen Sic in Nr. 70 der Jüdischen Rundschau vom 25. September einen Artikel von l>r. Mirjam Scheuer, in dem klipp und klar behauptet wird, daß die Wiener Fraueukonfereuz gar nicht staltgcfuudcn hat. Es bleibt also dabei ■ die Wiener Fraueukonfereuz hat nicht stattgefunden: Dr. Scheuer hat cs gesagt. Ich besitze leider nicht die Fälligkeit, dir l)r. Sehmer so sehr aus/cichnct, mit ätzender Schürfe die Schwächen der W. L Z. O. darzulcgcn. Diese Art der Kritik ist auch in der Zionistische״ Organisation nicht unbekannt. Sie ist negativ und billig. Was wir dagegen zu sagen haben, klingt natürlich nüchtern und weniger launig. Wir haben uns bemüht, unserer Aufgabe gerecht zu werden; wenn v.ir dabei den Beifall von Dr. Scheuer nicht gefunden haben, so können wir das mir herzlich bedauern. Um unrichtigen Folgerungen aus den Behauptungen von Dr. Scheuer vor/ubeugen, so bitte ich Sie, mich fcststrllru zu lassen, daß unsere Fraucnorgauisatioii ihre Tätigkeil fortsetzt. Was wir in den wenigen Jahren unseres Bestehens geleistet haben, entspricht bei weitem nicht unseren Wünschen und Hoffnungen, und wir werden mit unseren bescheidenen Kräften versuchen, cs in Zukunft besser zu machen. Unser Tätigkeitsbericht über die letzten zwei Jahre liegt vor und kann jedem auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden. Es ist zu hoffen, daß er, wenn auch behauptet wird, daß der Bericht ,,sklavisch“ demjenigen der Zionistischen Organisation nachgeaiimt ist, bei den zionistischen Frauen nicht den ״Eindruck dcs_ Grauens“ erwecken wird, wie das bei Dr. Scheuer der Fall gewesen ist; im Gegenteil, ich bin sicher, daß, wer das bisherige Verhältnis der Frauen 7.ur zionistischcu Arbeit kennt, der W. 1. Z. O. für ihren Versuch, diese Frauen zu Gunsten der Frauenarbeit in Palästina zu organisieren, eine gewisse Anerkennung wenigstens des Willens zum Guten nicht versagen wird. Unsere Organisation hat ein zionistisches Programm, und wenn wir, wie wir hoffen, die jüdischen!•"rauen auf dieser Grundlage zusammenfasseu können, so werden wir ein gutes Stück zionistischer Arbeit geleistet haben. Wir haben cs aber abgclchnt, die politischen und kulturellen Streitfragen, die auf dein Zionisteu-Kongreß ausgcfoclitcu wurden, zu Diskussionsobjekten auf unserer Konferenz zu machen. Wir haben den Versuch gemacht, unsere Tätigkeit in Palästina, die wir auf gesunder Basis aufzubaueii bestrebt sind, 711 erweitern. Wir haben befreundete Fraucnorganisitioiicii zum allgemeinen Palästinawerk herangezogeu, wir haben uns die Mitarbeit der berufenen Vertreterinnen der Moazath Hapoaloth erworben. Cs gilt nun an die Arbeit zu gehen, um unsere Wünsche in die Tat umz11sctz.cn.' א ו¬ Wäre Frau Dr. Scheuer wirklich, wie Sie, sehr geehrt! Herr Redakteur, glauben, von dem ״unbändigen Wunsc] beseel», cs besser zu machen, so hätte sic sicher die | liehkeit gehabt, als Teilnehmerin und Delegierte a;/ Frauenkouferenz deren Verhandlungen in ihrem Sinne beeinflussen. Aber mit einer solchen Blutenlese von! 1״I nigcii“ Bemerkungen, wie sic Dr. Scheuer in der ״Jüdisch*,!''’ Rundschau“ und au anderer Stelle über die Frauc11ko״{crc״:J zum besten gegeben hat, wird der Sache der zionistische•"^ Arbeit nicht gedient. Roma na Goodman'1* W. I, Z. O. 75, Great Russell Street, London WCl. | t'rsue&veranslaltungei in Berlin. j Am Dienstag, den 29׳. September sprach Frau Dr. R 1! i T h o n in einem neutralen Kreis (cingcladcn vom Bund nistischcr Frauen, Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit :1 Palästina tmd Jüdischen Frauenbund) über ״Die Frau j״ plj läsfina“. Sie gab eine zusammenfassende Darstellung d l palästinensischen F rauenorganisationen, ihre bisl1r;ijr| Leistungen, Aufgaben und Ziele, sowie der gesamten Frnur;J fragen und Probleme in Palästina. (Das Referat ist vcrvichältJl und im Sekretariat für Frauenarbeit־, A’.einckcstr, 10, crh.iltjjjj Frau Wronsky, die den Abend leitete, regte au, eine I den drei einladenden Organisationen bestehende ArbcD* gcmcinschaft zu schaffen, die die von Frau Titou berührte־’. Probleme weiter durcharbeiten solle. ן Am Mittwoch, den 30. September fand ein gcmci;1s;־nf vom Bund Zionistischer Frauen, Kulturvcrband, Mädchenbe!■ | des Blau-Weiß und licchaluz veranstalteter Abend statt,;■jji dem Frau Hanna B i r a in - T 11 o in :1 s eh c w׳ s k v ijjjf ״Berufsberatung und Ausbildung in Palästina“ sprach. j Frau Biram führte aus, daß cs falsch sei, sich für bc-f stimmte Berufe in Palästina vorzubereiten. Palästina h3,v| für alle Berufe Raum, das Entscheidende und Wichtige ־■•;f eine gründliche und ausreichende Ausbildung und Vorbereitung. Jeder solle das lernen, wozu er Neigen••* und Begabung habe, nur solle er cs gründlich tun. Zu den wichtigsten Forderungen gehören weiterhin: fo| Kenntnisse der hebräischen Sprache, körperliche Kräfte, ׳״•’;: sundc Konstitution und als einer der wichtigsten Faktoren;! eine gefestigte Moral. 5 Die deutschen Chaluzim leben sich schwer ein, sie haben h; vielen Fällen versagt. Die Gründe für diese Erscheinungen si״P nicht ohne weiteres erkennbar. Vielfach nimmt mau an, <!:, j Wusere Jugend durch die Verwöhnung im elterlichen lim: verweichlicht. Der tiefere Grund liegt wohl in dem an ernster Arbeit in der Zeit der Berufsvorbereitung. D::. Jugendbewegung ist nicht von der Schuld frei/uspreeber י daß ihre Erziehung oft eine Sc 11 c i 11 e r z i e h u 11 g gc’l wesen ist du re 11 Phrase zur Phrase. Das hat sie:•,' bitter gerächt. Palästina verlangt ernsten Dienst und birtr: dafür schmale Kost, harte Arbeit und ein hartes Lager. Viel• fach hat cs den deutschen Chaluzim auch an Seßhaftigkeit' gefehlt.; Vor allem hält cs Frau Biram für wesentlich, daß Ausbildung so weit wie möglich im Lande selbst erfolg:;'; erstens im Interesse der Auszubildenden, sie gewöhnen schneller an das Fand und an die Sprache; zweitens .... Interesse das Landes, das jedes Pfund nötig braucht u i dem auf diese Weise die 1m Auslände verausgabten Ai״•" hikltmgsgclder znfließcii würden. Es gibt in Palästina je!::' schon Ansbildmigsstättcn. Nahalal z. B>. sei bis iet/t in fr' Hauptsache nur von polnischen und russischen Mädchen i:׳. Anspruch genommen worden. Frau Biram selbst Int vor fünf Jahren in Haifa im An■ Schluß an die dortige Realschule eine Hauswirtschaftsschul׳• gegründet. Mit einfachen Mitteln angefaugen, war diese zunächst mir eine Schulküche. Sic hat aber, unterstützt \01״ Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, ei::״ sehr erfrculithe Entwicklung genommen. Heute hat ni.v eine Aushildungsanstalt mit zweijährigem Kursus, in der Haie- Wirtschaft, Gartenbau, Geflügelzucht und theoretische Fache׳ gelehrt werden. Es gibt für dieses Institut weitgehend: Frwritcrtmgsmöglichkcifcn, den Bedürfnissen des Landes c״:- sprechend. Frau Biram weist darauf hin, wie wichtig es K, ilcn Kulturvcrband zu unterstützen, damit cs ihm geling, die weiteren Atittcl für diese Schule aufzubringen und :׳ als sein Werk hin/ustdlcn. Im Anschluß an die Ausführungen von Frau Iiir.m: c;::• . wickelte sich eine lebhafte Aussprache, insbesondere mit Fnhreriiincn der Jugendbewegung. Die!•*ragen, die r.icl'F, erschöpfend durchgcsprochcn werden konnten, werden in dieserÄ Tagen Gegenstand einer eingehenden Besprechung in eine: p kleinen Kreis führender Menschen aus der Jugcndbcwcgu״:.| dem Blind Zionistischer Frauen und dem Präsidium (!,ן׳־ Z. V. f. D., bilden, au der Frau Biram tcihichmcn wird. wie he״. wie c'ifsr llcrk Sch ri sich seine hewu wie Frhal Haiti; bar 5■ so h< diese: weiß Mn ss! die י verlöt sein, ander bchcr cs m! und < wie n liongreßberieht Ir Berlin Am Mittwoch, den 30. September, wurde in den Soph.c:.־ sä len ein Kongreßbericht im Rahmen einer von der F-criof: Zionistischen Vereinigung veranstalteten Versammlung r stattet, die sehr stark besucht war. Als erster Redner spr׳y■' Kurt Blumcnfcld. Er gab zunächst eine Analyse c:־ heutigen Zionismus. Vor dem Kriege war der Zioni-t £׳־" und gar eingestellt auf Propaganda, auf Durciisct/.ung Idee. Der Nationalismus hielt die Bewegung innerlich sammen. Heute steht eine konkrete Sache im .Mittel״::::'• der zionistischen Bestrebungen. Herr Blumenfeld er.'•• wickelte dann die veränderten Beziehungen des 1J /.einen Zionisten zur Leitung und die Entwicklung des KJ gresses von der ״Tribüne“ zun! Parlament. In dem /wem Feil kau! Herr Blumcnfcld auf die aktuellen J'rr.ge.i sprechen. Mau versucht heute, das Problem Wci/ma:mJ den Mittelpunkt zu rücken. In Wahrheit stehen heute ■׳”י••' Fragen zur Entscheidung, nämlich oh cs i:1 Pai.i'tuj, J neues Leben geben soll oder die Fortsetzung des _ Es Nt falsch, beute die SchuUJfragc zu erörtern. M ei•'”!•”1•' Politik fand die Billigung von neun Zehnteln de- Krmgre:•‘^•• Die Stimmenthaltung der Gruppen war diktiert v!־m Inktischen Erwägungen. Wei/manu muß der 1־uiirer Organisation bleiben, ln! Gallith gibt es heute emo וש licitsfront gegen die Zionisten. Die Gegner versuche”! ־׳J diesem Kongresse Kapital zu schlage״. Mau stur/t s:c” auf das Krimprojekt und versucht, den Keren 1 ja;cssouJ;‘ nichtc zu machen. Heute müssen sich die Zionisten 1”״•V zur gemeinsamen grundsätzlichen Auseinandersetzung. " heute wieder von uns aus in das deutsche Judentum 1”” ־״ getragen werden muß. Dr. S o 1 o w e i t s c 11 i k stellte in den Mittelpunkt i'instüudigei! Ausführungen das Problem Wei/manu. V führt heute eine Politik der Schwäche sowohl England gf? j über, als auch gegenüber dem Judentum, weil er d:e bu jy des organisierten Zionismus nicht hinter sich spürt• - führt nicht die Bewegung, daher gibt sic ihn! keine Der XIV. Kongreß hat seine Aufgabe nicht lösen k״”״l;_ mul kann erst durch einen so schnell wie möglich f|׳“J berufenden XV. seinen Abschluß finden. Solowcitschik für ein Verbleiben von Weizmann als Führer der Beweg””';• falls Weizmann seine Einstellung gegenüber der Organist■ grundlegend ändert. Nach einer Diskussionsrede des Herrn Berger und c1nJ ‘ Schlußwort von Herrn Blumcnfcld wurde der Abend & schlossen. &׳

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