Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 79-80 (9.10.1925)
- Date
- 1925-10-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 670 Juden ־werden zur sogenannten ״Applikantur“, eine Vorbereitungspraxis für den Advokatur- und Richterstand in Kongreßpolen auch weiterhin nicht aufgenommen. Nur einige Kandidaten wurden unmittelbar nach dem Abschluß der Vcrstäridigung scheinbar zur Markierung berücksichtigt. . Die Regierung versprach noch während des Sommers eine Verordnung zu erlassen, daß die Beratungen der jüdischen Gemeinden auch in jüdischer oder hebräischer Sprache geführt werden dürfen. Nichts davon ist geschehen 1 Nur ein Versprechen hat die Regierung erfüllt: eine Verordnung erlassen, wonach die Chedarim als öffentliche Privatschulcn zu gelten haben, sofern sie das allgemeine Lehr- Programm aufgenommen haben. Die Absolvierung eines solchen Cheders erfüllt die Forderung des Schulzwanges. Diese Kon- Zession hat eine politische Spitze und will einen Keil zwischen ״Schlomc Emunc“ und dio übrigen jüdischen Sejmgruppen treiben und ist nur ein Glied in der Kette des ״divide et impcra“-Systems. Das sind die ,Tatsachen, die den guten Willen der Regicrung bezeugen! Die polnische Presse hetzt nicht im allgemeinen in dem Maße wie früher, aber die Tatsachen sprechen desto lauter. Es soll nicht geleugnet werden, daß bei manchen Teilen der polnischen Bevölkerung ״die Verständigung“ den Willen gezeitigt hat, tatsächlich eine Verständigung anzubahnen, allein die Tatsachen sind auch diesen Schichten ein Beweis, daß Herr Stanislaus Grabski der öffentlichen Meinung in Europa und Amerika nur Sand in die Augen streuen wollte. Sie verstehen das System und —- lernen. Diese Tatsachen haben einen tiefgehenden Umschwung in der jüdischen Stimmung nach sich gezogen. Man sicht ein, daß Herr Stanislaus Grabski drei Millionen Juden zum Narren halten will. Die jüdische Bereitschaft zur Verständigung w׳ar eine so aufrichtige und herzliche, daß selbst Assimilantcn den Führern des ״Jüdischen Kolo“ Servilismus vorwarfen. Heute merkt man die Absicht des Herrn Grabski. Es ist deshalb kein Wunder, wenn die Opposition im ״Kolo zydowskic“ durch Herrn Abg. Hartglas und Sen. Körner einen Antrag stellte, der feststellt, daß die Regierung die Verständigung gebrochen habe, daß die Politik des Abg. Reich eine irrige war und daß das ״Kolo" sofort zur Opposition übergehen soll. Uebermorgen soll über diesen Antrag namentlich abgestimmt werden. Vorgestern begab' sich eine Delegation des ״Kolo", bestehend aus den Herren Rosmarin, Farbstein und Trusker zum Minister- Präsidenten, um ihn loyalcrwcisc über die Situation zu informicren und Material über den Trcübruch der Regierung vorzulcgcn. Der Ministerpräsident hat den Herren recht gegeben und sic für — morgen eingeladcn. Morgen wird die Entscheidung fallen, ob der krampfhafte Versuch der Majorität im ״Kolo“, die ״Verständigung“ zu retten, gelingen wird oder nicht. ,. Wenngleich Politik keinesfalls sich nach Stimmungen richten soll, so kann jedoch andererseits nicht übersehen werden, daß die Politik der Regierung des Herrn Grabski selbst die zähesten Optimisten der Verständigung auf eine harte Probe stellt. Es ist trotz allem nicht anzunchmen, daß der Antrag Hartglas-Körner schon jetzt angenommen wird. Man wird vielleicht nicht die Brücke abbrechen wollen und sich diesmal mit einer scharfen, befristeten Oppositionsdrohung begnügen. Der heutige Leitartikel der Lemberger ״Chwila“, des Organs des derzeit in Amerika weilenden Präsidenten des ״Kolo“, Abg. Dr. Reich, über die Situation läßt in äußerst zaghaften Worten die Krise durchblicken. Noch eines. Die Abwesenheit des Abg. Reich, die die Opj>osition zum Schlage benützen will, wird vielleicht doch viele Abgeordnete bewegen, dem Vorsitzenden des ״Kolo“ nicht in contumaciam zu stürzen. Es wäre tatsächlich eine Taktlosigkeit. Aber die Krise ist da. Der böse Geist der Verständigung, Stanislaus Grabski, hat sic verschuldet. Die polnische Regierung muß mit Taten beweisen, daß sie guten Willens ist. Die Juden werden sich nicht zum Narren halten lassen, trotz* dem sie nach wie vor eine aufrichtige Verständigung herbeisehnen. . . . Abgeordneter Crilnba u m kommt morgen in die Burg des Abg. Reich nach Lemberg, um in seiner Ab'wcscnheit zum Schlage gegen die ״Ugodapolitik“ auszuholen. . . * Warschau (J.T.A.) Unter dem Vorsitz des Depn- Herten Rosmarin fand am 1. Oktober in Warschau eine Sitzung des jüdischen Pariamcntsklubs statt. Es herrschte eine sehr gedrückte Stimmung. Die einzelnen Deputierten berichteten über die schwere Notlage der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Distrikten. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Regierung bis jetzt kein einziges der jüdischen Postulatc, die auf Orund des polnisch-jüdischen Abkommens hätten vcrwirklicht werden sollen, durchgeführt hat. Die abwartende Haltung der Leitung des Pariamcntsklubs gegenüber der Regierung wurde scharf kritisiert. Dcp. Wyszlicki referierte über die Sanicrungsplänc der Regierung und was die Juden von ihnen zu erwarten haben. Dcp. Frostig wies au Hand von Zahlen nach, daß die wirtschaftlichen Orundlagen des jüdischen Elements systematisch unterminiert werden. Senator Trusker referierte über die unaufhörlichen Steuerbedrückungen, unter welchen die jüdische Bevölkerung am meisten zu leiden hat. In bezug auf den N11 m cru 8 clausus, über den Dcp. Farbstein ein Referat hielt, wurde fcstgcstcllt, cs sei falsch, einfach von Numerus clausus gegen Juden zu Speechen, da nicht einmal die in der Zarcnzcit praktizierte Prozentnorm von 10 0/0 Juden jetzt cingchaltcn wird. — Es wurden Beschlüsse gefaßt, die in einigen •Tagen vcrlautbart werden würden. In der nächsten Sitzung des jüdischen Pariamcntsklubs traten weitere Redner mit Anklagen gegen die Regierung hervor; cs wurde fcstgcstcllt d3ß die Regierung nicht nur keinen einzigen Punkt des Abkommens verwirklicht, sondern sogar weitere, die Juden schädigende Maßnahmen durchgeführt hat. Deputierter Hartglas und Senator Körner brachten folgende Resolution ein: 1, Der jüdische Klub stellt fest, daß die Regierung in der Angelegenheit des Abkommens nicht Wort gehalten hat; ja seit Abschluß des Abkommens eine ganze Reihe Beschränkungen auf kulturellem Gebiet gegen die jüdische Bevölkerung ergriffen hat und die Politik der wirtschaftlichen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung weiterführt. Des- ־.halb beschließt der Klub, der jüdischen ()Öffentlichkeit mitzuteilch, daß die Regierung das mit der jüdischen Repräsentanz getrofrene Abkommen zunichte gemacht hat. 2. ln Anbetracht dessen, daß sich die bisherige durch den Präsidenten JU EDI SCH E RUNDSCHAU Dr. Reich repräsentierte politische Linie des Klubs als , falsch erwiesen hat, beschließt der Klub in die Opposition zur Regierung überzugehen. 3. Im Zusammenhang damit wird ein neues Klubpräsidium gewählt. Die Erörterung über diese Resolution gestaltete sich sehr stürmisch. Endlich wurde beschlossen, über die Anträge noch nicht abzustiiniuen, sondern vorher eine Abordnung an den Premierminister Grabski zu entsenden. Wie der L T. A.-Vertreter erfährt, ist der jüdische Parlamentsklub entschlossen, von der Regierung zu verlangen, daß den von den Universitäten in Polen abgewiesenen jüdischen Studenten das Recht cingeräumt werde, gegen die abweisende Entscheidung der Universitätsbehörden zu appellieren. Der Vizepräsident des Jüdischen Pariamcntsklubs, Dr. Rosmarin sandte eine Depesche an den jetzt in Amerika weilenden Präsidenten des Klubs, Dr. Leon Reich, in welcher Dr. Reich davon verständigt wurde, daß das polnischjüdische Abkommen sehr bedroht und daß der Numerus clausus in Polen in voller Geltung sei. Im Klub und unter der jüdischen Bevölkerung herrschen starke Er* bitterung. Am 5. Oktober abends erschien wieder eine Abordnung des Jüdischen Klubs beim Ministerpräsidenten Grabski, um die unterbrochene Auseinandersetzung über die Nichteinhaltung des getroffenen Abkommens seitens der Regierung fort* zusetzen. In der Frage des Numerus clausus erklärte Grabski, die Universitäten seien autonom, die Regierung habe keinen Einfluß auf ihre politische Haltung. Daraufhin bemerkte Dcp. Farbstein: In diesem!־'alle hätten wir also das Abkommen mit den Universitäten und nicht mit der Regierung schließen müssen. Der Ministerpräsident bemerkte, er hätte mit seinem Bruder, dem Unterrichtsminister St. Grabski, gesprochen, und dieser versicherte, er werde den Widerständen zum Trotz die sein Ressort betreffenden Punkte des Abkommens fcrfüllcn. Bei der Erörterung der wirtschaftlichen^ Fragen «klärte Premier Grabski, er hätte beschlossen, den Termin der^ Zahlungcn für Vermögens- und Hausz.insstcuer iünauszuschicbcn. Ain 6. Oktober hielt der Jüdische Kiub eine Vollsitzung ab; über die Beschlüsse ist noch kein Bericht ausgegeben worden. Zur Wiener Keren Ka|emeth• Konferenz Von Dr. Hugo Schachtel. Nachdem die dritte Keren Kajcmcth-Konfcrcnz in Wien stattgefunden hat, bekennt ihr spiritus rcctor, Herr Julius Berger, in Nr. 72 der ״Jüdischen Rundschau", daß ״wir" mit dem früheren System ״gebrochen" haben, daß die diesmalige Konferenz eine ״radikale Abkehr“ von den in den früheren Konferenzen zum Ausdruck gekommenen Auffassungen bedeute, daß die N.-F.-Sammler irgendeinen Einfluß auf die Gcldverwcndung des K. K. L. nehmen dürften. Es würde zunächst sicher nicht bloß mich interessieren, wer unter diesem ״wir" 7.u verstehen ist: das Hauptbüro oder das Direktorium oder einzelne Teile des einen oder anderen. Aber noch ehe diese vielleicht unangebrachte Neugier befriedigt wird, möchte ich mir gestatten, mich gegen die von Berger vertretene Auffassung zu wendenr-als ob die Konstitution den K.K.L. verantwortlich zu machen sei für den Rückgang der N.-F.- Eingänge im Verlaufe einiger Jahre. Man wird vielleicht verstehen, daß ich dieser Versuchung nicht widerstehe: denn ich gehöre, zu den Vätern des Gedankens der, K. K. lä-Koastitution. Wenn ich nicht sehr irre, habe ich sogar die erste Anregung dazu gegeben. In ״Erez-Isracl", den periodisch erschienenen Schriften des N.-F., die eine Tribüne waren für die Erörterung der vom N.-F. in Ercz-Jisrael zu leistenden praktischen Arbeit und ihrer Probleme, und daneben der Fragen der Propaganda und Organisation, in deren zweitem lieft veröffentlichte ich einen ״Vorschlag", die Werbearbeit für den N.-F. zu organisieren und diese Organisation in Kon• fcrcn-cn gipfeln zu lassen, die gelegentlich der Zionisteukongrosse tagen sollten. Ihr Hauptzweck sollte sein: ״Austausch von Erfahrungen in der Werbearbeit" und der ״Besprechung und Beschlußfassung über Vorschläge und Anträge an das Hauptbüro brw. die Leitung“. Dieser Gedanke wurde dann vom Hauptbüro, insbesondere von Dr. M. E. Zweig im Verein mit dein verstorbenen Leiter des Büro!, Nathan Gross, zu dom Vorschlag zur Sc haffung einer K. K. L.-Konntitul'ion ausgebnut, die in der ersten K. K. L.-Konferenz in Karlsbad im Einverständnis mit dem Direktorium des N.-F. ihre theorctischc Verwirklichung fand. Das Statut der Organisation ist in dem dem XIII. Kongreß erstatteten Bericht des K. K. L. enthalten. Es ist nichts darin, was die Organisation der N.-F.• Arbriter oder deren (leneralkonferenz zu einer 50 den Zionis• mus gefährdenden Angelegenheit machen konnte, wie Herr Berger cs jetzt darstcllt. Es heißt da in § 17: ״Die Gcncralkonfcrenz hat die Aufgabe, den Vertretern der Landcsvcrwaltung des K. K. L. einen Einfluß auf die Zcntralvcrwnltung zu sichern." Wie groß dieser ״Einfluß" sein kann, geht aus dem nächsten Passus hervor, wonach die Konferenz das Recht hat, ״die gesamte Propaganda-, Organisation• und Palästina* Arbeit des K. K. L. zu beraten, sowie dem Hauptbüro, Dircktorium und der Generalversammlung Wünsche und Be• schwcrdcn vorzubringen und Vorschläge zu erstatten“. Es ist also wirklich nicht sehr viel von Einflußnahme, was den Zioiiir.trn, dio das ganze Jahr für den N.-F. arbeiten, sich für ihn mehr interessieren, zugcbilligt wurde. Und doch glaubten wir alle, die wir bei der Schaffung der Konstitution mitgewirkt haben, einschließlich der Herren des Direktoriums, daß die kleine Möglichkeit, auf dio Verwaltung des N.-F. etwas Einfluß zu gewinnen, auf dio Sammeltätigkeit für ihn nur von gutem Einfluß sein könnte und müßte. Es ist eine ganz natürliche Erscheinung, daß, wenn jemand sich für eine Sache cinsctzt, wenn er für sic wirkt, daß er dann auch den Wunsch hat, in ihr irgendwie mitbcstimmcnd zu sein, *— wenn auch nur um ein weniges mehr, als die, dio mich ein gewisses, platonisches Interesse dafür haben, aber nichts dazu tun. Es wird niemand die Richtigkeit dieser Erfahrungstatsache bestreiten können. Und ebensowenig, daß cs dio Arbeitsfreudigkeit. für eine Sache mindert und die Erfolge vcrringert, wenn man sicht, daß in dieser einem teuren Sache manches geschieht, was ciunui wider den Strich geht, nmn aber gar keine Möglichkeit hat, dagegen anzukämpfen. An dieser Auffassung möchte ich auch jetzt noch trotz aller Einwendungen von Berger fcsthaltcn. Das bedeutet auch durchaus nicht eine Sonderorganisation, einen Staat im Staate. Es kommt hinzu, daß bei der beschränkten Zeit unserer Kon• gressc während ihrer Tagung wirklich nicht viel Zeit ist, die speziellen Probleme des N.-F. zu erörtern. Sollte cs so verfassungswidrig wün, •wenn den an diesen Dingen besonders Interessierten einige Tage vor dem Kongreß Gelegenheit gegeben ist, in noch nicht so groß«: Nervosität und Erregung, Nr. 79׳so I זא. ' ' sondern Tn Ruhe sich darüber auszusprechen? Sollte l״״’-'‘'׳ dem K. K. L. mehr schaden, als die ohne alle Rücksicht *11 die Wirkung auf die Geldgeber und Sammler im Comit£ betriebene Fraktionspolitik und Fraktionssehnchere^ i der die besten Männer des N.-F. rücksichtslos geopfert w•-’■? Ich komme damit zu den ״Fraktionsfrage^ I N.-F. An sich sollte der N.-F. über den Parteien jjf; f Die K. K. L.-Konferenz, die die Konstitution beschlossen -c 1־ hat cs auch so haben wollen. Aber das Direktorium {aJ'T j. damals für nötig (s. Bericht 1023, S. 11} die Konsti*״ e Ir dahin abzuändern, daß ״die Mitarbeit der Föderationen*•• f■ - dA' Fraktionen in den Landeskommissionen sichcrgcstcUt" v.; was allerdings auch nur die Sammeltätigkeit ansporr.cn vT -•,*ach Trotzdem scheinen mir die Erfahrungen Bergers über? ..? h d! debatten in manchen Landeskonferenzen noch nicht geור י,-•!׳ di Veranlassung, mit dem ganzen System zu brechen. r’J die Auswüchse dürften sich doch noch andere Mitte!, so .i זינ Beschränkung der Debatten und zu ihrer Rückführung 'V die Zwecke der Konferenzen ausfindig machen lassen!’ ־* habe zu dem erfinderischen Geiste Berges da sehr 11!! ר Vertrauen. Ich glaube auch nicht, daß darunter Einnahmen des N.-F. gelitten haben. Dafür scheint mir £,..]? k*0. den Beweis doch schuldig geblieben zu sein. Ein n0,. 01,in ist bekanntlich noch lange kein propter hoc. Es ko~Ü:׳:':!rf’?r hinzu, daß cs noch gar kein ״post hoc“ ist. Die Rü<:;*rv. j 'ז “c in den Einnahmen des K. K. L. waren doch bereits י0ן! s^]( handen. Allerdings war der Rückgang 1922 noch größer, ״ ״!l, 1923 begann schon wieder der Anstieg in den Eirmh׳. |״■jfjn!i' der sich dann 1924 und 1925 so erfreulich fortsetzte.!'•Ihren, danken ist er in erster Reihe der intensiven Tätigkeit -t'-n Ls nach Jerusalem verlegten Hauptbüros, sicher auch seinen T ־acht, Mitarbeitern, vor allem der großen Wirkung der PervinlH; |-*kl:U Ussischkins, der sich so intensiv und so wirkungsvoll;[־׳ S1C''' den K. K. L׳. eingesetzt hat, dann aber auch’ den verand־׳:■! T^*• valutarischen Verhältnissen in Ländern, die zu den b:׳:i ' sächlich beisteuernden gehören. . . . |!clm Ich stimme vollständig mit den Schlußsätzen Berge»!;:l . f-cn ein, daß es die Aufgabe aller an der Entwicklung des K.K.| ׳• in Interessierten sein muß: entschlossen und zielbewußt |..n״c5>tc auf dem Wege fortzuschrciten, der ״in einer Zeit, di• cT. ■'uei ‘ Formlosen, Anorganischen zugcncigt ist, aus der Aieit \ 0 den K. K. L. einen Mittelpunkt sachlicher, organisch;•-*!‘ic .ף derter Tätigkeit macht, um die sieh Organisation b!l׳k Dazu brauchen wir beides: straffe Gliederung und ir;-•*; ";ll Befruchtung“. Die innere Befruchtung kann aber nicht b'Ü־ .j k'oi in autoritativer Information bestehen, sondern in lebend;׳;•;׳ . pol Austausch der Gedanken über das Wollen und Wirker, | hr b«. der Herbeiführung lebendiger Anteilnahme der an der G־'|׳heiter aufbringung Beteiligten an dem Geschehen in Ercz-Ji::;y ■rMr', Sie wird zurückgedrängt und verringert, das Geling•:: ’ Werks muß leiden, wenn die Bauleute ihre innere Anteib־'? verdrängen müssen und wenn sic schließlich zuschcn | daß alle ihre Mühen vielleicht zuschanden gemacht £ durch das Verhalten solcher, die zwar rechtlich nach dem V.׳־| des Gesetzes berechtigt sind, dreinzureden, für das Werk ב | müßige Zuschauer sind, während sie nach altem, aber r. r bewährten preußischen Rezept nur den Mund zu halten h.1V|■ N a c h b c m c r k u n g. i R. W. Die Kontroverse, die sich■ an die Kri.l der Wiener Nationalfonds-Konferenz durch unser! Freund Albert Bacr angcschlosscn hat, hat uns p:nt!zc Reihe von Zuschriften und Aeußerungen cl n.i^nit getragen, die wir außerstande sind zu veröfientlicntr - kam zumal die Argumentation in vielen Fällen clie gleich ist. Wir bringen daher heute nur noch den Aufs:[ des bewährten langjährigen Nationalfonds-Mitarbd:! " Dr. Hugo Schachtel und schließen damit die Dct:׳| über diesen Gegenstand. Wenn uns dazu eine N:: j; bemerkung gestattet ist, so möchten wir unserer Frc-| Ausdruck geben über das große Interesse, das Fragen der Bodenpolitik in der zionistischen Ocli: .־| lichkcit finden. Dies kann, wie immer man sich i ׳(X I■ bu'.bl esc r ft ו. scii׳ igiück »•r.isati tCTVC;־ :• Arb cniaibt kr sch .b'Oitltl;an sei ,weif י!.ihn ■nnen. Ls -'km \ Um ( den ,‘fi’ticr■ Einzclf ragen dazu stellt, zwangsläufig stets nur | f^'r einem Resultat führen; zur Erkenntnis der überra::^ v\rrv‘lr den Bedeutung des Nationalfonds und zu dem Wunsc ל י, •m au der unerläßlichen gewaltigen Vergrößerung w':■. ו״,ח Einnahmen niit/iiarbeiten. Auch wir sind der A:: 1111' daß den besonderen Freunden des Keren Rajen die sich mit seinen Problemen beschäftigen, und ■ \ •::•!<■ R seiner Mehrung arbeiten, ein Recht gegeben werden.-. . ‘■■•:.;u: in den entscheidenden Fragen ihre Meinung zu Svi• V;C 11 und daß ihr Interesse durch ständige Information " i. erhalten werden soll. Dies will sicherlich auch 1! '• •:!er,:!;: Julius Berger. Andererseits stimmen wir aber mit M: Berger darin überein, daß eine übertriebene Autono: ein Selbstbestimmungsrccht des Nationalfonds, repratiert durch einen Kongreß der Sammclstcllcn, eine Ge:--1 1ה; ץ: für die innere Entwicklung der Zionistischen Or!E1 |־v-:! saliou mul für die einheitliche Leitung des Kof sationswerkes wären. Dies will aber, wie wir gi^'j-:• r;j£ niemand, auch Bergers ״Gegner“ nicht. Die Kritik *ה ז';ן: s Wiener Konferenz wandte sich sicherlich nie!־:'?u' i >0ח'ח!; das Prinzip einer einheitlichen Behandlung aller Ko! | 'ז״ sationsfragcu durch den Kongreß, sondern mehr die Art der Durchführung der Konferenz, i m; nach Ansicht des Kritikers einem wichtigen Teil; Aufgaben nicht gerecht wurde. Man soll sich $ ,T durcli die Leidenschaft der Diskussion dazu!13:!1 0ז , <!,-/'' lassen, prinzipielle Gegensätze zu suchen, wo keine •׳׳׳ n1!c״ Es ist u. E. in diesem Fall so wie itt vielen a״^| zionistischen Fragen: in Worten wird viel gestn-a׳ während in der Sache im Grunde alle dasselbe *0י1״ Ppen Hei Arabische Forderungen Jerusalem. (J. T. A.) Die arabische Exekutive übt■'?‘ ״ Lora Plumcr weitere zwei Memoranden. In dem einen ' ׳ die Herausgabe einer Verordnung für Schutz der * sehen Einwohner auf dem von luden c r w י ט benen Boden gefordert; in dem zweiten Mernora^ wird die Regierung ersucht, die Zusage des früheren ״V.׳.'; kommissars Sir Herbert Samuel, aus Vertretern der jr völkerung zusammengesetzte lokale Komitees; Beaufsichtigung des Erziehung»werke« setzen, endlich zu verwirklichen. £ E'''׳z vo d ';hii,;!,,. :;-h, } "v-bt c ■־"'Uilos, ^Uls th *adern