Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 77-78 (2.10.1925)
- Date
- 1925-10-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 660 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr-*7/J Dem XV. Kongreß entgegen Von Dr. M. Solo weltschik. Der XIV. Kongreß hat in bezug auf die Leitungsfrage eine Situation hrrheigeführt, die eine berechtigte Beunruhigung in allen Kreisen der zionistischen Ocffcntlichkeit hervorruft und die auch tatsächlich die Gefahr in sich birgt, unter Umständen einen sehr weitgehenden illegalen Zustand in der Organisation herbeizuführen. Es handelt sich dabei in erster Reihe nicht um den Beschluß, die Wahl der Exekutive dem A.-C. zu überlassen als solchen — was an sich oder anders gewertet werden kann und bereits gewertet wurde — sondern um das wie dieses Beschlusses, wie auch um die gesamte formelle Seite derjenigen Willenskundgebungen des Kongresses, die den gegenwärtigen Zustand der Leilungsfrage herbeigeführt haben. Es genügt, die Vorgänge kurz zu rekapitulieren und sie an der Hand unseres Organisationsstatuts auf ihre Legalität zu prüfen, um sich der bereits bestehenden Diskrepanz zwischen Gesetz und Wirklichkeit, und der noch, eventuell drohenden größeren Gefahren bewußt zu werden. Am Sonnabend, den 29. August, hat der Kongreß auf Antrag des Permanenzausschusses eine Resolution gefaßt, derzufolge „die Herren Professor Weizmann und Sokolow aufgefordert werden, auch weiter an der Spitrc der Bewegung zu verbleiben" und am darauffolgendem Tage wurde, ebenfalls auf Antrag des Permanenzausschusses, unter Bezugnahme auf die obige Resolution, der Antrag angenommen, „die Herren Präsidenten einzuladen, die Bildung der neuen Exekutive in die Wege zu leiten", deren „Wahl das A.-C. binnen dreieinhalb Monaten vorzunehmen hat". „Bis dahin werden die bisherige Exekutive und der Finanz- und Wirtschaftsrat aufgefordert, die Ocschäfte weiter zu führen." Diese Beschlüsse, von denen der zweite wegen vorliegender Acnderung des Statuts (wie ex praesidio erklärt wurde) zweimal abgestimmt und angenommen wurde, erschöpfen die Tätigkeit des Kongresses auf dem Gebiete der Leitungsfrage, und wir wollen nunmehr die durch sie geschaffene Lage den Vorschriften unseres Statuts gegenüberstellen. Hierbei müssen der gegenwärtige Zustand, nämlich die Weiterführung der Geschäfte durch die vom XII l. Kongreß gewählte Exekutive, und derjenige, der nach einer eventuellen Wahl einer neuen Leitung durch das A.-C. entstehen würde, streng auseinandergehalten werden. Die Betrauung der alten Exekutive, über den Kongreß hinaus die Geschälte der Organisation weiterzuführen, konnte nur nach vorangehender Abänderung des § IS des Statuts erfolgen, der unzweideutig bestimmt, daß „die von einem Kongreß vorgenommenen Wahlen bis zum Schlüsse des nächstfolgenden ordentlichen Kongresses ihre Gültigkeit behalten, sofern der Kongreß nicht ausdrücklich das Gegenteil bestimmt". Da der XIII. Kongreß bei der Wahl der damaligen Exekutive nicht besonders über ihre Amtsdaucr beschlossen hat, sind ihre Befugnisse mit dem Schlüsse des XIV. Kongresses erloschen. Wollte der XIV. Kongreß, in Abänderung des § 18 des Statuts, ihre Befugnisse verlängern, so mußte dem eine ad hoc formulierte aber ausdrückliche Abänderung des § 1S vorangehen und zwar — entsprechend § 25 der Geschäftsordnung — sollte diese Acnderung „in zwei Lesungen verhandelt werden". Nichts von dem ist geschehen und somit ist die legale Basis der gegenwärtig fungierenden alten Exekutive recht mangelhaft. Nun soll dieser Zustand durch eine vom A.-C. vorzunehmende Wahl einer neuen Leitung aufgehoben werden. Wie sieht es aber mit der Gesetzlichkeit dieser Wahl aus, vor allem sind die Befugnisse des A.-C, dieses ihm vom Kongreß delegierte Recht auszuüben, vollkommen legal? S. 53, Abs. 3 des Statuts bestimmt, daß „die Wahl der Ecxkutivc durch den Kongreß erfolgt". Wollte der Kongreß diese Bestimmung cndcni, so müßte ein ausdrücklicher Antrag auf Abänderung dieses Paragraphen dem Kongreß vorgelegt und „m zwei Lesungen verhandelt werden". In keiner Weise kann es als genügend betrachtet werden, daß eine, diese Abänderung des Statuts stillschweigend voraussetzende Resolution zweimal hintereinander zur Abstimmung gelangte, was ex praesidio als „zweite Lesung" genannt wurde. Somit ist der an das A.-C. erfolgte Auftrag, die Wahl einer Leitung vorzunehmen, nicht in Einklang mit unseren Statuten zu bringen. Sollte das A.-C. sich dennoch entschließen, auf Grund dieser formell unkorrekten Vollmacht die Wahlen vorzunehmen so muß es sich vor allem dessen bewußt sein, daß der Kongreß keinerlei Wahlen für die künftige Leit un g vorgenommen hat und daß somit auch die bisherigen Präsidenten eventuell in die neue Exekutive vom A-C zu wählen sind. Die oben zitierten Resolutionen können in ^/„tC.7L w MaIs WahIakt angesehen werden, da unser Statut über Wahlen ganz unzweideutige Vorschriften enthalt von denen keine einzige auf dem XIV. Kongreß ausgefuhrt wurde. * Speziell über die Wahl der Präsidenten schreibt das Matut vor, daß der Kongreß in einem besonderen Wahl gang einen Präsidenten der Organisation und einen Pra*identcn der Exekutive wählen kann" (§ 53, Abs. .» Da weder allgemeine noch besondere Wahlgänge in bezug auf die Exekutive vom Kongreß vorgenommen wurden, der letztere sich lediglich darauf beschränkte, clneRcsoIution über die Lcitungsfrage anzunehmen, ist ein Zustand geschaffen w.°idc"! demzufolSc das A.-C, sobald es zu Neuwahlen herantritt, die jetzige Exekutive in ihrer O e* am t hc 11 als aufgellt zu betrachten hat. Es hat selbstredend den Willen *0i5rtms ,*übir Bctr*uu«ff der Herren Weizmann und Sokolow mit der Leitung zu respektieren, es muß aber diese Herren ebenso wie die anderen neu wählen, da - wa* mit aller Klarheit noch einmal betont werden muß - s i e # ii . n .eLne ,1CUC Leitung gewühlt werden, SpleIt1brtwÄ.d"n WOrtC "W*hl" Cl" 8C"hrti<h« vorgenommen bitte, was ein genügender Beweis dafür ist, daß er durch die Annahme der £?ffwailn£?n ,»vcrtrauen«"-Resolution?5n y*}1?1! 1nlcllt »»« bereits vollzogen bc trachtet bitte, was auch eine Unmöglich. k«?Jt wJrc. ** Sollte - was aus naheliegenden Gründen zu befürchten A-iT da\,A"C\ *lch ,dazu her£eben. <Hc Präsidenten als bcreite gewählt zu betrachten, und nur die übrigen Mitglieder der Exekutive hmzuzuwählen. so wird dadurch ein vollkommen illegaler Zustand geschaffen werden, nämlich derjenige, daß l? u IpltzC cJncr vom A,"Cauf 0rund einer ungenügenden Vollmacht des Kongresses eingesetzten Exekutive zwei Herren stehen werden, die diese Stellung nicht einem unzweideutigen und statutarisch korrektem Wahlakt verdanken. Diese Erwägungen sollen nicht nur vom rein formellen Standpunkt aufgefaßt werden, obgleich auch derselbe von entscheidender Bedeutung ist, denn nur durch die Vollziehung der vorschriftsmäßigen Wahl wird derjenige Rechtszustand herbeigeführt, an den die Begriffe Repräsentanz, Verantwortung zu knüpfen sind. Aber auch eine rein praktische Frage ist dabei zu erwägen. Line Wahl im Sinne der 53 bis 58 des Statuts behalt ihre Gültigkeit bis mm Schluß des nächsten ordentlichen Kongresses. Kür welche Dauer sollte aber dann das als Surrogat der Wahl dienende „Vertrauen" seine Geltung behalten? Davon steht in der Resolution kein Wort und schon dadurch wird ein rechtlich völlig unhaltbarer Zustand in der Organisation geschaffen. Ich bestreite in keiner Weise, daß die erdrückende Majorität des Kongresses den Wunsch äußerte, die Herren Weizmann und Sokolow au der Spitze der Bewegung zu behalten was ich aber mit Entschiedenheit behaupte ist, daß sie zu Präsidenten der Organisation bzw. der Exekutive vom Kongreß nicht gewählt wurden und somit mit diesen Würden eventuell vom A.-C, als dem Vertreter des Kongresses, zu betrauen sind. Sollten die Herren Präsidenten ihre Wahl durch das A.-C. ablehnen, so hat das letztere — zur Wahrung der Integrität unserer Organisation und der Gültigkeit unserer Gesetze — nur den einen Weg einzuschlagen, nämlich die Vornahme jeglicher Wahlen abzulehnen, die Vollmacht der alten Exekutive zu verlängern und den Beschluß auf schleunigste Einberufung des XV. Kongresses zu fassen. Diese Erwägungen wären — bei aller Bedeutung des Formalen und statutarisch Korrekten ~ an sich vielleicht für manche nicht genügend um zu den obigen, weitgehenden Konsequenzen zu gelangen. Aber es unterliegt keinem Zweifel, daß die {•'orderung auf baldige Einberufung eines neuen Kongresses auch ganz unabhängig von der Frage der Wahlen der Leitung durch das A.-C. mit voller Begründung erhoben werden könnte. Der XIV. Kongreß hat fast auf allen Gebieten der zionistischen Arbeit einen vollkommen ungeklärten Zustand hinterlassen; er hat Ersprießliches fast ausschließlich in bezug auf Kleinarbeit geleistet, und auch hier nur insofern, als sie die Tätigkeit der Phcripheric, der Organisation selbst betrifft. Er hat aber aus Gründen, deren Erörterung nicht in den Rahmen dieses Artikels gehört, der Exekutive keinerlei klare und feste Richtlinien in irgendwelcher Beziehung zu geben vermocht. Dieser dürftige Ertrag erscheint umso verhängnisvoller, als der Kongreß eine jahrelang latent bestehende Spannung zwischen Leitung und Organisation zum Bewußtsein der breiten zionistischen Ocffcntlichkeit gebracht hat, ohne in irgend einer Form auch nur anzudeuten, wie diese gefährlichste aller Krisen überwunden werden könnte. Andererseits hat der XIV. Kongreß durch die Einführung des einheitlichen Schckels — seine einzige große Tat — eine vollkommen veränderte Situation in der Bewegung, somit auch ganz neue Voraussetzungen für den künftigen Kongreß geschaffen, und schon diese Reform allein müßte als ausreichender Grund angesehen werden, baldmöglichst an die Wählermassen zu appellieren. Wenn irgendwo, so ist wohl hier am ehesten eine Parallele mit einem Parlament am Platze und bekanntlich hat die Annahme eines völlig neuen Wahlgesetzes gewöhnlich die Auflösung des auf alter Grundlage gewählten Parlaments zur Folge. Der übliche Einwand, daß ein Kongreß eine Unterbrechung der Sammeltätigkeit für unsere Fonds bedeutet, ist hier keinesfalls stichhaltig, da die durch den Ausgang des XIV. Kongresses geschaffene Stimmung sowohl für die Sammclwic auch für jede andere zionistische Tätigkeit in hohem Maße hemmend ist und au diesem psychologischen Faktor gemessen, sind die Schäden einer eventuellen Unterbrechung der üblichen Arbeit für zwei Monate von weniger entscheidender Bedeutung, insbesondere wo durch den jetzt zu erwartenden Wahlkampf eine wirkliche Ncubclcbung der Bewegung . mit Sicherheit zu erhoffen ist. Die Forderung der Stunde scheint mir somit zu sein — die schleunigste Einberufung des XV. Kongresses. Die Konierenz von Philadelphia Unser Bruderorgan „Dos Yiddischc Folk" New York schreibt über das Ergebnis der Tagung des Joint in Philadelphia an leitender Stelle unter dem Titel „Das amerikanische Judentum in einer vereinigten Front": Wenn die ,;Ncw York Times" die Resolution der Joint-Konfcrcuz in Philadelphia als einen zionistischen Sieg bezeichnet, so können wir nichts gegen ein derartiges Kompliment einwenden. Wir möchten aber kategorisch erklären, daß die Zionistcn nicht nach Philadelphia gegangen sind, um dort Siege zu erringen. Die Zionistische Organisation Amerikas war als solche auf der Konferenz überhaupt nicht vertreten. Es waren einzelne zionistische Delegierte, die sich auf Grund ihrer Ideologie und ihres Diszinlingcfühls geradezu elementar organisiert haben und nicht wenig überrascht waren, als sie feststellten, wie viele niciuzionistischc Delegierte sie!: bereit erklärten, die zionistischen Forderungen zu unterstützen. Diese waren rein prinzipiell moralischer Natur und bezweckten in keiner Weise Forderungen betreffend irgendwelcher Ileitragslcistungen für Palästina. Die Zionistcn kamen, um für ein Prinzip einzustehen. Sic hielten es für untragbar, daß auf einer Beratung des amerikanischen Judentums, auf die die Augen der ganzen jüdischen Welt gerichtet sind, und die die Möglichkeiten einer konstruktiven Hilfe für die jüdischen Massen in Osteuropa beraten coli, der Palästina-Aufbau unerwähnt bleibe, obwohl Erch Israel im Verlaufe der letzten Jahre über SO 000 neue einwandernde Juden aufgenommen hat. Die Beschuldigung, die von manchen Selten gegen die Zionistcn erhoben wird, daß diese Angst haben, der neue Millioncn-Drivc werde den zionistischen Interessen in Palästina i;chaden, ist unbegründet und unberechtigt. Die zionistische Welt hat niemals daran gezweifelt,daßdieFü h rerdesjoint mit Herrn Marshall und Herrn Warburg an der Spitze die «ich vor der ganzen Welt feierlichst ver pflichtet haben, ihre Pflicht gegenüber dem Palastiuaaufbau zu erfüllen, ihre Zusagen sowohl dem Worte wie dem G liste nach halten werden. Was die Zionistcn gezwungen hat, gegenüber dem 15 Millionen Dollar-Drive eine reservierte Haltung einzunehmen, war der Eindruck, der infolge verschiedener Umstände in der jüdischen Welt hervorgerufen wurde, daß man im Begriffe stehe, mit Hilfe des amerikanischen Judentums einen neuen russischen Kolonisationcplan durchzuführen, der als Mittel zur Lösung der jüdischen Frage In Osteuropa gedacht ist. Die Zionisten haben einen derartigen Plan nicht nur für undurchführbar gehalten; sie haben in ihm auch einen riskanten Schritt des amerikanischen Judentums erblickt, der geeignet gewesen wäre, den Joint von seinem gegenwärtigen erfolgreichen Hilfsplau abzubringen, und ihn zu einem Sprung ins Dunkle zu treiben. Diese Meinung wurde nicht nur von den Zionistcn allein geteilt, und in Philadelphia haben die Zionistcn in dieser Hinsicht den Standpunkt der großen jüdischen Volksschichten vertreten. Wir begrüßen darum die Einsicht und das Verständnis, das von den Joint-Fuhrcrn in dieser Hinsicht bekundet wurde. Mit der Evolution ist klar dargetan, daß es 6lch hier um keine neue Unternehmung handelt # , daß es eine Fortsetzung einer langjährigen Arhtt"'^ dem Gebiete der gewerblichen und landwirtschaftliche bauenden Hilfsarbeit ist. Diese Arbeit hat immer u'-d jetzt die vollste Zustimmung und Sympathie di-r 11 zionistischen Welt. Sie ist keine Frage von Sentinicnti Wunsch jedes Zionistcn ist es, daß das jüdische 'vvu£ Rußland in geordnete Verhältnisse komme und in dir i & versetzt werde, am Aufbau des jüdischen Hcimhnd« - zuwirken. Der Zionismus weiß jedoch, daß seine K:hr-{ das Werk eines Geschlechts sein kann, und alr, na!-'-$ Bewegung ist er selbstverständlich daran interessier*1'"-'!' Aktion zu unterstützen, die die geistige und psydnscfce'^S geburt der jüdischen Massen und deren Vorbereitung {'■/'- große nationale Renaissance bezweckt. Wenn die %tL% Rußland durch Arbeitslosigkeit und Hunger zugrunde v.C und wenn unsere dortige Jugend körperlich und n)0*;■'.£. vollständig ruiniert sein wird, für wen soll dann cie"v.£ bereifuug des nationalen Heimlandcs? Was die Zio--'£ in Philadelphia gewollt haben, war, daß der Wunsch' -I in Palästina niederzulassen, der nach den offiziellen Er'kVf gen der Joint-Führcr 80 <y* der russischen Juden bt^* in gleichem Maße berücksichtigt werden soll, wie e>| Wunsch, in Rußland kolonisiert zu werden, wovon die berichte un* crzählm. Das ist in vollrm Maße erreicht v^l und wir *ind absolut nicht geneigt, das als „Sieg" w ft;| den wir, wie gesagt, nicht gesucht haben. Es kann* ä'e keine Rede von einem über die Führer des Joint errunre-s Siege sein, in deren Kreisen der Palästinaaufbau erprobte •! ergebene Freunde besitzt. Die Zionisten haben nur dazu l| getragen, daß die Welt deutlich erfahre, was das amewL;: V Judentum hinsichtlich der konstruktiven Hilfe für die le| den jüdischen Volksmasscn denkt. Der amerikanische Zionisr*' begrüßt die Tatsache, daß eine derartige einheitliche A*-| ermöglicht wurde und daß eine vereinigte Front des ^--h amerikanischen Judentums geschaffen ist. Die Resolution Philadelphia ist eine Freuden- und Hoffnungsbotscha!: & unsere leidenden Brüder und Schwestern von der l^jR bis Galiläa und von der Krim bis an die Grenzen von ji/J', weil in ihr Trost und Versprechen für die 80 °/o u^.f Brüder und Schwestern liegen, die ihre Kräfte konscnirfe; wollen, um nach Palästina kommen zu können, wo sie E-| und Freiheit finden werden. In diesem Geiste muS Resolution von Philadelphia von unseren Genossen im gj.-Jf Laude aufgenommen werden. Der Appell zur Ai.»k,;...5 "....... ~ " * ' ' ' nief' kon Her Nat die kür. und : und disc ' und man Wir es sein nati war ' Ostj in < W'or durc . sehe u!>cr , Aufbri.^.f. von 35 Millionen Dollar ist heute nicht nur der M $ Joint Distributions Commitce, sondern ein Aufruf des gesa--.^: lebendigen Judentums in den Vereinigten Staaten. \X*t fc.; allen Fällen, werden sich auch diesmal die Zionisten & erste in die Reihen für die große Volkshilfe stellen." | „Dos Yiddischc Folk" zitiert in der gleichen feS eine Reihe von amerikanischen Pressestimmen, aus t>:f: hervorgeht, daß das Ergebnis der Konferenz von Philad;'.; als eine Vereinigung des gesamten amerikanischen Judeai in eine einheitliche Front gewertet wird. | * t In einer von jüdischen Schriftstellern, Journalisten d| sozialen Funktionären zahlreich besuchten Versammlung Sc h a io m A1 cch c m- KIub zu Berlin sprach 2ö. September Herr Arahnm Bragin aus Moskau. Initiator der Idee der jüdischen Masscnkolonisation au! c| Krim und Vizepräsident der Moskauer Gesellschaft fiirjüdi-f Kolonisation (Ozct), über die bisherigen -Erfolge der k'c'i nisation und über die Ausblicke für die Zukunft. Er iik.:5 ungefähr aus: seit den Bürgerkriegen und den Pogromen, cj das jüdische Wirtschaftsleben in den Lebensnerv trafen, J die Zerstörung des jüdischen Wirtschaftslebens weiter geschritten. Die Wirtschaftspolitik des gegenwärtigen gimes in Rußland läßt dem Handel und den freien Ben." keinen Spielraum. Die Gcsamtbgc der jüdischen ttevö&er.B in der Ukraine ist daher sehr traurig. Die jüdische i-jvölkerung besteht aus 70 <y0 Deklassierten. Aus de- Not ki^ der Drang zur Landwirtschaft. Der Redner schilderte a-£ führlich die ersten Anfänge der jüdischen Landans!^:^ und gab nähere Daten über die bereits angesiedelten Far.• j und über das den Neusiedlern zur Verfügung stehende U'| Der Redner unterstrich, daß die Frage einer autor.orj. jüdischen Administration G,RcPubIik") n1 Rußland keine rr| politische sei, sondern ein mechanisch zu lösendes Pro.'; ist. In dem Augenblick, da eine praktische Grundlage c-V eine einigermaßen . dichte jüdische Besiedlung einer ü * ßtrecke geschaffen ist, kommt die Anwendung de> Natic" j tätenprinzips der Sowjctrcglerung automatisch in Anwende Der Redner schilderte die intensive Mitarbeit der ur.p^'Jl Ischen (d. h. nicht-kommunistischen — (A. d. R.) jud;^"£. Elemente in der ,,Ozct" und appellierte an die Anwese:»'i. die Kolonisation in Rußland als eine rein praktische A | gäbe zu unterstützen. «" In der darauffolgenden Diskussion, in der Redner }; Parteirichtungen zu Wort kamen, wurde von mancher die Tätigkeit der jüdisch-kommunistischen Sektionen sekzia), einer scharfen Kritik unterzogen: andere trater. 'J Wärme für das jüdische Aufbauwerk in Runland ein; im fX-'J-' Sanzcn verhielten sich alle Redner zu der praktischen F.'i.^ et jüdUchcn Aufbaus In Rußland positiv. k Der fiuE<TEs claDsos (o Polei | Der Minister für Unterricht der polnischen K«S'^-':$- Stanislav Grabski, empfing am 24. September eine A.- j, nung des jüdischen Pariarnrntsklubs, bestehend aus den i tlerteu Roaninriii und Färbst ein, die bei ihm *}\\ der Anwendung der ungesetzlichen Prozcntnorm green \J^i an den polnischen Universitäten Klage führte. Der L'r" richtsmlnlster wies den Deputierten ein Zirkular _ vor. ^_ welchem er die Professoren-Kollegien darauf aufiner^ macht, daß bei der Aufnahme von Hörern resi;^ ,_'*". nationale Momente keine Rolle spielen dürfen. 'l^rklärte der Minister, er sei bereit, sich dafür n'nru^'- daß denjenigen jüdischen Studenten, denen die AufnJ-'f an Hochschulen in Polen verweigert Paßcrleichtcru ngen zwecks Aufsuchung .r,:«Unöi>" Universitäten gewährt werden. Die Erklärung de« Ministers hat in indischen Kft; nicht befriedigt; man deutet dieselbe so, ciiaj Regierung theoretisch gegen den Numerus clausus \or;- praktisch aber das Bestehen dieser ungesetzlichen Lf^ bis zu einem gewissen Grade dulden wolle. Eine Anzahl jüdischer Studierender erschien dischen Parlamentsklub und wies Zuschriften verschiff Universitäten vor, in denen ausdrücklich gesagt wnf ,L Studierenden können nicht aufgenommen werden, wen Prozentnorm für jüdische Hörer erschöpft» Warschau. (J.T.A.) Am 25. September erfolge* endgültige Zusammenstellung des Reichswirtschaftsrates, -v.» die Aufgabe zufällt, Hand in Hand mit der Regierung £.a Wirtschaftsleben des Landes zu sanieren. Von 100 Wp'^yl des Wirtschaftsrates sind im ganzen drei Juden. h\\,l bindung mit dem polnisch-jüdischen Abkommen hatte brk1";,^ lieh der Ministerpräsident den jüdischen Unterhändlern - der Zahl und dem wirtschaftlichen Range der Jud^ e' sprechende jüdische Beteiligung an den verantwortliche» * achaftlicheu Körperschaften in Aussicht gestellt. form j ausc Herr der disc!" i Deut - ausn u>; Frau das . und; nach ' also 1 Digl VOlls gcr-n; Wegdaß 1 kann, gchligcnai ' s:cn der r - Inten; nahm ftuici der ' . Naun ' in d< , einen ' kernst : Deut; ' griffe cics J; land ] mann | sjtrc hinwc lirinn des d 1 Parte Kong : uhcrh sehen?i;sarr ' Ii ir.dcr objek' , er de Reihe nisten . launr. ' nut/Ui logie dem 2!;sutio wurde ' :e B :-.er:r ' d ■ ■; Wu po p Cicn . 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