Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 77-78 (2.10.1925)
- Date
- 1925-10-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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77/78 k?7j7S JUEDISCKE RUNDSCHAU* Sttte 659 lern '.Kr, il er r." rarbciitjl l.,lCc nur «»gelassen werden, wenn sie bereits bei Be- 'i-'jes Kongresses vorliegen. I Oer'Konprrc« ist ferner krait Gesetzes vom Absolul.jum 'u erlösen, t'inc Versammlung, welche die Leitung;anfra?- »'linmäPi? ncu zu w *' h 1 c" hat> k;11,n auf Vorrecht kn-.cnt {-j^ pariamc;its verzichten, dessen einziger Sinn die Bc- 'frcn;;,i'Iun? odcr Absetzung der Regierung bildet. Ich glaube [, : C:^ daran, daß nicht auch die Exekutive auf das Absolufu \ j im verzichten kann.;1!:d pif Vorbereitung des Kongresses durch die Giuppcn I ncm;'H, „, dui letzten Jahren schöne Fortschritte gemacht und cr stl;,ci jc durch die Konsolidierung des Zentrums vervollständigt CrCn?f ' Jrn. Sehr im argen liegt die Vorbereitung durch die!{ Vvcr^ }[„live. Zu einzelnen Punkten der Tagesordnung müssen'!Ü utl;,: t bloß Berichte, sondern auch Anträge der Leitung vor- C1-f \A werden, die frühzeitig zu veröffentlichen sind. In CltJ'ar> i'i-r Linie gilt dies für die Neubildung der Exe- ""5 a!;'Ji iiv c. Der Kongreß muß bei sein, cm Zusammen- WlV':']'tt einen fertigen Pcrsonalvorschlag vorfinden, der durch ^i'^lf i prrmanenzausschuß zu prüfen und nötigenfalls zu modi- II 1 "§ rrrn istüic ^»gewitiheit über die personellen Absichten ,C!'C) i der tfifii-ste IWillus der Kongreßkrankhcit, und es . . dringlichster Wichtigkeit, daß die Exckutivbildung von , i!:rrcin von der Luft der Couloirs befreit wird, in der , *JßtlU nur zu schlecht gedeiht. Träger des Vorschlages wäre C , besser das Aktionskomitee, das sich in seiner vorvc linc)-: xn Sitzung vor dem Kongreß mit den Personalfragcn mancI:3 befassen und auch einen nicht einstimmig gefaßten §|:rjtätsbcschluß zu unterbreiten hätte. | Die Leitung des Kongresses muß nicht nur ehrenif Ver.- er, sondern faktisch in der Hand der Exekutive liegen. htlic;.^ allein lut einen umfassenden Ucberhlick über Stoff und er, EnJ->?; der Verhandlung. Die Rückkehr zur Herzlichen Methode or'ffäliivi' Leitung durch Führerhand wäre das Ideal. Ist es nicht ^verwirklichen, so müssen andere Wege gegangen werden, seine r Rituell muß der Spiritus rector des Kongresses, nicht nu\ ichwe-v ' technischer, sondern auch in politischer Beziehung jenes j?'r7; ■nmiiiistcrium werden, das, wie in diesen Blättern bereits nit {:..' "-c;kt wurde, unter dem irreführenden Kamen Organisationssiver dement seit langem gefordert wird. ' ^.v''] Man sieht, daß allen diesen Reformideen eine Grund- "* '.-lellung gemein ist: bewußte Abkehr von dem unechten Inp.ulamcntarismus der letzten Jahre, der nicht so sehr :Folcrc der fraktionellen Zerklüftung wie eine illusionistische •;cjcbcnhcit an falsche, ins Staatliche spielende Ana- :rt und eine-einfache Uebcrschätzung der Leistungsfähig- : des Kongresses ist. Obschon ■ wir uns an die parteiische Terminologie gewöhnt haben, und obschon das Binder- und Gcgcncinandcrspicl der Gruppenkräfte nicht -; ganz anders als nach den Regeln parlamentarischer drologic und Technik dirigiert werden kann, so ist trotz icm der Kongreß kein Parlament, sondern eben nur ein ongrcß". Wenn wir nach Analogien suchen, die nie ■c Gefahr sind, so müßte uns auch heute noch eher das ri'Üd der großen Jahresversammlung einer Partei, einer pfcmlcji Gemeinschaft vorschweben. Rechenschaftsbericht tiun-T ci' * Gencralkritik, grundsätzliche Aussprache und Aufstellung 'b v :r,-icincr Richtlinien unter Vermeidung von Einzelheiten. trtrctc,.i .: diese Akte, gipfelnd in der Neuwahl der Leitung, treten wieder als die wahren und einzigen Aufgaben des -rcsses rem hervor. In' eine Folge'von 3—6 erfüllten;cn gedrängt, wird er wieder eine Quelle des Kraftgcfühls trtortir;J Selbstvertrauens der Bewegung werden. sncziH Verfasser hat in den Abschnitten über die Führcriühr'u::;:;^c unc* über ^as Problem der Gruppcnbildung und in den den'Kr''r':cn Bemerkungen über den Kongreß der Öffentlichkeit p . rc Reihe von Neuerungsvorschlägen unterbreitet und hofft, äaran e: j"1 Hillen zu Reformen, zu dem auf anderem Gebiete checken den Anstoß gegeben hat, einige Anregung .;tben zu haben. Viele dieser Vorschläge sind nur wegen ichst 6 Berief, formte, lade, t:: ira hc;;i wese:!;« li werdv Kongrihm l, icm Vi - dort und c: nciitarir:;s sachlichen Gehaltes von Bedeutung, einige vielleicht .'•'M als symbolischer Akt der Aendcrung und des Ncul'rinncns gerechtfertigt. Wenn der Wiilc zu Reformen gc- "t worden ist, wenn es gelingt, eine tatkräftige Exekutive ,:-kilden, wenn das Aktionskomitee sich seiner stets wachsen- ''i Verantwortung bewußt ist, wenn schließlich die Augen ,-r auf Palästina gerichtet bleiben, so wird der XIV. Konzerne Epoche der Erneuerung und des Aufschwunges ein- ■fct haben. Ul )H IV/^H^* 71 . TT .O '—- -"T <° ■ s \ \^?f?r~\;; i ^^{?/rv <ÄL U^LiLi ÜLcU; M^j 1 UliULu^iiU U UwULiuüi koUii Li. Der Neujahrsaufraf des Direktoriums \L?^'^w' Ein neues Jahr hat begonnen, ein neues Jahr des Zeitabschnittes in unserer Geschichte, den künftige Geschlechter die Zeit ch:s Aufbaues von Lire/-Israel nennen werden. Der Beginn eines neuen Jahres in dieser Epoche, in der jeder Ta^', jedes Stück Arbeit, jedes-Opfer und jedes Vollbringen erhöhte Bedeutung und gesteigertes Gewicht hat, ist darum für uns mehr als ein konventionelles Zeichen im Ablauf der Zeit, es ist eine Wende, die die Hoffnung unseres Volkes in ihrer ganzen Größe und zugleich unsere Verantwortung in ihrer vollen Schwere vor uns hinstellt. Ein Jahr verheißungsvollen Aufschwungs liegt hinter uns. Aber trotz alles Erreichten — wir wissen, alles ist noch Beginnen, Geschaffenes muß erhalten und weitergeführt, neues Werk muß vorbereitet und in Angriff genommen werden, der Aufbau kann und darf keinen Augenblick stocken. Im Namen der Arbeit in Palästina, im Namen dieses Werkes, das Eure Sache ist, Juden in aller Welt, wenden wir uns au Euch, in welchem Lager Ihr auch stehet, mit dem Anspruch, gehört zu werden, weil Ercz-Isracl es heischt: Tut Eure Pflicht! ★ Der XIV. Zionistcnkongrcß, der im August in Wien getagt hat, beriet die Erfordernisse der Palästina- Arbeit, für welche der Kcrcn Iiajcssod die finanzielle Deckung zu schaffen hat, und setzte sie nach eingehender, ernster Prüfung in Form eines Arbcitsbudgcts in der Höhe von 600 000 Pfund Sterling fest. Dieses Budget deckt nur die elementarsten Bedürfnisse auf den Gebieten der ländlichen und städtischen Kolonisation, der kulturellen und sanitären Arbeit, der Einwanderung und Arbeitsbeschaffung. Es kann, wenn es voll und pünktlich gedeckt wird, die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre festhalten, es kann die kräftig steigende Einwanderung zu wirtschaftlicher Konsolidierung nutzen, es wird vor allem die Ansätze hoffnungsvoller Entwicklung und Vcrsclbständigung auf kolonisatorischem Gebiete festigen und der neuen Gemeinschaft in allen ihren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Regungen neue Kraft zuführen. Darum muß dieses Minimalbudgct von 600000 Pfund durch den Kcrcn Hajcssod aufgebracht werden, so aufgebracht werden, daß es ohne Abzug und ohne Säumen, Monat für Monat, der Arbeit im Lande zugeführt wird. * Aber dieses Budget, nach den Grundsätzen äußerster Ersparnis und schärfster Sclbstbcschränkung aufgestellt, darf nicht das letzte Ziel der Kcrcn Hajcssod-Arbcit im kommenden Jahre sein. In der Erkenntnis der Erfordernisse einer größeren, umfassenderen und fest fundierten Aufbauarbeit, in dem Wunsche nach Beschleunigung des gesamten Sicdlungswcrkcs hat der XIV. Zionistcnkongrcß die Losung ausgegeben: Eine Million Pfund in diesem Jahre für den Kcrcn Hajcssod! Diese Parole geben wir an die Juden der ganzen Welt weiter, durchdrungen von ihrer Notwendigkeit und überzeugt von der Möglichkeit ihrer Verwirklichung. * Weil wir wollen, daß ein geordnetes Wirtschaftssystem die Arbeit in Erer-Israel wirklich produktiv mache, weil wir wollen, daß die Hingabe der Menschen an ihr Werk durch zureichende finanzielle Fun« dicrung zur vollen Auswirkung gebracht werde, weil wir wollen, daß der Einwandcrungsstrom, der nach Palästina als dem einzigen gastlichen Lande drängt, stetig anwachse, ohne die Gefahr eines Rückschlags oder wirtschaftlicher Komplikationen hcraufzu-" beschwören, ' s - - ' ' •'•*'"',v v- '' " : " ' ' .<••• •> weil wir wollen, daß die vereinte Energie und der Opfcrwillc aller Freunde des großen Werkes stark genug ist, dieses Ziel zu erreichen, rufen wir das gesamte Judentum zur Tat für Erez-Isracl durch den Kcrcn Hajcssod. Schaffet im Jahre 56S6 eine Million Pfund für den Aufbau unserer Heimstätte in Palästina! London, Tischri 56S6. Chaim Weizmann, Präsident der Zionistischen Organisation. \ Nahum Sokolow, Präsident der Zionistischen Exekutive. Das Direktorium des Kcrcn Hajcssod: Isaak Naiditsch, Vorsitzender; Bcrthold Fciwcl, Geschäfts führender Direktor; Arnold Birth, EmanucI Neu mann, Georg Halpcrn, Morris Rothenberg, Solomon Kaplansky, Harry L. Siinmons. Kr bc.-. e Jal-rc Vo;b Gräfe Forr, dcr.<c und i!. tn-dil versch-' es aitc" daß der sich ffi: Knie' steckte' :;'ütter! :ib ich u;"- ernieder- '"fn. Auf dem Kopfe hatte er eine Samtkappc, die ins Genick i'-:hoben war, während der „Pclzspodck", eine machtvolle ":!^c Pelzmütze, in die Stirn gerückt war. Aus der einen 'Masche der „Rascwulkc" hing ein rotgcblümtcs Taschenaus der anderen aber ein mächtiges Tabakpfcifrnrohr. , rechten Hand hielt der alte Ii/ig einen langen Stab, in l'iinkcti waren in einem gleichfalls roten Taschentuch lauter i'1' Silhcrguldcn eingeschnürt, die bestimmt waren, beim;';!en einzeln aufgezählt und hell silbcrklingcnd dargereicht *vn<kn. Vom Wirtshaus des alten It/ig bis zum Grafen- .; W mochten es zweitausend Schritte sein. Links und rechts .! der Dorfstraße stand die gesamte Bevölkerung, um das •»Ubpicl des in voller Gala cinhcrschrcitcndcn alten Itzig "enießen. Behutsam schritt dieser, den Stab immer vor- -.;jcH einher. Die Pantoffel klapperten. Bart und Pcjcs :ltc" um sein Gesicht und gravitätisch set/tc er ein Bein ' das andere. Minier ihm ging die gesamte Dorfjugend |: gleitete ihn bis /um Schloß. Vor dem SchloRportal i:Jr|i bereits Diener in Erwartung It/igs. Durch das breite JPifor trat Itzig ein. Stolz ging er bis zur Haupttreppe, ■•'ß hinan und wiederum öffneten sich die Türflügel. Itzig l 1 c'n und war für unsere Blicke verschwunden ... ,m Schlosse, erzählte dann der alte Itzig, wurde er vom 'i*'Grafen empfangen, der alljährlich um diese Zeit aus der . *u kommen pflegte, um persönlich die „Rate" entgegenv c»nicn. Die Bezahlung vollzog sich nicht ohne weiteres, ^'.unterhielt sich der Graf mit dem alten It/ig über die \.';Mi«c des letzten Halbjahres. Dann wurde Tee aufger'rn. in neuen Gläsern, speziell für Hub It/ig zubereitet, außer tee bei einem Nichtjuden nichts genießen konnte. /j1 wurde das buntgeblümte Tuch geöffnet und Gulden um r'V" auf. die Tischplatte aufgezählt. Hierauf schmauchte üb w "n ('rafc,,sc,lloR scinc PMfc und unter Bücklingen '"ah .Ctc cr s,cl1wicdcrum flogen Tür und Tor auf,;.c 'tz'f? Ring nach Hause und aus seiner rechten hinteren :"t _ ascI,c »i»£cn zwei rotgeblümte Taschentücher... % T"r<Ic zu wcit fQnrc,,i w<>Hte ich die Geschichte des ». Qudi von Schmiel Jona und der Donjc erzählen. JcdcniiicT v*rratcn, daß es mit diesem ersten Besuche in der : * lcn Angelegenheit nicht sein Bewenden hatte. Meine Mutter mußte noch mehrmals zum alten It/ig reisen, da wurde ich aber nicht mehr mitgenommen. Nach \iclcn Fährnissen und Zwischenfällen kam die Partie doch zustande, wie ich hier zur Beruhigung des Lesers mitteilen will. Auf welche Weise und unter welchen P.cdiiigungcn, das soll vielleicht ein anderes Mal erzählt werden. Jüdisches Thrater: „Die verlassene Schänkc" D.is jüdische 1 heater in der Liohtonbcrgcrstrafie pflegt hauptsächlich eins Milieustück, Auch „Die verlassene Schänkc", ein Volksstück von Perez. Hirsch beiu, gehört in die^e Kategorie. Der Geisterglaube und seine Auswirkung ist als sehr locker verbindender Vorwand zum Dramatischen auch nicht mehr als nebengeordnet, denn unwillkürlich schimmern doch alle die Gelegenheiten vor, bei denen es gilt, jüdisches Volksleben in seinen nationalen Eigentümlichkeiten aufzuzeigen. Auch der Geisterglaube ist nicht mehr als ein Dement des Volkstümlichen. Alles, Menschen, Handlung, Inhalt, gehören zu dieser Gesamtheitjüdisches Leben. Herr (iroHbart erwies sich hier als guter und verständnisvoller Regisseur, doppelt anerkennenswert bei den brscheidenen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Namentlich der Tanz, der beiden Väter (Scidermann und Wittelsohn) und der Hin/.cltanz der Chiennc (Frieda F.Iumcnthal) gaben dem Milieustück sein Recht. Ucberragende Leistung und Hauptträgcrin des Stückes war aber vor allem die Chierne der Frieda ßlumcnthal. Die Sprache, die gerade bc:. Milieustücken dieser Art gleichfalls ein Klcinkunstmosaik sein sollte, wird von ihr, und das danken wir ihrem natürlichen Geschmack, durchaus in diesem Sinne verwandt. Sic wird zum lebendigen und geschmeidigen Ausdruck aller Lebensformen. In dieser Sprache, die aus lauter hellen Farben zu bestehen scheint, lrbon alle diese halbgetancn nervösen Bewegungen, die zugleich den Selbstgcnufl dieser Bewegung spiegeln, Sicherheit der Vorsorge und zugleich Unsicherheit des ganzen jüdischen Lebens, feinschmeckerisch, die Personifikation dieser charakteristischen Kleinkunst selbst. Ihre übrigen reichen Mittel kamen nur andeutungsweise zur Geltung. Immer ist sie groß iii der Darstellung von SchrccV und Angst. Virtuos aber war der Ucbcrgang von der Angst zur großen Karikatur. Diese große Begabung wird hoffentlich bald in größeren Aufgaben zu ihrem Recht kommen. — Von den übrigen Darstellern gab besonders der Großvater Schachnc von I. Moschcowitz feine Charakteristik. Auch der unglückliche richtige Bräutigam, ein junger-Schauspieler Hartmann, bot bei der kurzen Gelegenheit seines Auftretens ei.nc hübsche Type. Die Matjc, Frau Seidcrm an ji, und Zipke, Frl. Mar'chcwka, erfreuten durch natürliches Gefühl. m. Neger-Juden in Amerika. Die Negerin Llisabcth Miller hatte sich dieser Tage vor Gericht in New York zu verantworten, weil sie Geld für Institutionen der „Schwarzen Juden" — wie sich die jüdische Neger-Gemeinschaft in Amerika nennt — gesammelt hat. Der Staatsanwalt führte aus, die Neger können nicht Juden sein, deshalb habe die Miller kein Recht gehabt, für jüdische Institutionen zu samnielu. I>ic Angeklagte und die erschienenen Zeugen, lauter Neger-Rabbis, betonten leidenschaftlich, sie seien Juden nach Geist und Religion, und wenn die weißen Judcir sie als^ Juden nicht anerkennen wollen, so sei das „Schuld und Schande" für die w eißen Hebräer, nicht für sie, die schwarzen. Die Miller erklärte, sie sei in Missisippi als Kind schwarzer jüdischer Litern geboren worden und habe von jeher Spenden für die „Chcwra kol Isrorl chawerim", die arme Neger-Juden unterstützt und ein Spital erhält, gesammelt. Ich bin Judin, rief sie aus, auch wenn die weißen Hebräer mich nicht anerkennen wollen. Ihr Verteidiger, ebenfalls ein Neger-Jude, erklärte, das Judentum sei ein religiöser, kein Rassenbegriff. — Das Gericht sprach die Miller frei. Simon Dubnow, Weltgeschichte des iüdischen Volkes in 10 Bänden. Der „Jüdische V c r I a gu (Berlin) teilt uns mit: Der zweite Band des groß angelegten Werkes, der die Zeit der Hasmonäcr und die hcrodiarmchc Zeit bis zum Untergang der jüdischen Selbständigkeit behandelt, ist soeben erschienen. Besonderem Interesse durfte Duhnows ausfuhrliche Darstellung des Konfliktes zwischen Sadduzäcrn und Pharisäern begc^ucM, die von ganz neuen Gesichtspunkten ausgeht. Ebenso wird auch der Abschnitt, der die Entstehung des Christentums behandelt, Beachtung finden. Der auf holzfreiem Papier gedruckte Band kostet trotz des gegenüber dem ersten Band bedeutend größeren Umfanges (OJ0 Seiten Großoktav) und der inzwischen eingetretenen Verteuerung der Herstellungskosten in Subskription auf alle 10 Bände (wie der erste Band) in Ganzleinen 12 M., in Halbfranz 15 M. Der Einzelpreis beträgt lo M. in Ganzleinen, 22 M. in Halbfranz.