Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 76 (25.9.1925)
- Date
- 1925-09-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 646 JUEDISCHE RUNDSCHAU Rückerstattung, so daß er normalerweise alles tun wird, um nus dem genommenen Gcldc zumindest die Zinsen und das Rückcrstattungskapital hcrauszuwirtscliaftcn. Für die Verwendung des Kapitals aus einer Nalionalanlcihc werden wohl auch mit Rücksicht auf die Verzinsung und Rückerstattungspflicht rein wirtschaftliche Prinzipien maßgebend sein, aber die Disposition mit dem Oelde liegt naturgemäß in den Iliind.Mi einer polnischen Organisation, deren Mitglieder niclit mit ihrem persönlichen Vermögen haften' und die in Vorhinein oder in der Folge einen Teil der Gelder nach nationalen Gesichtspunkten unter teilweiser Hintansetzung des rein wirtschaftlichen Momentes verwenden würden. Auch ist die Möglichkeit von aus nationalen Gründen notwendigen wirtschaftlichen Experimenten, die mißlingen können, nicht ausgeschlossen, und schließlich ist es nicht unzweifelhaft, ob nicht die Administration der Gelder durch eine politische Organisation große unwirtschaftliche Kosten verursacht. Aus allen diesen Gründen wird der jüdische Kapitalist, welcher sich entschlossen hat, Geld in Pak'istinawcrten in wirtschaftlicher Weise zu lozicrcn, den Pfandbrief vorziehen. Ebenso wird er es vorziehen, wenn ihm der nationale Zweck wichtiger ist, sein Geld direkt den öffentlichen Fondcn d fond perdu zu geben, statt Obligationen der Nationalanlcihe zu kaufen, bei denen er wenig zumindest ein geringer Zweifel bcschlcicht, ob das Geld nicht wenigstens teilweise £ fond perdu gegeben ist. Außerdem wird ein solcher Kapitalist eher an die leichtere, jcdcrzcitigc Realisierbarkeit seines Pfandbriefbesitzes, glauben, anders wie beim Besitz an Obligationen der Nationalanleihc, für die es kein besonderes Institut für Aufnahme und Stützung des Kurses gibt. Das gleiche, was vom jüdischen einzelnen Kapitalisten gilt, gilt auch von den Verwaltern der jüdischen Gemeinden und anderen jüdischen Institutionen, welche mit der Zeit zu einer teilweisen Lozicrung ihrer Reserven in palästinensischen Pfandbriefen werden gewonnen werden können. Wenn wir zu der von uns zu beweisenden These zurückkehren, so müssen wir feststellen, daß die gegenwärtigen Bedingungen des jüdischen Lebens größere und bessere Chancen für die Beschaffung großer Summen langfristigen Kredites im Wege des Hypothekarkredites als im Wege der nationalen Anleine enthalten. VI. Ist einmal das Vertrauen für den palästinensischen Pfandbrief und der Markt für ihn geschaffen, dann erhalten wir eine Geldquelle von bleibender Dauer für langfristige Kredite. Der Hypothckarkrcdit ist zugleich die Lösung des Problems, wie die Tilgung des Geldbedarfes einer Periode auf Jahrzehnte verlegt und die Möglichkeit geschaffen wird, allmählich die Zahlung von der In einer Generation geliehenen und sofort investierten Kapitale teilweise auf die nächste Generation zu schieben. Das durch Organisierung des Hypothekarkredites gewonnene Kapital muß eine Belebung des ganzen wirtschaftlichen Lebens in Erez-Israel hervorrufen, denn es mobilisiert und macht neuerlich aktiv bisher immobilisierte Vcrmögcns- . teile, erleichtert den Baukredit und den Amcliorationskrcdit durch die Möglichkeit seiner Abzahlung durch Konversion in einen langfristigen Hypothekarkredit, behebt die Produktion und den , Konsum, erweitert die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit des Landes und fördert intensiv den Aufbau. Die öffentlichen Fonde werden teilweise entlastet und können einen größeren Teil ihrer Mittel denjenigen notwendigen Aufbauzwecken widmen, deren Wert in ihrer nationalen Wichtigkeit und nicht in der ihnen innewohnenden Rentabilität besteht. In der Weise fördert das im Wege des Hypothekarkredites gewonnene Kapital indirekt die Aufgaben, für welche die heute nicht erreichbare nationale Anleihe bestimmt wäre. Bessern sich im Laufe der Jahre die Bedingungen für die nationale Anleihe, so soll sie im geeigneten Zeitpunkte in Angriff genommen werden, der inzwischen geschaffene Hypothekarkredit darf und wird sicherlich kein Hindernis bilden. Jüdische Fraß« In Geat . Genf. (J. T. A.) Der Generalsekretär des Komitees der jüdischen Delegationen in Paris, Herr Leo Motzkin, der aus Anlaß der Völkcrbundstagung in Genf weilt, teilte dem Sonderberichterstatter der J. T. A. in Gent folgendes über die Tätigkeit des Komitees in Ocnt mit: Das Komitee der jüdischen Delegationen nimmt zur Frage der Mindcrhcitsrcchtc in Litauen den Standpunkt ein, daß die Angelegenheit mit den Erklärungen des litauischen Vertreters noch nicht erledigt ist. Das Komitee übermittelte dem Völkerbünde neue Tntsachen und erhielt die Zusicherung, daß die Angelegenheit Gegenstand von Betrachtungen sein wird. ' Herr Motzkin hatte in Genf eine Zusammenkunft mit dem bulgarischen Vertreter beim Völkerbund, Herrn Kalfoff, bei welcher Gelegenheit Herr Motzkin die Frage der in den letzten Monaten in Bulgarien zutage getretenen Judenhetze berührte. Herr Kalfofff versicherte, daß die Judenhetze von einer kleinen und nicht sehr einflußreichen Gruppe ausgeht, und daß die bulgarische Regierung alles tut, um den Antisemitismus zu unterdrücken. Der griechische Vertreter in Gent, Herr Fcntis, informierte Herrn Motzkin dahin, daß die griechische Regirrung das Memorandum des Komitees der jüdischen Delegationen, betreffend das Zwangssonntagsruhegesetz, einem j p V.^ unterzieht. Im Memorandum wird vorgeschlagen, daß die Regierung den luden Salonikis erlauben solle, an den Sonntagen ihre Geschäfte mindestens drei bis vier Stunden oiicn zu halten. x„ S^a Ko™it«e dc{]Jüdischen Delegationen arbeitet Hand in Hand mit dem Vertreter des amerikanischen jüdischen Kongresses in Genf, Mr. Marvin LoevcnthaL Der Sielaer-Prozeß Der Termin für die Verhandlung gegen, den des Attcnfatsversuches auf den polnischen Staatspräsidenten anläßlich dessen Besuches in Lemberg am 5. September 19224 beschuldigten jüdischen Studenten Stanislaus Steiger ist nunmehr endgültig auf den 12. Oktober, 9 Uhr vormittags, festgesetzt Der Prozeß wird vor dem Geschworenengericht in dessen Oktobersession stattfinden. lahr?iLÄlCin f*Icsti?c "nc in Konkurs. Die vor einem S?Lif# bcßrund,ctc. American Palest ine Line, die eine direkte ßamp er Knie zwischen den Vereinigten Staaten und Mife,n3^,nÄ,,^,^<?!,tc' hat KonkursWmcIdc Sc Mitte der Gesellschaft waren von Anfang an beschrankt Der Dampfer der Gesellschaft, „Präsident Arthuf« hat SSSaM0MleB bereits dni2C Tourcn nac"* ßlc Mossniirafte Von Joseph Friedfeld. Obwohl die Entscheidung über Mossul aufgeschoben wurde, halten wir doch eine Information unserer Leser über diese wichtige Frage der vorderasiatischen Politik für angebracht. Red. Das schwierigste Problem, das der Völkerbundrat diesmal zu lösen hat, ist die Bestimmung über, das fernere Schicksal des Vilacts von Mossul, das an der Grenze zwischen der Türkei und dem neu gebildeten arabischen Staate Irak Hegt. Das Gebiet von Mossul befand sich zur Zelt des Abschlusses des Waffenstillstandes noch in türkischem Besitze, und erst später zog der türkische Kommandierende seine Truppen vor den Engländern zurück, um Blutvergießen zu vermeiden. Seither ist der Besitz dieses Landes zwischen der neu erstarkten und in ihrem nationalen Bewußtsein sehr empfindlichen Türkei und dem britischen Reiche, das der Schutzherr über Irak ist, strittig. In den Friedensverhandlungen von Lausanne konnte über diesen Punkt keine Einigung erzielt .werden und er blieb einer spateren anglo-türkischcn Konferenz vorbehalten. Aber auch diese endete nach wenigen Tagen ergebnislos und es wurde beschlossen, die ganze Frage einem Schiedsspruch des Völkerbundrates zuzuweisen. Eine eigene Kommission, bestehend aus einem Schweden, einem Ungarn und einem Belgier und .vom Völkerbünde ernannt, bereiste monatelang das Gebiet von Mossul und hat nun ihren Bericht an den Völkerbund erstattet. Ihre Nachforschungen waren von großen Schwierigkeiten begleitet. Die Ecvölkcrung erschien teils durch die englische Verwaltung eingeschüchtert, teils noch nicht kultiviert genug, um weh eine eigene Meinung in dieser Frage zu bilden oder wenigstens sie auszusprechen. Die Kommission hat daher auch gefunden, daß der Weg eines Plebiszites ungangbar sei. Im allgemeinen aber waren ihre Folgerungen und ihre Nachforschungen dem türkischen Rechtsanspruch günstig. Die . Majorität der Bevölkerung sympathisierte mit dem Gedanken eines Anschlusses an die Türkei. Für Irak sprach sich nur eine kleine Anzahl arabischer Bürger in Mossul aus. Die Mehrheit der Bevölkerung bilden Kurden, deren nationales Bewußtsein in den letzten Jahren ebenfalls langsam zu erwachen beginnt und die auf jeden Fall eine Wahrung ihrer Autonomie und Berücksichtigung ihrer Sprache verlangten. Die Kurden stehen ihrer Religion nach den Türken nahe, sie sind Sunniten wie diese, ihrer Sprache nach sind sie den Persern verwandt. Wirtschaftlich dagegen hängt das Vilajet von Mossul mit Irak zusammen, wohin seine Waren reicht auf Flößen den Tigrishinunter gelangen können. Die Kommission erklärte aber, daß ein Anschluß Mossuls an Irak nur dann möglich sei, wenn GroBbritaiuffcn für wenigstens fünfundzwanzig weitere Jahre das Mandat über Irak beibehalte und so für Stabilität und Ordnung in diesem Lande garantiere. Das neue arabische Königreich hat nur mit größtem Widerstreben in die Tatsache gewilligt, daß England für eine beschränkte Zeit ein Mandat über Mesopotamien ausübe. Laut des Vertrages zwischen England und Irak, dessen Ratifizierung durch das Parlament von Mesopotamien nur durch Drohungen und Erpressungen erreicht werden konnte, übt England das Mandat über Irak nur für fünf Jahre aus, beginnend mit dem Jahre 1924, worauf" Mesopotamien als ein souveräner Staat in den Völkerbund aufgenommen werden Und das Mandat erlöschen soll. E«; ist daher sehr zweifelhaft, ob Mesopotamien in eine solche Verlängerung des Mandates einwilligen wird, wie es die Kommission vorgeschlagen hat. Die englische Regierung hat durch den Mund ihres Kolonlalsekretars Amcry in Genf erklärt, daß England zur Ucbcrnahme des Mandates auf längere Zeit bereit hei. Aber in England selbst hat sich dagegen ein starker Widerstand erhoben. Es ist nicht nur der radikalere Flügel der Arbeiterpartei, der gegen jede Ausdehnung des britischen Imperialismus auftritt, auch einflußreiche Kreise der konservativen Partei und insbesondere die populäre Presse wehren sich dagegen, daß England neue Vcqjflichtungcn sich aufbürde. Die Türkei wird in inrer jetzigen Siimmung nur schwer auf Mossul verzichten können. Aber auch für das englische Imperium ist das Gebiet von Mossul von doppelter Bedeutung. Mossul gehört zu jenen Gebieter, in denen mau reiche Lager von Petroleum vermutet. Der Besitz von Erdöl gehört aber seit dem Kriege zu den wichtigsten Voraussetzungen für die See- und Luftflotte und beginnt an allgemeiner Bedeutung die Kohle zu verdrängen, durch deren Besitz die englische Industrie bisher so stark war. Daneben aber haben die nördlich von Mossul gelegenen Berge; die England' noch für Irak fordert, für das britische Reich die Bedeutung'einer strategisch wichtigen Grenze. Wäre die Türkei Im Besitze dieser Berge, könnte sie stets mit Leichtigkeit in die mesopotamischc Ebene einfallen. Der Besitz dieser Berge durch England oder durch eine unter englischem Einfluß stehende Macht bildet nur ein weiteres Glied in der Kette der britischen Politik, die seit vielen Jahrzehnten darauf gerichtet ist, ihren indischen Besitz durch immer neue natürliche und strategische Grenzen zu sichern. Aus diesem Grunde hat England in planvoller Politik den Persischen Golf zu beherrschen gesucht, bis es ihm schließlich Im Weltkriege gelang, In Basrah festen Fuß zu fassen. Die natürliche Verteidigung für Basrah aber im Norden bilden die Berge bei Mossul. Doch ist diese Verteidigungslinie letzten Endes nicht so sehr gegen ■ die Türkei gerichtet, wie gegen den alten Gegner Englands in Asien, gegen den es immer Indien zu schützen galt, gegen Rußland.' Englands äußere Politik war stets durch den Gedanken an den Schutz Indiens beherrscht Der russische Rivale-wurde durch den japanischen Sieg von 1905 für eine Zeitlang erledigt, ein Sieg, der nur durch das japanischenglische Bündnis möglich gemacht worden war. Der nächste "r^rrrrra An losere Esiseresiien! Wir geben hierdurch bekannt, daß wir unseren Inseratenpreis ab 1. Oktober d. J. infolge der gestiegenen Druck- und Papierpreise erhöhen müssen. Der ZcJIcnprcIs betrügt vom genannten Tage ab 0,50 M., für Stellengesuche 0,25 M. Verlag „Jüdische Rundschau", Berlin W 15, Mcinckestr. 10. * Nr. 7<j Rivale Englands war dann Deutschland, das nicht nur fi, | seine Flottcnpolitik, sondern vor allem auch durch Drang nach dem Osten und durch sein Projekt der FW,/? bahn, zu der Entscheidung mit dem britischen Reiche trv.12 die dann auch im Weltkriege fiel. Nun aber erwacht;? alte russische Gefahr wieder und zwar in einer vcrst.iV,$ Form. Der Bolschewismus in Rufllnrid verband rieb ntjj V 5 erwachenden Nationalismus der asiatischen Völker und <-.f in ihnen einen Bundesgenossen gegen das britische lmpfr!.'. Darum bereitet sich heute ein Krieg zwischen dem hriii-X; Weltreich und Rußland mit ähnlicher Logik vor, wie s.-;!,: Zeit der britisch-deutsche Krieg. Die gesamte Dip!0^-. Chambcrlains und der jetzigen englischen Regierung'ar^J in dieser Richtung und erstrebt eine Isolierung und Bekämpfung Rußlands. Der Besitz der strategisch \vich:r,V Position nördlich von Mossul ist nicht so sehr ein Ri-v? tun Erdölcjucllcn, deren Ausbeutung wie die pcrsi;r?-.'j Petrolcumlagcr beweisen, auch in türkischem Gebiet« m,,,■ *! wäre, als der Kampf um einen Punkt, wo Arabien, die Ti:'-', I Pcrsicu und vor allem Rußland strategisch zusammen^:: ] und der In künftigen Auseinandersetzungen von Wichtig-] sein wird. Wem auch immer Mossul vom Völkerbund;.-- zugesprochen werden wird, so hat die jetzige Kontrover und Englands Stellungnahme darin deutlich die Linien gc\vie<c in denen sich derzeit die äußere Politik des britischen \: pc'riums' bewegt. Presseschau ,; dici -sc-n f. Lee einen ' :,.r;fc!I ■■■ i£n 1 ',';cn f :'r fü! ° Gin Tijti>C- «-bens -,rd Kc. Die ausgezeichnete Wochenschrift „Die Wcltbü'r.... die soeben ihren 20. Geburtstag gefeiert hat (wo/u <-l herzlich gratulieren), veröffentlicht in ihrer Nr. 37 vorn 15. Sri tember einen instruktiven Aufsatz von Dr. Gustav Kr<T j a n k c r über den XIV> Zionistcn-Kongrcß, in welchem c| wichtigsten prinzipiellen Probleme des Kongresses ski:?/ werde«. — In Nr. 38 derselben Zeitschrift vom 22. Scpterr/:•*■ : stellt ein Artikel von dem Verfasser der „Oesterreich^1/>" Köpfe", Rudolf Oldcn über „Wcizmann und Jab^| tinski", in dem eine impressionistische Charakteristik di: ■ beiden Figuren des Kongresses gegeben wird. „Palcstinc Weckly" vom 11. September - . . bcrVr-f interessante Einzelheiten über den Empfang des neuen 0:.| kommissärs in Jerusalem. Der Em pf a n gs a bcncl, t ■* Lord Plumcr gab, unterschied sich wesentlich von ähnlr |' Veranstaltungen Herbert Samuels. Charakteristisch war \4 allem dar. Fehlen von Ladv Plumcr, towie aller i-i deren Damen, denn Plumcr wollte jeden Anschein einer sellschaftlichcn Veranstaltung vermeiden und dem Empfr;* abend ein sachliches Gepräge geben. Von politischen P.I sönlichkeiten waren nur der Bürgermeister von Jcri:-:' nebst den Mitgliedern des Stadtrates, ferner Musa kv| Pascha und Colonel Kisch anwesend, im übrigen di? IV- •$ der verschiedenen Berufsgnippcn der Bevölkerung. Das i". $ beschwert sich insbesondere über eine Bemerkung, die I.c ^. Plumcr,- der. Tisch für Tisch abgehend, mit allen Grur: ein kurzes Gespräch abhielt, beim Tisch der Prcsscvcnrc:1! fallen ließ. Lord Plumcr lehnte nicht nur jedes Inten,::' ab, sondern sagte, wenn die Journalisten „unartig" wert!-; so würde er sie „mit Militärgcwalt nach Samoa abschiebt.; lasssen. Das Blatt sagt, es Iiandlc sich hier nicht nur einen Scherz, sondern der Oberkornmr.sär habe wirklich v dem warnen wollen, was er „die Schäden böswilliger K:i nannte. Es müsse gegen diese Auffassung der Stellung r Presse in einem Lande mit so entwickeltem. Pressewesen'> Palästina energisch protestiert werden. Im „Berliner Tageblatt" vom 20. Augir-t crid ■ (wahrend des Kongresses) der sechste Leitartikel von tj_ Felix Pinn er über „Das neue Palästina". In die;;- Artikel, der offenbar die bisherigen abschließt, werden c" Möglichkeiten der städtischen Entwicklung und der berinr/- den Industrie erörtert. Nach Pinncs Ansicht muß die Indir-;: in Palästina von unten her anfangen, in kleinen Diincn^ir-' mit dem Fachmann, der sein Metier versteht und sc;- Bclricb selbst leitet. Er vertritt also ungefähr dieselbe An?;r die Schocken bereits in seinem Referat auf der K'::. bader Jahreskonferenz von 1922 ausgesprochen hat. Da - wichtigste Voraussetzung einer Industriellen Entwicklung f ausreichender Produktionskredit ist, hält Pinncr für dir Zweck eine systematische Organisation des Kapitalmarkt?; eine der wichtigsten Aufgaben. In der „Kölnischen Zeitung" vom 10. Ai:.r- Nr. 610, erschien in Erwiderung des seinerzeit auch von r erwähnten Artikels des Herrn von Mach ein Anlvu: Kurt Blume nfcld über „Zionismus und Patri? Usmus. Bhmicnfcld wendet sich dagegen, dal) ein Cie:cnzwischen Zionismus und deutschem Patriotismus koiNtr;: wird und daß man eine Gruppe jüdischer Staatsbürger r weder degradieren oder zur heuchlerischen Vcrlcii?n'.;'i: T' Volkstums und damit wirklich zu minderwertigen Staatsh'ir:" machen wolle. Der Jude steht tatsächlich in einem sc'ihaften Dualismus, aber gerade durch die Bejahung Schicksals könne er ein besserer Mensch und Patriot verr als durch ihre Verleugnung. Dir Neuwahl« in itr Tschechoslowakei In Preßburg fand unter Beteiligung von De!e;i«';' aller tschechoslowakischen Wahlkreise eine Tagung c Tagung der Zentralcxekutivc der jüdischen Partei s*:" um zu der: in der zweiten Hälfte November bevorstcncr.c- Parlaments wählen Stellung zu nehmen. Die Zerit." exekutive hat den Beschluß gefaßt, daß in sämtlichr* Wahlkreisen der Republik eigene Kandidaten ^' gestellt werden. Mit der Aufstellung der Kandi^';'" listen wurde ein eigener Vollzugsausschuß betraut. P.*> r' dieser Tagung gewählte Präsidium der Zcntralexckv.u-c steht aus den Herren Dr. Ludwig Singer (Pr:.r\ u' Sipos (Bratislava) und Dr. Juskovits (Uzkorod) Die orthodoxen Rabbiner und der Paläsliissal^c Auf der unter Vorsitz von Rabbi Atargolis statt;^-" denen Jahresversammlung des Verbandes orthodox-"1 Rabbiner der Vereinigten Staaten und Kan; das, an der mehrere hundert Rabbiner teilnahmen, v' u. a. einstimmig die vom Vorsitzenden Rabhi SU->cr unterstützte Resolution des Rabbiners Dr. Glaser^-"' nommen, wonach in Sachen der jüdischen Kolon^'y Palästina jederzeit die Priorität cin7UfV"' < Herr jenen I: :d!>dK, vi dej ::.-chc.-' h,»:ii;.r ,-<■ di- ■r Kau ■ ließ?icm! :-c R> :r k'ai au fit KCl s ..Ju , . d:\crl jfgabc, ( •rhcitcrl' t die Anc'- •.'cniati ■rken 1 •r;:vrrl" >:::ciu;a r.tcrwc} .s «iht ■e=urb.T. - dem Der ".t dem ■mIc Z. ■■:rt, de ' :h An Mtir c - Vcr' mcn sei. (Ziko, Die deaisebe Iidostrle nni Pnlästiai iMtiiiihm-'itäSaä iiL&a Wie die R c ich s h a u p t st e 11 c für Kultur- Wirtschaftspropaganda mitteilt, ergeben sich fu'^; deutsche Industrie in Palastina folgende Absatzmöglichkeit^ Eisenkurzwaren, Kühler, Eisschrankc, Holzbearbeitung sehinen, Bäckcrcimaschincn, Röhren zu Wasscrversorj^; elektrische Ausrüstungsgegenstände, "Atotor-Ommbus-r"^;. Uckc, Firnis, sanitäre Ausrüstungen usw. Die gena«8" Rcichsluuptitcllc erteilt alle Auskünfte. dir P. •':;V:cit >-r Kuh- V>,m, An, ir'^ in i der \