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Jüdische Rundschau · 1925-09-18 · Heft 74-75 (18.9.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 74-75 (18.9.1925)
Date
1925-09-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seiic 629 *n na Lei. Shnin itreber. in ci ■ olutcr.". iChari, <3a;| Siteberufe! berei;.; kc Ii;., tn. E'- ■ diese;;, tischt-, ifc <!.. g. vc ehihigk: 5 vc:, stci:- >a r re- Gcribrstev. isrr ngun:' Ec tsletzte, ip tir, 1} SCIT, i jedi, UT Ein {:'• fcndclajcsü- Bd d.v ferc". cht & n hei- OD ritt bcirc! fci, Knie". JP Ii k der ,kcitcn benötigt, so muß die Exekutivbikiung so vor- ■ 'ritet werden, daß es Absagen im letzten Moment geben kann. Unseres Erachtens ist es falsch, wenn Stricker; incr Polemik gegen die Jüdische Rundschau (Leitkcl der Wiener Morgenzeitung vom 7. September) j\vcnn die Vereinigung radikaler Zionistcn in ihrem .flinuniqu^ behauptet, die Krise sei entstanden, weil ..''Majorität des Kongresses die Politik Wcizmanns U billiggroßc Mehrheit des Kongresses dürfte :;J darüber klar sein, daß nach der objektiven Lage; p^c eine andere Politik als die Wcizmannschc Irlich i-t, und der Kongreß hat dies gerade durch! Wiederwahl Wcizmanns bestätigt. Der Mangel, der ^chr auch nach unserer Meinung fühlbar wird, liegt!"feinem völlig anderen Gebiete. In einer konstitutionell Metapher könnte man es so ausdrücken: Weizen betrachtet seine Stellung analog zu der, die etwa : J'' deutsche Reichsverfassung dem Reichspräsidenten .".fjst, nicht als die eines Premierministers. Der Reichsident darf aus seiner Reserve nicht hervorgehen, i,]t gewissermaßen das Resultat des parlamentarischen!;;tcspicls abzuwarten und dann die Regierung zu Ufcn, die der Lage angemessen ist. Er ist aber auch die Führung der Politik nicht verantwortlich und u-ird ihm nicht einfallen, etwa ein Vertrauensvotum Parlaments zu verlangen. Unser Präsident ha' :r nicht diese Funktion/ sondern die des für die; tik verantwortlichen Premierministers, und ein solcher •f nicht das Parlament sich selbst überlassen, son- ■-a muß gestaltend, fordernd, regierend eingreifen. Er 1 sich durch aktives Verhalten eine Majorität bilden, .er Irrtum Wcizmanns, seine übermäßige Zurück-;jn£, seine mangelnde Zusammenarbeit mit dem Kon- X hat dazu beigetragen, die Konfusion zu erhöhen, durch eine ganze Reihe von Faktoren erzeugt wor- - war. Es gibt beinahe keine Gruppe, die daran ,t mitschuldig wäre. i Der XV. Kongreß, auf den wir jetzt schon unsere kc richten müssen, darf diesen Charakter nicht mehr :n. Darüber muß sich die neue Leitung, die das C. wählen wird, von vornherein klar sein. * I Unsere Kongresse sind heute nur Episoden im :mc des dahinflutenden Lebens. Das Aufbauwerk Palästina richtet sich nicht nach Konggreßpcriodcn, Jcrn geht weiter in kontinuierlicher Entwicklung, rt ist das Feld, wo sich unsere Zukunft entscheidet. : darf keinen Augenblick eine Stockung eintreten. Wir -cn dafür sorgen, daß die Arbeit mit aller Energie icrpcführt wird. Die Zionistcn der Diaspora haben : allem die Aufgabe, die Aktionen für Kcrcn Hajcssod ' Kcren Kajemcth in verstärktem Maße fortzuführen. « der wichtigsten Ergebnisse des Kongresses ist es. .'j er die Finanzicrungsfragc in vollem Umfange aufrollt, und die Anleihcfrage in ein ernsteres ^ium der Untersuchung gebracht hat, als sie bisher '• Aber mit allem Nachdruck muß ausgesprochen;&n, daß auch der Plan einer Anleihe nur dann ^re Realität haben kann, wenn die Fonds über;cnde Einnahmen verfügen. Es wird keine Klcinig- : sein, das Budget von £ 600000 zu decken. Darum wir alle an diesem Neujahrstagc uns der Pflichten "•ern, die uns Palästina auferlegt (die gerade jetzt : einer Gruppe angesehenster Rabbiner als heilige :r,tcn, auch in religiösem Sinne, erklärt wurden): -tagen mit allen unseren Kräften an dem Werke, unser Volk aus Verkümmerung und Vcrkrüppclung [;en soll zu einem neuen, besseren Leben. JQosionsrattb" (Prinzipielles zu den wiederkehrenden Wcizmann-Kriscn.) Von Senator Dr. Michael Ringel. Die sommerlichen Siürmc der heißen Kongreßnächte sind vorüber. Die hochgehenden Wogen beginnen sich langsam zu glätten. Die Arbeit des zionistischen Alltags und seine Sorgen fordern ihre Rechte. Die Stürme sind vorüber, aber sie haben den Grund diesmal tiefer aufgewühlt als sonst und am Strande blieb viel — Sccschlaiun, der die Luft mit einem beißenden Duft erfüllt und einen bitteren Geschmack auf der Zunge zurückläßt. ... Die „Wcizmann-Kriscn" beginnen —• sozusagen — ein eiserner Bestandteil des Kongrcß-Repcrtoirs zu werden, sie werden chronisch. Und daher — und auch, weil wir vielleicht in zwei Jahren wieder vor einer solchen stehen könnten, wovor uns der Himmel schützen möge — ist es wohl am Platze ein offenes und — loyales Wort darüber zu sagen. Ich will vorerst eine Wahrheit fest tollen, wenn sie auch — angenehm sein sollte für Dr. Wcizmann. Er hat unvergängliche Verdienste um die zionistische Sache, Verdienste, welche in ihrer ganzen Größe sich erst offenbaren werden, wenn einmal die zionistischen Archive der Kriegs-Epochc sich öffnen werden und wenn die Tagebücher dieser zionistischen Führer, die nach dem Tode Wolfsohns die Arbeit geführt haben, einmal veröffentlicht werden. Außer diesen Verdiensten und — Erfolgen, die objektiv gewertet werden können, ist auch an die „Kleinigkeit" nicht zu vergessen, daß es im öffentlichen Leben — auch bei uns — wenige Männer gibt, die ihre ganze Person, ihre ganzen Lebensjahre interesselos in den Dienst der Idee stellen. Wcizmann hat in der angelsächsischen politischen Welt eine Stellung errungen, die kein anderer Zionist hat, haben kann und vielleicht auch nicht haben wird. Politische Feindschaften, in Kriegsgefahr geboren, persönliche Wertschätzung hei einer fremden Gcr.cllschafisschicht, so exklusiv wie dies die englische ist, durch Beweise einer makellosen Gesinnung erworben, dies macht keiner Wcizmann nach, hier kann durch eine Nominicrung sogar der gescheitesten Permanenz-Kommissionen kein voller Ersatz geschaffen werden. Abgesehen davon, daß bei der durch die Judenschaft Englands und Amerikas der Name Wcizmann einen vollen und goldharten Klang hat. In der — sagen wir es offen — nicht allzu reichen Bilanz, die wir haben, bildet Wcizmann einen der größten politischen Aktivposten. Sein Abgang besonders in dem jetzigen, noch labilen, Ucbcrgangs-Stadium der Realisierung des Zionismus wäre ein Schaden, dessen Größe schwer zu ermessen wäre. Die Tschechoslowakei befindet sich, — außenpolitisch genommen, — in einem ähnlichen Verhältnis zu — Bcncsch und sie zeigt ihren rcalpoiitischen Sinn, indem alle Partecien seit Jahren schon, trotz mehrfachen. .Regierungswechsels — ihn. auf den exponierten Ponten/des Außen?.' ministers belassen. ' 1 ' Um wieviel mehr drängt sich diese Notwendigkeit der Kontiunität in der Außenpolitik dem schwachen noch immer „unterwegs" befindlichen „national home" auf. Und dabei ist noch zu bedenken, daß sich Wcizmann nicht nur auf dem Gebiete der zionistischen Außenpolitik ausgezeichnet hat. Er bewährte sich auch als Führer der — Argonauten- Züge, die auszogen, um in Amerika „das goldene Vlicrs" zu holen. Und wie er dort als „Goldsucher" in den Gefilden der United States große Arbeit leistete, so bewährte er sich als großzügiger Regisseur der ersten seit dem Verluste der Unabhängigkeit — Haupt« und Staats-Aktion, genannt „Universitäts-Eröffnung", wo er im Namen des jüdischen Volkes die ganze zivilisierte Welt zu Gaste hatte auf judischem Boden. Und doch ... Trotz all, dieser Vorzüge und Erfolge wird mit schmerzlichem Befremden festgestellt, daß zwischen dem zionistischen Parlamente und dem parlamentarisch gewählten Führer der Zionistischen Organisation auf allen drei Nachkricgs-Kongressen eine immerwährende — Entfremdung sichtbar wird. Von den Gegnern Wcizmanns wird gegen ihn der Vorwurf erhoben, daß er den zionistischen Parlamentarismus eine kaum verdiente Geringschätzung entgegenbringe. Es ist nicht leicht, dies nachzuprüfen. Jedoch kann ruhig behauptet werden, daß Dr. Wcizmann den Kongreß weder leitet noch führt, nicht weil er es nicht kann, sondern weil ihm die Neigung dazu fehlt. In seinem Verhältnis zum Kongreß will er nicht dem Beispiel Hcrzls folgen. Oft werden neue, strittige Probleme von ihm in die noch unvorbereitete, noch nicht kristallisierte zionistische öffentliche Meinung oder in den Kongreß hincingeschlcudcrt und es wird nicht versucht, den Kongreß zu überzeugen, öfter hat man den Eindruck, man solle ihn — bändigen. Daß es dabei nicht an Reibungen, melodramatischen Szenen (die schon chronisch werden) und an — Knalleffekten fehlt ist leider eine Tatsache. Das führerlose Kongreßschiff schwankt von Klippe zu Klippe und man ist froh, wenn es nur nicht zerschellt. . . Daß dabei aber ein Großteil seiner kostbaren Ladung: sein guter Wille, seine Prinzipientreue, seine Zeit und seine Nerven den aufgepeitschten Wogen zum Opfer fallen — läßt sich auch nicht bestreiten. Der Kongreß geht hervor aus diesen periodischen Erschütterungen, — die absolut keine Notwendigkeit sind und durch eine gute Führung vermieden werden könnten — geschwächt an Prestige, gelockert in seinen Fugen, dies wieder ruft eine Depression bei der zionistischen Masse und Jubel bei unseren Feinden hervor. Und dies alles ließe sich vermeiden, wenn der Führer der Organisation auch während des Kongresses in entsprechender Form, die der hohen Verantwortung seines Amtes entspräche, der Führer des Kongresses sein möchte. Die psychologischen Gründe für das Verhalten Wcizmanns zu suchen, ist hier nicht der Platz. Die Tatsache aber ist bedauerlich. Wir alle wissen ja, daß der Beruf eines Führers, und erst eines jüdischen Führers, insbesondere zu Lebzeiten, („dann" wird er etwas weniger schwer) ein recht dornen-' voller ist. Aber Mißmut und zeitweise Depressionen dürfen nicht nach Außen sichtbar werden, Stimmungen dürfen nicht entscheiden und noch weniger Tempcramcnts-Impulsc und polemische Ucbcrtrcibungen. Denn die Kongresse werden abgehalten vor den unzähligen Feinden des jüdischen Volkes, vor einer feindlichen Front, die sich von Rom bis nach Mekka erstreckt . .. Und leider muß festgcestcllt werden, daß sich Wcizmann in seinen Auseinandersetzungen am Schluß der General-Debatten sowohl am XIII. und noch mehr am Wiener Kongresse zu Behauptungen hat hinreißen lassen, wo ihm nur wenige werden folgen wollen. Fr gefiel sich darin uns eine Illusion nach der anderen zu rauben, unsere Rechtsbasis als ein in der Luft hängendes Phantom darzustellen, er gab eine derartige Interpretation des Mandats, insbesondere unserer Rechte gegen die M.mdatannacht, unseres Verhältnisses zu den Arabern,, daß wir mit schmerzlichem Erstaunen seinen Ausführungen folgten. Was er mit der Miene eines „Realpolitikers" verkündete, war Resignation, war nicht mehr ein Zerfasern allein von Illusionen, sondern ein Verwässern und Wcgintcrpreticren unserer schwer errungenen Rechte und Positionen, ein Herabschrauben unserer Forderungen, ein Herabmindern unseres Glaubens an unsere Kraft und an unser Recht! Wohl wird der Maximal-Zionismus Jabotinskis schwerlich Anklang finden — aber wenn Wcizmann wirklich uns, nach dem Muster des längst überwundenen Littlc-English-tums, — „Littlc Zionism" aufdrängen will, werden auch ihm nicht viele folgen. * Sowohl auf dem Gebiete der Außenpolitik, wie auch in Bezug auf das Prestige der Organisation nach Innen — der jüdischen Seite zu — haben wir namhafte Einbußen erlitten. Nachlese iL „Juden raus! . . .";^stag, den 22. August, war sitzungsfreier Kongreßtag. ' tischen Delegierten und ihr Troß, Gäste und Ersatz- _-r;c, benutzten die freien Stunden, um über gewisse, den deutschen Zionistcn am Herzen liegende,;rsCnhcitcn zu beraten. Sic versammelten sich in einem •^uncr des Grandhotels am Kärntnerring.' Um dic- " Jüt veranstalteten die Wiener Hakcnkrcuzler ihren ^einonstrationszug über Wiens Prunkstraße, den Ring. .Vvor dem Grandhotcl machte der Zug auf Anordnung ,^ll;fi eine Schwenkung, um auf den großen Karlsplatz , :>n. Die deutschen Zionistcn hatten vom Fenster / ^ratungszimmers einen guten Ausblick auf die mit -Kreuzen und anderen Emblemen marschierenden Völ- . Der Zug der Antisemiten bewegte sich in der Dauer ^erthalb Stunden am Grandhotel vorbei und die Tcil- :r brüllten unausgesetzt: „Juden raus! Juden raus!";fr mit der Judenrepublik." Text und Tonfall ließen daß diese Rufe Importware aus Deutschland, somit ^"seilen Zionistcn nicht ganz unbekannt waren. Immcr- •r"'rtc dies andcrlhalbstündige Gebrüll und verhinderte :'Rührung der Beratungen. Man ging an die Fenster ^Jtc dem Hcxensabbath der brüllenden, hakenkreuza]U oCn Jungmanncn- und Jungmädchenschar zu, die Au cr Oesterreichs und des Deutschtums vor der ,,^iahr vorkam. Das maniakalischc Gebrüll „Juden ■■ k,'ng sicherlich nicht angenehm in den Ohren. Aber, p *1crzt Irgendwelche Empfindungen besonderer Err'iX y^ürzung, Empörung und ohnmächtiger Wut rief ^..a,)cn der I>emon6trantcn bei den Zionistcn nicht hcr-!Clt nur darum, weil derartige Szenen für deutsche lio ■ •,ncl,r dcn Rciz tlcr Neuheit haben, sondern weil v'ijsiischen Ohren- und Augenzeugen dieser Kund- 4\£ 8tcn waren. Ein Delegierter sagte das er« n<ldp?rt: "Golt sci Dank' daß wir kcinc Iibcra,en oAer •cli J.utschen Juden sind! Wir konnten alsdann dieses ^den vcrtra£cn' Es würde uns bis ins tiefste Herz Wenn man aber Zionist ist und auf diesem Kongreß wieder einmal das Wunder des Zusammenhanges von Juden aus der ganzen Welt erlebt, dann kann einen, letzten Endes, dieser Ausbruch verblendeten Judenhasses kalt lassen." Als der Zug vorbei war, setzte man sich wieder an den Beratungstisch. Auffallend war, daß kein Teilnehmer der Besprechung irgend ein Wort wegen dieses Erlebnisses verlor. Ruhig, sachlich, voll tiefsten Interesses besprach man die ureigensten Angelegenheiten. Die „Ovationen" der bodenständigen Jugend waren nicht einmal ein Hintergrund für die Gcfühlskomplcxe der beratenden Zionistcn. Eisig Torczyncr und Moses Hammer /or zweieinhalb Jahrzehnten waren wir Zionistcn überall die Partei der Jüngsten. Jetzt sind alle diese „Jünglcch" Fünfziger geworden. Aber vor 23 Jahren waren Fünfziger sehr dünn in den zionistischen Reihen gesat. Auch in Wien, dem Sitz des ersten „engeren Aktionskomitee" hatte die Partei nur wenig ältere Mitglieder und fast gar keine erwachsenen „Baalci-bathim". Wenn man eine Versammlung abhielt, mußte man immer wieder auf die wenigen „Bürger" zurückgreifen, die man zur Verfügung hatte. Unter diesen wenigen waren zwei am bekanntsten und beliebtesten: der Pcrlenhändlcr Eisig Torczyncr, ein Vertrauter Hcrzls, und der Stampiglicnfabrikant Moses Hammer. Der erste stammt aus Brody, der zweite aus Budzanow bei Tarnopol. Diese zwei prachtvollen Juden, die Treuesten der Treuen, begleiten das Werden der zionistischen Partei in Wien seit ihren ersten Anfängen. In früheren Jahrzehnten sah man sie immer beisammen: im Cafe" Rcmbrandt, im Caf6 Louvre, im Cafe" Stephanie, im Cafe Marienbrücke, Residenz und Atlashof, den jeweiligen Zentren der zionistischen Stammgcscllschaft. Und seit Jahrzehnten „kampelten sich", wie es im Wienerischen so schön heißt. Eisig Torczyncr und Moses Hammer in freundschaftlicher Weise herum. Beim letzten Kongreß traf ich beide Herren im Kongrcßbuffetraum an einem gemeinsamen Tisch. Beide sind sie hohe Siebziger, beide aber noch jugendfrisch und beide erlebten die Genugtuung, daß sich in Wien, wo sie einst Mitglieder eines kleinen einflußlosen Orüppchcns waren, .tausende Männer* die besten im Judentum, versammelten und daß die ganze Welt aufmerksam den Beratungen des Zionistenkongresses folgte. Beim Anblick dieser zwei lieben, treuen Veteranen des Wiener Zionismus konnte ich nicht umhin den Segensspruch „Schchcchjunu" zu sagen und beiden zu wünschen, daß wir uns nach abermals 25 Jahren wieder so frisch und gesund treffen mögen. Es heißt, daß die Luft Palästinas weise macht. Eisig Torczyncr und Moses Hammer sind für mich ein Beweis, daß die Atmosphäre des Zionismus jung erhält. Moses Waldmann. Ein Konservatorium 1b Pslüstisa Junge amerikanische Juden, die während des Krieges in den Palästina-Legionen gedient haben, haben vor einiger Zeit beschlossen, zum Andenken an ihre auf den palästinensischen Schlachtfeldern gefallenen Kameraden eine Musikakademic in Palästina zu errichten. Der Verband der ehemaligen Legionäre, in dessen Reihen sich namhafte Musiker befinden, hat bereits mit den bedeutendsten jüdischen Musikern und Komponisten Fühlung genommen. Das Gold für «Jie Errichtung eines entsprechenden Akademie-Gebäudes u;;d für die Fortführung der Akademie soll durch öffentliche Sammlungen, insbesondere aber durch Konzcrtveranstahtü'gcn in allen Ländern, bei denen berühmte Musiker mitwirken sollen, aufgebracht werden. An der Spitze stehen der weltberühmte Pianist Leopold Godowsky, der Geiger Jascha C h c j t c z (der es übernommen hat., die Kosten des Konzensaalbaues im Gebäude der Musikakadcmic aus eigenem zu bestreiten), ferner der Geiger und Komponist Josef Achron und der berühmte französische Komponist Maurice R a v c 1. Auch mit dem auf dein Wege nach Palästina in Deutschland weilenden Protcssor am Moskauer Staatlichen Musikkonscrvatorium, dem Konmonisten David Schor, wurde Fühlung genommen. Iis wurde eine „Palestinc Conscrvatory Association" gegründet, deren Ehrenpräsidium Maurice Ravel übernommen hat. Den» Komitee gehören auch die in Rußland lebenden Mitsclio>pfcr der modernen jüdischen Musik, die Komponisten G n c s i n, M i 1ncr, Alexander und Grigorij K r a i n u. a. m. an. Der Musikschriftstcllcr Herr S a s t - Berlin erhielt den Auftrag, in Deutschland und Mitteleuropa an der Organisation de* Komitees mitzuwirken.

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