Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 73 (15.9.1925)
- Date
- 1925-09-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 622 JUEDISCHE RUNDSCHAU 73 § Ni Die HebrSlsche Universität SttttmgdesVerwaliungsraies des Judahilschen Instituts (Spezialbericht der „Jüd. Rundschau") Am 2. September fand in Basel die dritte Sitzung des Verwaltungsratcs des Judaistischen Instituts der Universität Jerusalem statt. Es nahmen an ihr teil die Herren Oberrabbiner Dr. J. II. Hertz (Vorsitzender des VcrwaHungsrats), Dr. A. BüchIer und N. Sokolow, als Vertreter des Londoner Komites; David JeUin, Dr. J. L. Magncs und Professor Dr. H. Pick als Vertreter des Jerusalcmcr KomitC-s; Oberrabbiner Dr. J. Le vi und Dr. Li ber als Vertreter des Pariser Komitcs; Dr.!.. Bncck, Dr. M. Nubcr, Prof. Dr. J. E11 b o g c n, Prof. I>r. F r ci m an n und Prof. Dr. II o r o - w|tz als Vertreter d-:s Deutschen Landcskomite's und Judgc Mack als Vertreter des amerikanischen Komit-5s. Herr Prof. Dr. S. Klein vom Lehrerkollegium des Instituts auf Einladung an der Sitzung teil; ferner Herr L. Ko h n, der Sekretär des Verwaltungsratcs. Die Sitzung beschäftigte sich sehr eingehend mit der Präzisicrung des Charakters und des Aufgabenkreises des Instituts. Ausgehend von der bei der ersten Sitzung des Verwaltungsratcs angenommenen Definition, nach welcher das Institut den Charakter eines höheren Forschungsinstituts zur Förderung der Erkenntnis des Judentums in seiner Totalität tragen soll, wurde das Ziel des Instituts dahin präzisiert, die jüdische Wissenschaft durch die Arbeit einer Auswahl von Lehrern und Studenten zu fördern. Es soll nicht die Aufgabe haben, einer möglichst großen Zahl von Hörern eine höhere Bildung zu gewähren; vielmehr sojl es sein Arbeitsziel darin sehen, ein Institut zur wissenschaftlichen Vervollkommnung und ein Seminar zur Ausbildung von Qclehrtcn zu sejn. Es zo\\ einerseits judischen Gelehrten die Möglichkeit zur Forschungsarbeit und zur Veröffentlichung der Resultate derselben gewähren, andererseits junge wissenschaftliche Arbeiter In den Methoden der Forschung ausbilden und sie zu selbständiger Arbeit anleiten. Die Lehrtätigkeit zerfällt in Voilcsungen und Seminare; zu beiden wird nur eine Auslese von Studenten zugelassen, die außer ausreichenden Kenntnissen im Hebräischen und in der jüdischen Literatur zu" mindesten das Abihirientcucxamcn oder eine gleichwertige Prüfung bestanden haben müssen. Nur ausnahmsweise können Studenten aus Palästina auf Grund eines vor dem Profcs.orcnkcllcgium abgelegten Examens zugelassen werden. Neben dieser Haupttätigkeit des Instituts ist, wenn auch in beschränktem Umfang, die Abhaltung von öffentlichen Vorlesungen für ein weiteres Publikum Im Sinne,der „Universitc Extension" vorgesehen. Da das Institut auf die wissenschaftliche Fortbildung und nicht auf die berufliche Ausbildung abzielt, so wird es keine Titel erteilen. Doch können die von den älteren Forschungsstudenten mit Billigung der Professoren verfaßten wissenschaftlichen Arbeiten mit Prädikaten vergehen ur.d über diese auch Bescheinigungen erteilt werden. Die so ausgezeichneten Arbeiten können in der Schriftenreihe des Instituts veröffentlicht und die Verfasser mit der Abhaltung von Kursen von der Höchstdauer eines Jahres am Institut betraut werden. Die Lehr- und Forschungsmatcrie des Instituts umfaCt die Gesamtheit jüdischen Lebens und kulturellen Schaffen«. Bei der Errichtung der Lehrstühle wird sich der Verwaltungsrat in erster Linie von der Möglichkeit, kompetente Gelehrte für die Besetzung derselben zu gewinnen, leiten lassen. Es wird mit andern Worten nicht nach einem st.vrcn Programm vorgehen, sondern vielmehr von den für den Atisbau des Instituts zur Verfügung stehenden Gelehrten ausgehen. Das Institut besitzt im Rahmen der Universität volle Autonomie bezüglich der Errichtung der Lehrstühle, der Ernennung der Professoren und der Festlegung des Budgets. Die Leitung des Instituts liegt in den Händen des Verwaltungsratcs und zwar solange unbeschränkt als der Lehrkörper noch nicht eine genügend große Zahl ständiger Professoren enthält als daß diese eine Fakultät bilden könnten. Nach Annahme der obigen Richtlinien trat der VcrwaHungsrat in eine Beratung über die erfolgten Berufungen und über die Erteilung weiterer Lehraufträge ein. Die Verhandlungen mit mehreren der von der letzten Sitzung eingeladenen Gelehrten sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Das Arbeitsprogramm des Instituts für das kommend« Jahr wird erst nach Abschluß dieser Unterhandlungen veröffentlicht werden können. Der Vcrwaltungsrat beriet des weiteren die Frage der Errichtung der Abteilung für Bibclwisscnschaft. Es wurde beschlossen eine Kommission zur Bearbeitung dieser Frage und zur Sammlung von Materialien hierüher einzusetzen. Die Kommission soll aus den Herren Prof. pr. Iiüchjcr (als Vorsitzenden), Prof. Dr. Perlcs, Prof. Dr. Chajcs, Dr. Isidor Lcvi, Prof. Dr. M. Margolis und Prof. Dr. S. Klein bestehen. Eine weitere Kommission bestehend aus den Herren D. Jcllin, Ch. N. Pialik, Prof. Dr. Epstein, E. Ljpsxhütz und Dr. J. Low wurde zur Voiberatting der mit der Bildung der Abteilung für die hebräisc hcSprachc verbundenen Fragen eingesetzt. Willen sein und darum glaube ich, daß Gott Euch helfen wird, um seines leidenden Volkes willen. . Ich möchte nur noch mit eigenen Augen Ercz-Israel sehen. Dann will Ich beruhigt sterben." So hatle sich ohne mein Zufun die Bekehrung meiner gottgläubigen Oroßmuttcr .vollzogen und so war es gekommen, daß sie die Nationalfondsbüchse, das Symbol tätiger Zionfördcrung, an den Ehrenplatz neben de,. Misrach hängte und die Melr Baal-Neß-Pischke In den Küchcnschrank verwies, wo vorher jahrelang die Nationalfondsbüchs« gestanden hatte. „Juwal" Verlans-GesellscnaU för |Cdlsehe Mosik Im Frühling 1923 wurde in Berlin durch die Herren Hr. Engel, Dr. Jacobsohn, Dr. Katznclsohn, M. Sachs und Dr. Rosenstein, der musikalische Verlag „Juwal" beg-.ündct, welcher es sich zur Aufgabe macht, die jüdischen Komponisten zu vereinigen und Ihnen durch die Gewährung der Veröffentlichung ihrer Werke zur Verbreitung und Entwicklung der jüdischen Musik beizutragen. Trotz der großen ökonomischen Krise hat es der Verlag vermocht über 170 Nummern herauszugeben, von denen einige schon in der [weiten Auflage erschienen sind. Bisher wurden die Texte in hehrnlsch-drutsch und jüdisch-russisch herausgegeben, yoch sind auch englische und französische Texte geplant. den Spezialgebieten de* Verlage« gehört die Klndermusik sowie synagogale Gesänge. Außer der eigentlichen Verlags- »rbeit hat der Verlag durch Veranstaltung eigener Konzerte M„$rhü'. L<?ndon» wien zur Propagierung der jüdischen M»6k beigetragen. Außer den bereits herausgegebenen ^erken, welche im soeben erschienenen Katalog angeführt Ä b»rb*iten d*c, Komponisten Engel und RosowskI, welche in Erez-Jsrael weilen, für den Verlag eine Reihe cmenltischer, persischer, und anderer orientalischer Mc- SS il*. Auß"dem M e'« Lehrbuch für Musiktheorie und «»n kleines Musiklexikon in hebräischer Sprache in Voro«rc;tung, t.t Pcf CCflWärtige Sitz der Gesellschaft befindet sich in lel-Awiw, wo er als „JuwaJ" tfebrew Muslc Publishing ^°nipany registriert wurde. An der Gründung beteiligten!?» u- «-Nahum Sokolow, Dlcscngoff, Prof. Schatz, der dei Vuf hctra scbc,n,°I)cr OoMnkln T Komponist Joel Engel, aer Dichter TschernichowskI, Dr. Victor JtcobsohV Marcus *«c und Dr. Moses Rosenstein. Die polnisch-jüdische Verständig^ Enttäuschung über ihre Resultate § Warschau (J. T. A.). Am 9. September traten ■ f dischen Deputierten und Senatoren zu ci.ter Beratung "I inen, um sich über die Politik der j ü d i s c Ii c n*[>a"{'<"?; meutarischen Vertretung in der dcmnäehst [){'i; iicndcn Session von Sejm und Senat klar zu werden. T Stimmung war gedrückt. In den Reden kam die Entt-. T schung darüber zum Ausdrück, daß sogar die bcschc{^'|, K'ri': nen Hoffnungen, die man an das Zustandekommen & ' : Abkommens zwischen der polnischen Regierung uml (i,.,L £ liapiiard über Wctomanns Politik In einem Interview mit dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur äußerte sich während eines Aufenthalts in New York der frühere Sekretär der Mandatskommission des Völkerbundes Dr. Rappard über Dr. Weizmann als Staatsmann wie folgt: Ich sehe in Doktor Wcizmann einen der größten lebenden Staatsmänner; niemand konnte unter den gegebenen Verhältnissen für die zionistische Bewegung mehr leisten als er. Die Frage lautet nicht etwa: Dr. Wcizmann oder irgend ein anderer, sondern: Dr. Wcizmann oder keiner. Die Behauptung der zionistischen Opposition, daß Dr. Wcizmann nachgiebig sei, zu Kompromissen neigt und die Abschwncbung der Btdfour-Dcklaration ohne Protest hinnimmt, sind ohne Grundlage. Seine Beziehungen zu dem britischen Auswärtigen Amt sind durchaus staais männisch er Art. Die Zionisten dürfen nicht vergessen, daß die öffentliche Meinung in den europäischen Ländern mehr oder weniger die Opposition der Araber gegen die Ralfour-Dcklaration gutheißt. Leute, dje mit den Grundsätzen des Zionismus, mit dem historischen Rechte des jüdischen Volkes auf Palästina, nicht vertraut »lud, billigen es nicht, daß ein Nationalhrim errichtet wird für c|n Volk, welches im Lande eine kleine Minderheit bildet. Die britishe Regierung betrachtet die Balfour-Dcklaration nicht bloß — wie manche meinen — als Kriegsmaßnahme, sondern als rechtlich fundierte Tatsache; sollte sich jedo-h eine Regierung finden, d'.c im Parlament die Annullierung der Deklaration f o r d c rt, dns Parlament würde dem sicherlich, zustimmen. Dr. Weizm.-.nn würde pewifi in den Augen der britischen Regierung verlieren, wenn er mit einigen von seinen Gegnern aufgestellten Forderungen vor die Regierung treten würde. Das Unmögliche verlangen, ist kein Beweis sfaafsmänr.ischcr Klugheit. Indem Dr. Wcizmann dem White Paper zustimmte, hat er das Vertrauen eines großen Teils der britischen öffentlichen Meinung, der bw dahin der zionistischen Sache fremd gegenüber stand, gewonnen, Durch diese Zustimmung ersparte Dr. Wcizmann viel unnützen diplomatischen Streit und befestigte die Position der Zionistischen Organisation. Gewiß würde die britische Regierung mehr für das .jüdische N.itionalhcim tun können, wenn ihr d-is 'Mandat nicht gleich' zeitig die Sicherung der Rc.:htc der arabischen Mehrheit vorgeschrieben und wenn Me td'bt mit einer gegnerischen öffentlichen Meinung zu kämpfen hätte; von der Opposition deß Vatikans schon zu schweigen. Dieselben Ursachen find es, die eine Anzahl Mitglieder der Ständigen Mandatskommission tu der b kannten Stellungnahme veranlaßt hr.bcn. Es ist natürlich, daß Leute mit demokratischen Ansichten die Förde rung einer Minderheit gegenüber einer Mehr heit nicht billigen können. Ntir diejenigen, die wie ich das zionistische Problem studiert haben, sind bereit, die zionistischen Ziele zu unterstützen. Dr. Rappard bemerkte zum Schluß, daß die Balfour- Deklaration eine unklare Formulierung dar stellt und verschiedentlich gedeutet werden konnte. Jetzt liegt die Sache klarer. Nochmals die arabische r$$cralloii Der Vertreter der Warschauer jüdischen, in polnischer Sprache erscheinenden Zeitung ,,N,7sz Przcglad" berichtet seinem Blatte aus Genf: „Ihr Vertreter hatte heute mit dem britischen Kolonialmlnlster Amcry eine Unterredung im Anschluß an die Depeschen den polnischen Telegraphen-Korrespondenz-Büros, wonach A m e r y dem polnischen Vertreter erklärt haben sollte, daß England Mossul zur Schiffung einer arabischen Föderation benötige. Amcry erklärte Ihrem Vertreter, daß diese Nachrieht unrichtig sei. England habe hinsichtlich Palästinas eine Mandatarverpfliehtung übernommen gegenüber dem ganzen jüdischen Volk wie gegenüber der zionistischen Bewegung. Es bestehen feierliche Versprechungen und Encland beabsichtige niemals sich von ihnen loszusagen. Es muß betont werden, daß die Arbeit In Palastina viel i n t e .'e ss.n n t er und komplizierter ist als in jedem anderen Lande. Deshalb muß sie separat und unabhängig von der sogenannten arabischen Konföderation geführt werden. Außerdem habe In dieser Angelegenheit auch Frankreich ein Wort mitzureden, da die arabische Konföderation nicht nur England allein betreffe. Lord Robert C e c i 1 richtete an den Vertreter der Zionistischen Organisation Dr. Victor Jacobsonn «inen Brief, m welchem er Dr. Jacobsohn versichert, daß er von der hldiing einer arabischen Konföderation keine Kenntnis habe. I.ord Cccd lud Dr. Jacohsolm zu einer Besprechung ein, Palästinensische Araber nid Drusealrleo Die arabische Exekutive ersuchte Lord; Plumcr, den Gebrauch der zionistischen Flagge entsprechend der Verordnung vom Jahre 1920, d|e mir a>$ Hissen der englischen Flagge erlaubt, zu verbj etcrj, Ferner ersuchten die Araber Lord Plumcr um die Erlaubnjs, am Mittwoch eine Sympathiekundgebung für die Prusoij, welche für die Unabhängigkeit Syriens kämpfen, |n «Ken Moscheen und Kirchen abhalten zu dürfen. fi!llf< Ziori OcH'?p erst::'. poiujsclUMJ Krgicrung um! u,.r 4 di.solicu patkutieitlaiibchcn Vertretung gehegt halte, mUi uir'.? erfüllt haben. Entgegen ihren Zusicherungen sa« Regierung den Wirtschaftskampf gegen die i' jf den fort, wie folgende Beispiele beweisen: JJ'| Dys K r i c g s m i n i s t c r I u m beschloß, von j.i/t {meinen üctrcidi.bedarf direkt bei den Produzenten zu <!t: und den Zwischenhandel auszuschalten. Ob! solche Transaktionen bis jetzt als allzu kostspielig <<u' gescheitert waren, werden sie fortgesetzt, nur utif dj.' dischen Händler an die Wand zu drücken. — DL? band der Rescrve-Offi/iere, in den sal/unp.^gemiiß JiuiU| lir. aufgenommen werden, erhieit von der Regierung dar. Molp 0 1 f ü r d c n Vertrieb und Verkauf inländisch." und ausländischer Zeitungen und das aus cii r';v.., Recht für Aufstellung von Zütungs-und iiuclneikau:'a-K|0s^' wodnrcii wieder Tauscndc Juden brotlos gcm'acV werden. Es besuchen Zweifel, ob C\: Rccjicruv überhaupt will und in der Lage ist, ihre i„ \[: bindung mit dem Abkommen gemachten Z u s i c Ii c r v. r. -czu erfüllen. Lie versprochene Gcsct/esvorbgc bc(-;')hi der Linderung der Z w a n g s s o n 111 a g s r n he' t, jüdische Cic:.cliäil^inli.iher wurde noch nicht eingebracht; •'. Arbcitcrfraktiouen und die Witos-Partci haben rieh gc^cn; Gesetz erklärt. Die letzte Resolution des Klubs der Na: <■■■ demokraten läßt kein Zweifel übrig, daß diese Paitei ihre sr semitische Politik ohne Einschränkung fortzusetzen r Hclilossen ist. — Zu all dem kommt nach, daß \u,\r c fortdauernden, ja sich verstärkenden Wirlsclijfh.kru, S t c u e r d r Ii c k der besonders sich auf dem jihli'-.lun Mi;;, stand auswirkt, nicht nur nicht nachläßt, sondern v.clj / Teil verdoppelt. Iin-besondcic waren es der Führer der Agudah-ii-j},::. Abg. Kirsch brau u und der Führer der Mirlrjthi-l-'j.V:., Abg. Färb stein, die dieser Unzufrioenheit Ausdrnck Angesichts des Plansc des Klubpräsidcutcn Dr. Reich, :; Amerika zu reisen, müsse — so sttIlten die R,:; fest — der Pailamrulsklub entscheiden, ob rinc üohhe ICrj... gesichtß dieser Situation überhaupt am Platze, sei. l>.. k(. als der Schöpfer des Abkommens mü~sc darüber wachen, i das Abkommen durchgeführt wird. Gegen die VcrstänJ:;; sprach auch der Wiluacr Deputierte Dr. V/ygodski .', der Vertreter der Ilitachduth Abg. Lcwinsohn atcltdaß in der jüdischen Ocffcntlichkcit über uj .- gativen Resultate des Abkommens Erbitterung Inr.-j.-; Der Vorsitzende des Parbmcntsklubs, Dr. Leon Kci; trat manchen dieser Ausführungen entgegen und crs'.i:!:;: c Klub, die Sitzung abzubrechen, da er sich zum .Viini^- präjidciitcn und Cildungsministcr begeben wolle, um mit ihdie Lage zu besprechen. Nach Unterbrechung der Sitzung des Jüdischen!J..;:: mantsklubs begab sich Dr. Leon Reich zuräd-M Untcrn'clitemiiti:tcr St. Grabski. P-ie Uiitfrrcdimr; vrr.. sehr frnmdjcljafilich. Mihi^ttr Grab.>ki wies darjut "iiiu, 1! er bereits an die Verwirklichung der gegc!>encu /. Sicherungen geschritten sei. So habe er fünf f'<icr..-.!i: der Gesellschaft „ORT* legalisiert, die restlichen \u;«,'" noch im Verlauf dieses Monats legalisiert werden. Auch r. A n z e 1 c g c n h c i t der jüdischen Gemeinden r;c der Erledigung entgegen. Am Abend wurde Präsident Dr. Reich vom >.;.v,'. Präsidenten W. Grabski empfangen. Der Mi;.isterprusig.: erklärte, die Regierung werde das, was sie ci mal versprochen hat auch loyal erfüllen, i bat Dr. Reich, Ihm die weiteren jüdischen Fordcrunnen m Per cinrr Denkschrift mitzuteilen. Man macht "der R:g rung, sagte Herr Grabski, schwere Vorwürfe, daß fi« f den Juden ein Abkommen geschlossen h;»t. Man ii.ir'i r.i. was man als Gegenwert von den amcrikai:ir.chcn l;:Jcii t halten hat. Ich halte eine solche i'ragcustel!u;ifr i'nr i> und nicht im Staqtsintercssc liegend. Der Ministcrprj.-.u-. unterstrich die loyale Haltung der Juden w ä ■ rend des Besuches des A 11 ß c n m i n i s t?i S k r z y u s k i In Amerika. Am 11. .September nahm der jüdische Paridincmsr in Polen die am Tage vorher unterbrochene Sit/: wieder auf. Betreffend die bevorstehende Reise Dr. den Vereinigten Staaten nahm der lution an, in welcher ausgeführt wi: Amerika reist um sich an d c n S i t z mj g c u d c r parlamentarischen Union zu beteiligen. diese Resolution soll den Gerüchten entgegengetreten wc; :c als ob sich Dr. Reich im Interesse der ]• c 1 >' scheu Anleihe nach Amerika begibt. In einem Gespräch mit dem J.T.A.-Vcrtrctvr sa.^i - Reich, der am Sonntag, den 13. September seine H'";1 nach Amerika antritt, er sei unter den pu^isclicii mcntarlern, die sich zum Kongreß der Interparbmnici:t.ui Union nach Washington begeben, der einzige j'-jdc./; Dr. Reich, werde im Einverständnis mit den anderen gliedern der polnischen Delegation handeln, er iijbc;c ''': ila« Recht reserviert, auf dem Kongreß das Problem nationalen Minderheiten anzuschneiden. tfartr j-ci\c( Kennt?etr.r ccs ( den 1 die 1; rrrt t;:i!cii r,.;;iii;;iit V ilochs erzieh hfnene Zeit sc «•••arlK «•orrei Moikc u-» lue •^.fren , •vi^cn 1 •'iurchg. : Ab Reise Dr. Reichs rsc | r Parjamcntslilub eine H:.--'-1 wird, daß Dr. R c i c h "V I ,r, C : * , .. ..____.1 .!..: .-•• f. ' L Nv, []r, iyhrtc ■ tU IC" d dc:-ki Lord und l arfy Plomcr Im {ödisHim RHndf nlustllul In hnw<r* Aus Jerusalem wird berichtet: Die erste Ac.<"'f' welcher Lord und Lady Plumcr nach ihrer Ankunft in L;Ct' Israel einen Hcsuch abstatteten, ist die jüdische Hl:tt^v crzlchungsanstalt In Jerusalem. Die Gäste besichtigten ti;t nach europäischen Methoden geleitete Anstair und wohnt*1 auch In einzelnen Klassen dem Unterricht bei. Die paUsIinensich« Arbeiter an die I.abour l'arty Jerusalem. (J.T.A.) Die Arbeiterorganisation lästinas (Histadruth Haowdim) wandte sich mit dem Ersuchen | an die britische Labour Party, bei der britschen Rcgicrn:'? | zu Intervenieren, daß die Schikanen der palästinensisch1 § t Administration gegen die Arbeiterschaft aufhören. ['IC? c,- ,'..1. „Histadruth' klagt Insbesondere darüber, daß die in "cs £ ' r c letzten Wochen in Palästina abgehaltenen Arbcitcrversam* s Jn2chon lungen von det Administration gestört wurden. | i : (£ | ■-'ui j cr;.lir i l ^rbi orbc