Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 72 (11.9.1925)
- Date
- 1925-09-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 72 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 613 i« iesrg iitta! ich! k;| i, pcnE fc| dcrl] ccr fC;', f ü l \\ fecs ' tfüth, Vricsland, sowie je ein Vertreter der Misrachi und der linken Parteien. Außerhalb der Exekutive sollte fi„ vom Kongreß gewählter „Vcrwaltungsrat für landwirtschaftliche Kolonisation" gebildet werden, der die provisorische Leitung des durch den Rücktritt von Dr. Ruppi" freigewordenen landwirtschaftlichen Ressorts. übernehmen sollte. Er sollte ferner dem Aktions-Cornite Vorschläge für die definitive Ausgestaltung dieses Ressorts und für die Konstituierung des gemäß Beschluß des XIII, Kongresses zu schaffenden Kolonisationsfonds unterbreiten. Als Mitglieder des Verwaitungsratcs schlug pr. Wci/mann vor: Schocken, als Vorsitzenden, ferner Knplaiisk}'» Pattinann und Felix Rosenblüth. Der Vcrwaltungsrat hat seine Entstehungsgeschichte und ihrer Erläuterung diene eine kleine Einschaltung. Schocken hatte im Rahmen seiner Vorschläge gefordert, daß den Männern der Wirtschaft die Möglichkeit gegeben werde, sich unbeschwert von den politischen, kulturellen und sonstigen Aufgaben der Leitung auf ihren Tätigkeitsbereich zu konzentrieren. Er war außerdem der Meinung, daß eine Rationalisierung der gesamten Verwaltung und — auf dieser Grundlage — insbesondere auch der von der deutschen Landsmannschaft verlangte Ausbau der Arbeitersiedlungen, ihre Festigung und Erweiterung nur gewährleistet werden könne, wenn die Erfordernisse reiner Wirtschaftlichkeit gegenüber dem Druck der Interessenten und gegenüber den notwendigerweise nicht ausschließlich wirtschaftlichen Tendenzen der Arbeiterkolonisation mit verstärktem Nachdruck, mit einem gewissen „Gegendruck" der Leitung zur Geltunggebracht würden. Vorbedingung hierfür sei, daß (grundsätzlich oder mindestens in der nächsten Zeit) die oberste, leitende Verantwortung für die palästinensischen Wirtschaftsabteilungen, jedenfalls aber für die landwirtschaftliche Abteilung, von Männern getragen würde, die von den Siedlern, in erster Linie also von der Arbeiterschaft unabhängig seien. Dieser leitende, allgemeine Gedanke war während des Kongresses (unter der Einwirkung des Mißtrauens, das der Arbeiterschaft von vielen Seiten entgegenschlug), durch die sekundäre Erwägung verstärkt worden, daß die Positionen der Arbeiierschaft innerpolitisch auf die Dauer nur gehalten werden könnten, wenn — wie es lange Zeit hindurch bei Dr. Ruppin der Fall war — die Verantwortung für die zweckmäßige Verwendung der sehr großen, in die Arbeiierwirtschaften fließenden Kcren»Hajcssod-Sumnien Persönlichkeiten übernähmen, die vom Vertrauen der gesamten Bewegung getragen würden. Konkret gesprochen meinte diese Auffassung, daß der Einsatz neuer Kräfte in der landwirtschaftlichen Verwaltung zwecklos wäre, solange das Feld auf beiden Seiten, nämlich nicht1 bloß im Merkas Hachaklai der Siedler, sondern auch im Sicdlungsressort der Exekutive von der Arbeiterschaft beherrscht würde. Gleichzeitig ging diese Auffassung davon aus, daß Aenderungcn des gegebenen Zustandes nur in freundschaftlichem Einvernehmen mit der Arbeiterschaft und mit ihrer ausdrücklichen Billigung vorgenommen werden sollten. Dieses gutwillige Einvernehmen ist auf dem Kongreß angebahnt, aber nicht endgültig erzielt worden. Der Vorschlag Dr. Wcizmanns für die Besetzung des Verwaitungsratcs war das Ergebnis eines Kompromisses, dem zunächst die Poalc Zion zugestimmt hatten, nachdem zum müidcstcn das zweite, sekundäre Argument der Notwendigkeit bürgerlicher Rückendeckung zu wirken begonnen hatte. Im übrigen aber zeigte sich im Permanenzausschuß, daß die Vorschläge Dr. Wcizmanns das Problem der neuen Leitung nicht lösen konnten. Man fand in ihnen die Tendenz, das Londoner Zentrum zu verstärken, und meinte, daß diese Tendenz mit den Kongreßbeschlüssen, die die Verlegung des Schwer- , punktes nach Palästina verlangten, schlecht harmonierten. Man bitte auch gewisse Bedenken gegen die Personen« liste als solche. Was die Palästinaexekutive -inlangt, so forderten Hitachduth und Misrachi je zwei Vertreter in der Exekutive. Eveniualiter waren sie aber bereit, auf Beteiligung an der Exekutive überhaupt zu verzichten. Dafür verlangten sie dann aber Vertretung im Vcrwaltungsrat, was wiederum schlecht /.u der Schocken-, sehen Vorstellung von entpolitisierter, stiller Verwaltungsarbeit paßte. Und um das Maß der Verwirrung voll zu machen, zeigte es sich, daß Dr. Haiperu gar nicht bereit war, in die Palästinaexekutive einzutreten, ohne daß aber ein anderer vollwertiger Repräsentant der Wirtschaft, ja überhaupt irgendein Ersatzkandidat zur Stelle gewesen wäre — zumal auch Vricsland die Annahme seiner Wahl von der Mitarbeit Dr. Halpcrns abhängig machte. Alles dies offenbarte sich im Permauenzausschuß in den letzten Mitteniaclitstiuidcn vor Kongreßschluß, nach der Abreise Dr. Wcizmanns. Der Permauenzausschuli hatte kostbare Tage mit der Entwirrung der Absolutoriumskrise verloren, und nun war es zu bpät, auch diese Krise noch zu beseitigen. Der Beschluß, Dr. Weizmann und Sokolow mit der Bildung der neuen, durch das Aktions-Comite zu bestätigenden Exekutive zu betrauen, war der einzige, würdige Ausweg, und es ist wahrscheinlich, daß das Aktions-Comite diese Aufgabe besser lösen wird, als es der Kongreß in Ucberstürzung und Uebernüiclung notfalls hätte tun können. In dieser Tatbestandsaufnahme soll es mit der Darstellung des äußeren Herganges sein Bewenden haben. Natürlich liegen den Geschehnissen tiefere Ursachen zu Grunde. Uebcr diese — die latente Wcizmannkrise, die Krise des Fraktionismus und des Zentrums der allgemeinen Zionistcn, die Krise des Kongresses selbst als scheinparlamentarischer Institution — über alle diese offensichtlichen, aber durchaus heilbaren Schäden soil in einem zweiten Artikel gesprochen werden. III. Auch der Kampf ums Budget nahm kein rjutes Ende. Bedenklich ist bereits, daß entgegen der Warnung des Kcrcn-Haicssod-Dircktoriiims, der Keren-Haiessotk Konferenz, der Exekutive und des Finanz- und Wirtschaftsrates, entgegen also der Ansicht aller sachverständigen Instanzen der Sollbctrag von 530 000 Pfund auf 600 000 Pfund erhöht wurde. Bedenklicher aber waren die Schliche der Budgetstratcgie, und es wurde in Wien definitiv klar, daß der Kongreß, im Einklang mit alten Vorschlägen der Hitachduth, von der Verantwortung für die Budgctierung befreit werden-muß. (Wie überhaupt die Versachlichung des Kongresses zur Voraussetzung'hat, daß man ihm möglichst wenige sachliche Aufgaben steht!) Wie gelegentlich lutcrcssentcngruppen die Zustimmung zu einein fremden Anspruch von der vorherigen Anerkennung ihres Interesses abhängig machten, das mag sogar dem üblichen parlamentarischen Spiel in Europa durchaus entsprechen. Ein solches System birgt aber bei der größeren Wahrscheinlichkeit von Zufallsbcschlüsscn in unseren kurzfristigen Beratungen, bei der Begrenztheit unserer Mittel, schließlich bei dem idealistischen Charakter unserer Bewegung die Gefahr irreparabler materieller und moralischer Schäden in sich. Lrs ist auch ein unerträglicher Zustand, daß sich oppositionelle Kriscnmachcr sogar der Hinaufschraubung des Budgets als eines Mittels bedienen können, um einen taktischen Druck auf die Exekuiivbiklung auszuüben. Als Vricsland am Ende des Kongresses im Namen von Weizmann und Sokolow die Erklärung abgab, daß sie die Ausführung des Budgetbcschlusscs nur im Rahmen der Eingänge des Kcren Hajessod übernehmen könnten, war wenigstens teilweise erreicht, was die Kriscnmachcr gewollt hatten. Die keineswegs glückliche Wirkung der Erklärung war das Gefühl einer Diskrepanz zwischen dem Willen des Kongresses und der Vcrantwortungs- und Erfüllungsbcrcitschaft der Leitung. Alles in allem kein befriedigendes Ergebnis! Auch hier muß und kann durch mutige Reformen Abhilfe geschaffen werden. Uebcrhaupt — der Kongreß war ein guter, wenn er den Willen zu Reformen geweckt hat. Völkerbund und PaUstiiumaudat Dr. Viktor Jakobsohn, der Vertreter der Zionistisch?n Exekutive beim Völkerbund, befindet sich gegenwärtig in Genf, wo der Rat des Völkerbundes zu einer Plenarsitzung zusammengetreten ist, Die permanente M a n d a t s k o m m i s - sion wird verschiedene Berichte erstatten, es ist jedoch zweifelhaft, oh sie schon jetzt über das P a 1;i s t i n a in a;-. d a t referieren wird. Der Bericht wird, nach einer uns von Dr. Jakobsohn zugekommenen Mitteilung, erst in der zweiten Oktoberhälftc erfolgen. Der Mandatskommission liegt einstweilen nur die Beschwerde der durch den Rabbiner Sonncnfcld vertretenen Agudah über die „Intoleranz der Zionistcn" vor. Das Referat hierüber wurde dem holländischen Mitglied van Rieß übertragen. Die palästinensischen Araber an Plumer Jerusalem. (J.T. A.) Der neue Oberkommissar von Palastina, Fcidmarschall Lord Plumer, wird, seitdem er in Palästina eingetroffen ist, von Petitionen der Araber überschüttet. In einer Petition wurde der Oberkommissar aufgefordert, einer Anzahl junger Araber, die wegen an*" Monistischer Umtriebe und wegen Umtriebe gegen die '. .itischc Administration teils verhaftet, teils auch schon verurteilt worden sind, Amnestie zu gewähren. Die Petition ist von den Mitgliedern der palästinensisch-arabischen Exekutive unterzeichnet. In einer weiteren Petition der arabischen Exekutive wird Lord Plumer gebeten, bei dem französischen Oberkommissar für Syrien zu intervenieren, daß mehrere Führer der syrischen Araber, die im Zusammenhang mit dem Drusenaufstand verhaftet worden sind, betreit werden. Der Oberkommissar hat auf keine dieser Petitionen bisher eine Antwort erteilt. Keinerlei Arbeitslosigkeit In Jerusalem Jerusalem (J. T. A.) Zum ersten Male seit mehreren Jahren ist es vorgekommen, daß die Arbeitslosenlisten des Jcrusalemcr Arbeitsamtes am vergangenen Freitag vollkommen blank waren, da kein einziger Arbeitsloser gemeldet war. Am Montag waren die Listen wieder voll, aber es konnte allen Arbeitslosen Beschäftigung zugewiesen werden. (iegen die Arbcitcrverhsttunnen in Palästina Jerusalem (J.T. A.) Im Zusammenhang mit den jüngst in Haifa, Har Haknrmcl und in anderen Orten Palästinas stattgefundenen Verhaftungen von Arbeitern (S. d. Bericht unseres palästinensischen Korrespondenten in der vorigen Nr. der „J. R.") wurde eine Konferenz zwischen Vertretern der Allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation (Mistadruth) und dem stellvertretenden Obersekretär der Palästina-Regierung Mr. Davis, sowie dem Justizsekretär Mr. Norman B c n t w i c h abgehalten. Die Arbeitervertreter unterbreiteten folgende Forderungen: 1. Einsetzung eines Komitee-, zwecks Untersuchung der Ereignisse in Haifa, 2. sofortige Freilassung der verhafteten Arbeiter, 3. Aufhebung der noch ans der Türkenzeit stammenden Gesetze bezüglich der Versammlungen unter freiem Himmel usw. Die Vertreter der Regierung waren nicht in der Lage, eine bündige Antwort zu erteilen. — Der Unterredung wohnte auch der Leiter des politischen Departements der Zionistischen Exekutive, Colone! F. H. Kisch, bei. Auch für den jüdisch interessierten Leser — wenn er genügend geistige Weite hat — enthält das Programm des V.D.B, stets willkommene Nahrung. In den letzten Jahresreihen erschienen u. a.: Bocckmanns Dokumente zur Kulturphysiognomik „Vom Kulturreich des Meeres*' (Leo r'robcnius gewidmet), die die Grundlagen und Formen der maritimen Kultur beschreibt und in den Abschnitten über die Mittelländischen Küstenkulturcn dem alten Judentum neuartige Betrachtungen widmet; Bcrgcrs „Der heilige Nil" f|it für uns so vielfachen Aspekten (die Flußkultur des welthistorischen Nil, Uganda, Emin Pascha, Kolonialvcrwaltung u: aj; Müller -Freicnfcls „Die Seele des Alltags", *in besinnliches Buch, Psychologie für jedermann, Essays über die Grundlagen des Lebens, des persönlichen und sozial gebundenen, über dessen neu sich gestaltende Zwcckgcbildc bc« uns viel nachgedacht wird. Unmittelbar jüdischem Kultur- Wt entstammt „Das Buch Tobias" mit Originnlradicrungen von Wcltcnstcin. * Solch eine Kulturgemeinschaft des Buches mit jüdischem '»Hillen fehlt uns, dem „Volk des Buches". Wer schafft sie? Elias Cohn I* w l r. I Im Rahmen der Modcklassc der vereinigten staatlichen Kunstschulen lud Professor Haas-Hayc auch zur Sonderstellung seines Schülers Elias Cohn. Dieser junge Künstler, er ist erst 1*0 Jahre alt, zeichnet sich durch ein äußerst reines und feines Gefühl für die Schönheit der Form aus. Schon.mit 16 Jahren in die Künstele aufgenommen, hat er nicht nur schulgcrccht zeichnen gelernt (jetzt soll er auch bei Orlik zeichnen) sondern verrät J«ch eine selten instinktsichcre Beherrschung der Formen, J'c er sofort zum Klang zu verbinden weiß. In dieser Umsicht befinden sich unter seinen zuru Teil ausgeführten Entwürfen für Tanzkostümc der Revue „Noch und Noch" *ln,gc sehr schöne Beispiele. Diese Entwürfe sind cigcnt- Jc,i Kompositionen. Er zeichnet mehr die Frau als das *lfid. Körperform und Bewegung, schöne Linie und Lcich- "Skcit und Harmonie sind künstlerischer Anlaß. Die Farben, hejl, gehören zur Einheit des .Klanges. Die Bewegungen mit viel Schwebendem, 1 larmonisclicm, ausgewogen in der natürlichen Verteilung von Leichtem und Schwerem rufen dieses Gefühl nach Fortsetzung in einer Klaugcinhcit unwillkürlich wach. Die Bewegung ist überhaupt Anfang und Ende, mit einem Wort d a s Kuustmittcl. Das Seltene, Schöne dieses jungen Künstlers ist es,' daß er so natürlich zum zentralen Moment des malerischen Ausdrucks gelangen konnte. Die scheinbar unbewegte Gestalt verbindet ein reizvoll geneigter Nacken, ein angedeutetes Schweben mit der bewegten Linicuwclt, aus der heraus er seine Formen-Spiele in Aquarell und mit dein Zeichenstift als mühelose Gabe mitteilt. In seinen Kompositionen ohne Zweck zeigt sich die Liebe zur schönen Linie in der Beherrschung der Körperform, die in ihren natürlichen Mitteln und natürlicher Bewegung benutzt, sofort künstlerisch verwandt ist wie in der schönen zarten Zeichnung mit brauner Kreide: Ein Mädchen, das von einem Lager gleitet und noch halb daran lehnt und der Jüngling, der ihr folgt. Diese eine Zeichnung verspricht schon sehr viel, sie zeigt die Hand eines jugendlichen Meisters. In ähnlicher Art vielversprechend ist ein Frauenkopf. Die Behandlung des Maares' entspricht bester Altmcistcrschule. Auch die Hände sind mit der gleichen Sorgfalt ausgeführt. Immerhin, die schöne Linie allein genügt nicht und Elias Cohn verlangt das auch nicht. Das Judentum, zu dem er sich bewußt bekennt, gab ihm ein kostbares Erbe: die Mystik. Auch wenn er nicht Judenköpfc zeichnet, fühlt man sie hindurch. Ganz besonders bei einem jungen Paar. Die Frau ist diesmal Trägerin des mystischen Gedankens. Es ist eine reife Frau, die ein Jüngling scheu berührt. Die Kraft des ostjüdischen Landjuden — auch Elias Cohn stammt aus einem kleinen Städtchen in Polen — zeigt sich bei ihm in Gestalten, in denen der Humor zur Geltung kommt. Ein Jude, der einen andern auslacht, springt wie ein Shakcspearschcr Bauer. Eine kloine Zeichnung zeigt sogar Sinn für das Komische; denn er hat auch einen ganz, guten Blick für die unretouchierte Wirklichkeit, der er bewußt, daß sie Material ist, siehe die Umwandlung ins Komische, seine Motive entnimmt. In Farbton und ein paar Strichen ist eine Situation ciugcfangcn und die eine Frau am Cafchaustisch auf Aquarell zeigt schönen Naturalismus: man fühlt förmlich, was sie spricht. Die Umwandlung in die Welt des Unwirklichen liegt indessen seiner Jugend lüher. wenn auch auf diesem Wege noch manches mißlingen im iß. Die symbolischen Gestalten des allichendc.u und des voiksfernen Königs wirken z. B. mir wie Szenenstudien eines Atisstatlungschcfs. Aber manches ist dafür auch sehr schon, z. B. ein Laubweg in weichen Farben mit weltfernen Menschen der Kleinstadt. An der Wegwende ein aller Jude der ein Mädchen führt, das ihm willig folgt. Es liegt über com Ganzen der Traum eines schönen Abends und völliger Ruhe In welcher Richtung sich dieser junge Künstler entwickeln wird, darüber kann mau Sicheres naüirgcir.äl; nich! sagen. Er Ist noch ganz im Werden, wenn auch schon sc!- viel da ist. Aber er fühlt sich als Jude und was die My>u* und die Kraft der ostjüdischen Kleinstadt zu gehe:', lulviv wird sich in Oel noch besser zeigen. Wenn die Hoffnungen, zu denen die Reinheit se:r.?< Kunstempfindens berechtigt, nicht trügen und die Lc'v:;:«- kraft so stark ist wie der Aspekt zur Grone, der. d,e _• gibt, dann, erwächst in Elias Cohn ein junger k'ünst.e' -e' noch viel Schönes geben kann. Unter den Käufer:- >eirv Kompositionen befinden sich 2 Museen und Kunstsammhmger. Ruvh Morolri. Ein HeiBe-D?Bknnl Best Auch i:i für Hei::- . Dichter W>c aus Bonn berichtet wird, mache :i geltend, Heinrich Heine zur Jahrtauscudfcicr ci; cegcr.ühcr dem Sicbcngebirge zu errichten. Ma;i sich bereits in ganz Deutschland für diese Idee. Hamburg und Düsseldorf scheint die Dcnknnlsiccc rieh Herne eine Wiederbelebung erfahren zu hai>; wie Thomas Mann. Fritz v. Unruh. Robert Euicnbcrg. >tcfan Zweig, Hermann Hesse, Carl Stcrnhcim und anacre nahen sich zur. Mitarbeit bereit erklärt. Das Komitee bcabssentigt, demnächst mit einem Aufruf an die deutsche OcFtcntl-.chicoit zu treten. Im Jüdischen Verlag, Berlin, find die Tagebücher ioseph Trumpeldors erschienen. Der. Band, in einem Umfang von 415 Seiten gedruckt, kostet in Pappe M. o.A in Ganzleinen M. 7,50.