Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 70 (4.9.1925)
- Date
- 1925-09-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652757--17676-3528576- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
ÖTÜEDTSCHE tfüNü5efT7ra Seile 507 ' pf Hant^e übernimmt den Vorsitz.! fjosenblüth: Die näclistc Resolution lautet: 1 Der Kongreß konstatiert die dringende" Notwendigkeit, den ' ■Muß dcs XIII< Kongresses zu verwirklichen, daß bei der .^(ilakoth Awodah in Palästina ein Alijah-Rat geschaffen :\ jn welchem der Jischuw nach Vereinbarung zwischen Zionistischen Exekutive und dem Waad Lcumi vertreten ■ i soll- Landau (Misraclri) bringt ein Amendement: Anstatt : -huw^* sei zu setzen „die Zionistische Organisation".; pricdland: Es handelt sich um eine wichtige politische L-rlegcnheit. In Ercz-Isracl sind für uns nicht wichtig .'zionistischen Organisationen, sondern der ganze Jischuw. '■■ .jjus Amendement sei abzulehnen. pas Amendement Landau wird abgelehnt, ■ - Antrag auf Schaffung eines Alijah-Rates wird angenommen. r>i Roscnblüth fährt im Referat fort. Es gelangt zur. %.. i.nmung: Punkt 1 /ur Hachscharah. ., i Jn Anbetracht, daß seit dem letzten Kongreß in -i.^icdcncn Ländern Chaluzorganisationcn gegründet wur- ' i.. die den allgemeinen Chaluzorganisationcn angehören,! fließt der XIV. Kongreß, daß unbeschadet des Rechtes •i v^clt Verbandes Hcchaluz zur Verteilung der ( -^charahgclder auf die einzelnen Länder — in den einzelnen jern Hachscharahkommissioncn bei den Palastina-Acmtcrn "h-. setzen sind, gemäß der Zusammensetzung 'der Palästina- . -;cr. Die Hachscharahkommissioncn in den Ländern haben Aufgabe, die Budgets der verschiedenen Hachscharahvkii zu prüfen, die Hachscharahgcldcr proportioncll unter; ' laut ihren Bedürfnissen zu verteilen und alle Hach- ■ arahgruppen zu kontrollieren." ' :) Dazu ist ein Minoritätsvotum: j Der XIV. Kongreß bestätigt die Beschlüsse des XIII. , '-rrsses, die in Ziffern 9 und II der Abteilung C im •:" rkoll des vorigen Kongresses enthalten sind mit dci . \jnzung, daß es im Punkt 11 heißen soll: „Auf Vorschlag Hachscharahkommission der Machlakoth Awodah". i Berl Locker spricht gegen den Antrag 1. Es ist nichts •:;rcs als eine Demonstration gegen die Weltorganisation .haliiz, welche in den letzten Jahren die größten Vcr- -s;c um den Aufbau hat. Er wendet sich gegen die tüchc Spaltung der Chaluzbcwcgung und verlangt, daß : beim Beschluß des XIII. Kongresses bleibe, der eine gliche Kontrolle vorsehe. Lew in wendet sich gegen die Ausführungen Lockers : tritt für den Antrag 1 ein, der im Einverständnis mit rührern des Hcchaiuz aufgestellt worden sei. Der Muz soll eine einheitliche unparteiliche Organisation sein. Antrag 1 wird mit 83 gegen 54 Stimmen an- 10m m c n. >. Antrag 2 zur Hachscharah: „Der Kongreß bestätigt den zeitlichen Hcchaluz Misrachi, den Hcchaluz H a - i.vkasi der allgemeinen Zionistischen Organisation, die >.inisation Hcchaluz Misrachi, die sich vom Misrachi clrcnnt hat, die Organisationen Haschomer Hazair, ^chom er Trumpcldor, Brith Hanoar, die bc- :\ltrc Chaluzorganisation in Lettland sowie alle ^/Organisationen, die von den Zionistischen Fraktionen im gebildet werden, als Chaluzorgahisationcn für Ilach-!•- :r:h und Alijah und gibt ihnen di: gleichen Rechte wie XIII. Kongreß dem Weltverbandc Hcchaluz gegeben hat. " Ji: XIV. Kongreß fordert, daß sich alle Chaluzorganisationcn;tiner allgemeinen überparteilichen Chaluzorganisation zu- 'v-ir,enschlicßcn." : Landau verlangt getrennte Abstimmung über jede Orga- •ion. Mcrcminski und F r i c d 1 a n d sprechen gegen '* Vorschlag Landau. Fricdland beantragt, daß die ganze ilution gestrichen werden soll. ' fici der Abstimmung wird der Antrag, den Vorschlag ' w streichen, abgelehnt, ebenso der Antrag, cn bloc '. '-Bimmen. 3er Antrag, für jeden Verband extra abzustimmen, wird "-ernrnen. Sei der separaten Abstimmung werden alle Chaluzorgani- '"tn bestätigt, dagegen der Satz „alle Chaluzorganisationcn, •on den zionistischen Fraktionen werden gebildet werabgc lehnt. ^ie Resolution als Ganzes wird angeben.!■: Feld mann (Misrachi) teilt mit, daß der Misrachi Chaluz Hamisrachi vor dem Kongreßgericht verklagt -nd der Meinung ist, daß diese Organisation ihren Namen rn muß. Dr. Löwenstein verliest die Entscheidung des "s-ßgerichts, wonach dem Chaluz Hamisrachi aufgegeben " künftighin durch einen Zusatz zu seinem Namen oder : öderer Weise deutlich zu machen, daß sie mit dem r-r Misrachi-Organisation verbliebenen y*t identisch ist. i Die politischen Resolutionen | hierauf legt Morris Rothenberg, New York, die;; Jüoncn der politischen Kommissionen vor, die vom 1 ':r°ß angenommen werden, und von denen wir herj ^hen: i?^ Kongreß stellt fest, daß entsprechend dem Wortlaut :t'.;_Geist des Mandates die Verwaltung Palästinas in der 1 ■ * 2« führen ist, daß der Aufbau des jüdischen National ,^cs durch Schaffung politischer, administrativer und jh Äscher Bedingungen aktiv unterstützt wird, insbe- Aj. ^rc. daß durch Art 6 des Mandats die jüdische Ein v v:crung erleichtert und die Schaffung geschlossener ".'::"cr Siedlungen auf staatlichen und brach liegenden ^cien gefördert wird. '.Cr Kongreß stellt fest, daß die bisherige Berücksichtigung Väschen Schulwcrkes im Budget der Regies. ,1,n deiner Weise den gerechten Ansprüchen der jüdischen .^crurigr entspricht und beauftragt die Exekutive, die Beseitigung dieses Zustand« herbeizuführen. ,,r XIV. Kongreß wiederholt den Beschluß des XIII, ^sses wegen der Legalisierung des Waad - nu und des jüdischen Gcmcindcstatutcs und verpflichtet ,^Cüc Exekutive für die rasclierc Erfüllung der Forcen dc8 organisierten jüdischen 'Jischuw bei der Man' ^,ncht und der Palästiuarcgicrung sich einzusetzen. Scj-r Kongreß betrachtet die Organisation des jüeD Jischuw in Palästina als eine der Vorbcdin- ■• eine gesunde und organische Entwicklung des jüdischen Gemeinwesens in Palästina. Der Kongieß betrachtet die Asscfath Haniwcharim und den Waad Lcumi als die legalen Vcrtrctungsorganc des jüdischen Jischuw. Der Kongreß erwartet, daß sämtliche Juden Palästinas ausnahmslos an den Wahlen zur Asscfath Haniwcharim teilnehmen und zur Stärkung und Ausgestaltung der höchsten Repräsentanz des Jischuw beitragen werden. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, die Politik der freundschaftlichen Annäherung dem arabischen Volke gegenüber in der gleichen Art fortzusetzen, wie sie in den Resolutionen des XII. und XIII. Kongresses Ausdruck gefunden hat. Der XIV. Zionistcnkongrcß .lenkt die Aufmerksamkeit der zionistischen Ocffcntlichkcit auf die Notwendigkeit eines Ausbaues und einer Erweiterung des politischen Apparates der Organisation. Die Exekutive wird aufgefordert. Schritte zu unternehmen, um hinreichende Mittel für die Organisierung der politischen Arbeit zu sichern und geeignete Kräfte für diese Arbeit heranzubilden. Der Kongreß legt einen scharfen Protest ein gegen die Unterdrückung der nationaljüdischcn Bewegung und der hebräischen KuKurbcwegting in Sowjet-Rußland, sowie gegen die Verfolgung, der die Anhänger des Zionismus dort ausgesetzt sind. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, jede mögliche Anstrengung zu machen, um seitens der ungarischen Regierung die Legalisierung der Zionitischen Organisation in Ungarn sicherzustellen. Der Kongreß beauftragt die Exekutive: a) sich energisch zu bemühen, die Legalisierung der zionistischen Arbeit im französischen Marokko sicherzustellen. b) bei der französischen Regierung sowie bei den Lokalbchürden vorzusprechen, im Interesse der Aufhebung des Embargos, gelegt seit 20. Mai 1924 auf Import und Vertrieb des „Haolarn". * Der Kongreß entbietet ein herzliches Lebewohl an Sir Herbert Samuel, dessen fünfjährige Ämtspcriodc als erster Oberkommissär für Palästina im Lande die Segnungen des Friedens, der Ordnung und einer guten Regierung gebracht haben und die Erfüllung des ersten Schrittes in der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte bezeugen. Sir Herbert und Lady Samuel nehmen bei ihrer Abreise von Jerusalem die von ganzem Herzen kommenden Wünsche der Zionistischen Organisation mit und die' volle Billigung ihrer Dienste für Palästina und das Volk. Der Kongreß entbietet dem Feldmarschall Lord PIum c r seine Gratulation und die besten Wünsche anläßlich seiner Bestellung als Oberkommissär in Palästina in der sicheren Erwartung, daß seine Amtsperiode einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung des jüdischen nationalen Heims und in dem Wiederaufbau von Palästina zum Nutzen aller seiner Einwohner bedeuten wird. Der Kongreß bringt feierlich seine tiefe Dankbarkeit gegenüber Lord Balfour zum Ausdruck, der die Zeremonie der Inauguration bei der Eröffnung der hebräischen Universität vorgenommen hat, womit die schon bisher der zionistischen Sache geleisteten Dienste, welche ihm einen dauernden Platz in der Geschichte des jüdischen Volke* geschaffen haben, ihre Krönung erlangt haben. v "'- * Der Kongreß konstatiert, daß die freie jüdische Einwanderung nach Palästina, deren Leitung und Regulierung durch die Jcwish-Agency besorgt wird, die Grundlage der Arbeit am Aufbau des nationalen Heims ist. Der Kongreß stellt fest, daß das von der Palästina-Regierung vor kurzem publizierte Einwanderungsgesetz nicht nur die vorhandenen Alijah-Bcschränkungcn kodifiziert, sondern noch weitere 3 esc hränkungeneinführt. Der Kongreß erklärt, daß diese Beschränkungen sich in Widerspruch mit den Bestimmungen des Mandats befinden und verpflichtet die Exekutive, die Abschaffung dieser Beschränkungen im Sinne der Forderungen der Zionistischen Organisation zu verlangen. * ' Ferner zur Frage der Jcwish Agcncy: Die legitimen Ansprüche der Zeichner des Kcrcn IIajessod in bezug auf Vertretung in der Jcwish Agcncy sollen bei der Erweiterung der Agcncy Beachtung finden. * Zur Resolution über die Asscfath haniwcharim bemerkt Rothenberg, daß die Kommission mit der Annahme dieser Resolution keineswegs zu den in Palästina bestehenden Meinungsverschiedenheiten bezüglich' der Wahlen Stellung genommen habe. Die Antrage der Unicrrichtskommlssfon werden von Osias Thon unterbreitet. Wir werden sie nachtragen. Die Beschlüsse der Budgcikommission Namens der Budgetkommission legt deren Vorsitzender Emanuel N c u m a n n das neue Budget vor, das auf 600000 £ lautet. Die einzelnen Sorten werden wir nachtragen. Auf Antrag Dr. Schmorak wird das Budget cn bloc angenommen. Vorschläge über die städtische Kolonisation legt Felix Roscnblüth vor, die zur Abstimmung und Annahme gelangen. Dr. Marlin Roscnblüth wendet sich als Vorsitzender und Berichterstatter der Immigrationskommission dagegen, daß die Budge(kommission den Posten Immigration auf 30000 £ herabgesetzt hat, ohne dabei anzugeben, wie die Verteilung dieser 39000 £ vorzunehmen ist, nachdem die Immigrationskommission, nach großen Bemühungen, ein Budget von 4S000 £ vorgeschlagen hat Des weiteren gelangen die Anträge der Subkommission für Sanitätswesen zur Abstimmung und werden cn bloc ange-, nommen. Die Wahlen Präsident Sokolow betritt die Tribüne und wird mit großem Beifall begrüßt. Das Wort erhält der Vorsitzende des Akiions-Conütcs, Oberrabbincr Dr. Chaje«: I: : Auftrage des Pormancnzsusschusscs hnba ich Ihnen folgendes mitzuteilen: Der Kongreß hat durch seine Entschließung vom ' 2% August die Herren Präsidenten Wcizmann und Sokolow mit der Leitung der Organisation wieder betraut. Die Herren Presidenten Wcizmnnrs und Sokolow haben ihre Bereitwilligkeit dazu erklärt. Der Kongreß Welt nunmehr die Herren Presidenten ein, die Uiidun* der neuen Exekutive in die Wege zu leiten und bevollmächtigt das A.-C, in einer binnen dreieinhalb Monaten einzuberufenden Sitzung die Wahlen vorzunehmen. Die bisherige Exekutive und der Finanz- und Wirtschaftsrat werden aufgefordert, bis dahin die Geschälte zu führen. Ben Gurion gibt eine Erklärung gegen diesen Antrag des Permauciizausschu:,scs ab und schlägt vor, daß der Kongreß, wenn nicht in dieser späten Stunde, dann in einer neuen Sitzung die ganze Exekutive wählen soll. Der Antrag auf Vertagung der Sitzung wird abgelehnt Dr. Chajes: Im Permanenzausschuß hat man sehr lange die Frage diskutiert, und es wurde dieser Antrag allgemein als der beste Ausweg angesehen. Ich glaube nicht daß der Kongreß noch die Möglichkeit hat, einen anderen Weg einzuschlagen, zumal jetzt beschlossen wurde, nicht vor Schluß auseinanderzugehen. Ich hätte diesen Vorschlag nicht vorgebracht ohne die feste Ucbcrzeugung, im Namen des ganzen Permanenzausschusses, d. h., aller Parteien zu sprechen. Der Antrag des Pcrmancii saus Schusses wird hierauf mit 142 gegen 25 Stimmen angenommen. Da eine Acndcrung des Statuts vorliegt, wird der Antrag geschäftsordnungsmäßig in zweiter Lesung neuerlich abgestimmt und angenommen. Van Vricslaud: Ich habe die Ehre, im Namen der Herren Dr. Wcizmann und Sokolow als Vertreter der neuzubildcndcn Exekutive folgende Erklärung abzugeben: Die Exekutive nimmt das vom Kongreß angenommene Budget und die dazu gehörigen Resolutionen zur Kenntnis, die Exekutive behält sich vor, die Ausführung dieses Budgets in einem solchen Umfang anzufangen' und durchzuführen, als es sich innerhalb der Einnahmen des Kcren Hajcssod hält. Die Exekutive fordert alle Mitglieder des Kongresses auf, ihr Aeußcrstcs anzustrengen, um* die Mittel für das Budget und darüber hinaus aufzubringen. Der Vorsitzende des Pcrmancnzausschusscs, Ab. Goldberg, bringt die Namen der in Vorschlag gebrachten Mitglieder des Aktions-Comites zur Verlesung. Die Liste wird en bloc angenommen. Somit sind ins Aktions-Comitc" gewählt: Vertreter der Landmannschaften: Adolf Bernhard, Kurt Blumcntcld Dr. Chajes, Chaim Farciii, Jacob Fischmann, Ahraham Goldberg, Rcv. Goldbloom, Dr. A. Goldstein, Dr. Gottlieb, Dr. Hantke, Dr. I lindes. Dr. Jacobson, Dr. Lewin, Levitc, Dr. Mossinson, Motzkin, Emanuel Neumann, Dr. Reich, Dr. Rosenblatt, Morris Rothenberg, Dr. Rufeisen, Dr. Ruppin, Dr. Sehmorack, Rabbi Silvcr, Suprasky, Miß Szold, Dr. Thon, Ussischkin, Dr. Stephen Wise. Vertreter des Misrachi: Rabbi Berlin, Rabbiner Brod, Farbstein, Rabbiner Fischmann, S. Landau, Lewin Epstein, Dr. Nurock, Rabbiner Rubinstein und Rabbi Uzicl. Vertreter der Hitachduth. Dr. Arlosoroff, Kaplan, Dr. Katznclson, Lcwinsohn, Sprinzak, Twcrsky. Vertreter der Poalc Zion — Zcire Zion: Idelsohn, Locker, Mcrcminsky, Rubaschow. Vertreter der Fraktion radikaler Zionisten; Grünbaum, Stricker. Hierauf werden weitere 50 Ersatzmitglicder ins A.-C. gewählt. Zum Vorsitzenden des Kongreßgerichtes wird Rechtsanwalt Grone mann, zum Vorsitzenden des Ehrengerichtes ebenfalls Rechtsanwalt Gronemann und zum Kongrcßanwalt Dr. Aron Barth gewählt. Der Antrag der Organisationskommission, der vom Permanenzausschuß bestätigt worden ist, wonach zwei Mitglieder des Waad Lcumi als vollberechtigte Mitglieder der Exekutive anzugehören haben, wird dem A.-C. überwiesen. Nach den Schlußreden Motzkins und Sokolows wird der Kongreß Montag um 6 Uhr früh geschlossen. Die Erweiterung der Jewish Agcncy Die Entscheidung des Kongresses In der Nachtsit/.ung vom 29. August legte, wie bereits kurz berichtet, der Vorsitzende der politischen Kommission, Morris Rothenberg (Amerika) dem Kongreß eine Reihe von Resolutionen, betreffend die Jcwish Agcncy vor. Rothenberg führt u. a. aus: Auf dem XII. Kongreß wurde in einer Resolution die zionistische Exekutive ermächtigt, bis zum Zusammentritt eines jüdischen Weltkongresses einen jüdischen Council zu bilden, um den verschiedenen Teilen des jüdischen Volkes die Möglichkeit zu geben, auf d c r B a s i s d c s M a n d a t c s u n d der B a 1 f o u r-De k I a r a t i o n mit der Zionistischen Organisation zusammen für den Aufbau Palästinas zu arbeiten. Es lag darin kein Verzicht auf jene Prinzipien und Ideale vor. denen die Zionistische Organisation und iure Führer sich seit dem Anfang der Bewegung gewidmet haben, sondern vielmehr ein Versuch, diese Prinzipien und Ideale auch auf jene Kreise auszudehnen, welche bisher ans irgendeinem Grunde der Zionistischen Organisation rieht angehört haben. Nach Annahme dieser Resolution vom XII. Kongreß kam Präsident Wcizmann nach Amerika im Dezember 1923. Es ist ihm zu verdanken, daß eine Konferenz hervorragender Juden Amerikas zustande kam, unter denen besonders Louis Mars ha II zu nennen ist. An dieser Konferenz vom Februar 1924 nahmen viele führende Männer teil, die bisher passiv, ja sogar Gegner der Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte gewesen waren. Nach Anhörung der Reden von Wcizmann und Dr. R u p p i n hat die Konferenz ihren Wunsch zur Mitarbeit am Aufbau ausgesprochen, die Errichtung einer Palest in c Economic Corporation beschlossen und ein Komitee zur Verhandlung bezüglich des Eintrittes in die Jcwish Agcncy ernannt. Es folgten weitere Verhandlungen von Präsident Wcizmann und den von ihm designierten Vertretern der Zionistischen Organisation mit Teilnehmern der erwähnten Konferenz. Eine neuerliche Konferenz im März 1925, die den Bericht des Non-Partisan- Komitecs entgegennahm, fand wieder in Anwesenheit von Dr. Weizmann statt, in der beschlossen wurde, Verhandlungen mit der Zionistischen Organisation bezüglich des Eintrittes in die A^encv zu beginnen und eine Konstitution der Agcncy zu schaffen. Diese Resolutionen sind aus der Presse bekannt. Zur selben Zeit wurden von der Zionistischen Organisation Verhandlungen mit--maßgcbcndcn jüdischen Körperschaften europäischer Länder gepflogen mit dem Resultat, daß auch eine Anzahl solcher für den Eintritt in die Agcncy gewonnen wurde.