Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 69 (1.9.1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-Seite.-MOl... -.......— JUEDISGHE. RUNDSCHAU---------- Jfcfcf 1 lauten und Sodawasser-Händler. Es sind jüdische Arbeiter, für die ich eine Industrie in Palästina fordere. Wir werden in knr/cr Zeit mehr jüdische Arbeiter in der Industrie in Palästina haben als In der Landwirtschaft, mögen wir das bedauern oder nicht. Es ist unsere Aufgabe, so viel Juden als möglich nach Palästina zu bringen, so viel als möglich vonihnen in der Landwirtschaft unterzubringen und die übrigen zu arbeitenden Menschen des Landes zu machen, dort, wo sie es am besten verstehen. Prof. Pick: Innerhalb der vierten Alijah gibt es noch eine sehr wertvolle Einwanderung, die nur als „Mittelstands- Alijah" bezeichnet werden kann, das sind die kleinen Handwerker und viele Juden aus dem Osten und den kleinen Ualkaiiländcrn. Wenn wir nicht in dem Budget die Posten einsetzen werden, die notwendig sind, um diese Einwanderung zu regeln, dann werden Sic der Exekutive nach zwei lahrcn wieder dieselben Vorwürfe machen müssen wie diesmal. Wer ist schuld, daß vor zwei fahren das Budget von 43 000 auf 27 000 £ gekürzt worden ist? Es war nicht der Leiter der Machlakath-Alijah. Die Verantwortung liegt auf Ihnen, und Sic werden kein Recht haben, Kritik zu üben, wenn Sic nicht der M.ichlakath-Aliah jene Mittel zur Verfugung Mellen, die unerläßlich sind. Ich hebe hier nur einen Punkt hervor; 15 000 £ für kleinbürgerliche Elemente sind notwendig. Bewilligen Sic sie nicht, so wird auch ein anderer Teil des Budgets unnütz dahingehen. ■ Man hat hier viel von der politischen Seite der Frage gesprochen. Sic können überzeugt «cm, daß alles, was $ic hier sagen, auch die Exekutive gefühlt ha Wir alle waren bestrebt, die Regierung auf alle Schwierigkeiten aufmerksam zu machen. Die Exekutive weiß auch, daß diese Dinge gebessert werden müssen, und ich boffc, daß dieser Kongreß nicht weggehen wird, ohne die innere Ordnung der Alijah geklärt zu haben. Es. ist auch weiterhin notwendig, das Problem der Alijah in bcziig auf die Transportfragen zu lösen. Dieselben Redner, die von Dilettantismus gesprochen . haben, haben nicht gezeigt, wie der Mittelstand in Polen organisiert werden soll. Ls müssen die Mittel gegeben werden, um eine Transportabtcilung< zu schaffen, welche den großen Strom der Alijah technisch bewältigt. Erhöhen Sic die Schwierigkeiten nicht dadurch, daß Sie wieder einmal den Kardinalfehler begehen, ein solches Budget zur Verfügung zu stellen, das niemandem ermöglichen wird, die Alijai» in geregelter Weise durchzuführen. Van Vricsland: In der Arbeit der Exekutive müssen wir immer von einer klaren Programmstcllung ausgehen. Die Exekutive hat nicht eine Politik von Politikern, sondern eine Politik von Wirtschaftlern zu machen, sie hat nach dem Mandat die Aufgabe, in kürzester Zeit eine jüdische Majorität im Lande zustande zu bringen. Was wir zuerst anstreben müssen, ist, einen mögliclist großen Teil der Lasten abzuwälzen und zwar auf die palästinensische Regierung, auf andere Institutionen, auf den Jischuw. Die Privatinitiative geht voran, das Und wird immer mehr durch eigene Kraft aufgebaut, und die Rolle der zionistischen Organisation 1.0H immer kleiner werden. Wir müssen immer mehr Illusionen aufgeben und erkennen, daß es von größter Bedeutung für das Land sein kann, wenn wir unsere bescheidenen Aufgaben richtig erfüllen, -das heißt, gegenwärtig mit einem Minimum von Mitteln eine möglichst große Zahl von Einwanderern ins Land bringen und installieren. Augenblicklich haben wir unser besonderes- Augenmerk dem Lrzichungswcseii in Palästina zuzuwenden. . Die Kritik ist manchmal sehr ungerecht. Sic rechnet nicht mit den schweren Bedingungen, mit denen wir zu kämpfen haben, und mit der Art des Instrumentes, der Exekutive. Wir leiden darunter, daß wir -veder ein Staat«;- unternehmen noch ein geschäftliche* Unternehmen sind und doch in beider Art arbeiten wollen. Wir haben einerseits kein Recht, Steuern cinzuheben, und wir können andererseits . als die demokratische Organisation, die wir sind, nicht mit 'rein geschäftlichen Mitteln arbeiten. Wir pendeln ewig zwischen Politik und „cfficiency". Ich freue mich, daß auf diesem Kongresse, und besonders von dcrdcutschcn Landsmannschaft der Ton der efficiency angeschlagen wurde. Der Apparat muß möglichst widerstandsfähig gemacht, nicht geschwächt werden. Es ist hier viel gesprochen worden von einem „neuen Kurs". Es ist keine Retardicrung der Arbeit gemeint, wenn wir uns bemühen, mehr Wirtschaftlichkeit einzuführen, wir wollen allen politischen Einflüssen entgegentreten. Es ist eigentlich ein tragischer Konflikt, zu gleicher Zeit die Arbeit zu leiten und Propaganda treiben zu müssen. Die Arbeit darf nicht vom Propaganda- Standpunkt, sie muß vom Gesichtspunkt der besten Wirts ch aftlichkeit geleistet werden. .Ls ist nicht richtig, daß die vierte Alijah nicht auf (las Konto der Zionistischen Organisation zu setzen ist. Alle Arbeit der früheren Jahre und die tägliche Arbeit der letzten Jahre, die Konsolidierung und die politische Arbeit, all diese ungeheuer schwierige Tätigkeit ist von wenigen Menschen geleistet worden und 1 ,at dazu beigetragen, diese Alijah zu ermöglichen, und wir haben damit einen großen Fortschritt im Aufbau des Landes gemacht. Die Zionistische Organisation kann nur Richtung geben. Sic kann nicht die ganze Leitung in Händen haben, sie muß zurücktreten vor der Privatinitiative, aber ihre Arbeit war von durchschlagender Bedeutung für die Vergangenheit. Sprinzak: Herr Gluska hat als Vertreter der Jemeniten Klage geführt über ihre Lage in Palästina. Ich kann mich dieser Klage nur anschließen,. Aber sie wendet sich an die unrichtige Adresse. Die Demokraten, die hier auf dem Kongreß sind, sind treue Freunde der Jemeniten. Wenn hier darüber geklagt wurde, daß die Jemeniten als Schwarze behandelt würden, so haben diese Worte keine Grundlage. Nicht weniger als die sogenannten Schwarzen können die Weißen sich beklagen daß die Arbeit der Zionistischen Organisation in Palästina ungenügend ist. Wir verlangen eine erweiterte Arbeit, die die Bedürfnisse des Landes zu befriedigen vermag. Unsere bisherige Arbeit ist nicht genügend. Darum gibt es Bedruckte und Beleidigte, aber nicht allein unter den Jemeniten;..Es ist nicht wahr, daß eine bestimmte Gruppe bevorzugt wird.-und daß dem religiösen Arbeiter sein Rechtnacht wird. Ich habe verlangt, daß die Anschuldigungen in dieser Hinsicht mit konkreten Daten belegt werden: Das ist nicht geschehen. (Zwischenrufe von rechts), ..; \ Herr Fisch mann aus Amerika hat sich beklagt, daß d/c für die Handwerkerbank bewilligten 2000 £ zurückgehalten und nicht ausgezahlt wurden und daß eine Tendenz bestehe, nur die Linke zu berücksichtigen. Wenn Fiscbmann die Dinge genau untersucht, muß er finden,' daß diese Hindernisse von einer Seite ausgehen, die zur- Linken im Gegensatz steht. Wenn die Jemeniten, die religiösen Arbeiter und .die Handwerker unter irgendeinem Tjruck gelitten hahe», so. geschah das aus finanzieller Bedrängnis und -^^r./ji liii'icrnissc die nicht von link* kamen, sondern auf Kreisen, die die Demokratie kritisieren. Die Dediörgc Dreizehnte SUzung Mittwoch, 26. August, 11 Uhr abend«. Wir haben bereits in der vorigen Nummer einen telegraphischen Bericht über den Verlauf der Sitzung veröffentlicht, in der der Exekutive die Dcchargc erteilt wurde. Nach: stehend der ausführliche Sitzungsbericht: Namens des Permanenzausschusses berichtet dessen Obmann, Ab. Goldberg: - Nach eingehender Würdigung und Annahme durch alle Landsmannschaften, Parteien und Fraktionen hat der Permanenzausschuß beschlossen, dem Kongreß folgenden Beschlußantrag vorzuIc;,;n: ,.Dcr Kongreß nimmt den Bericht der Exekutive zur Kenntnis. Der Kongreß drückt seine Anerkennung aus für die Führung der politischen Geschäfte und verzeichnet mit Genugtuung die große Förderung, die die Bewegung durch die Eröffnung der Hebräischen Universität erfahren hat." Die Deklarationen der Parteien . Hierauf verlesen die Vertreter der einzelnen Parteien in der Reihenfolge ihrer Stärke ihre Deklarationen: Für den Misrachi liest Dr. A. Barth folgende Dcklaration vor: „Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat die Kongrcßbcschlüssc, die auf eine Besserung der religiösen Verhältnisse in Palästina hinzielen, ihrer Verwirklichung noch immer nicht näher gebracht. In zahlreichen Siedlungen, Kwuzoth und Institutionen in Ercz Israel herrscht derselbe Geist der-Verneinung gegenüber den Heiligtümern Israels. Das Verhalten dr Exekutive gegenüber den im Misrachi organisierten Chaluzim und Arbeitern laßt die bescheidensten Forderungen nach Gleichberechtigung außer Acht. Aus allen diesen Gründen sieht sich der Misrachi nicht in der Lage, den Bericht der Exekutive zur Kenntnis zu nehmen, sondern wird sich der Abstimmt! n'g über die Entlastung enthalten." Dr. A. Katznclson erklärt für die Fraktion der Arbeiterpartei: „Hitachduth": „Unsere allgemeine Beziehung zur politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Tätigkeit der zionistischen Leitung hat ihren Ausdruck in den Acu Hertingen unserer Vertreter in der Generaldebatte gefunden. Die. Fraktion Hitachduth sah es als richtig an, dem Pernianenzausschuß die Abschaffung d e r bisherigen Gepflogenheit des Vertrauens¬ oder Mißtraucns-Votums an die Exekutive vorzuschlagen, da dieselbe in den Verhältnissen des Zionistischen Kongresses nicht gegründet ist, der die Aufgabe hat, jedes Mal eine neue Leitung /u wählen. Didier Vorschlag hat aber nicht die Zustimmung des Permanenzausschusses gefunden. "Mit den Grundlinien derpolitischen Tätigkeit der Leitung einverstanden, können wir doch nicht die Augen verschließen vor den Rückschlägen der zionistischen Politik im Verlauf der letzten Periode wie auch vor der Tatsache, daß unsere finanzielle Leitung nicht die genügende Initiative in der Arbeit an den Tag gelegt hat. Darum kann die Fraktion Hitachduth nicht für den Vorschlag des Permanenzausschusses stimmen und wird sich der-Abstimmung enthalte n." Für die vereinigten sozialistischen Fraktionen Poale Zion und Zcire Zion liest Bcrl Locker folgende Deklaration vor: Die vereinigte sozialistische Fraktion Poalc Zion — Zcire Zion schätzt in gehöriger Weise die zahlreichen Schwierigkeiten in Paläitina und in« England ab, denen die politische Tätigkeit der Exekutive begegnete. InAncrkcnnujigdcrangcstrcngtenundaufopfernden Arbeit des Präsidenten der Zionistischen Organisation, erklärt die Fraktion, daß sie cter •politischen Linie, die die Exekutive eingeschlagen hat, nicht zustimmen kann. Die Fraktion hält*es für ihre Pflicht, auf die Schwäche der jüdischen Agentur hinzuweisen, in entscheidenden Fragen der palästinensischen Administration, im Weiterbestehen der schweren Einwänderungsbeschränkungen und im Fehlen einer systematischen Tätigkeit und eines systematischen Kampfes der Exekutive gegen diesen Zustand. Gleichzeitig weist die Fraktion auf das Fehlen einer entsprechenden Tätigkeit der Exekutive gegen die Bodenspekulation hin, welcher Umstand die nationale Kolonisation in Gefahr bringt, ebenso auf das Fehlen einer Richtlinie beim Uebcrführen der Einwanderer zu produktiver Arbeit. Besonders verzeichnet die Fraktion die Tatsache, daß ein Teil der zionistischen Exekutive sich an der feindlich cn Hai tun g gegen die Arbeiterschaft, die Arbeitcr-AIijah und - Kolonisation beteiligt hat, und gegen den Bestand der Arbcitcrinstitutionen im Lande intrigiert wie auch deren Autonomie angegriffen hat. Deshalb beteiligt sich die Fraktion nicht an der Abstimmung über dasAbsolutorium. Die Fraktion drückt ihr Bedauern aus über die Demission Dr. Kupp ins, der lange Zeit treu und erfolgreich nn der Spitze der kolonisatorischen Arbeit der Zionistischen Organisation in Palästina gestanden ist. Dr. J. Waldmann (Wien) liest folgende Deklaration der Gemeinschaft der radikalen Zionistcn vor: Die Politik der Exekutive, sowohl die äußere wie auch die innci jüdische, war gekennzeichnet durch Schwäche in der Vertretung der zionistischen Prinzipien, die geeignet war, die Bewegung außerordentlich zu schädigen. Anstelle einer energischen Tätigkeit zur Stärkung und zum Ausbau der Organisation war die imierjüdischc Politik der Exekutive hauptsächlich beherrscht von dem Versuch, um jeden Preis nichtzionistischc und nichtnationale Elemente in die Jcwish Agcncy cinzubeziehen. Die Ergebnislosigkeit dieser Bemühungen hat bewiesen, daß die Heranziehung nichtzionbtischcr Kreise zur Mitarbeit am Palästinaaufbau in der von der Exekutive vorgeschlagenen. Form der Erweiterung der Jcwish Agcncy nicht durchgeführt werden kann. Vicfmchr hat diese Politik notwendigerweise zu einer Schwächung des zionistischen Bewußtseins und zu einer Erschütterung des Glaubens an die B^cutung der Organisation geführt. Die äußere Politik der Exekutive weist die gleichen Tendenzen der Schwache und Resignation gegenüber den immer starker hervortretenden Tendenzen zur Minderung und SchmÄlerunfif unserer im Mandate anerkannten Rechte, gegen die die Exekutive mit der notwendigen Energie aufgetreten ist. Von te^' l tischen Postulaten des XIII. Kongresses ist kein < inziT ' inErfüllunggelangt. Die Tätigkeit der Adrii.-.wt J'1 in Palästina, die anstelle einer aktiven Förder-< £ des jüdischen Aufbaus bestenfalls die jüdische fo'v'j; sation toleriert, oftmals sie sogar hemmt, $fc'-/" r Widerspruch mit dem Geiste und W o r n ' $ des Mandates, das die Mandat.irmacln verpflichtet*~*^ Verwaltung im Sinne einer aktiven Förderung')f jüdischen Aufbauwerkes zu führen. Sowohl in der Fordnach einer Acndcrung dicsc3 Systems sowii auch In demu- £ liehen Kampf um unsere Rechte in Palästina hat es die [ ,| kutive an der nötigen Aktivität und Entschlossenheit lassen. Aus diesen Gründen erachten wir die politische \ | und die politischen Leistungen der Exekutive in dm Ic'.V. } zwei Jahren für unbefriedigend. Da das vom Pertuanciuschuß vorgeschlagene Absolutorium besondere Genu4~ über die politischen Erfolge der Exekutive ausspricht, niüsV wir dagegen stimme n." Vor der Verlesung der Resolution der Revisionisten Jabotinskv, beantragt Dr. Schmarjah Lewin unter Hr^ darauf, daß sich die' Galerie an der BcifaIIskund->cb-"-- für Jabotincky beteiligt hat, den Ausschluß dcr^öV fentlichkeit von der weiteren Sitzung und die \>-' miing der Galerie. Der Antrag gelangt jedoch nicht "> Abstimmung. Auf eine Anfrage f.)r. Wcizmanns,.' groß die von Jabotinskv vertretene Gruppe sei, kons'.-/ Präsident-Motzkin, daß Jabotinsky im Namen von Vi'. Delegierten spreche. Die von Jabotinsky verlesene Deklaration der Z nisten-Rcvisionistcn lautet: „In Anbetracht dessen, l. daß die politische Pasrivim 0„ Exekutive, welche In den Erklärungen ihrer maß^ebt:;.,:<• Vertreter als ein Bestandteil der zionistischen Äui!au.| proklamiert wurde und unsere politischen Positionen ir,;| Iästina, in England und vor dem Völkerbund in gefährüe;f Weise geschwächt und erschüttert hat; 2. daß die E\d-:' * dem Kongreß kein Programm zur Lösung der aus den;•<•, | tigrn Alijah-Andrang sieh ergehenden staatsi.konomiv.hc::; | blcmc zu unterbreiten imstande war; 3. daß die Exekutive § bedauernswertem Verkennen ihrer ersten und v; | tigsten Pflicht, für die Sicher heitdes J i schu w ge;:l allcEvcntualitätcnSorgc zu tragen, nichts ur. . f nommen hat, um die Mandafarrcgicrung aufzufordern, absolut unzureichenden Schutzapparat durch z/ Ziehung jüdischer Kräfte auf das notwendige A maß zu bringen; 4. daß die Taktik der Exekutive in der J wish Agency-Frage die Souveränität des Zill ist i sehen Kongresses und den Fortbcstand der Z nistischen Organisation tief gefährdet hat, stimmt die K-- greßvertretung der Zionistcn-Revisionistcn gegen dasAs o 1 u t o r i u m." Hierauf wird der Antrag des Pcrmancnzausschusscs r Stimmenthaltung der Rechten (Misrachi) ond der Linken r! 136 gegen 17 Stimmen angenommen. (Stürmische Ovatior. der Parteien der Mitte und der Galerie.) Dr. Wcizmann gibt hierauf folgende Erklärung ah. In dieser ernsten Stunde möchte ich Ihnen ein \V. sagen: Ich habe die Abstimmung beobachtet und ich v. stehe ihre Bedeutung. Ich bin jenen zu Dank vcrpfilcht die offen gegen mich gestimmt haben. Die Exekutive, l auch was mich betrifft, behalt sich vor, Ihnen mor: ru erklären, ob wir imstande sind, die Lcitunc d:r G schhftc, die Aufbringung eines Budgets, das an & Million grenzt, auf uns zu nehmen. Schluß der Sitzung 12 Uhr Nachts. Die Banken-Resolutionen Vierzehnte Sitzung |: Donnerstag 27. August, vormittags. Ii Statt der Abstimmung überdie Jcwish A g e r: g, wird vorerst ein Bericht der Bankkommission ty gegengenommen. Das Referat erstattet Herr Lichthc;'!; der folgende Resolutionen vorlegt: f: Resolution 1. t Um die Palcstine Land Development Company ot;v.> >' mit der Zionistischen Organisation zu verbinden, empfiehlt f XIV. Kongreß dem Kcren Kajcmcth Lcjisrael und Kcrc;:; & jessod als den Inhabern der Mehrheit der Grunderaktien : i. P. L. D. C. Ihre Vollmachten auf das zionistische Aktie jcomitec zu übertragen, damit das A.-C. das Direktorium^ P.L D.C. in'gleicher Weise wählt, wie es die Direktorin. £ i; Jewish CoIonialTrust und des Kcren Kajemeth wählt, t Die Resolution wird angenommen. I;, Resolution 2. | - Um den Bodenkauf zu konzentrieren und ir:. Palcstine Land Development Company, das zentrale f»? kaufsinstitut der Zionistischen Organisation, im Kampfe ge.'}:: das Ucbcrhandnchmcn des privaten Spekulantentu::« ' stärken, verpflichtet der Kongreß, die Zionistische E\e'- zusammen mit den Direktorien des Kcren Hajcssod tnu- P.L. D.C.,- eine Aktion zu' unternehmen, um d.ts Av kapital der P.L,D.C. zu verdoppein. d. h. von 75(V* auf 150000 £ zu erhöhen. Diese Aktion soll im Laufe sechs Monaten erfolgen. (Angenommen.) Resolution 3. Der Kongreß beschließt in llestäliguiig früherer Be«^'- daß der Gcsämtbodcnkauf in Palästina bei der RL.D.C > der zentrale* Bodcnkaufsgcscllschaft der Zionistischen Cr?»'! stlon konzentriert werden soll. j Resolution 4. [ Soweit der Verkauf der von der P.L. D.C. angf Böden durch Gesellschaften erfolgt, soll dies nur durch "> Gesellschaften geschehen, die sich der Kontrolle der ^5 nistischen Organisation unterwerfen. y Brudny (Kowno) meldet hierzu ein Minoritatsvoturr. ( wonach eine Spezifikation dieser Kontrolle der ZionistL«;-|.. Organisation erfolgen soll, und zwar: 1. die Kontrolle f (. sich beziehen auf die. Prüfung der Zweckmäßigkeit der machten Auslagen, einschließlich der Gehälter und T'j ' tiemen. 2. die Kontrolle soll sich benchen auf die Z*:;'f 1 mäßigkeit der Amcliorationsarbcitcn, vor allem im Hi^' l darauf, ob der Prozentsatz der Amelioratlonsarbeitcn nicht ^'f Vertrage mit. der P.L D.C. überschreitet, und 3. sollcß dV. Verdienste der Oesellschaftmit 10«o beschränkt werden; ', darüber i inaui j»t, bleibt als Reserve der Zionistischen V'ii. ganisatloa |