Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 68 (28.8.1925)
- Date
- 1925-08-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 580 JUEDISCHE RUNDSCHAU rusalem unterbreitet, indem wir glaubten, Vorsorge treffen zu müssen für mindestens 12000 Einwanderer au< Arbeiterkreisen und 14 000 aus den Kreisen des Mittelstandes und der Handwerker. Als erste Unterstützung des Mittelstandes, ohne die Absicht, bei der jetzigen Konslruktioa unserer Abteilung das ganze Problem lösen zu wollen, haben wir L IjOOO Anleihen für die sogenannte Mittelstands-Alijah und für die Handwerkerkreise abgesetzt, £ 3000 für neue Familicncinwanderung und £ 2100 für den Mcrkas der Histadruth Owdfm, die sich mit der Arbeitsversorgung für ihie Genossen beschäftigen. Diese* Ziffern sind nach reiflicher Ucbcrlcgung und nach vielfachen Beratungen mit de» Verbänden und Organisationen in das Budget eingestellt worden, und es ist zu hoffen, daß der Kongreß dieses Budget bestätigen wird. Die Frage der neuen Gesetze für die Alijah ist eine Angelegenheit für sich selbst; sie ist in erster Reihe eine politische Frage, die noch nicht ganz erledigt ist. Lines aber möchte ich betonen, daß sowohl die Exekutive in Jerusalem als in London alles getan hat, um das Maximum des Möglichen zu erreichen, und daß es nicht zu bestreiten ist, daß das neue Gesetz auch Erleichterungen bringt. Auch über die Frage der H achschar ah kann ich hier nur von der technischen Seite und ganz kurz berichten. Es soll anerkannt werden, daß die Summe, die für Hachscharah zur Verfügung stand, durchaus nicht den Notwendigkeiten entsprach, aber wir wollen feststellen, daß wir trotz, unserer knappen Mittel durch einen inneren Beschluß der Exekutive den Betrag von £ 2000 auf £ 3000 erhöht haben. Für das neue Budget haben wir unsererseits einen Betrag von £ 6000 eingestellt, der nach besonderen Bestimmungen verwaltet werden soll. Die neuen Bedingungen und das starke Anwachsen der Immigration hat die Frage erweckt, ob es nicht notwendig sei, eine Reorganisation der Palästinaämter vorzunehmer.. Es liegen Anregungen vor, und der geeignete Platz für die Durchberatung wird die Kommission für Alijah sein, die aus Sachverständigen und besonders Interessierten zusammengesetzt sein wird. Die Frage des Mittelstandes wird zweifellos in den Diskussionen des Kongresses einen breitcu Raum einnehmen, und es ist vorauszusehen, daß auch der Immigrationsabteilung nach dieser Richtung hin Vorwürfe gemacht werden. Es sei darum festgestellt, daß der Abteilung für Immigration nicht die Mittel für diese Zwecke zur Verfügung gestellt wurden, und es ist zu hoffen, daß jetzt, wo diese Frage eine besonders ernste geworden ist, ein Weg dafür gefunden werden wird, die Mittelstands« frage organisatorisch und finanziell zu lösen. Referat Sprinzök Nach dem Referat von Prof. Pick erstattete Sprinzak sein rn Bericht über die Tätigkeit des Arbeit s - D < partem enta der Zionistisch c n Organisation in Palastina. Vor zwölf Jahren, zur Zeit des Wiener Kongresses, hatten wir nur einige hundert jüdische Arbeiter in den Kolonien, während wir jetzt als Vertreter von etwa 10 000 palästinensischen Arbeitern kommen. Dazu kommt eine Reserve von ,'iOOOO Chaluzim im Galutli. Zwei Faktoren haben zu dem Fortschritt zusammengewirkt. Die ideale Hingabc des jüdischen Arbeiters in Palästina sowie das besondere Verständnis, welches die Zionistische Organisation bisher dem jüdischen Arbeiter entgegen gebracht hat. Der dritte Faktor ist der Glaube des Arbeitersan seine eigene Kraft, an seine Kraft zu organisieren. Dank dem Zusammenwirken des jüdischen Arbeiters und der Zionistischen Organijation ist unsere neue A n s i e d I ung in Galiläa und im E m e k entstanden und hat sich die jüdische Arbeit tn der Stadt weiterentwickelt. Dr. Halper n hat gesagt, daß der jüdische Arbeiter in Palästina die günstigsten Bedingungen für seine Arbeit braucht. Wir alle sind daran interessiert, dem Arbeiter solche Bedingungen zu schaffen. Aber es geht dabei nicht allein um Arbeitszeit und Arbeitslöhne, sondern um den Inhalt und die Ziele der Arbeit. Der Inhalt der Arbeit ist der Aufbau Palästinas, ihr Ziel Produktiv icrung der Massen des Galuth in Palästina. Besonders wichtig ist, daß der jüdische Arbeiter in den jüdischen Kolonien festen Fuß faßt. Die Organisation muß den Arbeiter so ausrüsten, daß er imstande ist, die Kolonien zu erobern. Jetzt arbeiten im ganzen 2 500 Arbeiter in Kolonien; später werden es Tausende von Arbeitern sein müssen. Es ist verkehrt, die vierte Alijah geringschätzig anzusehen, weil sie Grabski angeblich herbeigeführt hat. Ich habe in Polen die Uebcrzcugung gewonnen, daß die Menschen, die die Nalcwki verlassen, sie für immt r verlassen und a u f h ö r e n Nalewki-Judcn zusein. Die Einwanderung, die jetzt 3—4000 Menschen im Monat beträgt, wird weiter steigen, und wir müssen uns auf dieses Wachsen vorbereiten. Für die Hachscharah im allgemeinen wurde sehr viel getan. Sehr wenig jedoch für die Hachscharah der Frauen. Die Frau der vierten Alijah ist bis jetzt in keiner Weise darauf vorbereitet, ihre Arbeit zu tun. Unsere ganze Arbeit ist von Gefahren bedroht, wenn es uns nicht gelingt, die Frau vorzubereiten. Die oben berührte Frage der jüdischen Arbeit in den Kolonien ist eine Frage von besonderer nationaler Wichtigkeit; jetzt arbeiten 30- 40 Prozent der Arbeiter in der Stadt, wenn wir neue Arbeiter in die Kolonien bringen, so werden wir den 2500 Arbeitern, die bereits dort sind, ihren Weg erleichtern. Sonst werden sie sich in den Kolonien nicht halten können. Die jüdische Arbeit ist in diesem Augenblick in einer recht befriedigenden Lage. Sie ist keinen äußeren Störungen ausgesetzt, und die Arbeitslosigkeit überaus gering. Das Budget des näclisten Jahres sollte aber ganz besonders die Auswanderung aus dem Orient berücksichtigen. Da wir von der Regierung keine Hilfe haben, muß die Zionistische Organisation selbst die Pflichten einer Regierung erfüllen und den sozialen Bedürfnissen der jüdischen Arbeiter Rechnung tragen. Wir haben die Pflicht, zweckdienliche Institutionen im Lande zu schaffen. Es gibt soziale Bedürfnisse der Politik, die nur die Zionistische Organisation befriedigen kann. Sie muß un« den Regler ung sapparat ersetzen. Um ,. drohenden Kriucn zu begegnen, müssen wir neue Arbeits- Möglichkeiten schaffen und die Initiative des jüdischen Arbeiters stärken. Von besonderer Wichtigkeit sind die Kulturbedürfnissc des jüdischen Arbeiters, die, im Vereine mit den Lehrern, Chaluzim der hebräischen Sprache >md Kultur sind. Wenn wir die kulturellen Bedürfnisse dieser Menschen nicht befriedigen, laufen wir Gefahr, bei der vierten Alijih untere kulturelle Position zu zerstören. Das wenige Geld des jüdischen Arbeiten^ genügt für diesen Zweck nicht. Nur die nationalen Mittel können da helfen. Wenn wir für diesen Zweck kein Oeld zur Verfügung stellen, wird dem lüdlschen Arbeiter seine kulturelle Position sehr erschwert werden. Die Ansiedjung der Chassldim von Jablona wurde «Uru sensationell für Parteizwecke ausgeschrotet. Wir sollten sie Jn Ruhe in der Arbeit verwurzeln lassen. Die Chassldim von Jablona und die Ansiedler von Bne Brak" werden nur dann Erfolg haben, wertn das Element der Arbeit im Lande «stärkt wird und wenn die Lebensfragen .der jüdischen Arbeiter immer v«n neuem ernsthaft behandelt werden. Referat Ussisdikin Nach Sprinzak referiert Vs s i s c h k i n über den K e r e n Kajcmeth. In den letzten zwei Jahren, seit dem letzten Kongreß, ist ein großer Umschwung im Zionismus und in dessen Verhältnis zum Roden vor sich gegangen. Ich als Bevollmächtigter jenes Instrumentes, das den Gedanken der Erlösung und Erwerbung nationalen Bodens in die Tat umsetzt, kann crmessen, was seither geleistet worden ist. Lesen Sie genau den Bericht des KKL, der alles Wissenswerte enthält. Ich will hier nur kurz resümieren. Die Eingänge des KKL, die im letzten Jahre vor dem XIII. Kongreß f, fc'1000 befragen haben, sind im letzten Jahre d.h. 56SS auf £ 260 000 gestiegen. Europa, das damals mir 30 <•> der Gesamteingänge cigetragen hat, bringt jetzt 63n>, d. h. mehr als das Doppelte als damals. Als besondere Pflicht halte ich es zu erklären, daß Kongrcßpolen, das ein Kontingent von £ 50 000 übernahm, dieses auch wirklich voll erreicht hat. Fast das gesamte aufgebrachte Geld setzt sich au; den kleinsten Spenden des gesamten Volkes zusammen.- Ich luibe das volle. Vertrauen zu den Massen, daß diese Eingänge nicht zufällig sind, sondern daß sie fortwährend einlaufen werden, bis das Land erlöst ist. Beinahe eine Million Nation :iIfonds>Büchsen sind schon aufgestellt. Wir erstreben jenen Tag, wo es kein Haus mehr geben wird, ohne die Büchse, die für die Erlösung des Bodens sammelt. Die Methoden des Kereu Kajcmctir und Kcrcn Hajessod sind verschieden. Der Keren Hajcssod läßt sich Zeit für seine Arbeit, er verteilt sie über eine bestimmte Zeit von Jahren, während der Kcrcn Kajemcth keinen Tag mit seiner Arbeit aussetzt. Es gibt keine Reibung zwischen beiden Fonds, wenn im Einverständnis miteinander gearbeitet wird. Der eine Fonds erlöst den Boden, der andere baut auf ihm weiter. Wir glauben, daß die l.' r h ö h u n g d c r E i n g ä n g c c r s t a m A n f a n g c steht. Wenn wir zu den 15 Millionen Juden als Bevollmächtigte des jüdischen Volkes mit dem Ruf kommen, „das Vaterland ist in Gefahr!," dann hoffe ich, werden wir noch größere Summen erzielen, Summen, die man kaum zu träumen wagt. Die Eingänge werden dann verdoppelt, verdreifacht und verzehnfacht weiden. Notwendig i-st volles Verständnis in allen Teilen der Zionistischen Organisation. Die Erlösung des Bodens ist eine Aufgabe, die nicht durch andere verdrängt werden darf. Als der KKL die Losung von der Neuerwerbung von 100000 Dunam herausgegeben hat, gab es zahlreiche Zweifler, aber wir haben weit mehr erreicht, denn wir haben nicht nur 100 000 Dunam, sondern, wenn alle, noch schwebenden Verträge perfekt geworden sind, werden wir 300 000 Dunam in unseren Besitz gebracht haben. Wir sind große Verpflichtungen eingegangen, haben aber das Vertrauen zum Volk, daß es diese Verpflichtung einlösen wird. 70 des Emek gehören heute dem KKL. Erschwert wird der Bodenkauf durch die Bodenspekulation, und man fragt den KKL, was er tut, um diese Spekulation zu bekämpfen. Dif.sc zerstörenden Elemente können nur durch die moralische öffentliche Meinimg, durch moralische Kräfte beeinflußt werden, was ebenfalls Aufgabe der Exekutive ist. Wir werden sie darin unterstützen. Wenn der KKL. in der Lage sein wird, den Wünschen aller arbeitswilligen Juden nach Boden, den sie mit eigenen Händen bebauen wollen, nachzukommen, dann wird es keine Bodenspekulation mehr geben. Ii; der Vertcilung des Bodens darf der Keren Kajemcth keine Partei bevorzugen. Nur ein Wunsch kann geltend gemacht werden, daß jeder Jude, der vom KKL Boden bekommt, ihn auch wirklich mit eigenen Händen bearbeitet. Wir nehmen keinen Standpunkt von Radikalismus ein weder in bezug auf Ch 31 u z i m noch in bezug auf Baalci-Bathim, und wir werden mit allen Mitteln dagegen kämpfen, wenn versucht werden sollte, diesen Streit in den KKL hineinzutragen. Wie stellen wir uns die Arbeit des KKL in der Zukunft vor? Ich bemühe mich immer wieder, festzustellen, daß der KKL kein Kolonisationsfonds, sondern ein Boden« fonrls ist, und muß die letzten Groschen für Lrwcibung von Morien au<gobeu. Unsere zweite Tendenz bestellt darin, daß es Aufgabe des Keren Kajemcth bleibt, Boden auf dem Lande soinohl ah auch in der Suidt und in der Nähe der Stadt zu erwerben. Auch zwischen den Direktoren des KKL gibt es verschiedene Nuaucicrungen in der Auffassung dieser Frage. Aber in einem sind alle einig: daß außer ländlichem Boden keine anderen Käufe zu machen wären. Es sollen die S c h c h u u o t h O w d i m gemacht werden. Seit einigen Jahren werden von je 100 verausgabten £ 70 für Bodenerwerb an Land. 10 für Bodenerwerb in der Stadt und. in der Umgebung der Stadt, 10—12 für Bodenamcliorationen und der Rest für die übrigen Aufgaben des Kcrcn Kajemetb verwendet. Diese Tendenz muß auch weiter fortgesetzt werden. Niemand zweifelt daran, daß wir alles daran setzen müssen, um von der Regierung Oratis-Bödcn ru erlangen. Wenn jedoch Jabotinsky meint, wir sollen keinen Boden kaufen, denn die Regierung muß uns Beelen geben, dann ist seine Auffassung dazu angetan, ein nationales Unglück heraufzubeschwören. Wenn die Regierung uns Boden anbieten würde, würde ich vom Kongreß fordern, jeden nur möglichen Boden, der uns angeboten wird, zu erwerben. Es gibt keine Frage, ob Nahalal teuer war oder nicht. Wenn man von der Erlösung des Bodens spricht, fragt man nicht nach dem Preis, sondern nach dem Willen der Nation. Wir sind heute in der glücklichen Situation, von überall Boden angeboten zu bekommen. In der Arbeit des Kcrcn Kajemcth muß Einigkeit herrschen. Von Kongreß zu Kongreß lassen wir in der Diskussion prinzipielle Meinungskämpfc zu Partcikampfcnund Hinterkulisse n P o l i ti k werden. Ich verlange von links und rechts, von denen, die da oben sitzen und von denen, die unten sitzen, bringen Sie nicht diese Kämpfe in unsere teuerste Institution hinein, denn es geht um ihr Leben! Schädigen Sic nicht die Nationalisierung des Bodens l (Großer Beifall.) # Die Kommissionen Der Obmann des Pcrmanenzausschusscs, Ab. Qoldber g bangt die Namen der Mitglieder des Permanenz» susschusses zur Kenntnis des Kongresses. Es sind dies: Arlosoroff, Bierer, Blumcnfeld, Brod, Blum, Farchy, Farbstciu, Feldmann, Goldberg, GoUJbloom, Gottlieb, Goldstein, Gordon, Hindcs. Hilfstein, Hantkc, Lewin, Levite, Mossin6on, Mercminsky, Nurok, Neumann, Podlischcwsky, Rothenberg, Reich, Rubaschow, Silver, Supraskv, Stricker, Schramek, Twersky, Wcisgal und Wilkansky. Es sollen sieben Kommissionen gewählt werden; politische, Kolonisations-, Bank-, Erziehungs-, Immigration**., Organisation.-?- und Budgetkommission; alle nach demselben Schlüssel wie die Permanenzkommission, aus 35 Mitgliedern bestehend. Nur die KolonUationskommission, die in vier Sub« kommlssionen geteilt sein wird, für Switätswesen, städtische und ländliche Siedlung und Arbeitswesen, soll aus 70 Mitclirdern bestehen. Die Bankkommission wird eine Sub» kommission zur Erörterung des Anleihe. Problems bilden. Die Propaganda-Kommission .bildet tine Subkommission zur Erörterung der Beziehungen « zwischen Waad Leumi und exekutive. Wcizmanns Antwort Dr. Wcizmann, stürmisch begrüßt, erklärt, er wo!;.. kurz in der Reihenfolge der Redner, wie sie in der <vf debatte gesprochen haben, antworten: Farbstciu, führt W e i z m a n n u. a. au-:i j,„ hauptet, die Exekutive lütte mit Ausnahme der ErrA der Universität keinen einzigen Fortschritt in der fV,, verzeichnen gehabt. Ich kann dem Kongreß mit kein"»'!-' Sensationen aufwarten. Fs tut mir ■•dir Kid, alir-rjc:"v sie diesbezüglich auf zukünftige Kongrcr.se verweisen. [•„ Tätigkeit setzt sich aus kleinen Arbeiten zusammen, rl> .. Standpunkt der Galcri? und der Straße in Wien und wj;.. langweilige Arbeiten sind. Ich muß es ablehnen, ■>... welche Verantwortung für die Ausführungen de, KV, iuini!,ters Amery zu übernehmen. Aber vnm An;«-/.. . Arabern und Gegnern in Jerusalem erklärt hätte, er nötigte, die Administration so zu leiten, daß ohne R--. auf die Fplgcn in Palästina eine jüdische Majorität iy\ das hätte vielleicht im Augenblick vom Standpunkt der tation ausgebeutet werden können. Aber uns wäre. <hnr Bärendienst erwiesen worden. Die Rede des Ko!oniü],^ir;;. hat auf die Araber einen viel schlechteren Eindruck gcmmlauf Herrn Farbstciu. Amcry w.ir, ist und konsequenter Freund der zionistischen liestbungeu bleiben. Die Rcgicrungskommissiun war. sächlich etwüs unruhig wegen gewisser Ersci.. n u n g e n in T e 1 ♦ A w i w und hat dann gedacht, ,\<; regeln zu ergreifen, um Erscheinungen wie Spekulation, Wo h n u u gs in a u g c! usw. ein/tjGir-. Ich habe mit der Regierung über diese f rage eingehntf; handelt und dem A--C. und der Exekutive ausführlich dar.- berichtet. Ich habe der Regierung von Maßregelngeraten, und ich glaube, daß sie in diesem l .MIr Rate der J c w i s Ii A g c u c y folgen wird. U.\\ -Uubwird nichts geschehen. Wir verlangen mit gutem Recht, daß jüdische Bearr:. weit als möglich angestellt werden. Wenn man sich Verallgemeinerungen erlaubt, weil irgendein jüdischer; amter dieses oder jenes getan hat, was dieser oder Gruppe nicht gefällt, und dann in den Kongreß das schleudert, sie sind noch schlechter als antisemitische; amie, so macht man die Lage der jüdischen Beamten Vilich. Ich warne Sic: was Sic sagen und schreiben, wir«] ■ genau angekreidet, heute oder morgen oder in einem Es wurde uns auch vorgeworfen, daß die Mandatar:.;-.- den neuen High Commissioner ernannt hat, tdic Jcwish Agcncy zu fragen. Ich erkläre offen, daS . nicht gefragt worden sind, obwohl auch ich mit wirr.-.; Miene und mit einer Tasche voller Geheimnisse he:, laufen könnte, um die Vorstellung zu erwecken, ich u. mehr, als ich sgen will. Die Regierung ist meiner umnaC; liehen Auffassung nach nur verpflichtet, einen High <V>:r.:v. oner nach Palästina zu senden, der mit den Bestrebung des Mandates sympathisiert. Das können wir •■ langen und haben wir verlangt. Diesen oder jenen Man verlangen, wäre ein Eingriff in die souveräne Prärogative c Mandatarmacht. Wir verlangen nichts, was narh untiefsten Uebcrzcugung nicht auf der tc ch 11 i ch c n Gru: läge des; Mandates steht Lord Pluracr hätte die Sit nicht angenommen, wenn er gewußt hatte, daß er il±: Gegensatz mit der dort befolgten Politik befinden ka;u v. befinden wird. Stellen Sic schon in den ersten Wochca: neuen Regierung keine Vergleiche an und gebrauchen keine Phrasen, die unsere Arbeit in Palästina srluc.: Seit Jahren habe ich alle Angriffe, die Sic g<*gcn Sam gerichtet haben, über mich ergehen lassen. Die chen;.: .1 Kritiker finden nun nicht genug Lobsprüchc über Sjrr.i Ich rate Ihnen, keine hysterischen Angriffe rj keine hysterischen Lobsprüchc! Mit Würde.! mit Ernst müssen Sic die schwere Arbcilspcriodc eines s<i!" Menschen zu würdigen und zu verstehen versuchen Man sagt, die Exekutive ist nicht verantwortlich für vierte Alijah. Aber unsere Tätigkeit in den letzten: Jahren ist dafür verantwortlich, daß diese Immigration i:j haupt möglich war. Dr. Gottlicb hat gerügt, daE | einmal in Jerusalem über die Nalcwki sprach. Auch ich . ein Teil von Dzika und Nalewki und wir alle sind Zior: geworden aus der Ncgicrung von Dzika und Nalewki heraus. Der Zionismus wäre für uns wertlos, wenn Mc'r.' lästina vor diesen Kräften beugen wollte. Der Zionismusein Protest gegen Nalcwki, und das Einzige, i wir wollen, ist,.in Palästina solche Bedingungen zu sein:'' daß Dzika und Nalcwki sich In das verwandeln, was wir rf; Ercz Israel verstehen. j Arlosoroff hat den Rückschlag hervorgchobc;i, <t unsere Politik hauptsächlich in Genf erlitten hat. Gcr.f 1 tatsächlich nicht das volle und richtige Verständnis, für was Genf den „Dualismus" des Mandates n'j Fs wird einer sehr weitgehenden politischen Erzichun;:): dürfen, um richtiges Vcrstädnnis für diese Dinge herv:' rufen. Kein Geringerer als der Außenminister des britiv"; Reiches hat die Korrektur vorgebracht, welche ins Pro!" der Beschlüsse der allgemeinen Sitzungen des Völkcrbu.-'' eingetragen wurden. Das ist es, was wir tun konnten. v gerade aus diesem Falle sollten Sic eine Lehre zich.cn.;- dem vorigen Kongreß wurde vielfach behauptet, daß '■] wenn man mit der Mandatarmacht nicht richtig fertig *:, vor den Völkerbund treten soll um ihn aufzufordern, Unrecht, d»i uns geschehen Ist, wieder gutzumachen. *lfl! um eine | Illusion armer goworden j und werden am Schluß meiner Rede noch um einige Illusionen ärmer sein. i Mein Freund Dr. Wisc stellte mir ein gutes /eu;n;- j meine Arbeit in Amerika aus, aber erst nach ClcveUüdj bemerke, daß ich erst nach Clcveland in Amerika zu begonnen habe. Der Kaiserschnitt von CU f Und war notwendig. Ohne ihn wäre der Keren Ha:'C:-; in Amerika eine Unmöglichkeit gewesen. Daß unsere kanischen Freunde in der Kriegszeit uns große po^'t Dienste geleistet haben, habe Ich auch in Clcveland in;| Hitze des Gefechtes vielfach bestätigt. I Herr Orünbauro erklärt, wir haben auf ein Rf5'j der Agcncy gewartet, und es sei nicht gekommen. & * wartete deshalb - von mir, ieh würde selbst kommen^ 1 erküren, es sei nichts ru machen. Wir aind in der fi^'k