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Jüdische Rundschau · 1925-08-25 · Heft 67 (25.8.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 67 (25.8.1925)
Date
1925-08-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 574 JUEDISCHE RUNDSCHAU Tag;« urrecht *u werden, ohne die Idee ai verleugnen. Viel leichter Ist es immer, mit den Ewigkeitswerten der Idee jonglieren. Wir begrüßen es, daß die Exekutive ihre Politik auf die nächsten Ziele gerichtet hat. Wir sprechen hier über Budgetfragen, über unsere Ausgaben, nie aber über die Einnahmen, und wenn, so nur immer in Zahlen. Vor Jahren haben wir den Kcrcn Kajemcth gegründet, aber es hat lange gedauert, bis wir ihn durchgesetzt haben. Wir haben den Kcrcn Hajessod gegründet gegen die Widerstände der zionistischen Welt, heute kommt der Gedanke der Anleihe. Dieser Gedanke ist naheliegend und von allen Seiten immer wieder in die Diskussion geworfen worden. Es ist notwendig, Grünbaum zu zitieren, der bei der Schaffung des Keren Hajessod sagte, daß wir den Weg des größten Widerstandes gehen müßten. Der Gedanke der Anleihe. *o hoffe ich, wird Gestalt annehmen nicht gegen den Keren Hajessod. Man rechnet ja beim Plan ihrer Durchführung mit dem -Keren Hajessod und der erweiterten jewish Agency als Garanten. Die Anleihe Ist gedacht auf der Grundlage der großen Volksstcucr, die auf das Finanzkapital gewirkt hat, dem nun Gelegenheit »■«•boten wird, seine Kräfte mit den unseren zu verbinden. Das Ist keine Ablösung unserer Arbc't, sondern Fortsetzung. Unsere Anstrengungen für die Kcrcn-Hajcssod- Aktion müssen verdoppelt und verdreifacht werden. Wir haben ein, an unseren Aufgaben gemessen, kleines Budget, Wir können es erweitern. Alle Arbeiter des Kcrcn Hajessod und Keren Kajemcth aber wissen, daß unsere Aktionen gcdtihen nur in einer Atmosphäre zionistischen Lebens. Ohne Reorganisation der zionistischen Welt werden wir daher allmählich stecken bleiben. Unsere Vorschlage liegen Ihnen vor. Ich kann auf Einzelheiten hier nicht eingehen. Wir wollen diese Vorschlüge auf dem Kongreß durchsetzen. Wir brauchen die Einheit der Zionistischen Organisation, der Propaganda, des Keren Hajessod und Keren Kajemeth, und zwar keine mechanische, sondern eine dynamische. Wenn Sie von der Stagnation der Zionistischen Organisation reden, beschuldigen Sic nicht die Jewish Agency. Sie wissen, daß eine echte Bewegung nicht durch Maßnahmen einer äußeren Politik, zu denen die Frage der Jewish Agency gehört, geschwächt werden kann. Es ist ein Unterschied zwischen der Demokratie der Gleichgestellten und Gleichstehenden, wie wir sie in unserer Organisation haben, und der einiger unorganisierter Gruppen, deren Hilfe und Arbeitskraft durch die Jewish Agency aktiviert werden »eil. Die Organisation braucht nicht in keimfreier Luft und künstlicher Abgeschlossen» heit zu leben. Wir haben Ihnen unsere Gründe dargelegt, warum die Erweiterung der Jewish Agency verbunden sein muß mit einer Erneuerung der Zionistischen Organisation. Eine Bewegung scheint machtvoll im Aufstiege, die Schwierigkeiten zeigen sich auf dem Höhenpunkte, wenn sie sich in realen Tatsachen auswirken muß. Wir leben in einer Welt, in der die gewaltigen Bewegungen Menschen ergreifen. Wir glauben, der Zionismus kann jeden Tag eine solche Bewegung werden. Bewegung offenbart sich darin, daß sie in jedem Jahr die neue Deutung zu finden weiß. Wir müssen eine wirkliche Reorganisation durchführen und die Einheit der Exekutive herstellen, einer Exekutive, die rieht Durchschnittszionismus zu machen versucht, 'sondern den Zionismus der lebenden, siegenden Bewegung, der es nicht genügt, zu wissen, da8 wir die stärkste Macht im Judentum sind, sondern die weiß, daß wir uns vor unserem eigenen Richterstuhl bewähren und sagen können, wir haben unsere Pflicht getan. Wir müssen eine Exekutive haben, der wir die Verantwortung übergeben und mit der zusammen wir die Verantwortung tragen. Jede fehlenden 10.CO0 Pfund sind ein Vorwurf für uns; sie aufzubringen, ist unsere Pflicht, wir können uns an niemand andern wenden. Diesen Geist des zionistischen Enthusiasmus müssen wir organisatorisch erfassen. Daß es gelingen kann, muß dieser Kongreß zeigen. Wir wollen daran arbeiten, unter der Führung der Menschen, denen wir bisher die Leitung anvertraut haben, die bereit sind, sich von einer verantwortungsvollen Majorität leiten zu lassen und mit ihr zusammen die nächsten zwei Jahre zu arbeiten. Unsere Kraft wird dann stärker sein aU alle Hindernisse, (l ebhafter Beifall.) Präsident Motzkin übergibt den Vorsitz an Stephen Wjse, den er dem Kongreß vorstellt als einen ZionMim, der schon am zweiten Kongreß teilgenommen, der jahrelang an der Spitze der Zionistischen Organisation in Amerika gestanden hat. Es ist für uns eine große Freude, daß er wiederum in die Vorderfront der Organisation eingetreten j;.t. Dr. Stephen Wise schildert die drei großen Phasen der 1 ntwieklung der zionistischen Bewegung in Amerika. Die erste Phase war die Zeit des zionistischen Pionicrtums und kleinen Anfänge, da nur eine kleine Schar enthusiastischer Zionistcn die Fahne der Bewegung in Amerika hochhielt. Diese Phase reichte von 1<X)8 bis zum Tage des Kriegsausbruches. Von der zweiten Phase kann man wie von einem Märchen sprechen. Wir waren drüben in Amerika fertig und hcreit, im Jahre WM für den Zionismus zu wirken. Wenn es jemals eine glückliche Konstellation gegeben hat, >o damals. I rasident der Vereinigten Staaten war Wilson, der erfüllt war von vollster Sympathie und voller Hilfsbereitschaft für die Tinnistische Sache. Nach dem Krlegs.«chluß kam die dritte Phase und bald darauf ein Wechsel In der Führung der Zionistischen Organisation Amerikas. Ich war persönlich in den letzten vier Jahren nicht in der Leitung der Zionistischen Organisation Amerikas aktiv tälig, aber ich kann öffentlich bezeugen, daß die Führung der amerikanischen Zionistcn sci\ 1921 eine außerordentliche Kraft, Fähigkeit und Energie und c ne untadelige Oesinnung bewiesen hat. Dksc Fühnmg hat allerdings volle Unterstützung genossen durch die Besuche der Führer der Weltorganisation, Dr. WeJzmann, Sokolow. Lewin, Motzkin u. a., die von' Zeit zu Zeit Amerika besucht haben, um unsere Arbeit zu stärken. Während Jcs Krieges war es ein Glück für die zionistische Sache, daß ruhrcr der amerikanischen Organisation ein Mann von großem uejst, von staatsmannlschcr Klugheit und Verständnis, von Kenntnis und Mingabe war, Justice Louis Brand eis, orr zusammen mit Straus, Frankfurter und anderen °ir Führung hatte, dir er dann vor vier Jahren aufgab. In den letzten Tagen sind mir verschiedene Fragen gestellt worden, von denen ich zwei hier beantworten möchte. Ich jvurdc gefragt, was ich als amerikanischer Jude vor, den ycmonstratioiicn in Wjen und den angedrohten Exzessen arnke. Meine Antwort als Amerikaner und Jude ist: Wenn e,n.cs Tages ein nichtjüdiseher Kongreß in Jerusalem abspalten wird, wird es nicht notwendig? ecni die Straßen Polizeilich zu patrouillieren. (Beifall.) Ich möchte noch ein Wort übtr ein außerordentlich wich- Problem sagen und glaube, daß es meine Pflicht 'als amerikanischer Jude ist. Ich spreche allerdings für mich Persönlich und nicht als Vertreter der anglikanischen Ziow»tea. Vor weniger Monaten ist in ■ Amcriki der Beschluß erfaßt worden, wieder das Werk aufzunehmen, da» das Joint Distribution Committee geführt hat. Soweit ich weiß, gab es vor dieser Beschlußfassung wenig1 oder gar keine Bc« ratung mit den jüdischen Gemeinden und den jüdischen Führern Europas oder jedenfalls war diese Beratung nicht ausreichend. In den Kriegsjahren IQKVMICk und 1017 war es unmöglich, Kongresse, Konferenzen und Sitzungen abzuhalten, um die Meinung der Juden in Europa einzuholen. Kriegsjahre verlangen Kriegsmaßnahmen. Wir hatten zu handeln, wie es unsere Kenntnis und Einsicht gebot und doch hat damals eine weitgehendere Beratung mit europäischen jüdischen Führern stattgefunden als in diesem vorliegenden Falle, Jetzt aber gibt es keinen Krieg. Jetzt kann mau die jüdischen Führer der Gemeinden und Gruppen zusammenrufen und ihnen sagen, wir wollen einen großen Plan einer großen Kolonisation in Rußland, in der Krim, in der Ukraine in Angriff nehmen. Ist das geschehen? Ich hahe das Recht und die Pflicht, hier auch in Ihrem Namen zu tprechru und zu fragen: Sind die europäischen Gemeinden befragt worden? So wie die Jewish Agency die gemeinsame Beratung dieser Fragen, die Palästina angehen, vorsieht, so sollten wir amerikanischen Juden nicht dk Maelit, .sondern auch den Willen haben, /wischen den Juden West-, Ost- und Mitteleuropas zur Beratung rusammeu/ufinden, bevor ein Programm aufgestellt wird] das Millionen und Millionen Dollars verlangt und wobei es sich um einen ungeprüften und unsicheren Plan handelt: das Krimprojekt. Ich erkläre; ich persönlich bin gegen jeden Plan einer Kolonisation in der Kri'm als Ersatz für die Kolonisation in Palästina. Ich erhebe Einspruch gegen den Kr im plan als den Plan eines AHcrnativ-Vorschlagcs zur Kolonisation Palästinas. Ich bin bereit, als amerikanischer lüde das Projekt z ti erwägen, wenn es nicht als Ersatz für die Kolonisation Palästiiuis, sondern für Kojonisationrprojekte in Mexiko oder in Südamerika vorgeschlagen wird. Es darf und kann aber keine Konkurrenz geben zwischen Palästina und der Krim-Kolonisation. Es wurde mir erklärt, daß nicht die Absicht vorhanden sei, die Krimkolonisation an die Stelle der Arbeit für Palästina zu setzen, aber tatsächlich ist jetzt schon eine gewisse Zeit die Krim und die russische Kolonisation vor die Kolonisation Palästinas gestellt worden, und das auf Grund nicht oder nur halb überlegter Pläne. Weidmann hat in Amerika nach der Convention v n Clcveland, eine ungeheure Arbeit für den Zionismus getan. Abt, er konnte nicht?um Joint gehen uvi 5 Millionen aus .seiner. Fonds für die Arbeit in Palästina verlangen.. Hätte er es gefordert, sein Wunsch wäre wahr« schein lieh nicht erfüllt worden, auch wenn er sich aul die Zeugenschaft einer vierzigjährigen Arbeit in PaläMina berufen hätte. Ab«r jetzt »lud einige wenige LeuteeiuigcwcuigcTagcinRuOlatidgcwcscu, sind zurückgekommen und haben 5 Millionen Pfund für die K r i m k o 1 o n i s a t i o n verlangt u n d sie wurden ihnen ohne einen Moment der Ucbcrlcguug vc tn p rochen und das Geld wird gesammelt werden, wenn nicht dieser Kongreß den M u t. haben wird, ein ernstes Wort au die Führer der amerN" kanisclicn Judenhcit zu richten. Wir verlangen, daß die amerikanischen Führer, bevor sie die 5 Millionen für die Kolonisation in Rußland, der Krim und der Ukraine oder irgendwo anders aufbringen, die Vorteile prüfen, dieangeblich entstehen, wenn solche Summen für Pläne in Rußland zur Verfügung gestellt werden, :-.t:itt für die Befruchtung der jüdischen Arbeit in Ercz Israel. Auf diesem Kongreß zu schweigen über das Projekt der russischen Kojonislcrnng wäre m. E. ein zu großer Preis für die Jewish Agency. Ich bin nicht an »sich gcg.cn die jüdische Kolonisation tu* Rußland, aber ich bin Zionist und wünsche, sicher zu sein, daß diejenigen, die das Projekt vorbringen, imstande sind, seine Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit ru beweisen, bevor ich als amerikanischer Jude einem. Plane zustimme der über 5 Millionen Pfund kosten soll, die vielleicht viel fruchtbringender angewendet wären, wenn sie der judI• sehen Neusiedlung in Palästina zu rVcrfügung; gestellt würden. Es kann sein, daß dieser Kongreß »ich für Schweigen entscheiden wird, ich kann nicht schwelgen, als Zionist muß ich sprechen- G r ü n b a u m (Demokratische Fraktion): Vor zwei Jahren erklärte Weiznunn: „Sic, Herr Grünbaum, können warten, ich aber kann es nicht, daher muß die Agency so rasch als möglich geschaffen werden." Damit Ist unsere ganze Kritik abgetan worden, nicht nur auf dem Kongreß, sondern in der großen zionistischen OcffentUchkcit. jetzt, nach zwei fahren, hat auch Wcizmann dir Zelt zu warten gefunden. U geht nicht?o ».chncll, wie man es, »ich vorgestellt hat. Niemand wird sagen, daß diese Hoffnung des XIII. Kongresses sich erfüllen könne. Die Rede Wise hat uns ganz klar gcs.igt, daß Menschen, die, nachdem sie sieh jahrelang mit der f rage der Agency befaßt haben, 1 Million Dollar für Investments in Palästina und dagegen für die Kolonisation der Krim 1?) Millionen hergeben, daß solche Menschen zeigen, daß sie keine innere Beziehung zu Palästina haben. Palästina ist also 1 Million und die Krim 15 Millionen wert. Damit ist die Sache erledigt. Wir mü.sscn daher weiter unscicu alten Weg gehen, den Weg des Vertrauens auf unsere Kräfte, auf den Glauben an die Wahrheit, den Weg der Eroberung des jüdischen Volkes, das lernen muß, daß Erez-lsrael die wahre Stät.c der Wiederbelebung ist und nicht irgendein anderes Land. Wir können uns nicht mit Menschen verbinden, für welche Crcz-lsracJ ein Land ist wie jedes andere, Der größte Fehler, den wir begehen können und den auch Wei/mann begangen hat, ist, zu vergessen, daß der Zionismus und Ercz-Urael noch nicht gesiegt haben. Es kann nicht u> kolonisiert werden wie Mexiko und Argentinien. Dr. Chajes hat gesagt, Erez-lsrael ist der archimedische Punkt. Wenn auch nicht die Welt, so können wir von hier au* doch die jüdUchc Welt verändern. Diejenigen, die Angst vor unserer Kcnaissance haben, können nicht untere Weggenossen sxin. Wise hat uns au den Preis erinnert. Dieser Preis ist für uns zu hoch. Wir haben den Kampf um die Hegemonie im Judentum aufgegeben. Die Notabeln-Aktion hat unseren zionistischen Stolz zerrüttet und zerrieben. Unsere Mittel werden mit dem Wachstum de» Zionismus ra*oportloncII größer werden. Jahrelang ist man den großen Männern In Amerika nachgelaufen und trotzdem ergibt der Keren Hajessod in Amerika seit Jahren immer nur die gleiche Summe. In Polai dagegen it»t cino &<ark aufsteigende Linie in den K. H.-Eingänge zu verzeichnen, die, wenn keine Katastrophe eintritt, auch «och weiter steigen wird. Von nnrr politischen Tätigkeit kann man überhaupt nicht reden. Merkt mm da etwas von einem System, hat man etwas vorausgesehen? Hat rnan Wejzmann wegen der Ernennung des neuen High Commksioner gefragt? Drei Jahre sagte man, wir?teh a tm Kontakt mit dem C®Ioni*J Office wegen der f rage der Immigration und dca neuen Alijahgesetzes. Und jetzt muß man jagen, daO da« neue Alijahgesetz in vielen Beziehungen ärger ist al# das frühere, ijcwjß, es gibt in der Politik Zeiten besserer und schlechterer Konjunktur. Aber vib' die Exekutive nicht einmal sichtbar .T,«nd«nr«i gesehen bat, nicht die Richtlinien der «glichen Politik bezüglich de» jüdischen Nationalhcims, da> atc!U 4 ein trauriges Zeugnis aus. f>ie Politik der Exekutive „V eine impressionistische, sie war sprunghaft ohne jedes sv.v> Kreise in Palästina fragen schon, ob d« Fundament, dem wir bauen, ausreichend ist, ob es nicht unter den h> »chwankt. Jeder Palästinenser wird Ihnen sagen, <\}'s 'f\ administrative Praxis nicht eingestellt ist auf Uiucrsji.ir.! unseres Aufbauwerkes. Unsere politische Tätigkeit mir, '■ zwei Linien geführt werden, erstens als Kampf um Oic R,; des Jischuw und zweitens müssen günstige Bcdingim«,.,; die entsprechende Anwendung des Mandates werden. Aber die Beziehungen zwischen den Besch'': der Asscfath llaniwcharim und der Wiiklichkcit zc:^,"P ■' wir hier durchaus nicht auf der Höhe sind. Mau kon$('-~l bei uns einen Fortschritt und glaubt, daß die Ma^cr-.1 gration ein Beweis für gute zionistische Tätigkeit?ci. diese Massenimmigration ist durchaus nicht (i'ukt ihm-;, {l' : Uligkcit gesicherten Anziehungskraft l'aLUtinai r\ schreiben, sondern in erster Reihe den durchgreifen^:''. Veränderungen in der ökonomischen Strukt'jj deralten ui d neuen Länder von Ostcm^.* Rußland Ist venperrt, Amerika bt versperrt und che ]-,.] gehen nach Erez-lsrael, weil sie keine Möglichkeit |-,y > anderswo hinzugehen. Diesen Strom darf man man darf aber nicht aus ihm politisches Kapital sdiU- wie es die Exekutive tut. Dieser Strom ist da und ei r £ uns gelingen, ihn in unsere Oewalt zu bekommen. i:r „> beherrscht'und reguliert werden, damit er Kader treibt, s,f bringt er Zerstörung. Er hat schon jetzt Leben <jCbr; : aber er hat auch Schaden angerichtet. Gelingt es \nis » j ihn zu lenken, dann werden wir vielleicht Städte in Pa!^. haben mit einer großen jüdischen Bevölkerung, ^ber jüdisches Land, keine jüdische Arbeit, keine h^bnii:- Schuten, kein Erez-Isrucl. Nach Orünbaum ergreift das Wort Louis Lipsky. Louis Lipsky (Amerika): Ich spreche hier Namen der organisierten Zionistcn von Amerika. H; ist unser Denken Angelegenheiten zugewendet, die in mittelbarer Verbindung mit den . ungeheuren ökonomischen und nationalen Veränderungen t>tchcn, in der Struktur des jüdischen Lebens vor sich gehen. :• dominierende Gedanke dieses Kongresses ist: wie ht Neuaufbau des jüdischen Lebens zustande zu bringen? Vf wir aus dem Fenster Amerikas blicken und da» ji.c! <. Leben betrachten, wie es innerhalb die-.es HdU.r- Arne [ ist, — umgeben von einem Volk und einer Wirkk';: voll Eile und Lärm, dann müssen sich unsere .Vieth..?: unverineidlichcrweise den Maßstäben auähncln, die m -c Land, in welchem wir wohnen, vorherrschen. Wii m -i. daß die zhwiWisrhc llcwegung in Amerika, die die lt \ idee der amerikanischen Judenhcit Rtuo ist, ein gewisses Verdienst durch die von ihr augeueve | Methoden hat, die anderen zionistischen Gruppen als *| spiel dienen können. Die amerikanischen Zionistcn &ind; i immer *o fibch, wie zu der Zeit, als wir jene Ki/ * aktlon von V)\\ begannen, die die von uns genduür? Institutionen in Palästina zu erhalten half. Unser Ak; | Programm erweitert sich. Wir haben neben dem KV [ Kajemcth die American Zion Commonwealth, die w!! mouic mit der zionistischen Landpolitik in Palästina arbc Wir haben eine Vcrkaufsorganisation für die Hund.«; Gcncrat Mortgagc Bank geschaffen und es gibt vt-rsrh dene andere Unternehmungen im Rahmen uum'ics > Crößcrtcij Programms. Wir haben, gbubc ich, einei: l gefunden, um in die Geltungssphärc der Zionistischen t ganisatjon einen größeren Teil des fur den Aufbau : bringhareu P r i v a t k a p i t a! s zu bringen. Ich will an dieser Stelle der Debatte den Aubdu: des Vertrauens der Zionistcn von Amen', für die Tätigkeit Dr. C h a i nt W e j z m a tui %, ' Präsidenten der Zionistischen Organisation, kundgeben. I Generaldebatte ist gewöhnlich von Anfang bis z\i l Kritik. Dr. Weizmann hat die zionistische Lcitun;; nt.: lieh seit Beginn des Krieges in Händen, tr bot Organisation zu einer Körperschaft entwickelt, die t-uh;. ihrer Fonds, ihrer Institutionen, ihrer Departement» ruh-y kann und alle Elemente eines S(.iat>wcsens aufweh'. £ gegenwärtige zionistische Leitung hat erfolgreich i.'ie? nistischc Organisation zu einer Körperschaft mit cir.cn [ erkannten politischen Status gemacht. Die Würde und,v' £ achtung der Zionistischen Organisation ist erhalten gfbl::v \ während die. ganze Zionistische Organisation, nicht 2 \ unsere Exekutive sich de; Erniedrigung und l.achrrü' ■ in den Augen der Welt preisgegeben hätte, hatte « arrogante kriegerische Attitüde, mancher! \ r enden Zionistcn angenommen, 111 deren ] zeptiou politische Aktion und Repräsentation als eine R' | von Demonstrationen des Wortes erscheint. I Wir müssen gleichzeitig unsere E u 11 au s < ii '• 3 darüber zum Ausdruck bringen, daß di<- [ datsregierung das ihr übertragene Amt als d.\s eine«. kV j /wischen /wel streitenden Parteien auffaßt. Shtt ' i und aktiv die Schaffung des jüdischen Nationalheut^ ' \ wärls /u bringen, wie es der Sinn des Mandats erfer.: J hat sich die Maudatsmaeht bemüßigt gesehen, die \ti- \ wohlwollender Neutralität anzunehmen und hat unter 1 gewöhnlichen Umständen auch von dieser llaltitn,; AS! genommen. Wir fühlen es besonders hart, daß der A:tik?'. des Mandates, nach welchem die Regierung vi i c wirtschaftliche Siedlung durch Z u w c i >« von 1111 b es i ed c 11 c m oder Brachland «int stützen solle, nicht genügend erfüllt * den Ist. Die Leitung \Vci?mauns tritt für die Erwciie;im».' t Jewish Agency du und hat in dieser Beziehung üm-i.i volle Unterstützung. Ks i>t ein Programm. >■'' sammenhang mit welchem Verhandlungen geführt, I'V'^'j gestellt und gebilligt worden sind und wir sind um 11 ^'j reit /.um nächsten Schritt, l.s sind GcruVi'.e j geworden, daß die Zjoiiistfn Amerikas ih:c StcPtir.r j dieser Frage verändert haben. Diese Gerüchte si;td ü: j Wir betrachten die Erweiterung der Jewish Agencv : '| allein als eine Aktion, die dem jüdischen Nationalhcitf c \ substantielle Hilfe bringen soll, — diese bringt sie berci's i sondern auch als ein Instrument um die Anerkennung i;•'••' Ideale und unserer Auffassung vom jüdischen Leber; i unter jenen durchzusetzen, die mit uns z u s j in in c it * j Verantwortlichkeit in der Jewish Ac<rj tragen sollen. Die Durchführung dieses Planes i<n \ einen Zeitraum in Anspruch, dessen Ausdehnung nicht;;; j abc/nnar j$t. Dir praktische Organisation kann rin j; i zw-i Jahre, oder mehr erfordern, aber die inteHrktuellf 5 soziale Seite der Sache muß jm Lichte der Evolution } trachtet werden. Die amerikanische Delegation wird 1 diesem Kongreß ohne Zögern die Vorschläge der unterstützen, in. denen sie Ermächtigung is > verlangt, zur Einberufung des Councils der jewutiA." ■ fortzuschreiten. \ Daa Problem der v j ertcn A Ii j a h steht zum "^'.S auf unserer. Tagesordnung. Wir finden uns in Ucbr ,; Stimmung mit den Konklusionen, zm denen Pr. j-Ulnc.* kam. wenn ayrh vjcle von uns sich in der Arc^-£.) tat ton v.,;i ihnen unterscheiden. Aber das Proi?'-«"1 Vierten Ahj«h sollte frei vom Vorurteil und Dogm^ <

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