Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 66 (21.8.1925)
- Date
- 1925-08-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 566 JUEDISCHE RUNDSCHXÜ *r.» 'der biektitwe Die Exekutive hat dem XIV. Kongreß einen umfangreichen Bericht über die Tätigkeit suf allen Gebieten seit dem letzten Kongreß vorgelebt. Der Bericht umfaßt ausführliche Darstellungen der politischen, kolonisatorischen, kulturellen, administrativen, organisatorischen, finanzieren Tätigkeit der Exekutive und der mit Ihr zusammenhangenden i Institutionen. Wir geben im nachstehenden einzelne gekürzte Abschnitte aus den Berichten wieder. Politisches aus Palästina (Aus dem politischen Bericht.) Seit dem XIII. Kongreß ist sich die politische Lage in Palästina gleich geblieben. Im Verfolg derselben Politik, die schon die Bemühungen der Regierung zur Schaffung eines Gesetzgebenden Rates (Legislative Council) aus gewählten Vertretern zu Fall gebracht hatte, vereitelte die Muselmanische Christliche Vereinigung (jamiya Islamia Massihia) auch den zweiten von der Regierung Im Sommer 1923 gemachten Vorschlag, der dahin ging, die früher bestehende Beratende Körperschaft (Advisory Council) auf der Grundlage von vom Oberkommissar vorzunehmenden Ernennungen wiederum ins Leben zu rufen. Der letzte von der Regierung gemachte Versuch, sich die Mitwirkung der "Araber zu sichern, geschah in Form eines Angebotes, eine Arab Agcncv, deren Position der Jcwish Agency analog sein sollte, zu bilden, Icdoch auch dieser Vorschlag wurde von der Versammlung der arabischen Notabein', der er vom Oberkommissar am 11. Oktober 1923 vorgelegt wurde, schroff .abgelehnt. Nachdem die britische Regierung von dieser Entschließung verständigt worden war, instruierte sie den Oberkommissar, daß „nachdem alle Vorschläge für eine innigere Verbindung der Araber mit der Administration abgelehnt worden waren, die Regierung Seiner Majestät keine andere Wahl hat, als die Verwaltung des Landes in Ucbcrcinstimmung mit den übernommenen Verpflichtungen fortzuführen, auch nachdem sie auf die Hilfe, welche sie von der arabischen Bevölkerung zu erreichen gehofft hatte, verzichten muß". Dementsprechend wurde der Oberkommissar autorisiert, die Administration von Palästina mit Hilfe einer Beratenden Körperschaft aus Regierungsbeamten fortzuführen, und dieses System ist noch heute in Kraft. Unterdessen hatten die fortgeschrittenen Geister in der arabischen öffentlichen Meinung eingesehen, daß eine solche. Stellungnahme ständiger Obstruktion gegen jeden von der Regierung gemachten Versuch, die Administration von Palästina in eine innigere Verbindung mit der arabischen Bevölkerung zu bringen, bloß das eine Resultat haben könne: die endlose Fortführung einer Administration ohne repräsentative Institutionen. Das wachsende Uebcrhandnchmcn dieser Ansicht führte im September 1923 zur Gründung einer offiziell „Arabische Nationalpartci" (Hizb Ularaby Ulwatany) genannten Gruppierung, welche auf die Initiative gemäßigter politischer Führer ci folgte. Das veröffentlichte Programm flieser Partei zeigte wenig Verbesserung gegenüber dem der Musclmanischcn Christlichen Vereinigung in bezug auf die Stellung zum Zionismus, aber die neue Partei war bereit, von der Regierung alles anzunehmen, was in der Richtung zu ' einer verfassungsmäßigen Regierung .zu erreichen war, immer in der Hoffnung, nach und nach mehr Zugeständnisse zu erlangen. Die Partei war zur Zeit, als der Plan einer Erneuerung der Beratenden Körperschaft schwebte, zu jung, um ihre Tendenz auf wirksame Kooperation geltend zu machen, aber -trotzdem zeigte sich diese Tendenz mehr und mehr in der Tatsach:, daß Mitglieder dieser Partei, die zu Mitgliedern des Rates ernannt wurden, ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit erklärten, auch nachdem die Musclmanische Christliche Vereinigung beschlossen hatte, ihn zu boykottieren. Kurz nach der Gründung der Nationalpartci entstand in verschiedenen Teilen des Landes eine Bewegung zur Gründung einer Bauernpartei (Hizb Ul-Zurrah), deren eingestandene Ziele mehr wirtschaftlicher als politischer Natur waren. Diese Partei ist bisher keine ernste Kraft im Lande geworden, vielleicht deswegen, weil die finanziellen Mittel für eine Organisation fehlen, teilweise aber auch wegen der Opposition der Großgrundbesitzer (Effcndis), welche in der bäuerlichen Bewegung den Kern einer Bestrcbug für demokratischen Fortschritt sehen, der, wenn er sich durchsetzt, ihnen die Möglichkeit der Unterdrückung und Ausbeutung nehmen würde. Nichtsdestoweniger stellt diese bäuerliche Bewegung ebenso wie, die Bildung der Nationalpartei eine Anerkennung der Tatsache dar, daß die bloße Opposition gegen jeden fortschrittlichen Vorschlag, den eine mehr oder weniger wohlwollende Regierung macht, keineswegs den politischen Status der Bevölkerung zu heben geeignet ist. Die Musclmanische Christliche Gesellschaft ist durch die oben beschriebenen Bewegungen sehr geschwächt worden. Sobald sie ihre Stimme erhebt und Anspruch macht, im Namen der ganzen arabischen Bevölkerung zu sprechen, ist die öffentliche Meinung nicht länger, mehr ein bloßes Echo, sondern im Gegenteil, die Nationalpartci antwortet mit einer obstruktiven Taktik gegenüber der Musclmanischcn Christlichen Gesellschaft und im Hintergründe, hinter den mehr im Vordergrund stehenden Figuren der wetteifernden politischen Parteien, erheben die Bauern ihre Stimme für progressive Reformen, geeignet, das Los des Landwirts zu bessern. ' Diese Entwicklung hat noch keine positiven politischen Kr-Miltatc ergeben, aber es besteht eine Tendenz, welche iiuf gfeinigtes arabisches Verlangen nach Teilnahme an der Administration gerichtet ist. Die Angelegenheit wurde bei einer Begegnung diskutiert, welche der Kolonialstaatssckrctär c'ner arabischen Delegation am 21. April 1925 gewährte, »» deren Verlauf Mr. Amery erklärte, daß „die britische ■ K-Crunff bcrfj* "nd wi,Icns mit den Vertretern der ah Bevölkerung in Palästina zusammen zu arbeiten, aper die Regierung kann diese Zusammenarbeit nicht als JU* ,nr. erwiesene Gunst betrachten". Es ist vorauszu- T*fnV ß dicse Fra8e. welche auch die der jüdischen £n i« mc an dfr Administration einschließt, in naher Zuzu positiven Resultaten führen wird, und dies ist kunft 42"r An8cI<*enheit, in der der Kongreß seine Politik forrouneren muß, welche der Exekutive als Richtschnur dienen kann. Die landwirtschaftliche Kolonisation 5684-85 (Aus dem Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation.) Die Berichtsperiode zwischen dem XIII. und XIV. Kon- EJta war im wesentlichen eine Fortsetzung der in der vergangenen Kongrcßncriodc begonnenenkolonisatorischen 1.. j0n' dic Vor a"cm durch die systematische Besicd- J & s Emck Jesred u,,d dcs Nuns-Gcländcs gekennzeichnet ist. Es wurden in dieser. Zeit 8ocuc Siedlungspunktc geschaffen, davon Oim.Emek'-- dic Moscnawim Tel-Adas- und die transsyjvanische Siedlung und <»e Kwuzah Achwah (Gingar), Markenhof, Zrifin, Chcfzibah (Bcth-Alpha) — und 2 in Galiläa, nämlich die Moschawim Hittin und Ramah. In weiteren Kolonien wurde von der Abteilung eine Sicdlungsaktion auf neuer Grundlage in Angriff genommen, und zwar Li Gcderah und Beer- Tuwiah in Judäa. Kfar-Saha im Emek Hascharon, sowie in Balfouilah Im Emck Jc:.rccl. Damit wurde dic Zahl der von der Zionistischen Organisation mit den Mitteln des K.H. seit dem XII. Kongreß neu errichteten Siedlungen auf 17 gebracht, die Ansicdlerrahl in unseren Sicdlungspunkten (ohne Obcr-Oalila:») von 530 aut 2800 erhöht; dic angebaute Flache von 20 000 auf 90 000 Dunam erweitert. Der Zuwachs dieses Bcnchtsabschnittes ist nahezu gänzlich auf Rechnung des Jahres 5684 zu stellen. Im Jahre 56S5 (1024/25) ist die Ansetzung neuer Siedlungsgruppen zum Stillstand gekommen, Alle Mittel wurden dem Ausbau der begonnenen Anfange zugewandt. ,.«,.. Unser Sicdlungsetat betrug in den 2 Jahren £ lb000 (564S) resp. £ 125 000 (56S5), zusammen £ 240000. Er war geringer als der bewilligte Etat der früheren Berichts^ periode (£ 325000) aber wir wurden in den letzten zwei Jahren von den Etatkürzungen mitten Im Wirtschaftsjahr verschont, dic soviel Verwirrung und Kraftvergeudung gestiftet hatten, so daß die wirklichen Ausgaben höher waren als in den Jahren SftÄ2 und 508^ (£ 101 000). Auf welche Arbeitsgebiete sich das landwirtschaftliche Budget verteilt, unterrichtet die Aufstellung 2. Den ers.cn Platz nehmen unsere Aufwendungen für b i e d 1 u n g s a n - leihen ein. Sic werden am 30. September d. J. den Gesamtbetrag von £ 467420 erreichen (wovon £ 364 530 die Zunahme 'der letzten 4 Jahre darstellen). Sic verteilen sien ziemlich gleich auf Kwuzoth und Moschwe-Owdim, die 6ich auch in b'czug auf dic Sicdlcrzahl dic Wage halten. Das Hauptgebiet unseres Sicdlungswerkes bleibt nach wie vor die Ebene Jcsrccl - das Emck. Dic Kwuzah „Achwah-Jadjur" steht etwas vereinzelt am Westeingang zum Emck, aber von Kfar-Nahalal an erstrecken sich die von uns finanzierten Siedlungen in nahezu ununterbrochener Kette — über Gingar, Markenhof, Moschaw 1 latransvlvanim, Tri- Adas, B.ilfouriah, Klar |ei-hcskie|, Givah, F.n-Clwod^ Tel- Joseph, Chcfzibah und Beth-Alpha — bis an dic Orcnze von Bcth-Shean (Bcisan). Nur die Kwuzah Merchaviah, der Pionier des Emck, ist vor dem Kriege begründet. Alle anderen Siedlungen sind das Werk der Zionistischen Organisation und des Kercn Ilajcssod in den letzten 4 Jahrrn. Sie r.trhni sämtlich auf dem Hoden des J. N. F., nur I'mIfouriah wurde von der Ziou Commonwealth erworben, dic auch den Siedlungskredit für Wohn- und Wirtschaftsgebäude beschafft, wahrend das Inventar- und Betriebskapital aus den Mitteln des K. 11. beigestellt wurde. Tabelle 3 gibt den Stand unserer Siedlungen nach der Zählung des Departements im April,Mai d. J. an. Von unseren neuen Siedlungen sind in ihrer Entwicklung am meisten vorgeschritten, dic 2 großen Moschawim Kfar- Nahalal und Kfar-Jecheskicl, dic in ihrem 3. Wirtschaftsjahre sind und in denen, das Jahr 5635 mitgerechnet, rund £ 700 pro Familie investiert wurden, sowie dic Kwuzoth Givah, Gingar, Daganiah B und Kiriath-Anawim (bei Jerusalem); dic erste aus alten erprobten Landarbeitern, dic anderen aus Chahizim, der sogenannten 3. Aüah (1010 bis 1020). Dicse Siedlungen bedürfen noch relativ geringer Investitionen, die Kwuzoth vor allem für Gebäude und könnten schon im nächsten Jahre in ihrer Anlage vollendet sein. Dic gleichfalls im Jahre 1023 begründeten genossenschaftlichen Großbetriebe, En Charod und Tel-Joseph auf Nuris, haben im Verhältnis zu ihrer Fläche und Ansiedlerzahl wesentlich weniger Kapital verbraucht und r.Ind erst in den letzten zwei Jahren n.irh der Teilung im Sommer 1023, aus dein Okkupationsstadium heraus und zu einem halbwegs geregelten Wirtschaftsbetrieb gekommen. Alle anderen Siedlungen sind in ihrem zweiten Bctricbsjahrc. Davon haben dic Moschawim Merchaviah, Ataroth, und Kfar-Malal (En- Hai) und die Ansiedler in Ocdcrnh einen Teil Ihrer Stallungen erhalten (im Merchaviah wurden 0. in Klar Malal '*), in Ataroth 0, in Gcderah 17 Ställe errichtet), In den Moschawim Güttin, Tel-Adas und Transylvania wird in diesem Sommer mit der Erbauung von Stallungen zum Teil befonnen. Dic Ansiedler hausen vorlaufig in Baracken, In cl-Adas in den Häusern der früheren arabischen Haraten. Ebenso provisorisch, ia noch primitiver, sind die neuen Kwuzoth untergebracht, die zum großen Teil bisher noch nicht In der Lage waren, mit dem Ausbau ihrer Wirtschaften zu beginnen, und aus dem Kibusch-Stadium herauszukommen. Bei den Kwuzoth Achwah-Jadjur, Achwah-Gingar, Markenhof und Zerifin, ist noch nicht dic ganze für sie in Aussicht genommene Bodenfläche vorhanden. In geordneteren Zuständen sind die Genossenschaften Chefzibah und Bcth-Alpha (Waschomcr-Hazalr) die Ost-Nurls in 5683 gemeinsam in Besitz genommen haben und seit 56S4 als gesonderte Betriebe bestehen. Im Zusammenhang mit dem Zukauf von Kund und der Neuregelung der Grenzen der Nuris-Si cd hingen werden sie die erforderlichen Bodenflächen erhalten. Alle diese Siedlungen erwarten die Realisierung der vom A. C, beschlossenen Keren Hajcssod- Anleihc von £ 50000 und den Beginn ihrer Baiipcriode Die Kwuzoth, die der Mangel an Untnkunft für Men scheu und Vieh, die ständige Geldknappheit, sowie dic langjährige Unsicherheit auf eine besonders harte Probe stellten, haben dic landwirtschaftliche Tüchtigkeit ihrer Mitglieder bedeutend erhöht und den Wechsel In ihrem Be¬ Stande, der ihre Konsolidierung ernstlich bedrohte, mit Ausdauer bekämpft. Unser Ansiedler ninterlal - besteht vorwiegend au* erprobten Landarbeitern, die seit 10 bis 15 Jahren im Lande arbeiten, sowie aus Chaluzim, die seit 5 bis 6 Jahren im Lande sind und vorerst bei öffentlichen Arbeiten, wie Wegebau und ländlichen Ameiiorationen, im Baugewerbe und als Lohnarbeiter in Kolonien beschäftigt waren. In einigen Orten haben wir es mit Ansiedlern anderer Art versucht. In der Transsylvanier-Sicdlung haben wir 40 Baucrnfamilicn aus Siebenbürgen angesiedelt: Im Moschaw Merchaviah 30 Familien, dic sich In Tcl-Awiw mit Milchwirtschaft befaßten; in Bcer-Tobiah wurden an Stelle der Kwuzah, die nach dem Emck abzog, 11 Familien aus der Ukraine angesiedelt, dic gewisse landwirtschaftliche Vorkennt, nissc mitgebracht haben; In Gcderah schließlich haben wir mehreren Kolonistensöhnen neben älteren Arbeitern zur Anslcdlung verholfen. Ebenso sind unter den Ansiedlern in Chiüin gegen 20 Familien dieser Art. * Es Ist bekannt, daß 'jnserc Siedlungen vorwiegend auf gemischter Wirtschaft beruhen. Während der Getreidebau nahezu überall auf die Selbstversorgung von Mensch und Vieh beschränkt wird der Sturz In den Weltmarktpreisen und die ausländische Konkurrenz begünstigen diese Llnstc:iung — zeigt die Milchwirtschaft einen ßtafken Aufstieg. Wir haben in den letzten zwei Jahren gegen £ 26000 für Kühe ausgegeben und unseren Milchvichbcstand (samt Nachwuchs) auf 3050 Köpfe gebracht. Dic Milchprodukte bilden derzeit, dank den hohen Preisen, eine wachsende EinnahmcQuellc für unsere Betriebe. Zur Organisation des Absatzes haben wir dic Schaffung einer autonomen lung innerhalb des „Hamaschbir" für den Verkauf , wirtschaftlichen Erzeugnisse gefördert. Diese Abteil.' in den ersten sieben Monaten d. J. Produkte unsert-r'-' schaften im Werte von £ 20 270 verkauft, davon z Milch, Butter und Käse. Ein ebenso erfreuliches •■!; weisen die Pflanzungen auf. W'r widmen diesem sdV.. tigen Wirtschaftszweig einen besonderen Abschnitt di'V richtes. Dic Ausbreitung des Genu'*cb.iurs v,;rr| , durch den Mangel an Wav.er gchlndcit, eben«.-» <•,.,'' Fehlen einer Konserven-Industrie. Aber die Aufr.ie:'K,v unserer Siedler ist dem Gemüsebau ebenso zuqewar.j' der Geflügelzucht und der Bienenzucht. Der Tabikrim letzten Jahre durch die Marktsehwieiigkrhr» m,,, ' schlag erlitten und die Geldknappheit mehrerer verschärft. Aber es ist zu erwarten, daß unsere Sit't im Emck an der Lösung der wichtigen Sorten frage ifol teil haben werden. Trotz, dieser erfreulichen Vielseitigkeit, trotzten; c.r duktion der von uns bisher angesiedelten rund 100} fsim jähre 5684 schätzungsweise den Wert von £ j-;,- 130 OCO betrug, und in diesem Jahre eine noch - sein dürfte, sollen die zahlreichen Schwierigkeiten u~<j". ungelösten Fragen nicht übersehen werden. Dic Ernteerträge der wichtigsten Kulturen m.-.c den ortsüblichen Fellachen-Durchschnitt noch ueraC' mancherorts gar nicht hinaus. Daher die L'nre.i;/ de* reinrn Ackerbaues, die geringen Gewinne und oh luste der Milchwirtschaft, die auf teures Futter nn;v, ist. Dic anderen Zweige, sind zu jung (tumenthc- Pflanzungen) und zu wenig entwickelt, um die^c \V wettzumachen. Die Ursache ist überall mangej. D ü ng u n g. infolge ungenügender Stallvichhaltung. ui'- der Boden, im Zentrum des Emck, unseren A-v. in einem ausgesaugten Zustande übergeben wird. [)<- übergroße allgemeine Ausgaben, Steuerdruck h;. Wassermangel, 10—18 <Vo Krankheitstagc, stark« Schreibungen infolge Preissturzes in den letzten Jährt dies maclu Betriebsdefizite in den ersten Jahren der bereitung unvermeidlich. Darum weisen soerar die i Kwuzoth ' oft buchmäßige Verluste auf. Dazu korrungenügende und nicht rechtzeitige Zustellung unsrrcr i die viele Leiden und Verluste mit sich brachte Dir v~! liehe Verbesserung in diesem Jahre, da wir in de, / 7 Monaten ca. 00°/o des Budgets ausgezahlt haben, kä- Tatsache nicht gutmachen, daß wir unsere Ansiedlunj--'..-; statt in 2, höchstens 3 Jahren voll auszuzahlen, dm A unserer Siedlungen auf 4, 5 und 6 Jahre au«gcde;vi damit deren Anlage sehr verteuert haben. Die^e er denden Erwägungen sind zum Vrr*tatulnjs der Bilanzen ■ Kwuzoth und Moschawim notwendig. j Unsere Aufgabe muß ci sein, die alten und c,e -| Siedlungen, die aus dem Vorbereitungsstadium hera;;. i im Jahre 56S6 endgültig auszubauen, alle anderen Bot. den nächsten 2 Jahren zu Ende zu führen. Dic Sunr. dazu erforderlichen Investitionen wird derzeit von dort des Departements genau berechnet und wird dic Gru: des landwirtschaftlichen Etats bilden, der dur. Konpre" gelegt wird. Es ist jedoch anzunehmen, daß die t'ur liehe Kolonisation verfügbaren Barmittel dazu kaum aus? werden, insbesondere, wenn man auch neue Siedlungen«.., will. Darum ist dic vom A. C. im Juü v. J. in Lo-,d~ schlossene K. H.-Anleihe von £ üOOOO 711m Au«*;: Landwirtschaft von so vitaler Bedeutung. Die Abiniuschaftigt sich derzeit intensiv mit der -Ausarheitu?: Sicdlungs- und. Baupläne unserer meisten Ansicdlunc.cn;:-: Bewässerungsplänc für Nahalal, Nuris und die Jordan:: triebe. Zur Zeit des Kongresses werden wohl all' V- Setzungen für die Inangriffnahme eines groß/iigipcn P: Crammes gegeben sein, das in den Jahren 5f)So/S7 Zuführung gelangen und im Wirtschaftsgan^c unserer ß:' eine entscheidende Wendun" M-r^n wird Dic Errechnung der AmmcJ .ngskostm einer I miiu,,: Gegenstand neuerlicher und genauer Nachprüfung, r sammenhange mit der Berechnung des Kapitalbed.irs Ausbau der in Angriff genommenen Siedlungen. Au; ' des Finanz- und Wirtschaftsrates wurde im vorigen j^:: Plankommission zur Ausarbeitung der Siedlung«- unJ schaftsplanc unserer Kolonien eingesetzt. Die k'or,,- hat ihre Aufgabe mit dankenswertem Eifer erfüll: beigeschlossene Auszug aus ihrem Vorbericht gibt über die vorläufigen Ergebnisse ihrer Arbeit. Das wird dzt. von der Abteilung auf Grund gegenwärtigen 5': der Wirtschaften neuerlich bearbeitet und wird dir '■ des landwirtschaftlichen Kolonisations-Budgets für d;c Kongreßperiode bilden. Dic Kommission hat dic V kosten pro Familie zu den Preisen im Sommer 10:- £ 700,— berechnet, dic sich wie folgt verteilen 1. Wohn- und Wirtschaftsbauten ... £' 2. Lebendes und totes Inventar 3. Umzäunung, Wasserzuteilung, Parzellierung '. 1 4. Betriebskapital (inkl. Düngung, Pflänzlinge, Saaten 5. Gemeinschafts-Eigentum (große Maschinen u a. . , 6. Unvorhergesehene (5<Vo) ........ Zusammen l">ic Berechnungrn ergeben ferner, daß der als L angenommene Betrieb (auf 100) nach 5 Jahren im > sein wird, eine Bodenrente von etwa 2»o (an den J N und auf Rechnung der K. H.-Anlcihe ca. -1 o„ (Zir:>c- Amortisation) zu zahlen. Dic Abteilung widmet, im Einvernehmen mit dem Vl Hjrhakhut. Ihre dauernde Aufmerksamkeit dem i'iob< Vi:rbilliguug der Kolonisation. Besondere Kr sionen studieren jetzt die Frage der Ansiedhing auf Fliehen (von 50. 25 und 10 Dunam) in der Nahe der* Ihre Berichte liegen noch nicht vor. Es ist aber jerklär, daß dic Voraussetzung derartiger Verdiclitun,; ^f Ionisation dic Ausnützung vorhandener BewasscrunfMi'-; keiten ist. Es braucht nicht an dieser Steile erörtert :u v<" welche Bedeutung dem Abschluß von Vertragen nr: Ansiedlern zukommt. Dic Zionistische Organisation « Ende dieses Etatjahres (p. 30. September 10:v £ 460 000 in Ansicdlungsdarlchen investiert haben. 1"' endung der in Angriff genommenen Siedlungen sifi" aussichtlich weitere £ 300000 nötig. Diese Invomüssen nunmehr rechtlich sichergestellt und dic Bedsr.-i ihrer Rückzahlung durch die Darlehensnehmer fest^c!-." den. Andererseits ist es von großer erzieherischer tung für die Ansiedler selbst, wenn sie anfangen, die Vihrer Schuld an den K H-, sowie dic Entrichtung ^: " "; rente an-"den KKL in ihre wirtschaftliche Kalkül» einzustellen. Die vertragliche Bindung wird dazu t>c'' t die Stabilität der Wirtschaften, insbesondere der Kwu^'j erhöhen. \ Zwei Vertrag itypcn kommen in Betracht: ein \;\ vertrag mit dem Ansiedler im Moschaw und ein K01 vertrag mit der gesetzlich eingetragenen, genossene liehen Gruppe in der Kwuzah. Beide Vertrage sind \ü\ \ in ihren Grundbestimmungen. Der Vertragsentwurf i wurde vom FWR. in London (I. J. 1023; und im * j