Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1925-08-21 · Heft 66 (21.8.1925) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 66 (21.8.1925)
Date
1925-08-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652691-2652753--17642-3528538
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

10 entity mentions

JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 56"? vom Waad Hachaklaut (landw. Beirat) durchberaten.!3',f Landarbcitcrvcrband hat vor einigen Monaten seine- ^/•nVorschläge eingereicht, die von uns geprüft wurden. demnach anzunehmen, daß die Verhandlungen noch dem Bc£i»n des neuen Wirtschaftsjahres zum Abschluß v0f„pcn werden. » Sc wesentlichen Diskussionspunktc sind: Höhe der Vcr- •£unff ünd Tilgungsfrist, Form und Umfang der hypothe- "rhen Sicherung, Buchwert oder Schätzungswert der K. H.- '•^liiioncn, schließlich die Stellung der Arbcitcr-Sicdlungs- "'Slschaft „Nir" und. des Waad des Moschaw als Vcr- ^.-w« (Fortsetzung folgt.) h$Pärtd ^chung des Jüdischen Volkes mm Völkerbund Von Manka Spiegel. pr. Moritz Bileski hat in seinem Aufsatz, „Palästina, P^ish Empire, Völkerbund" („Jüdische Rundschau" Nr. 52), Jn' Problem berührt, das nicht nur von großem juristischem v|Cfcsse, sondern auch von eminenter praktischer Bedeutung!ct. Es handelt sich um die formelle Regelung der Bczichun- U des jüdischen Volkes zum Völkerbund, die bisher noch Jcl,t erfolgt ist. Die Grundlage für diese Regelung ist die Feststellung des völkerrechtlichen Status des jüdischen Volkes, der SIC^ aus ^r** * ^cs Palästinamandats zwar ergibt, der Iber bis nun nur gegenüber dem Mandatarstaat, nicht gegen- «jer dem Völkerbunde geltend gemacht wurde. Heute, wo jj:c in Art. 4 des Palästinamandates offiziell anerkannte Jewish A"rncy bald nicht mehr nur die Vertretung der organisierten iistwi» sondern tatsächlich die Vertretung des jüdischen Volkes sein wird, ist es unerträglich und unhaltbar, daß diese Icwish Agcncy, wenn sie aus irgendeinem Grunde in Verbindung mit dem Völkerbund treten will, gezwungen ist, fast Löchte man sagen auf Hintertreppen um Gehör zu bitten, anstatt ein selbstverständliches Recht darauf zu haben, gehört;j werden. Dic Erklärung für diese Tatsache ergibt sich aus j(jn formalen juristischen Gründen: Das Völkerrecht, das jünen Namen sehr zu Unrecht führt, denn es ist in Wirklichkeit ein reines Staatenrecht, hat in seinem veralteten Svstcm bisher für das jüdische Volk keinen Platz gehabt, dieses, als einziges unter allen Völkern, war seit zwei Jahrtausenden nicht staatlich organisiert. Nun zeigt aber das Völkerrecht in neuester Zeit eine auffallende Tendenz, Schranken, die seinem wahren Wesen widersprechen, zu durchbrechen. Die Anerkennung nichtstaatlicher Gruppen in der Praxis des internationalen Verkehrs des Völkerbundes ist Li dieser Hinsicht von symptomatischer Bedeutung. Sic hat unter anderem Ausdruck gefunden in dem Beschluß des Völkerbundes, einen Vertreter des internationalen Arbeitsamtes mit beratender Stimme den Sitzungen der permanenten Mandatskommission, in welchen Arbeitsfragen behandelt werden, heimziehen, sowie in der Regelung des Pctititonsrcchtcs in Mandatsangelcgcnheiten durch den Völkerbundrat. Auf der Linie dieser Entwicklung liegt zweifellos auch die unzweideutige Anerkennung der völkerrechtlichen Persönlichkeit des jüdischen Volkes und die de facto Anerkennung der Jewish Agcncy durch den Völkerbund mit allen sich daraus ergebenden Folgen, nachdem die de iure Anerkennung der letzteren bereits im Text des Palästinamandats enthalten ist. Welches wären nun die praktischen Folgen, die sich daraus für das jüdische Volk in bezug auf die Schaffung der jüdischen Heimstätte ergeben würden? Zwei zu' fordernde Rechte sind es, die besonders wichtig erscheinen: 1. Die Jewish Agcncy müßte das anerkannte Recht haben, den Völkerbund offiziell im Namen des jüdischen Volkes über dessen Ziele, geleistete Arbeit, Forderungen usw. vi informieren. Derzeit hat die Jewish Agcncy dazu überhaupt keine offizielle Möglichkeit. BücskI bemerkt ganz rich- („J. R." Nr. rj2), daß „heute die sonderbare Situation besteht, daß zwar die Eingaben der arabischen Gegner der irischen Heimstätte ausführlich in der Mandatskommission erörtert werden, und zwar, weil sie Angriffe auf die Manktarmacht enthalten; daß aber die Mitteilungen der Jewish Agcncy — falls sie sich nicht etwa ebenfalls gegen die Mancatarmacht richten und so zu „Petitionen" an den Völkerbund «macht werden — nach der Meinung der Mandatskommission & „private Acußcrungcn" keinen rechtlichen Anspruch auf -rärterung in der Mandatskommission haben". Der Grund Jfür ist wieder ein rein formaler. Das jüdische Volk als ganzes hat aus dem eingangs angegebenen Orund vorläufig «ine andere juristische Möglichkeit mit dem Völkerbund in 'Vh-ehr zu treten, als die der Ucbcrrcichung einer Petition,;>nc Möglichkeit, die das jüdische Volk mit jeder beliebigen Privatperson teilt. (Abs. 3 der Petitionsordnung verfügt näm- ■y, daß Petitionen, welche nicht von Gemeinwesen oder Indi- •üuen, die Angehörige der Bevölkerung des Mandatterritoriums 5;n^ stammen, direkt dem Präsidenten der Mandatskommission Schickt werden; nur die von ihm für wichtig befundenen, *e?dcn nach dem dafür vorgesehenen Instanzenzug der Man- '^kommission zur Erörterung übergeben. Ucbcr alle andern ••Tirhtrt dcr Präsident kurz der Mandatskommission.) Da j135 jüdische Volk aber stets friedlich mit dem Mandatarstaat 7d4 «n Einklang mit dem Völkerbund gearbeitet hat und ^|ter zu arbeiten gesonnen ist, kommen Petitionen an den '^'«rbund für dasselbe praktisch kaum in Betracht. Das was brauchen, ist, nebst einem Beschwerderecht, das Recht, t!':5 unserer Größe und unsern Leistungen entsprechende j'^Üchkcit des direkten Verkehrs mit dem Völkerbund zu ,^cn, um eine juristische Basis für eine Zusammenarbeit mit u SPm zu gewinnen. Man bedenke, daß der Jewish Agcncy die .rirjreturg der über die Welt zerstreuten 15 Millionen Juden, 7t 4 des Palästinamandates ausdrücklich zu dem Zweck ^«annt wurde, um gemeinsam mit der Palästinarcgicrung das fische Nationalheim in Palästina aufzubauen. Aus dem Bc- Herbert Samuels an die 4. Mandatskommission und aus /'"tn Aussagen in der 5. Mandatskommission geht klar hervor, «c diese Aufgabe allein erfüllt hat. Die von ihr geleistete v'°Clt ist, wie ziffernmäßig leicht nachgewiesen werden kann, n erundlcgcndcr Bedeutung für den Aufbau des Landes. Ist v; "!cht grotesk, daß das jüdische Volk, welches all das w» nich* das Recht hat, vom Völkerbund gehört zu Verden? In, müßte die Jewish Agcncy das Recht haben, zwecks {r Nation der permanenten Mandatskommission einen Vcrpa,5r )n diese Kommission zu entsenden, wenn Probleme des *Hh natnandals dort erörtert werden. Dies erscheint um so iclaV ffCr» da dic Geschäftsordnung der Mandatskommission im JJ tör die Mitglieder dieser Kommission keine Information ÜCL^ndatstcrritorium vorsieht, so daß also eine direkte amt- <jk .Au/klärung der Mitglieder der Mandatskommission durch Jewish Agcncy. bisher ausgeschlossen Ist. Für das jüdische Volk ergibt sich also auch in Mandatsangelcgcnheiten, wie in so vielen anderen Angelegenheiten, aus seiner einzigartigen Lage dic Notwendigkeit, einzigartige Lösungen für sich zu suchen. Alle anderen Mandate erschöpfen sich in der Zusammenarbeit von drei Faktoren: Mandatar, Völkerbund und. Bewohner des Mandatstcrritoriums. Die ganze Organisation des völkerrechtlichen Mandates Wurde im Hinblick auf dieses Normalschcma geschaffen. Beim Palästinamandat allein tritt ein vierter Faktor hinzu, dessen Bedeutung für dieses Mandat gar nicht überschätzt werden kann: das jüdische Volk. Es ist klar, daß dieses in das Normalschcma des Mandats nicht einzufügen ist. Präsident Wilson hat in einer seiner bedeutungsvollen Reden betont, daß die Verfasser des Völkerbundes außerstande waren, die Fülle der sich aus dem Völkerbundpakt möglicherweise ergebenden Probleme vorauszusehen, geschweige denn zu lösen; daß aber der Völkerbund nicht als eine Zwangsjacke, sondern als ein lebendiger, entwicklungsfähiger Organismus aufzufassen sei, der den sich bietenden Problemen gerecht werden könne und müsse. Es ist sicher im Geiste Wilsons, im Geiste der Verfasser des Völkerbundes und la6t not Ieast im Geiste des Palästinamandates, wenn das jüdische Volk, da es seine Pflichten in anerkannter Weise erfüllt, die ihm gebührenden Rechte erhält. 6.Ausweis derZicaistenstener-EfcsSnge für das l.Qcarial 1925 vom 1. bis 31. Jaü 1925 Ort Kontinent ^"fi.^ ^«g»^ r«hlb«trtz Berlin 8000,— 1,25 . 8709,— _ Bonn 200,— 1,— 170,— 20,— Köln 1000,— 356,- 1016,— — Liegnitz 75,— - 3,— . 30,— 45,— Einz. Zionisten 1800,— 27,50 1875,— 4. Ausweis derZionlstcasteuer-EiEcänge lür das 2.Qaarlall925 vom 1. bis 31. Juli 1925 Die aßtisemlliscbe Welle in Rumänien Bukarest. (J. T. A.) Am 10. August wurde im „M o n i t o r u l O f i z i a 1" das Dekret des Ministerrats veröffentlicht, dureh das der Belagerungszustand über Focsani verhängt wurde. Dies geschah auf Grund des Referates des Innenministers, der im Verein mit dem Kriegs- und Justizminister beauftragt wurde, den Belagerungszustand in Focs a n i und den ganzen Bezirk von Putna durchzuführen. Am Abend des 12. August versammelten sich die Pressevertreter im Innenministerium, wo ihnen der Unterstaatssekretär Tartarescu dic folgende Mitteilung machte: Der Belagerungszustand über Putna wurde verhängt, damit die Regierung in die Lage komme, der antisemitischen und anarchistischen Bewegung ein Ende zu bereiten. Dic Regierung wurde informiert, daß dic Agitatoren den Bezirk Putna zur Opcrationshasr, für ernste Aktionen machen. Niemals werde die Regierung in Agitationen willigen, dic geeignet sind, das Prestige Rumäniens jenseits der Grenzen zu schädigen und dic StaaLsautorität im Innern des Landes zu untergraben. Tartarescu betonte ferner, daß dic antisemitische und anarchistische Bewegung von den Feinden des Landes geschürt werde. Er könne als Chef des gesamten Sicherheitsdienstes erklären, daß Emissäre der dritten Internationale sieh bemühen, eine Agitation mit antisemitischem Charakter im Lande zu entfalten, um dic allgemeine Sicherheit zu untergraben. Er sei im Besitze des Textes eines Berichtes an das internationale kommunistische Büro, in welchem es heißt, das einzige Mittel zur Durchführung einer Revolution in Rumänien bilde dic Vorbereitung von antisemitischen Agitationen, dic das Land in zwei Teile scheide und den Weg der Revolution ebne. Die Regierung werde allen jenen, die aus dieser Bewegung Profit schlr.gcn wollen, das Handwerk legen. Dic Studentenschaft müsse sich sagen, dafl sie sich dazu hergebe, den Volksfeinden Dienste zu leisten. Tartarescu versicherte ferner, daß die Regierung alle notwendigen Maßnahmen ergriffen habe, um auch den Angriffen auf Juden an den Bahnhöfen ein Ende zu bereiten. . ..... Bukarest. (J. T. A.) Nach Meldungen aus Focsani. ist die Lage dort andauernd ernst. Studenten und aktive Staatsbeamte fahren fort, dic Bevölkerung durch die verschiedensten Mittel gegen dic Juden aufzuhetzen. Dic Behörden sehen diesem Treiben untätig .zu. Die Angriffe auf friedliche Bürger mehren sich von Tag zu Tag und die Ruhestörer worden nicht zur Verantwortung gezogen. Die jüdische Bevölkerung lebt in größter Unruhe. Bukarest. (T. T. A.> Nach weiteren Meldungen aus Focsani beschränken sich die Hooligans jetzt darauf, dic indischen Mitbürger mit faulen Eiern zu bewerfen und Steine in dic jüdischen' Wohnungen zu schleudern. In den letzten Tagen wurde der jüdische Kaufmann Salier blutig g^pritcelt, ebenso der Dentist Leibowitz. Der Vizepräsident der Handelskammer, Wassermann, wurde in der Nacht in seinem Schlafzimmer überfallen und bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen. Auch seine Frau und sein Kind wurden schwer mißhandelt. Der Bankdircktor Zoüer konnte sich seiner Angreifer nur durch Abgabe von Schreckschüssen erwehren. Die „Lupta" veröffentlicht dic folgende Erklärung des früheren Innenministers Argefoianu: Nach meiner Meinung könnte die Frage des Antisemitismus in Rumänien in wenigen Tagen gelöst werden. Wenn sie aber bis jetzt nicht gelöst wurde, so darum, weil dic Regierung sich eine Plattform gegen dic Opposition schaffen will. Sic glaubt, durch die Duldung von antisemitischen Ausschreitungen sich die durch dreijähriges schlechtes Regieren verlorene Popularität bei den Massen wieder zu gewinnen. J a s s y. (J. T. A.) Die Repräsentanz der Juden in I a s s v hat einen Aufruf an dic Gesamtbevölkerung erlassen, )n welchem es unter Hinweis auf die unaufhörlichen antijüdischen Ausschreitungen heißt: „Dic jüdische Bevölkerung, die In ihrer Menschenwürde und in ihrer materiellen Existenz viele Zurücksetzungen zu erdulden hat. ist weit davon entfernt, die Unruhestifter zu provozieren. Dic jüdische Bevölkerung hat nicht nur niemals etwas getan, was dem Lande Schaden zugefügt hätte, sondern sie war und Ist noch ein Faktor, der durch ehrliche Arbeit an dem Aufblühen des Landes teil hat. Diese Arbeit gibt ihr ein Recht auf Achtung seitens aller Mitbewohner. Wir wenden uns daher an alle gutgesinnten Bewohner dieses Landes, die Dinge, dic sich hier abspielen, in ihrem wahren Lichte zu betrachten und mit «Her Entschiedenheit den Unruhestiftern entgegenzutreten." Die ostjudischc Einwanderung. Der Haushaltsausschuß des Reichstags nahm die dcutschnationalen Anträge an, wirksame Schutzmaßnahmen zugunsten der gefährdeten und mißhandelten Minderheiten in fremden Staaten und eine bis zum 1. April d. J. fortgeführte Statistik über den Umfang der ostjüdischen Einwanderung seit August 1914 vorzunehmen. rchlb«trtf Ort Kon<lnacnt El»ff*nz vom " MMHingrai 1.7. b. ÖL 7.5» f^q^r, Berlin S0O0,— 19,25 7597,— 403 — Bcuthen 300,— 50,— 50— 250,— Bochum 150,— 70,— 70,— SO,— Bonn 200,— 1,— 135,— 65,— Breslau 1300,— 50,- 12«),— 100,- Chcmnitz 300,— 200,— 300,— — Düsseldorf 750,— 250,— 250,— 500 — Elberfeld 500,— 215,— 215,— 255 — Erfurt '150,— 75,— 150,— Frankfurt a. M. 1500,— 350,— 900,— 600 — Görlitz 75,— IS,— 54,50 20,50 Instcrburg . 80,— 62,— 62,— 18 — Königsberg 600,— 150,— 450,— 150— « Liegnitz 75,— 3,— 33,— 42 — Mainz 125,— 10,— 87,— . 38 — München 500,— 250,— 250,— ■ 250*— Nordhausen 100,— 10,— 10,— 90*— Ratibor 100,— 100,— 100,— — Stettin 100,— 50,— 100,— — Stuttgart 100,— 14— 100,— _ Zwickau 150,— 30,— 30,— 120 — Einz. Zionisten 1800,— 34,— 1715,— 85^— 1. Ausweis derZioBislensteuer-EingaanelUr das 3.Quarlal 1925 . vom 1. bis 31. Juli 1925 Ort : ' - Konvent E&K.!3" ,^4 ****** Aachen ' 225,— 6,— ' 6— 219,— Allenstcin ' 150,— 120,— 120— 30,— Aschaffenburg' 75,— 11,— 11,— 64,'— Augsburg' ' ' ' 50,— ..11,— 11 — 39,— Berlin ' ' '8000,— 4661,— 4661,— 3339 — Bielefeld' ' ' 50,— 30,— 30— 20 — Bonn * ' 200,—' 92,— 92,— 103,— Braunschweig ' '50,— 3,— 3,— 47_ Breslau 1300,— 500,— 500— SOo',— Bruchsal50,— 20,— 20,— 30,— Coethcn65,— 51,— 51,— 14,— Darmstadt 75,— 50,— 50— 25 — Dtsch.-Eylaii ' ' 50,— 33,— 33,— 17,— Emden ' ' 50,— 31,— . 31,— 19 — Lydtkuhn'en' ' '50,— 16,— 16,— 34 — Forst ' 50,— 6,— 6,— 44 — Frankfurt a! O. ' 100,— 75,— 75,— 25^— Freiburg ' 75,— 30,— 30,— 45*,— Fulda 150,— 16,— 16,— 131,— Geilenkirchen' 50,— 7,25 7,25 4 2 75 Gießen u. Umg. 150,— 127,— 127,— 23 — Hägen ' 50,— 8,— S— 42^— Hameln ' 25,— 19,— 19,— 6 — Hamm50,— ' 30,— 30,— 20,'— Hannover 200,— 30,— 30,— 170 — Hcilbrönn ' 100,— 45,50 - 45,50 ■ 54^50 Tena 75,— 3,— 3,— 72,— Karlsruhe' ' 250,— 129,50 129,50 120,50 Kiel 75,— 48,— 48,— 27,~ Liegnitz 75,— 66,— 66,— Mainz 125,— 5,— 5,— 120*- Münstcr 60,— 40,— 40— 20'- Pfalz 150,— 71 — 71,— 79- Plauen 150.— 101,— 101,— W Schönlanke 50,— 31,— 31— 19- Stolp 100,— 50,— 50,— 50!— Stuttgart 100,— 91,— Ol,— 9- Wanne50,— .25,- 25,— 2S|- Worms 100,— 41,— 41,— 59 — Würzburg 50,— 15,— 15,— 35 — Einz. Zionisten 1S00,— 1412,— 1412,— 3SS]— Außerdem gingen ein für das 4. Quartal 1925: Berlin: 22,75; Bonn: 1,—; Gießen: 1,—; Einzelne Zionisten: Bad Landeck: 25,—; Selters: 1,50; an Sondcrspcndcn: N. N. 250,-; Elberfeld! 100,—; Instcrburg: 50,-. Genf. (J.T.A.) Der vom Internationalen Arbeitsamt herausgegebenen Statistik über dic Auswanderung nach Uebcr6ce Im Jahre 1022 ist zu entnehmen, daß in diesem Jahre aus Polen 46 773 Personen ausgewandert sind, von diesen waren 21 778 Juden. Die christlichen Polen reisten größtenteils nach Kanada, während die Juden nach Palästina und Argentinien zogen. Sport Berlin. Der Nennungsschluß für das 2. Werbesportfest der „Vis" zeigte ein glänzendes Ergebnis. Sämtliche Berliner jüdischen Sportorganisationen entsenden zu den Wcükämpfcn ihr bestes Material. Auch aus dem Reiche liegen zahlreiche Meldungen vor. Den Wettkämpfen, dic um 3 Uhr beginnen, geht ein Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer voraus. Dic Veranstaltung wird als sportliches Ereignis einen Massenbesuch der jüdischen Freunde aufweisen. Berlin. Am Sonntag, 23. August, nachm. 5 Uhr, spielt dic I. Seniorenmannschaft des S. C. H akoah gegen Tennis-Borussia I. B Mannschaft, Oberliga, auf dem Athensportplatz, Müllerstralie 124. Tennis-Borussia gehört zu den spielstarksten Vereinen und das Spiel verspricht einen interessanten Verlauf zu nehmen. Bar Kochba, Magdeburg. Handball. Hohendodelcber, 1 (2:0) (1:0). Bar Kochba 2 gegen Fichte Altstadt 1 (2:0) (2:(y, Bar Kochba 1. Schüler gegen Fichte Sudenburg 1 Schüler. (2:1) (2:1) 1:0). _ Jüdische Gemeinde. Freitag, den 21. August, in den Synagogen mit neuem Ritus abends 7 Uhr, in den Synagogen mit altem Ritus abends 71/4 Uhr. Sonnabend, den 22. August, morgens: Alte Syn. 8-Va Uhr; Syn. Kaiserstr., Rykcstr., Pcstnlozzifitr., Kottb. Ufer und Münchencr Str.: 9 Uhr; Syn. nach neuem Ritus: Frühgottesdienst 7Vj Uhr, Hauptgottc*.- dienst 10 Uhr. Predigjen: Syn. Pcstalozzistr.: Dr. Emil Levy; Syn. Münchencr Str.: Dr. Arthur Lcvy (Schrift); Neue Syn.: Dr. Weiße; Syn. Fasancnstr.: Dr. Galiiner; Syn. Lcvctzowstr.: Dr. Bergmann. Jugendgottesdienst: 4 Uhr nachm., Syn. Kaiserstr.: Dr. WeyF; Syn. Lindcnsfr.: Dr. Blumcnthai. Sabbatausgang: 8 Uhr 4 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Syn. bis 27. August 7 Uhr, ab 30. August: 6Va Uhr; morgens: Svn. n.-.ch a'tcm Ritus außer Syn. Pcstalo/zhtr.: 6>'d Uhr; Syn. Pestaloz/istr. u. Syn. nach neuem Ritus: 7 Uhr. Synagogo »»Der Frlcdcnstcmpcr, Rcrltn-Ha'cnsce, Markgraf- Albrecht-Str. 11/12. Hauptgottesdienst: Freitag, abends 7 Uhr, Sonnabend, vormittags 10 Uhr (Schrifterklärung und Einsegnung), Mincha: 7«/4 uhr, Sabbatausgang: S.O; Uhr. Wochentagsgottttdienst: tfgl. morgens 7 Uhr, aoeeds 7 Uhr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.