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Jüdische Rundschau · 1925-08-21 · Heft 66 (21.8.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 66 (21.8.1925)
Date
1925-08-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 564 JUEDISCHE RUNDSCHAU * F Fänk' cT"(Jcrus.iVrmV 'halt' das -Referat -überdie AliJäh: Die vierte Alijah hat den Wanderungsapparat völlig unorganisiert angetroffen. Er muß entsprechend ausgebaut werden. siert angetroffen. Er muß entsprechend ausgebaut werden, um 5000 Menschen, die monatlich neu ankommen, zu genügen und um zu verhindern, daß sien die bisherigen Unzukömmlichkeiten, wiederholen. .Jüngster (Palästina), der über die Arbeitsvermittlung referiert, spricht sich gegen die Privat! nlativc aus. weil sie durch ihre Proiiiwirtschaft den Heroismus der Arbeiterschaft lahmlegen ' werde; dagegen spricht der Präsident der palästinensischen Handwerkcrorganisation Kuschnir für die Privatinitiative und gegen die Defizitwirtschaft der genossenschaftlichen Institute, Plesscr (Tel-Awiw) referiert über Kolonisation; er ist gegen die Kwuzah und cVn Moechaw und für die form der alten Kolonien. "In der Vormittagssitzung von Donnerstag hielt Landau das Referat über den Chaluz Hamisrachi, der in der Galuth 10.000 Chaluzim herangebildet hat, die' auf Eimvanderuhgszertifikate warten. Trotzdem der Chaluz Hamisrachi atic-h die handwerkliche 1 hchscharah betreibe, sei nicht<dcr.to. weniger die landwirtschaftliche Vorbildung wichtiger. Weidmann (Polen] spricht über das Verhältnis des Misrachi zur Zionistischen Organisation. Der Misrachi, führt Redner aus, ist innerhalb des Zionismus die Partei der Mitte. An den Leistungen für den Kercn Hajcssod in Pclcn ist die Orthodoxie mit SO^bis 90 Prozent beteiligt, also ausschlaggebend.' „Wir sind die Geldgeber", schließt Redner, „«her wenn wir Geld für unsere Institutionen verlangen, sind wir die Schnorrer." •Die Debatte bewegt sich um grundsätzliche Fragen des'Misrachi. Sodann wurde die Plcnar-Sitzung abgebrochen und die Kommissionen begannen ihre Arbeit. * Unabhängig von der Wcltkonfcrcnz des Misrachi wird eine Konferenz der misrachistischen Jugend verbände (Zeirc Misrachi, Hechaluz hamisrachi, Hapocl hamisrachi) abgehalten. _ Die Weltkonlerenz der Hitaebdnth Ucbcr .den Beginn der Konferenz haben wir bereits berichtet. Die Montag-Sitzung war dem Bericht des Zentralkomitecs und der nachfolgenden Generaldebatte gewidmet. Friedland berichtete ausführlich über die Erfolge der Bewegung in den verflossenen zwei Jahren; sie sei gewachsen und zähle gegenwärtig in den verschiedenen Ländern 23000 Mitglieder. Nebst der Konzentration des Interesses auf den Ei n wander ungs-un dProduktivierungsprozeü in Palästina führte die Hitachdut überall im Galuth eine intensive Kampagne für den Kercn Kajcmcth, für die Arbcitcrbank und ähnliche Aufbauinstitute. Unseren Bemühungen ist das jetzt begonnene Erwachen der H c c h a 1 u z - ofiwegung in Amerika zu-verdanken, das bereits an der Arbeitcreinwandcrung nach Palästina mitbeteiligt ist. Unter besonders schwierigen Verhältnissen arbeitet die Hitachdut in Rußland, wo trotz des lastenden Druckes eine breit verzweigte Partei besteht, die auch eine eigene Zeitschrift herausgibt. An der recht lebhaften, durchweg hebräisch geführten Debatte beteiligten sich: B 1 u m b c r g (Bcrlin\ E f t c r (Palästina), Dr. Uebclsky (Amerika), Lcviatov (Ostgalizicn), welcher eine erhöhte Propaganda durch Palästinenser im Galuth fordert. In der Nachmittagssitzung nimmt die Debatte ihren Fortgang. Wcrlinsky betont die politische Gefährlichkeit und die' wirtschaftliche Aussichtslosigkeit des Krimkolonisrttions^ Projekts. Tatza (Polen) bemängelt die Systemlosigkeit des Zentralkomitees. Chajuta Bussel (Palästina) erörtert die Wichtigkeit der stärkeren Herzanziehung der jüdischen Frauen im Aufbauwerk. Chanoch (Polen), Schkolnik, Kaplan, Arlosoroff, Sprinzak (Palästina) und andere erörtern 'die Probleme der nationalen und sozialen Einstellung der Partei sowie deren Organisationsfragen. In der Dienstagsitzung wurde die Generaldebatte bctndet. Del. Fischer überbringt die Forderung der russischen Parteigenossen nach einmütiger Stellungnahme der Partei gegen die Verfolgungen, denen die Bewegung in Rußland ausgesetzt ist. Die Stellungnahme der Partei zur gegenwärtigen Politik des Zionismus wird vom Redner bemängelt. Es gebe große Kreise innerhalb der Hitachduth, die mit der Politik der Exekutive unzufrieden sind. Die unbedingte Gefolgschaft der Hitachduth-Führcr der Exekutive gegenüber, sei unter diesen Umständen recht bedenklich. In seinem Schlußwoit betont der Referent des Zentralkomitees, Fried land, daß die Partei, wenn sie auch den Vergleich mit anderen Gruppen nicht zu scheuen braucht, ihren Aktionsradius unbedingt vergrößern muß. '•'Sodann erfolgen einige Ergänzungsrcfcrate. Schkolnik, der über den Hechaluz referiert, führt aus: die^technische Vorbereitung der Chaluzim genüge nicht; sie bedürfe vielmehr einer Ergänzung durch geistige Erziehung zur wahren Idee des Chaluzluth. Ada -F i s c h m a n n hält das Referat über die arbeitende Frau; sie hält die Erziehung der Frau mit der nationalen Ideologie und zum Willen zur befreienden Arbeit für dringend notwendig, da die.einer solchen Erziehung entbehrende Frau aufs tiefste die Bildung von Familien aiif Grundlage produktiver Arbeit gefährden. Nach dem Referate Chanoch über die Jug_cndbcwcgun g wird die Debatte über die. drei Ergänzungsreferate abgeführt, in der Eftcr die Notwendigkeit betont, daß in der jetzigen Zeit der massenhaften städtischen .Kolonisation der Hechaluz sich ganz besonders dem Dorfe zuwenden muß. Der Hechaluz müsse völlig unparteiisch sein. F r i c d 1 a n d wendet sich gegen die Flucht der Chaluzim in die Städte. L c w i n s o n protestiert gegen die übermäßige Politisierung, die im Hechaluz um sieb greift. Viel wichtiger sei die systematische Kulturarbeit, zu der die Lehrer heranzuziehen sind. Werlin sk v erklärt, die im Hechaluz keimende Tendenz zu cnicr einseitigen Massenorganisation solle unterdrückt werden. , An der Debatte beteiligten sich ferner die Delegierten Chaluta< n.ua»c], Lcviatow, Tatza, Moskowitz, Dr. KebeUkv, Heller, Blumbcrg, Oordöh. Hervorzuheben ist die Rede Sprinznks, der unter anderem bemängelt, üaßcs den Führern der Hitachduth an der nötigen Beziehung fvJ" /uffcnd fehlt! Sic sind zu sehr von der Po- Ii ik absorbiert. Programme werden in der Jugendbewegung nicht viel helfen - es ist vielmehr die persönliche Hin- Rabe an sie erforderlich. Die mühevolle Arbeit, .welche durch Heranbildung der ersten Chaluzoth geleistet wurde, drohe nei dem Ansturm von tausenden unvorbereitet «inwandernden i jauon und- Mädchen verloren zu gehen. Hier sei-dringend imenstec, Jjilfc. nötig. /.Mittwoch berichteten dje Vertreter der. Partei in dcn.verschredc^ch zionistischen Instanzen über deren Tätigkeit. Die Kcfcratchielten Dr. Arlosoroff über den -Finanz- und wirtschaftsrat, -Kaplan über das Aktionskomitee/ lng. W i I- «ansky über den Jüdischen Nationalfonds, Sprinzak über ü>c .Exekutive. Ihnen folgte ein Referat von Twersky über du».Stellung der Partei auf dem 14. Kongreß.;• '„.. " AJlc .Redner .betonten die prinzipielle Einstellung der Hitachduth zu. den Fragen des wirtschaftlichen Auf» balies",' denen das Primat■ gegenüber rein politischen- Fragen unbedingt zukommen müsse. Die relativ starke, Kongreßfraktion, der Hitachduth werde ihren Einfluß in der gleichen Richtung geltend machen müssen. Die politischen Fehler der Vergangenheit, die zweifellos begangen. wurden, Würden wohl eine Lehre für die Zukunft bilden.. Jedenfalls wäre es unverantwortlich und falsch, sie zum Ausgangspunkt einer Kampfopposition zu nehmen, vielmehr müsse in stetiger Weifte für alle politischen Moglichkelten vorgesorgt werden. Bezüglich der Jcwish Agcncy akzeptlere die Partei da» Provisoriuni, welches die Mitarbeit aller palästinafreuudlichen Kreise ermöglichen soll. .Ucbcr diese Fragen wurde eine eingehende Debatte abgeführt. Donnerstag referierte sodann w i l k a ri * k y über die Kongrcßpröblcme. Er wendet »ich s C h a r f g c g c n die revisionistische Opposition. Die politische Lage in Palästina sei derart, daß der zionistischen Betätigung freie Hand' gelassen wird. Neue politische Erfolge können gegenwärtig nicht errungen werden. Das Hauptaugenmerk müsse auf IkxlninwrtU gerichtet f.cln. In der anschließenden Debatte griff Wcrlinsky die Politik Dr. Wcizmanns an. Dr. Tartakower (Lodz) polemisierte gegen Wilk.-in'.ky in der Frage der landwirtschaftlichen Bodenpolitik. Er weist auf die nicht zu unterschätzende Bcdcutuug d c r Stadt hin. Dr. Spiegel legt dar, die Hitachduth-Fraktion am Kongreß habe die Aufgabe, das Interesse von den politischen Fragen weg und auf die ökonomischen zulenken. Ihre* Beteiligung an der Exekutive sei davon abhängig, daß in deren Programm das soziale Minimalprogramm der Hitachduth aufgenommen werde. Tatza tritt für eine erhöhte Kontrolle der Finanzinstitutionen und für eine Revision der Organisationsprinzipien der zionistischen Gesamtpartei ein. Dr. Rcbelsky meint, die Heranziehung der Marshall-Gruppc bringe keine Lösung aus der Organisation skrise. Finanziell ist die Aufnahme einer großzügigen Anleihe die einzige solide Grundlage. M elzer wendet sich gegen die allzu nachgiebige Taktik der Partcivcrtrctcr in der Exekutive und im Aktionskomitee, die sie durch das Wort „Verantwortlichkeit" zu decken suchen. Heller verlangt Sicherheiten bezüglich der sozialen Errungenschaften der Arbeiterschaft^ die auch für die Jcwish Agcncy gelten sollen. Dr. Arlosoroff fordert eine klare Politik innerhalb der Partei. Die erlittenen politischen Niederlagen seien nicht wegzuleugnen. Redner tritt gegen die herrschende „Finanz- und Wirtschaftsratlosigkcit" auf und unterstützt den Plan einer wirtschaftlichen Gesundung durch Aufnahme einer Anleihe und aktivere Tätigkeit der jüdischen Kolonialbank. Twcrsky und Wilkansky halten das Schlußwoit, womit die Debatte über die Kongreßproblernc beendet ist. Sodann beginnen die Kommissionen ihre Tätigkeit.- Die nächste Plenarsitzung Ist dem* Referat von Arlosoroff über „Konstruktiven S o z i a l i s m u s" gewidmet, das vier Stunden in Anspruch nimmt. Er entwirft ein System der Arbeiterpolitik in kolonialen Landern, verweist auf die Erfahrungen der letzten Bf tischen Arbciter-RMchskonfcrenz. an der Redner als einer der Vertreter der Histadruth für Palästina teilgenommen hat, und begründet seine Alischauung über die Notwendigkeit einer umfassenden politischen und propagandistischen Tätigkeit der Hitachdut innerhalb der internationalen demokratischen und sozialistischen Welt. Die anschließende Debatte beschäftigt sieh mit dem Verhältnis der Partei zur sozialistischen Internationale, wobei Elioscr Joffe (Nahalal) sich entschieden gegen jede Herstellung von Beziehungen zur Internationale ausspricht. Die Debatte, die z. T. leidenschaftlich geführt wird, nimmt den ganzen Sonntag in Anspruch. : -Montag werden sodann die Resolutionen abgestimmt, die der Permanenz-Ausschuß.vorgelegt hat. Es wird beschlösse.!, die Leitung der Partei („Mlsrad raschi'') nach Palästina zu verlegen. In lüüropa, wahrscheinlich in Warschau, soll ein Zweigbüro errichtet werden. Wel&onlercnz der Po&Ie Z£on . Im weiteren Verlauf der Tagung, über deren Beginn wir bereits berichtet haben, erstatteten Kaplansky und Ru« baschow Referate über die Wirtschaftsfrngcn sowie über die Probleme des Kongresses. In der Debatte besprach Alfred Berg er (Deutschland) das Problem der Jcwish Agcncy, zu dem die Poalc Zion klar Stellung nehmen müsse und zwar in positivem Sinne. Es wird auf dem Kongreß einen rcchtsbürgcrlichcn Block geben, den man mit allen Mitteln wird bekämpfen müsr.en. Ls sei notwendig, sich dem linken zionistischen Bürgertum zu nähern, zumal bei den kommenden Kongressen die bürgerliche Rechte dominieren werde. Man müsse auf dem Kongreß jede Position ausnützen, um in Budget- und anderen Fragen Einfluß zu. gewinnen. Rubaschowtritt für den einheitlichen Sc Ii ekel und für die Erhaltung der Föderationen ein. In der Krim* frage sei heute noch keine Stellungnahme möglich, da sie jetzt parteimäßig ausgeschrotet werde. Ist die Knmkolonisation möglich, dann muß sie rückhaltlos bejaht werden, da alles getan werden müsse, das russische Judentum zu retten. Sodann hält Dr. Sokal (Wien) da« Referat über die kommende Tagung der sozialistischen Internationale, in Marseille und über die Stellungnahme der Poalc . Zion' zu ihr.' Ucbcr das Referat entspann sich eine Debatte. •Amerika .und.Süd-Afrika wurden die Mittel aufgebracht .'* der notleidenden jüdischen Bevölkerung Rußlands und' Ukraine Hilfe zu bringen. Die Bedeutung der wYl5;; zentrale war in erster Reihe eine moralische; sie - den Brennpunkt jüdisch-sozialer Arbeit in der ganzen Herr Motzkin (Paris) berichtete über die nach Ar-,.1 entsendete . Delegation der WcIthÜfszentralc, welch«: d,,''. \ ständig erloschene Hilfstätigkeit neu beleben konnte. '.. Rußland, die Ukraine und die notleidenden Lander;,<; europas konnte eine neue Aktion eingeleitet werden. (■.;> Vorsitz von Dr. Stcfcn Wi«e wurde ein Hilfskomitee.:, gründet. Dieselben Kreise, welche unter Leitung Loui-, >,\'> shallfi die llilfsarbcit des J o i n t or.^an si r; h,.j und sie vor längerer Zeit einstellten, sahen nun ein, .< den europäischen Juden Hilfe gebracht werden muv,c ist eine 15-Millionen-Dollar-Kampagnc eingeleitet. j> \ Die Tagung de» Zentralrativ der Jüdikclu-n Wchhr.j', ' renz beschäftigte sich im Verlauf ihrer weitcr-n B'n-;- ) mit. der vom Joint geplanten 15 Mililo.ien l>o|;;. Kampagne zugunsten der notleidenden Juden OsUurr-? insbesondere Rußlands. Es wurde der Meinung Ausdruck geben, daß die Verteilung der Gelder nicht wie seinerzeit c7> spezielle Joint-Organe, sondern durch jüdische autc-j tative Persönlichkeiten Amerikas und Europas zu ^,(,-t, hätte. Zwecks Feststclluug des Modus der Verteilung; | in Europa eine be*ondcre Konferenz zusammentrete. \ Unter Vorsitz des Oberrabbiners von Rumänien Dr. Ne.[ rower wurde die Frage der Gründung der Zentrales} dischen Volksbank und die Frage der Krim-Kolonisation.{ gehend besprochen; Die Herren W. Temkin und | Klumcl referierten . über die Volksbank - A k t i o r.! Polen, wo bisher 13 000 Pfund unter Mitwirkung der \±tA Kooperativbanken gezeichnet worden sind. An der Diskus-f. nahmen die Herren Leo Motzkin, Dr. Jochclmann-.t Efrojkin teil, die der Uebcrzeugung Ausdruck gaben, CJ die Volksbank sehr bald in Aktion treten müsse, di v Volksbank in Osteuropa eine nationale Notwendigkeit gew-i ist. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die den der Aufteilung der Gründeraktien zwischen den wicht;.-£ jüdischen Organisationen festzustellen und ein Arbeitsproj;;-? der Bank auszuarbeiten hat. | Drille Konferenz der Zclre Ziea •Am 14. August begannen dh Verhandlungen der dritten Wcltkonfcrcnz der Zionistisch-sozialistischen Partei (Zcirc Zioni. Die Konferenz wurde durch das Mitglied des Verbandsbüros, Idclson, eröffnet, der auf zwei wichtige Fragen hinwies, mit denen sich die Konferenz zu beschäftigen hat: Die Vereinigung sämtlicher zioiiistisch-sozlalistlr»chcn Kräfte (Verr»cliinel/ung der Zrlrc-Ziou- und Poale-Zlon-Yerbände) und die Stellungnahme der Arbeiterschaft -zum Zionistischen Kongreß. ■ Zum Vorsitzenden wurde Delegierter Gtünfcld (Polrai gewählt. Btn-Gurlon begrüßt die Konferenz im Namen der sozialistische^ Partei Palästinas Achduth-Awoda. Weiter wurden Begrüßungen der Histadruth' Ifaowdlm, dca Wcltverbandes der jüdischen Studenten u. *: verleben. Nach-dem Bericht Idclsons über-die Tätigkeit des Verbandsbüros wurde die Debatte eröffnet, in welcher die Frage der Vereinigung mit den Poale-Zion einen breiten Raum einnahm; "die ' Haupt- Schwierigkeit des Vcreitiigungsproblcms, die Sprächenfrarre wurde ausführlich behandelt- ' . ' SUznug der Msckea WdlhiHszentrale Am 13. August trai .'er Zentralrat der Jüdischen Welthllfszcntralc im Küiizcrthtus zusammen.-.'Darüber wird folgendes mitgeteilt: Den Vorsitz führte Hofrat Prof. Dr. Ehrmann' (Wien). Herr Jcfroykln (Paris) erstattete den aus allen Ländern versammelten Delegierten des Zcntralratea Bericht über die Tätigkeit der Wclthilfszcntrale; sie richtete ihre Energie auf die Gcldsammltuig und Geldvcrtcilung, In Europa Demagogische Polemik | Die „Wiener Morgenzeitung" vom 18 d. i| bringt unter der sensationellen Ucbcrschrift: „Nicht l'cr?!s? denstaat", sondern — Churchills Weißbuch" einen Artik«'S welchem zunächst zwei Absätze au.s dem Leitaufsatz I „Jüdischen Rundschau" vom 14. August zitiert werden .$ sodann folgendermaßen fortgefahren wird: | „Also: Absage an den Judrnstaat. An Stelle H»-£ treten Churchill und Samuel. Die Balfour-ErkUrun; j; nur die Köpfe verwirrt. Nur vom Weißbuch, weicht: i dummen ZionMcn erst nach langem Sträuben und schwerem politischen Zwang unterschrieben haben, kr-f alles Heil. Das Streben nach den Judenstaate ist i blcndetcr Chauvinismus. „Biriaticnales, palästiner.?;'-;' Gemeinwesen" muß künftig die Pa-olc lauten. An dk heiligen, wenn auch etwas kühlem Feuer, soller. <{"• fortan die jüdischen Herzen wärmen. Die unhcilige, '! dem chauvinistischen Höllenpfuhl aufschlagende?h-i, .der Juden-stanterci muß erstickt werden. So will f( t Organ der deutschen Zionistcu. Und es begnügt <|l nicht mit der Forderung nach Ausrottung der" Idee ' L Judenstaat, sondern denunziert alle Anhänger dieser!:{' und das sind.wohl °0 aller Zionistcn, als Untcrd::'. \[ der Schwachen und Herren-Nationalisten. Die ar,.j; nlstlschc arabische Presse kann sich keinen besseren H .: hclfcr wünschen als die „Jüdische Rundschau". E r galten nur Jabotinski und seine kleine Gruppe als £•:•■•_>• tatige Störer und Feinde des Friedens in Palästina. |\ „Jüdische Rundschau" denunziert alle Zionistcn, die 1 Judcnstnat Herzls wollen, als Schädlinge. | Die Auslassungen der „Jüdischen Rundschau" :v.. entsprechend gewertet werden, denn die Zioni^tisclif [ ganisation Deutschlands ist nicht irgendeine Grupje j; Zionismus, sondern eine der einflußreichsten. Trägerin, der Politik und Stütze der gegenwärtigen :-. kutlve, die wichtigsten Parteiposten in Europ.i u-t Palästina werden aus ihren Reihen heraus besetzt, |* bildet ein' Zentrüra des Zionistenkongresses, um das ■■■■ regierungstreue Gruppen scharen sollen. Soll die P:; der Bekämpfung des Strebens nach dem Judenstaat V \ die Politik der Leitung und der Gruppen sein, \»'; auf dem Kongreß colidaribCh mit der öcutsrhen t>. \ sation vorgehen werden? Die Frage ist nicht rr-i. Sie muß beantwortet werden. Reinliche Schcicun; \ not, weil sonst gefährliche Verwirrung eintritt." Jeder Lescr dicscr Auslassungen, die wir vorsätzlich lieh wiedergeben, wird zugeben müssen, daß sie auf t'r Niveau stehen, das eine ernste Antwort unmöglich '"•{. Es wird-nicht einmal der leiseste Versuch gemacht, dd\ gehenden und wie wir glauben sehr ernsten Ausfuhr:.':- unseres Artikels, der das Problem behandelt, wie die;.\ Herzl'sche Idee des Judenstaates, die eine aus dem 0:; für Gerechtigkeit und Würde entsprungene abstrakte Fe"! war, unter Wahrung ihres Wert-Inhaltes in konkrete Poü::^ zusetzen ist, — zu widerlegen oder zu prüfen, soi^cr". , Sache wird verzerrt und zu taktischen Zwecken •': geschlachtet, um, nach dem Wunsche gewisser Kc~}: gruppen, Konstellationen zu denunzieren und zu stören. These, daß das Ziel der zionistischen Politik der Zwcin.iV täten-Slaat ist, ohne herrschende Mehrheit um! utitrnlr; Minderheit, ist wohl vereinbar ^mit Herzu Gedanken Lösung der" Judenfrage durch territoriale Konzentration. •! aiurchiirsclic Weißbuch gibt in dem Teil, der die Interpret. des politischen Zieles enthält, eine klassische Fornvaüf'- — gestützt'auf die Deklaration des XII. Kongresse;.;" die Frage, was mit den Arabern — seien sie 70 oder 30 . 40»> der Bevölkerung — in einem reinen „JudensU^j fichchen soll, eine Antwort zu geben, paSt natürlich nie-: den demagogischen Kram des für diese Nette der „'w'. Mi verantwortlichen Politikers. [ Wir bedauern, daß gleich zu Beginn des Konimit derartigen Mitieh. gearbeitet wird. Wir werden uns £■ trotz der Offenbar ansteckenden Macht des Wiener M~ nicht beteiligen. R. x ' Im Rahmen des Fcstprogrammcs lür tien XiV. Zion; kongreß wird in Wien die biblische Tragödie „Moses", & - bekannten% Zionistcn Dr. Israel Auerbach zum Vc^':. hat, zur Uraufführung gelangen, ' [

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