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Jüdische Rundschau · 1925-08-14 · Heft 64-65 (14.8.1925) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 64-65 (14.8.1925)
Date
1925-08-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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M>.64'65 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 555 Zwei Sfreikfälle m pbon da \ \n i 'ä!daß ider Lti vertragt irrichlidi Von un6erm palästinensischen Korrespondenten. A. O. Jerusalem, den 5- August 1925 Streik* sind in Palästina keine Seltenheit mehr. Und trotz . groß«i Hoffnungen, die man nach Abschluß der großen -treikwelk. die das ganze Land in Aufregung versetzte, auf die tornrnission dcr '>Fun^fni1" setzte, ist es zu einem wirklich irksamen Verständigungsmodus nicht gekommen. An vermiedenen Weigerungen und Forderungen beider Seiten ist eine ^gültige Regelung der Konflikte zwischen Arbeitnehmern d Arbeitgebern auf dem Wege eines Schiedsgerichtes bishrf gescheitert. Warum cinc sokhc Regelung unter den heu- . en Verhältnissen im Lande auf besondere Schwierigkeiten ,toßt, hat man oft genug erörtert. Außerdem ist aber wohl frSt w'>ccJcr cin ungewöhnlich starkes Aufflammen der Streikbewegung nötig, um der „Verständigungspolitik" einen neuen jtjrkfn Impuls zu geben. So haben wir denn in der letzten *^jt immer wieder hier und da einen Streik zu verzeichnen gcu^t Keiner von ihnen trug cin besonders bemerkenswertes Gepräge. Zwei davon jedoch bilden eine Ausnahme und ver- ]inr,cn eine besondere Betrachtung, und zwar nicht als Eiuzeltrschrinungen, sondern wenn man sie im Zusammenhange ^•ertet. Der erste ist ein Streik, der von Arabern mit Hilfe des Jaffaer Arbeitcrratcs bei einem nichtjüdischen Unternehmer durchgeführt wurde, und bereits längere Zeict zurückjjfgt, der andere schwebt zur Zeit und geht von der Organisation der Kameltreiber aus, die die Freimachung des Marktes von den Transporten der Beduinen verlangen. Beide Streiks als solche sind weder ihrem Umfange, noch j ^rcr Länge nach von besonderer Bedeutung. Dagegen sind sie! nichtige Symptome der Entwicklung und daher sehr geeignet,' j rJr Beleuchtung der Entwicklungstendenzen beizutragen, i Tcl-Awiw, das für seine Bauten riesige Mengen von Beton ' braucht, benutzt zur Herstellung dieses Materials Mccrsand, j der mit Kamelen in die Stadt gebracht wird. Mau sieht die I langen Kamelzügc cinc nach der anderen am Strand entlang j in die Stadt ziehen, um ihre Lasten an den Bauplätzen ab- : vdU'dcn. Nun tauchte in der letzten Zeit neben den jüdischen; k'amrllastcn eine immer wachsende Zahl von Bcduinentrcihern j und Fellachen auf, die zum Teil weither, nämlich aus Transj Jordanien kamen, um hier ihre Tiere zu verwerten. Daß die i Nachrichten über das eminente Bauen in Tcl-Awiw und die | Preise, die man dort zahlt, bis tief hinein in die Wüste; dringen und genügend Anziehungskraft haben, um die Bc- : duinen keine Entfernungen scheuen zu lassen, und die Araber | aus den Kolonien zu ziehen, ist kein Wunder. Daß die,Preise des Materials bei diesen völlig bedürfnislosen Arbeitern sehr I bedeutend niedriger sind, als bei den Kamelen von Tcl-Awiw,! i<i auch nicht weiter verwunderlich. So kam es denn in kurzer : Zfit da/u, daß die Preise für „Sifsif" (der genannte Betonfand) reissend schnell sanken und daß sich die Kamelführer aus Tcl-Awiw geradezu in ihrer Existenz bedroht sahen. Es kam also vor kurzem zu einem Streik der Kameltreiber, wobei von den Bauunternehmern verlangt wurde, daß der Transport des „Sifsif" der Zentrale der Kamelführer untergeordnet werden solle. Zur Zeit schweben Verhandlungen, cinc Klärung ist in nächster Zeit zu,erwarten. U'ic gesagt, ist sowohl dieser Streik wie der erst erwähnte, arabische, mit Hilfe des Jaffaer Arbeiterrates organisierte, nur finrr unter manchen anderen. Hält man jedoch die beiden nfbeneinander, so enthüllt sich eines der kompliziertesten Probleme der Palästinaarbeit. Es handelt sich um die Forderung jüdischer Arbeit und zu gleicher Zeit tun die Versuche zur gemeinschaftlichen gewerkschaftlichen Organisation zwischen Juden und Arabern, die mau in letzter Zeit begonnen hat. Wir wollen von vornherein bemerken, daß eine Lösung in der Frage bisher noch an keiner Stelle gelungen ist, sondern daS sich alles auf diesem Gebiete im Stadium des Versuches stündet, und vielleicht noch sehr lange befinden wird. Es «arin deshalb auch keine Rede davon sein, hier auch nur den Versuch machen zu wollen, eine Lösung zu finden. Es kann Mi nur darum handeln, die Frage als solche zu skizzieren. i;nd es scheint das von Wichtigkeit zu sein, weil diese Frage Mi in der nahen Zukunft immer dringlicher gestalten muß,!üc!i wenn man das selbst in Palästina nicht überall klar sieht , '-"d deutlich erkennt. Der Beginn der gemeinsamen Organisierung,;!i« „Irgun Mcschutaf"), lag bekanntlich in der Eisenbahn c r g e w c rk sc h a f t. Hier, wo Juden und Araber gemeinsam in gelernter und ungelernter Arbeit beschäftigt! ^aren und täglich zusammenkamen, mußte dieser Gedanke | sjhc liegen. Man hoffte auf diesem Wege zwei Ziele zu | Erichen: Erstens eine ökonomische Sicherstellung, indem die »•'»rinschaftlichc Organisation vor der Konkurrenz billigerer Arbeitskräfte sicherte, zweitens eine Einflußnahme auf das ^bische Arbciterclcmcnt. Bei einer gemeinschaftlichen Behandlung und Erledigung der schwebenden Tages- und Berufslosen mußte sich von selbst eine Annäherung zwischen den 5riden Lagern ergeben, die die wichtigsten Folgen zu ergeben ^prach. Bald nach Schaffung der jüdisch-arabischen Eiscn- ^nnergewerkschaft entstand dann die erste Schwierigkeit darin, die Araber die Forderung stellten, die „Histadruth •'aowdirn" kurzweg allgemeine Arbeiterorganisation zu nennen das „jüdisch" daraus zu streichen, ein von ihrem Stand-?-'n*tc verständliches Ansinnen, da sie nicht in einem jüdischen Güterverbände organisiert sein wollten oder konnten. Es s ur(fc dann des weiteren der Vorschlag diskutiert, nationale "e*tioncn einzurichten, der jedoch auch neben manchen Vor- Jl'cn viele Nachteile hatte. Nach diesem ersten Ansatz wurde dann der Vorschlag j^cht,. die Frage der jüdischen Arbeit in den Kolonien ädurch ihrer Lösung näher zu bringen, daß man die jüdit7en. "nd arabischen Lohnarbeiter in den- Kolonien in einer ^memschaftlichen Organisation zusammenfaßte. Damit ver-?rac« man sich cinc allgemeine Hebung der Löhne. Der Vor- £!lag blieb bekanntlich in den ersten Stadien der Diskussion, *11 « sich bei diesem Falle nicht nur unreine Organisierung fester Arbeitskräfte handelte, sondern vielfach um Saisonarbeiter, um Frauen und Kinder, so daß sich der Verwirklichung des Vorschlages unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg stellten. Und in der Tat sah man in diesem Sommer, daß nicht nur die ansässigen arabischen Arbeiter in den Kolonien als Konkurrenten auftraten, sondern daß es sich bereits um Einwanderer, teilweise aus dem Chauran, handelte. In den Städten kam das Problem laugsamer auf die Tagesordnung, machte sich aber immer wieder bei stärkerer Konkurrenz bemerkbar. Immer wieder wurde das Mittel der „gemeinschaftlichen Organisierung" von irgend einer Seite wieder als die ein/ige Möglichkeit genannt, um die schwierigen Verhältnisse von Grund auf zu bessern. In Jerusalem machte sich z. B. vor kurzem in stärkerem Maße die Erscheinung bemerkbar, daß Fellachen aus den umliegenden Dörfern, vor allem aus der christlichen Bevölkerung ihre Heimat verließen, in die Stadt kamen, um sich hier festzusetzen und sich dann direkt an das Arbeitsamt der allgemeinen Arbeiterorganisation wandten. Unter den ohnehin schwierigen Arbeitsverhältnissen, hätte man also die ohnehin beschränkten Möglichkeiten zugunsten dieser Zuwandcrcr noch einschränken müssen. Und das zur selben Zeit, wo die jüdische Arbeit in Jerusalem, in der Stcinhaucrci ebenso wie im Bau durch die fremde Konkurrenz stark litt. Andererseits wieder ist die Vcr- Düe diesjciEirise Aktion 4 des fcCeren Kajemeth zu Roschhaschanah findet bereits am 13« September in Form von HausaamnsluBgcn in allen Orten statt. Wir bitten alle Vertrauensleute, die notwendigen Vorbereitungen möglichst bald zu treffen. svgmg dieser Zuwandcrcr mit Arbeit das beste Mittel, fim einen Weg zu ihnen zu finden und eine gesunde Basis für Verständigung und Zusammenarbeit zu schaffen. Bei der augenblicklichen schweren Krise in der Eisenbahnarbeit tritt wieder die Losung einer alle Eisenbahnarbeiter umfassenden gemeinschaftlichen Organisation als Lösung auf. Im Laufe der letzten Zeit haben nämlich gegen 50 n/n der jüdischen Elsenarbeiter ihre Arbeit verlassen, um in andere städtische Gewerbe überzugehen, weil sie von den ungefähr fünfzehn oder etwas mehr Piastern Tageslohn nicht bestehen können und weil heute die Stadt, besonders Tcl-Awiw, schon ganz andere, zum Teil zwei- und dreifache Bezahlung bietet. Lin Vorgehen gegen die Regierung ist aber nur möglich, wenn nicht im selben Moment ungezählte nicht organisierte Arbeiter sich in die Positionen der Streikenden drängen. Zur seihen Zeit jedoch sieht der Jaffaer Arbeiterrat sich genötigt, für die Forderung der Organisation der Kameltreiber in Tcl-Awiw einzutreten, die sich gegen die übermächtige und unorganisierte Konkurrenz der Beduinen aus Palästina und Transjordanicn wehren müssen. Und es wird zurzeit von verschiedenen Seiten, z. B. kürzlich wieder in „Haarcz" die naheliegende Frage gestellt, warum man auf der einen Seite von „gemeinschaftlicher Organisation" spreche, ja sogar wie es kürzlich in Jaffa geschah, dem Araber einen Streik zu organisieren helfe, während man sich auf der anderen Seite gegen die Konkurrenz der Beduinen sperre? Warum man auf der einen Seite für 'jüdische Arbeit und auf der andern für „gemeinschaftliche Organisation" sei? Wie bereits erwähnt, ist es bisher noch nicht gelungen, auf diese schwierigen Fragen eine vollkommen befriedigende Antwort zu geben. Und man muß hinzufügen, daß man nur in bestimmten Kreisen der Arbeiterschaft die Frage wirklich ernsthaft angefaßt hat •— man ist bisher auch hier nicht zu einwandfreien Lösungen gelangt — daß der Jischuw im allgemeinen sich nicht genügend mit diesem Problem beschäftigt. Und doch wird man sich mit diesen Dingen eingehend befassen müssen, weil sie sich in der kommenden Entwicklung imm<*r häufiger und dringlicher zeigen werden. Wir stehen hier, wie an so vielen Stellen der Palästinaarbeit, vor einer unauflöslichen Verwicklung und teilweise Verschmelzung sozialer .und nationaler Komplexe. Die Forderung der jüdischen Arbeit trägt unverkennbar zugleich nationales und soziales Gepräge. Die „gemeinschaftliche Organisation", die aus sozialen, teilweise auch nur aus ökonomischen Erwägungen entstand, hat ebenso soziale wie nationale Wichtigkeit. Denn es kommt nicht nur darauf an, dem Arbeiter ein gewisses Existenzminimum zu sichern, sondern auch darauf, daß man diese Möglichkeit gemeinsamer Arbeit zur Schaffung von Verbindungen und zur Pflege der gemeinsamen Interessen ausnutzt. Heute, wo wir noch am Anfang einer durchdachten Politik in diesem Sinne stehen, müssen immer wieder solche ohfliktc auftauchen, wie wir sie zur Genüge kennen. Bisher wissen wir noch keinen Weg zdf Ausgleichung der Widersprüche. Wenn man zuerst einmal für das äußerste Minimum' der Lebenshaltung kämpfen muß, ist es selbstverständlich, daß mau fürs erste nichts anderes tun kann, als die Arbcitsmöglichkcitcn und die entsprechenden Löhne zu garantieren. Und da geschieht es denn, daß man dem Araber aus Jaffa einen Streik zu organisieren, hilft, und daß man auf der anderen Seite den Arabern, die die Löhne zu stark drücken, entgegenzutreten sucht. Erst im Laufe der Zeit werden sich diese Widersprüche lösen lassen. Daß wir aber einmal so weit kommen, ist nur möglich, wenn dieser äußerst komplizierte Fragenkomplex, den wir hier anzudeuten versuchten, gründlich durchdacht und als ein allgemeines Problem des ganzen Jischuw angesehen wird. ' fn Tel Awiw wurden im Laufe der Ictiten vier Monate 103 neue handwerkliche Betriebe mit 258 darin Beschäftigten eröffnet. Die zweite Jüdische EsalflraUöaskonfcreaz Aus der Eröffnungsrede Leo Motzkins sei nachgetragen: Die erste jüdische Emigrationskonferenz, die vor vier Jahren in Prag getagt hat, hatte /um Zweck die Schaffung eines Instrumentes für jüdische Wanderung; der jüdische Wanderer sollte nicht mehr hilf- und schutzlos in der Welt dastehen, eine festgefügte Organisation sollte ihm überall Fürsorge und Schutz angedeiheu lassen. Motzkin erinnerte, daß Deutschland von jeher cin Durchwanderungs'and für die Juden des Ostens ist. Schon im Jahre 1891 war Berlin der Schauplatz einer jüdischen Massendurchwandcrung. Es war die Zeit der Judcnaustrcibting aus Moskau; damals setzten sich /um ersten Mal nach einer längeren Pause in der jüdischen Geschichte, plötzlich mehr als K)00) Juden in Bewegung. Ein Quell von Liehe, Brüderlichkeit und historischen Zusammengehörigkeitsgefühls brach auf, wa* für Ost- und Wcstjudeutuni ein Gewinn war. Damals begann der cr^te Versuch, die jüdische Wanderung überhaupt zu regeln und interterritoriale und internationale Faktoren zu schaffen. Als die Präger Konferenz vor vier Jahren tagte, waren die Tore Amerikas noch offen. Gegen SO 000 Juden pflegten die Vereinigten Staaten jährlich aufzunehmen. Ob noch einmal die Tore Amerikas geöffnet werden, bleibt ungewiß, allein die Tatsache, daß ^in den Vereinigten Staaten mehr als 400 000 organisierte jüdische Arbeiter leben, läßt erwarten, daß dar, Problem der Ocffuung der Grenzen noch einmal aktuell werden wird. Inzwischen müssen neue Einwandcrungsiaudcr gesucht werden. In den letzten Monaten hat sich Palästina, das Land der nationalen Hoffnungen, als das Neuland der jüdischen Wanderung erwiesen. Noch weiß man nicht, ob der letzte Monatsdurchschnitt von 3000 bis -1000 Einwanderern dauernd sein wird, aber auch in diesem Falle müssen andere Länder in Betracht gezogen werden. Die Möglichkeit det Einwanderung besteht in südamerikanischen Staaten, besonder! in Argentinien, ferner in Kanada und in einigen Europa- Ländern, wie Frankreich und Belgien. Es ergibt sich die Frage, was müssen wir als Juden tun, um die brennende Frage der jüdischen Emigration zu lösen? Einzig für die Palästina-Einwanderung besteht eine mustergültige Organisation; in allen sonstigen Fällen gibt es noch keine befnedir gende Antwort. Es ist vor allem in Betracht zu ziehen, daß auch diejenigen Länder, in die eine Einwanderung möglich ist, den Einzug unqualifizierter Elemente nicht zulassen wollen. Man wünscht fachlich geschulte Arbeiter, insbesondere Landwirte. Hierir ist unser Volk, dem solche Berufe in den Ostfildern versperrt waren, in großem Nachteil. Die früheren amerikanischen Präsidenten ftooscvclt und Taft, sowie andere führende Amerikaner, rühmten einst die Produktivität der jüdischen Einwanderer, die in den neuen Ländern ganze Städte gebaut und neue Industrien entwickelt haben. Heute wird nur die Kehrseite gezeigt. Hier muß zweierlei einsetzen: 1. Kampf gegen diese Vorurteile durch politische und Aufklärungsarbeit; 2. Vorbereitung der jüdischen Wanderer für produktive Berufe D.is Problem wird von Tag /u Tag akuter, große Teile des jüdischen Volkes werden sich auf die Wanderung begeben müssen, eine große politische und finanzielle Arbeit ist zu leisten. Noch haben wir es aber mit den bekannten unglücklichen Erscheinungen im jüdischen Leben zu tun: Spaltung und Gegensätzlichkeit. Die Aufgabe dieser Konferenz ist es, ein« einheitliche Organisation zu schaffen, in der alle m Betracht kommenden Institutionen einheitlich in der Lösung der dringendsten Emigrationsproblcnic arbeiten sollen. -Dann wird diese Emigrationskonferenz ihre historische Pflicht erfüllt haben. In der NachiuiUag.-,sitzuiig, die am Sonntag, dem 0. August, wie alle weiteren Sitzungen, im Logenhaus, KIcisLstraßc, stattfand, wurde zunächst das Präsidium gewählt, das sich aus den folgenden Herren zusammensetzt: Leo Motzkin, Paris; W..T c m k i n , Paris; Dr. K r a i n i n Berlin; Lewin. Kanada; Dr. James Bernstein, New York; Scjmdcputiencf Dr. Schipper, Warschau und Dr. L wo witsch, Berlin. Die Präsenzliste. An der Zweiten Jüdischen Einigrationskonfereuz nahmen folgende Vertreter der verschiedenen Organisationen teil: Vom Zcntralbüro des Emigrationsdircktoriums in Berlin: Dr. B. Brutzkus, Dr. Bcn-Natan, W Tcmkin, W. Latzkv-Bcrtholdv, Jakob Lestschiusky, Dr. Dr. M. Krainin; von „Hias", New York: Dr. James Bernstein, l. Bernstein; von der Wclthilfskonfcrenz m Paris: l. Motzkin, Dr. Oskar Cohn; vom „Hilfskomitee für russische Juden" in Paris: üurewitsch, J. Efrojkin; von der Gesellschaft „Hilfe durch Arbeit" in Paris: R. Gruuberg; yom „Jüdischen Emigrantcnschutzvcrcin in Kauada": Lcwiii-Montreal; von der Centralen jüdischen Emigrationsgcscltscuaft m Polen: J. Grünfeld, Dr. M. Silbcrfarb, Schabt, Rosenbas, Dr. Pekcr, Sejmdeputierter Schipper, Scjmdcputicrtcr Dr. Silberstein; vom Arbeitcr-Emigrationsamt in Polen: Sibcrt (als Beobachter); von der Jüdischen Emigrationsbar.k in Kischincw: Ing. Gclmann, Dr. Schnirelmann; vom „Emigdirckt" in Bukarest: A. Pikus; vom „Emigdirckt" in Lettland: Dr. Gribcschok; vom „Umigdirckl" in Kowivo: Rosowskv, Brudni; vom Einigrationskoniitec in Dan/ig: Dr. ucrosun, Dr. Posnnnsky; von der Ukrainischen Föderation in Lonuon: Dr. Jochehnann, R. Katz; vom Arheiterfursorgeamt in Berlin: Dr. Senator, Dr. Kreuzberg, Dr. Hasse, A. Bcrgcr, b. kude; vom Palästina-Amt in Jerusalem: Prof. Pick; von der Gesellschaft „Ort" in Berlin: Dr. A. Singalowskv; vom Verein iur Emigration und Kolonisation in Berlin: Dr. D. Lwowitscii; Vertreter des „Emigdirckt" beim Volkerbund m Genf: L. Abcrson; vom Hilfsvcrcin der Deutschen Juden m Berlin und der „lea" in Paris: Dr. Wischnitzcr; vom Hilfsvercm der Deutschen Juden in Berlin: Lifschitz, Arthur Goldschimd; von der Gesellschaft „Ose" in Berlin: M. Feinleib, Dr. iicrgeL Dr Olschwanger; vom Hilfskomitee in KonstantmopeF Reißucr; von der Zcntralwohlfahrtsstcllc in Berlin: D: Kohn, Frl. Wcinrcich. Im ganzen 50 Delegierte. In der 'Abendsitzung vom 10. August referierte zunächst Herr Leo Motzkin über die Tätigkeit der Amerika-Abordnung der Jüdischen Wclthilfskonfcrenz. Die Abordnung bcstar.d aus den Herren Leo Motzkin, Abg. Dr. Oskar Cohn und Oberrabbiuer Eisenstadt. Hauptaufgabe der Abordnung war es, mit der Gesellschaft Hias über folgende Fragen zu verhandeln: 1. Rettung der infolge der Immigrationssperrc in den europäischen Häfen verbliebenen Emigranten, deren Lage eine sehr traurige war; 2. Besprechung der Budgctfragcn für die Aufbau- und 'Kolonisationsarbeit in Rußland, usw.; 3. Besprechung des Planes einer Wcltcmigrationskonfcrenz. E. er ~*i .-j «d :". t dt' itir. Je »F- -__ F r i ■ VeirflffaifleiasleTuiö© cles KLerem öie frgeMsse icr Siaeileeraiii ISeijjeE&aetfnÄ! Biageläeiä eler imtmM

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