Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 64-65 (14.8.1925)
- Date
- 1925-08-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite $SZ JUEDISCHE RUNPSQHÄU 7zr? Nr. fyfc allen Lindern und wir wissen ziemlich genau,. wjeviej wir i in den nächsten zwei Jahren zu erwarten haben. Die aller» günstigsten Bedingungen vorausgesetzt, werden die Eingänge der' nächsten zwei Jahre das Budget, das von Palästina aus vorgeschlagen wird, nicht decken. Das soll keine Kritik an Palästina sein. An ihnen ist es, Forderungen zu. stellen, und in uns, sie mit den Tatsachen in Einklang zu bringen. Auch bei der strengsten Kürzung ihre« Budgets ist, e» frag« Heb, ob es auf eine Summe herabgedrückt werden kann, die 600 000 Pfund jährlich nicht übersteigt. Ohne Zweifel wird selbst der optimistischeste Finanzministcr nicht behaupten, daß eine solche Zunahme der jährlichen Kcrcn Hajessod-Ejn» gSngc in.den'nächsten zwei Jahren möglich ist.'- Das Kapi» tal des Nationalfpods .ist. im Wachsen begriffen. Es macht erfreuliche Fortschritte. Viel größere Landstrecken werden gekauft werden müssen. Aber, daß djeses Land nutzbar gemaeji* werden kann, hängt in hohem Qradc von den Mitteln des Kcrcn Hajcssod ab. Und wenn unser Programm erweitert werden und auch Investitionen für Handel und Gewerbe darin . aufgenommen . werden sollten, sagen wir int Form Von Kreditinstitutionen — wo sollen wir. das nötige' Kapital hernehmen? Sicherlich nicht vom Kcrcn Hajcssod, dessen Einnahmen., wie oben gezeigt wurde, bereits von dem. erhöhten regulären Budget absorbiert sind. Ist daher nicht die. vornehmste Frage des Kongresses die nach Mitteln und Wegen, und müssen, nicht unsere .Kornmissionen ihre Programme im .Lichte der finanziellen Möglichkeiten abwägen? [st es nicht wichtig, daß Im Anschluß an die Sammlung von nationalem Kapital eine Form. gefunden w|r.d, um der Zionistischen Organisation durch, den Einfluß organisierter Zipnisten aufgebrachtes und für die Entwicklung der zionistischen Politik zu verwendendes privates Kapital zur Verfügung /u stellen? . Wird et. keine politische Debatte geben, keine Annahme von politischen Resolutionen? Sicherlich wird der Stand unserer politischen Angelegenheiten eine erregte Debatte aufrollen. Haben unsere Krieger nicht schon ihre Rüstungm umgeschnallt und sind gewappnet für blutige Taten? Erfüllt nicht das Kriegsgeschrei die Luft? Schleudern sie einander nicht in Zeitungen und Manifesten Herausforderungen und Drohungen entgegen? Aber welches ist die Bedeutung der politischen Tätigkeit in den Kongressen? Sie wird die zionistische Interpretation unserer politischen Lage bedeuten. Sic wird unser Kommentar zu der politischen Entwicklung oder /u dem Mangel an einer politischen Entwicklung in' den letzten zwei Jahren kein. Sic wird unsere Kritik an der angeblich „trügen" Exekutive sein — eine ätzende, spöttische, ermahnende Kritik. Sie wird die sanfte oder scharfe Kritik an der Mandatarmacht sein. Sir wird ein pnrlamrnt/irifcchcr VeiMieh sein, den Grad der Agrcssivltiit unserer politischen Unterhändler, den Ton der Verhandlungen, die Art der /Memoranden zu bestimmen. Die Wirkung der Angriffe wird sein, uns in unseren Entschließungen zu bestärken. Sic sind ein Kräftigungsmittel. Sic beleben den Oejst und wirken ermutigend. Aber so wertvoll sie auch sein mögen; wäre es nicht an der Zeit, einzusehen, daß nicht durch Proteste, Resolutionen und Kundgebungen und die Tonart der Vcrhnudl\,,ßrn die VrMt'ilt|tin»c grjfidert und djc Regierung ' beeinfluß: w«rdei» kamt, sondern in erst er Reihe durch die Ökonomischen und kill tu» reJIen und nationalen Kräfte, die wjr bei dem Aufhau der jüdischen nationalen Heimstatt« tinsetzen? Unsere politische Stellung hängt von dem fortschreiten der Entwicklung in Palästina ah und von dem Reichtum und der Macht einer geeigneten Judcnbfit, die hinter uns steht. Unsere Resolutionen sind wirkungsvoll, wenn sie von den wachsenden wirtschaftlichen Kräften in Palästina gestützt werden. Unsere Manifeste haben einen Sinn, wenn die für die Fortschritt« in Palästina verantwortliche Organisation an Zahl und Einfluß wächst. .Die Forderung von größeren Möglichkeiten wird berechtigt, wenn Zehntausende von Menschen dahinter stehen, die bereit sind, Out und Blut zu opfern, damit diese Möglichkeiten ausgenützt werden, können. Unsere Politik i«t cn«r und unlöslich mit unseren Finanzen verknüpft. Hier ist ,sjc das Leitmotiv und. der Kern des KongreBprogramms; alles andere jst nur Aufputz und Zubehör. Es werden Fraget] der Organisation (der Anpassung des Instruments an die Aufgaben) behandelt werden. Jede Verbesserung unserer Organisationsme'hodc, die zur Einfachheit und Geradheit führt, wird dazu beitragen, 'unsere Arbeit wirksam ztj gestalten. Unnötige Aktion ist Krnltverscliwcndung. Wie sollten wir zögern, tote Formen und Traditionen abzustreifen, wenn sie unseren Fortschritt behindern? Wjr werden vor der Aufgabe stehen, die Verwaltung in Palästina zu koordinieren, oder unsere Autorität zu konzen' frieren, oder aber neue Formen zu schaffen, von dem aus» getretenen Wege abzuweichen. Sollten wir, die Erschljcßcr neuer Wege, angesichts gebieterischer Notwendigkeiten aus sentimentalen Gründen schwankend werden? Das gleiche Prinzip gilt für die Aufbringung der. Fonds. Wir haben nicht nur einen Fonds geschaffen, sondern einige. Ihre Salnmclmethoden haben sich geändert und eich den Verhältnissen angepaßt. Sollten wir uns fürchten, unsere eigenen Handlungen zu revidieren? Sollte eß der Vergangenheit gc stattet sein, die Züge der Zukunft zu bestimmen? Wenn verschiedenartige Aktiven planlos und von keiner . zentralen Stelle geleitet, jedo ihren eigenen Weg verfolgend, durcheinanderlaufen, so führt das nicht nur zu unfrucht^ barer Tätigkeit, sondern auch zu Verwirrung UHd zur Auflosung der Autorität der Zionistischen Organisation, wir Zweifeln nicht daran, daß hier der erkunde Menscheuversjand den S|eg davontragen w!-' Der Kongreß wjrd uu;ct i.ussichtsreifhen Bedingungen eröffnet. Unser Ruf in Palästina war niemals besser, Das Pudgrt. wurde gedeckt. Die Immigration wächst vpn Monat 7Y Atonat imd es .gibt keine Arbeitslosigkeit. In Palästina herrscht .cjne optimistische Stimmung. Ver*chiedenc Jn> dustriezweige schießen, über Nacht au« .q>m IJodcn, Die Luft Ist von freudiger Erwartung erfüllt. Wje um. dieJalscben Propheten zu widerlegen, war die politische Situation niemals günstiger. Es können einige Beispiele angeführt werden, die /eigen, dar) die Regierung den Wunsch hat, unseren Leistungen durch die Schaffung neuer Möglichkeiten für eine un» br.hJiidcrte jüdische Tätigkeit Anerkennung widerfahren *u lassen, per $t»Hd der Organisation ist' eufierordaiitUeh be« ' iodigend, ihre Finanzen zeigen eine wesentliche Besserung.- Es gibt keine ernstlichen Inneren Konflikte. Die Jewwh Agcncy macht Fortschritte, urKJ C9 f5t zu erwarten, daß der Kongreß seine Einwilligung zu dem nächsten ihm von der Exekutive vorzuschlagenden' Schritt geben wird, *u der Organisation des Councils der Agency. Und in den Fortschritten der Agcncy sehen wir auch zum Ted die! Lösung unserer finanziellen Probleme * ' * Delegierte des XIV. Zionistenkongressesl Das Schicksal der zionistischen Bewegung Ijegt 'in eurer Hand. Durch eure Beratungen könnt ihr das Ansehen des ganzen jüdischen Volkes stärken und wesentlich zu der Aend'crung der gegenwärtigen Situation der Juden beitragen. Mehr und mehr dringt unsere Arbeit-in das Bewußtsein alfer Jüdcn ein. In dieser Hinsicht ist der Kongreß eine Propaganda-Demonstration von allerhöchstem Wert. Die nichtjüdischc Welt bringt dem Kongreß ein ernsteres Interesse entgegen, als wjr es sonst bei ihr zu finden gewohnt sind. Sic erkennt in unseren großen Anstrengungen die Wiedergeburt eines alten Volkes, und sie weiß die weitreichenden Wirklingen unseres Kampfes um die Freiheit zu würdigen. Wir, die Ztonisun (die ihr hier beim Kongreß vertretet), sind es, die eine cemc'mr.amc Verantwortung Wir die Zukunft des jüdischen Volkes auf uns genommen haben, die für uns unwiderruflich mit der Zukunft Palästinas verknüpft ist. Erfüllt eure Pflicht in einer der zionistischen ' Traditionen würdigen Weisel Prcsseempfanß Im Konjjreßjjcbäude .Montag, (Jen 10. August, ncelunittags,. waren dk' Verireter der Wiener Presse und die Korrespondenten der. auswärtigen Zeitungen zu einem Empfang im Konzerthaus geladen. I>cr Leiter des Konprrßbüros Herr Dr. Gelber begrüßte .die Erschienenen in dem großen Festsaal, in welchem die Sitzungen des Kongresses stattfinden werden. Hierbei trat bereits der* Apparat <Ic* „phonetischen Protokolls" in Aktion. Auf .dem Rednerpult war ein-empfindliche« Mikrophon montiert, welches alle Reden aufnahm Und In die Schallkninmfr leitete. Dort wurden sie in Wachsplatlcn festgehalten und sodann übertragen. Djc Journalisten erhielten kurze Zejt später bereits die Stenogramme der Reden druckfertig überreicht. , Der Pressechef de* Kongresses Dr. Hugo II e r r tn a p u hielt eine Ansprache, in der er auch auf die StrJlunr;nahmc der Oeffentliclikeit zum Kongreß zu sprechen kam. Das Interresse der Presse lud sie!» leider bislier hauptsächlich nach zveri Richtungen hHritij;!, daß man den Kongreß zunächst von ein ni sozusagen wirtschaftlichen Gesichtspunkt behandelte, daß sich Wien und damit auch die Wiener Presse so/usagen al* den Hotelier betrachtet, der den Kongreß unter «lern Gesichtspunkt liet;ni!lt, daß er ihm ermöglicht, seine Zimmer zu vermieten. Der zweite Gesichtspunkt, der sich in den Vordergrund gedrängt hat, ist der, jeh möchte sagen, polizeiliche, der der Sicherheit des Kongresses. Auf diese Seite haben, wir noch weniger Einfluß als nuf ük erste. Ich möchte nicht des näheren darauf eingehen, daß manche Mißverständnisse dadurch entstanden sind, daß die Presse sich hauptsächlich um diese Seite des Kongresses gekümmert hat, als um die allgemeine Inter« nationale IWdeufung dieser Tagung« Hierauf folgte eine Mi h r u n g durch alle Teile des K'f>|ircrtliausef. Das Koijgrrfibüro-. f^t *mjt .srijjem Hauptteil inj „H c r I i n e r S a a 1" unfergebrachtj doch. &ind verschiedene Abteilungen auch iij allen Stockwerken und freien Räumen eingerichtet, t»o die Pressrabteilung, die Redaktion der Kongrcßzcjtuug, tlas Uebcr$ctzcrbtjro, die Vervielfältig "unfisabtcihmg, die Protokollcitung. Vorgesehen sind ferner besondere Räume für die beim Kongreß arbeitenden Journalisten, für die Evckittivc der Z i o n f s t is q h e ti Organisation und für das Kon g r e 3 p r ä s td iu m. In einem Teil der Abteilungen ist die Arbeit bereits in vollem Gange, ein Teil der Räume wird eben erst eingerichtet und wartet noch auf den Beginn der Arbeit, ßci dieser Gelegenheit sei gleich erwähnt, daß ein Teil der Büroräume auch in der nebenan h'egenden Musikakadrmie untergebracht wurde, insbesondere die Büros der verschiedenen Abteilungen der leitenden Körperschaften der Zionistischen Organisation in London und Jerusalem. Djc Vorbereitungen der P a I ä s t j n a a u s s t c II u u u sind ebenfalls im vollen Gange. Djc Direktoren der Gesellschaft „Mischar W'taossiah" in TcJ-Awiw, die die Aussteifung organißjert, führten die Pressevertreter durch die Ausstellungsräume, wo überall fieberhaft an der Fertigstellung gearbeitet wird. Die Ausstellung wird mehr als 50 besondere Stände in Zeitform enthalten, von denen jeder einen bestimmten Zweig der palästinensischen Landwirtschaft oder Industrie veranschaulicht. Ein ganz besonderer Pavillon ist der allgemeinen Arbeiterorganisation Palästinas gewidmet, die im palästinensischen Wirtschaftsleben eine so große Rolle spielt. Eine Bewirtung der erschienenen Pressevertreter schloß den Empfang ab. ' ' \ Die Wclfkonfercnz des Misrachi Am 10. August abends fand im Festsaal des Hotels Bayerischer Hof die. Eröffnungssitzung der Au'srachi-Wel|koufcrenz statt. Auf dem Podium nahmen 'Prof. Pick, Hermann Struck. Rabbi Fisch mann Deputierter Farbstein (Polon-, Deputierter Rabbi Brod (Pojcn), Rabbi Berlin (Amerika', Rabbi Tcitclbaum, Präsident des Ze'ntral-Rellef (Amerika», Rabbi Gold (Boston\- Deputierter F cd c r bu s c h ferner als Gäste Rabbiner Fcuchtwaug und Obcrrabhinrr Prof. Chajes Platz. Es sind bereits mehr als dreihundert Delegierte anwesend. Der Saal ist von einer riesigen Zuhörermenge überfüllt. Man sieht unter den Gästen den Öbcrrabbincr der scpljardischen Gemeinde in Wien Dr. Ob ad in, ferner Prof, S. Krauß und eine Anzahl angesehener Rabbiner aus aller Welt. Djc Konferenz wurde von Prof, Hermann Struck, im Namen der Exekutive der Misrachi eröffnet, Sodann hielt Prof. Pjck die Eröffnungsrede, j:r erinnerte daran, daß vor zwölf Jahren ji) dieser Stadt anläßlich'des elften. Zionistenkongresses ejpe Jcleinc Versammlung der Misrachi stattgefunden hat. Sejther ist die Misrachibrwrguug gewaltig gewachsen. Sejt der \ctria\ Konferenz, die vor einem Jahr stattgefunden, hat; |ia< der Misrachi wichtigep y a k ti s c h e Arhe|t geleistet, die sich in vier Errungenschaften sinnfällig manifestiert: im misrachi s tischen- .Erzieh ungswes-e'n -In Palästina, das bald durch eine höhere Anstalt, die vor der . Vollendung stehende neuerbauto TachkcmOPjsqhulc, gekrönt seju werde, welche die Erziehung der Jugend im Sinne der Tfadjtion zu führen berufen sej; in der Pank de.r Misrachi, die eine wichtige Ergänzung der in Palästina bestehenden Ffnanzinstitutc darstelle;. in der M i s r a c h i J u - gendbewegung, welche zur Vereinigung der jnisrachistischen Arbeiterjugend tn der HUtadruth haowdjm ge? führt habe; und endlich in der Schaffung der fUuköoperi» tive „Olim Bonim". ...... N;jch einer Begrüßung der Konferenz durch Rabbi .mann Im Narncrj des palästinensischen Misrachi w^.V j -af. Obcrrabbihcr Dr. Cha ic& die Tagung im Namen <!c$ (■[ v>? rabbinats und der jüdischen Gemeinschaft Wiens fruc;--" I : ^c Arbeit. Er sprach die Hoffnung aus, daß sich die Mis'r j '^Z .Organisation als Kind <Jcr Zionistischen Organisation Mit Begrüßungsansprachen der Rabbiner Dr. Feuc'. L-t 1 w«ng Qm tf&mcn der Wiener MisrnchiOrganisatiom .{ ix . Tartakower (für den Keren Kajcmeth) und Hai|f] (namens der Wiener sephardischen Gemeinde) wurde <Jif,'i rnc drucksvollc Eröffnungssitzung geschlossen. t sg. ' ■ |;crCr Wellkonkrenz der Junrjmlsracblstei | Wien. (J.T. A.) Gegenwärtig taert in Wien eine Kor1.., f der iungmisrachistischrn VcrbSuoc (Zcirc Misrach;, llamlsrachj-usw). Rabbi Fisch man begrüßte die Kor.v.^ namens der Misrachi-Zentrale. In 'das Präsidium .^z1 gewählt: Sejmdeputierter Dr. Federbusch, Neu^s <.:>. Warschau'und J u n g st e r-Palästina. Aus den Lii :rcn berichten ging hervor, daß in der Slowakei I00r), in OrvVr,'? rh 350, in Deutschland 500, im Wilna-Distrikt 30fn), in Kcr-,j [ix polen 100110,-ip Ostgali/.ieu 1000, in Transsylvanien 1200/;*'.!.' Bukowina >60 Misrachi-Chaluzim organisiert sind. Dei;-'VVnM gerichteten Gruppe „llapocl Hamisrachi Hasmali" wltcJ-o recht mit beratender Stimme zugebilligt. Zum Schluß strlitcT Kownoer Delegierte fest, daß in Litauen 6fi5 ^esetzc^v Chaluzim in 20 Kwuzoth organisiert sind .-ich hü WellUonlcreuz der liifachtlut '. Di« vierte Wclt-Kcnifcrcnz der Hitachdut wurde Sonden 1. August jm Holiändcr-Saal des Konzerthauses tri,] An der Konferenz beteiligten sich zirka 50 [)clcj;irrtc Palästina, Rußland, Polen, Amerika, Oslgaüzien, Deutsch' l.iiaiicn, Lettland, Rumänien, Belgien, Oesterreich Ts:hecho6|o\vakn. Eine große Zahl von Gasten und Jo übten war bei der Eröffnung anwesend. 13ic Konferenz wurde eingeleitet durch die Erolf;- jede des Herr« Josef Sprinzak (Jerusalem, welche mit den Aufgaben der Konferenz, besonders mit der;?;:? die im Zusammenhang mit dem bevorstehenden KV-^. stehen, befaßte. Der Redner betont, daß der Kongreß in £ schweren und verantwortungsvollen Moment zu;-aminr-, l Nach dtr( Periode der Vorbereitung kamen die schweren T,l der Verwirklichung. l.)ic letzte Alijah, welche die Form M a s s c n i m m i g r a t i o n angenommen hat, erfordert i £ besondere Aufmerksamkeit ßcitcns der zionistischen llewcr Die Hitachdut begrüßt die Vc r s t ä r k u n z ' \ Alijah, üb<rM>Itt ah<r gleichzeitig nicht die welche dies< r Ejnwajidenjng^U'oiH mit sich bringen \:: falls die zionistische Bewegung nicht imstande sc;n sollte, * zu beherrschen. Es ist notwendig, unser Kolonisation'."» dem Umfange und den Bedürfnissen der jct/i;:cir AIiit. f zupassen, aiidcrcrseils niuß eine K u 11 u r-O f f c n s i v« jt C"n Ländern der Galuth begonnen werden mit dem Z* die wandernden Massen für das neue Leben in Palas« geistig vorz\jbereiteji. Auch auf dem Gebiete der Politik hat der Kos; schwere Aufgaben zu erfüllen. Es wird immer klarer, fremd unsere Bestrebungen in manchen nichtjüdischen Krr noch immer sind. Gerade in Wien, wo die Arbeitetvluf! culM'hcideuder Mnchlfaklor ist, k/uin festgestellt weni<-», wenig Verständnis für unseren nationalen und sozialen .freiuiigskampf vorhanden ist. Gerade die 6s tc r r c i c.Iiis; S o z i a l d e ut o k r a t j c , deren fülircjde Köpfe bahnb^-: nuf dein Gebiete <Tcr Losung der nationalen Problem« ,;>.'.. haben, hat auffallend wenig Verständnis für die Vrrtc:\ ■ arbeitenden Palästina ßc/eigt. Dtr Ucdner nblickt <!;. ' sachc dieser Tatsache einerseits in der mangelnden Prorvi::- andererseits in <|em Umstände, daß noch immer eine ^e« assimilatorische Schicht ihren maßgebenden Einfluß m österreichischen Sozialdemokratie ausübt. Die Frage der arabisch-jüdischen Bezieh, gen haben immer das wachsame Interesse der üiur hervorgerufen. Schon am 12. Kongreß ist durch dieltlativc der Hitachdut der entschlossene Utile zionistischen Bewegung, mit dem arabischen Naehb::-' friedlich zusammen zu wirken, zum Ausdruck gebracht *<"". Gerade jetzt, in den Tagen der Ruhe, ist es unsere Pf: neuerdings unsere friedliche Absichten dem arabische;! V: gegenüber zu betonen. Der Redner setzt sich mit dejj zionistischen 'Stmir--; auseinander, welche sich letztens gegen die Leistung" ' jüdischen Arbeiterschaft in Palästina gerichtet haben erklärt, daß die jüdische Arbeiterschaft in Palästina, v«. einen Weg von 20 Jahren schwerer Arbeit und harten Ks" für die Eroberung der nationalen Positionen im L;u;Jr welche von einem kleinen Häuflein bis zur Zahl von organisierter Mitglieder angewachsen ist, auch weiter!-.!" >• selben Weg idealistischen Schaffens uv.d gercilschaftlirlif' neuerung gehen wird. In ihrer wirtschaftlichen und ku!:i' Leistung erblickt die palästinensische Arbeiterschaft r.ici;: eine Garantie für die Entstehung einer freien jüdiseiit^ bcitsg^meiiifchaft in Pakistina, sondern auch den einzii^fn welcher zur Verwairzclung des jüdischen Voikes im führen kann. I>ic jüdische Arbeiterschaft wir<i gerne jeder rechten Kritik zusammen, wird aber mit alle;; MiiM;; Versuch bekämpfen, welcher auf die Zerstörung il-rer i nomen Organisationsform hinausläuft. Die fünf. Jahre, die seit der Griindungskonfcren;^ Hitachdut in präg vergangen sind, können als Jahre w | positiver Arbeit der jungen Parte; bezeichnet werde;- i Der zweite Redner, Dr. A r l o s o r o f:' - T c!; \* ] : spricht über die geistigen Gruudingcn der Hiuo^ ■•';;; wegung. Es war eine Zeil, in der vo;; <.hc>c: I:^1k Tribüne zu uns Chawcr A. D. Gordoi; sprach. I'-' .1 War die lebendige VerköriHM utjg unserer Bcvy-egung, ^^'-l 1 bo| unserer geistigen Gestalt. Jetzt sind wir [; angewiesen upd wir müssen uns bemühen, die geisüp.« uC*J der Bewegung zu umreißen und klar zu for'Dnli. rrr. J dürfen nlclit ver^evsm, daß wir flicht nur m: Nj m^' 'organisierten''Pärtci-Chawcrim sprechen, sondern un all der Oc/fosKcn, die' zerstreut im Lande die müh^h^%;.f . verzehrende' Aufbau-Arbeit leisten, im Namen der ^'".^J ', die infolge eines grausamen MiTivcrständuisses nsch \; vcrsclilcppt werden, im Na^en der jüdisclteu ^3'*Ci;."{ heule in der k«uzcm Weit einen Rtihc[>jatz für bicii i und auf ein« Wand-von politischen, wirtschaftlichen ,f; zialeu Hi»dcrnisscit stoßen. |n den sciiwcrsi«n Zo»^-1»_ : unsere Arbn't in engem Rahmen eingefercht war, haben : Idee des großen Zionismus nh:ht vergessen. Ic» '' J "pjeht an dje leeren politischen Deklamationen der Leutc ^f sich Aktivisten nennen, aber wir dürfen nicht vergesse1, "das jüdische Volk nicht auf die Schaffung von /*■ Jv SO 'Kolonien in Palästina ausgeht, sondern daß es se;if' "strebung ist,-in Palastina eine Wirtschaft zu schaffen, j'1^1; Grundlage unserer Kolonisation bilden kann. Wir fuli'*'1;.' Verantwortlichkeit für dan Drang der jüdischen Ma^e1 Landwirtschaft, und es jst charakteristisch für unse^,: wegunfi, d»Ö m eine Ko1oni«ation«bcwegung AU > muß sie den Stempel des Konstruktivismus und des kc«1'» | rjn? iüf t ••ir.a t.rstf '«jjn?. '? r.ciii- ■?!$t -( .er ( \ i-rdai Lcd h \obt;!onf( ,'fihe ,1 Lcdc;.«-,d C :ind 1 \rbcit .er S< C "alasti •ir de: 'ppuhi t'r Artige '^rt ■^p'jhl-;»rr Pr A;nistc rrfsscs ,{c g i« 7 u^scl Ausdru