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Jüdische Rundschau · 1925-08-04 · Heft 61 (4.8.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 61 (4.8.1925)
Date
1925-08-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 522 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr > dem der Anklageakt erhoben wurde, rechtfertigte sich der Untersuchungsrichter, es mußte geschehen, denn das Ausland würde stutzen, wenn das Verfahren gegen den Po:e;i eingestellt wäre — gegen den einzigen Polen unter den vier Verdächtigen. Er bürge ihm aber dafür, daß er ohnehin freigesprochen werden wird. Dies erklärte Dwornicki selbst vor den Augen des entsetzten Publikums in der öffentlichen Verhandlung! Und dann kam das Beweisverfahren, das wiederum die Angeklagten entlastete und den Richter und Schriftführer belastete! Der Eindruck der Verhandlung war selbst in den Kreisen des sonst hochstehenden polnischen Richterstandes und in der polnischen Presse ein niederschmetternder. Dies äußerte sich in der Presse nicht nur zum Teile in einem beredten Schweigen, sondern auch in einer harten Kritik gegen den Richter Rutka. Die Spannung wächst von Tag zu Tag. Aber das Schrecklichste kam gestern. Der geheime politische Polizeidetektiv aus Warschau, Cechnowski, wurde als Zeuge einvernommen und entlastete Steiger. Dasselbe tat auch der Polizeikommandant aus Warschau Pi-atkowski. Beide behaupteten, daß es absurd sei, den Täter unter den Juden zu suchen, weil in diesem Milieu die Motive zur Tat fehlten. Der Täter sei nur unter den Kommunisten oder in der extrem nationalen, ukrainischen Partei zu suchen. Tags darauf wurde Cechnowski von einem Kommunisten, leider einem Juden, Botwin, auf Befehl der Kommunistischen Partei auf der Straße nicdcrgcschosscivwcil er die Kommunisten belastet hatte. Und zu diesen gehört auch der berüchtigte Panczyszyn! Was tut nun der Staatsanwalt? Einige Stunden nach der Ermordung Cechnowskis zieht er die Anklage gegen Panczyszyn wegen Mitschuld am Attentate gegen den Präsidenten Wojcicchowski zurück und erreicht damit 6cin Ziel: Panczyszyn wird als Zeuge, nicht als Angeklagter vernommen! All dies nach der Ermordung Cechnowskis, dessen Aussage mittelbar Panczyszyn belastet hat. Und Steiger, der Unschuldige, sitzt seit einem Jahre in Untersuchungshaft! Am selben Tage erschien in dem wüstesten Äntisemitenblatt, der Warschauer „Gazette Poranna" ein Artikel, in dem Steiger als Unschuldiger bezeichnet wird! In dem schwärzesten Antisemitenblatt! Und — Steiger sitzt im Gefängnis! Diese Stimme des Antisemitcnblattes beweist, daß selbst in demjudcnfcindlichstcn Winkel der polnischen Gesellschaft, die Uebcrzeugung gereift ist, daß an Steiger ein Justizmord verübt wird. Diese Stimme möge zum Lobe der polnischen Gesellschaft dienen: das Gewissen ist erwacht. Aber Steiger bricht im Gefängnis zusammen, der Richter Rutka- und der Schriftführer Piotrowslri walten ihres Amtes, der Staatsanwalt zieht die Anklage gegen Panczyszyn zurück und die Herren Kornhaber, Jäger, Glasermann und Dwornicki sitzen auf der Anklagebank und kämpfen verzweifelt um Gerechtigkeit. Werden sie siegen? Der Leraberger Prozeß Lemberg. (J.T.A.) Der weitere Verlauf des Prozesses «gen die Lemberger jüdischen Bürger steht unter dem Zeichen acs kommunistischen Mordes an den Polizeiagenten Cechi o w s k i, der der H3uptcnllastungszcuge für Steiger war, indem er behauptete, bestimmte Beweise für die Täterschaft Panczyszyns'in Händen zu haben. Zu Beginn des 19. Verhandlungstags stellte die Verteidigung den folgenden Antrag: Der wichtigste Zeuge in diesem Prozeß, sowie auch in lern Prozeß gegen Steiger, Cechnowski, ist unter Umständen rrmordet worden, die den bestimmten Verdacht erwecken, iaß er beseitigt worden ist, um nicht gegen den Kommunisten Panczyszyn aussagen zu können. Diese Tat kann von großem Einfluß auf den weiteren Verlauf des Prozesses sein. Nach ler Meinung der Verteidigung ist es nötig, eine genaue Unterteilung durchzuführen, um die Wahrheit der These festzustellen, daß die kommunistischen Kreise mit Panczyszvn an ier Spitze bei der Ausführung des Attentats gegen den Staatspräsidenten mitgewirkt haben. Die Mitglieder jener Kreise bedienen sich weiter des Terrors und des Mordes, um sich unbequemer Zeugen zu entledigen. Eine weitere Führung des Prozesses unter dem Druck dieses Terrors ist unmöglich. Die Verteidigung ersucht daher, den Prozeß zu unterbrechen und die ganze Angelegenheit dem Untersuchungsrichter zur weiteren Behandlung zu übergeben. — Das Gericht lehnte diesen Antrag ab. Hierauf g.nb M i k i c t i n folgende Erklärung ab: Man hat mich stets gefragt, warum ich nicht in der Voruntersuchung auf Panczyszyn als den Täter hingewiesen habe. Der Mord an Cechnowski hat meine Befürchtungen bestätigt. Ich werde von jetzt an auf keine Frage mehr eine Antwort geben. Am 29. Juli wurde der ukrainische Kommunist Panczyszyn vernommen, der von Mikictin und dem ermordeten Polizeiagenten Cechnowski ganz bestimmt als der Attentäter gegen Präsident Wojcicchowski bezeichnet wird. Panczyszyn leugnet kategorisch, das Attentat versucht zu haben, jedoch vermag er keinerlei Alibi-Beweise zu erbringen. Der Staatsanwalt teilt mit, er habe die Mitteilung erhalten, daß das Untersuchungsverfahren gegen Steiger abgeschlossen ist und daß danach keinerlei Grund vorliegt, in Panczyszyn den Täter zu vermuten. Während der Verhandlung am 29. Juli kam es wieder zu Konflikten zwischen dem Vorsitzenden und der Verteidigung. Das Gericht lehnte ab, Frau Fancos zu vernehmen, die beweisen sollte, daß nicht Steiger der Attentäter war. Auch lehnte es die Einvernahme des früheren Inntnministers Hübner ab, der der Meinung Ausdruck gegeben haben soll, daß nicht Steiger, sondern Panczyszyn der Attentäter war. Der völkische Terror In Wien | Wien, 7. August. Amtlich wird vcrlautbart: Die Vertreter verschiedener nationalsozialistischer Organisationen und der Frontkämpfer unter Führung der Herren Gattermayer, Ondcrka und Zwicrzinn erschienen gestern beim Bundeskanzler Ramck, um. gegen die Abhaltung des Zi on is t cn kongresses Beschwerde zu führen. Sic hoben hervor, daß die hinter ihnen stehenden Bcvölkcruugskrcisc unter Umständen die Verhandlungen des Kongresses nicht ruhig hinnehmen würden. Der Bundeskanzler antwortete, daß die Angelegenheit des Kongresses Gegenstand der Beratungen und der Beschlußfassung des Ministerrates gewesen sei und er daher schon aus diesem Grunde nicht in der Lage wäre, allein abändernde Verfügungen zu treffen. Auf jeden Fall müsse er betonen, daß weder er, noch die Regierung irgend welchem Druck in dieser. Richtung nachgeben und keinen Terror dulden würden. * Am 1. August, abends, kam es am Pratcrstcrn, wo in den letzten Ingen Zusammenstöße von Hakenkreuzlcrn mit dem Publikum an der Tagesordnung waren, zu schweren Ausschreitungen. Angehörige des republikanischen Schutzbundes, die au dem Leichenbegängnis des früheren Bürgermeisters Kcumann teilgenommen hatten, zogen über den Platz, und daraus entstand ein Krawall, dem gegenüber die Polizei ohnmächtig war. Im Verlaufe der Unruhen wurde ein Mann durch Messerstiche getötet. Wie die J.T.A, erfährt, hat Sir Alfred Mond'das ihm von der amerikanischen zionistischen Organisation gegebene Mandat als Delegierter zum 14. Zionistenkongreß nicht angenommen. Alfred Mond muß sich auf den RatdeTAcrztc bis Ende September jeder Tätigkeit enthalten; es Ist ihm deshalb nicht möglich, dem Kongreß beizuwohnen. — Am 24. Juli ro»te Alfred Mond über Liverpool nach Frankfurt a. M. ab. Amery über Herbert Samnel London. (J.T.A.) Während der Debatte über die Tätigkeit des Kolonialamis in der Sitzung des Unterhauses am 2S. Juli führte der Kolonialministcr L. S. Amcry aus, ' Herbert Samuel habe für seine in den letzten fünf Jahren in Palästina geleistete Arbeit trotz allen Lobes lange nicht die Anerkennung gefunden, die er verdient. Der Minister bedauerte es, daß Sir Herbert Samuels Tätigkeit nicht die verdiente Aufmerksamkeit zuteil geworden Ist, da man aus ihr viel lernen könnte. Sir Herbert hat für alle Teile der Landesbevölkerung in gleicher Weise gesorgt, der Standard der arabischen Bevölkerung wurde durch die kluge und unparteiische Verwaltung Sir Herberts auf eine beträchtliche Höhe gebracht. Die Forderannen der Aktivisten Paris. (J.T.A.) Die Vereinigung der Zionistcn-Revlsionisten (Aktivisten) veröffentlichte soeben ein Manifest, welches folgende Forderungen an den 14. Zionistenkongreß enthalt: 1. Erhaltung der vollkommenen Souveränität des Kongresses in Sachen des Aufbaus Palästinas und Verstärkung des nationalen Charakters der Aufbauarbeit. 2. Durchführung einer politischen Offensive, um die jüdischen Rechte auf Grund des Palästina-Mandats geltend zu machen. 3. Radikale wirtschaftliche Reformen in Palästina, beginnend mit einer Agrar- Reform, zwecks Förderung einer jüdischen Masscncinwanderung und Masscnkolonislcrung. 4. Organisierung der Finanzen auf der Basis des Grundtingskapitala der jftdiHchcn Kolonialbank (2 Millionen Pfund) und Ausgabe eluer Nationalanlcihc für Palästina-Aufbau. 5^ Schaffung realer und organisierter Formen der Sicherung der jüdischen Siedlung in Palästina. Jabolinsky in Palistina gewinn Jerusalem. (J.T.A.) Bei den am 24. Juli in Jerusalem durchgeführten Wahlen von Delegierten zum 14. Zionistenkongreß wurden laut den bekanntgegebenen ersten Resultaten folgende IIcrrcn gewählt: Wladimir Jabotlnsky, S u« p r a s k y , Prof. Nahum S t o u s c h, Philip Kornfeld und der Vertreter crer sephardischen Jugendorganisation Gluska L c n i a d o, ein Ycmcnite. Palästina auf der britischen Reichs-Arbellcrkonfercnz Am 27. Juli wurde im Unterhaus die erste britische Rcichs- Arbciterkoiiterenz unter dem Von.it/. von Mr. J, R.imsny Mac Donald eröffnet. Als Vertreter der palästinensischen Arbeiterföderation (llistadruth Haowdün) wohnten Ben Zwi, Ben Gurion und Arlorsoroff der Konferenz bei. In der Sitzung vom 29. Juli beschäftigte sich die Konferenz mit der Industricgcsctzgcbuug in den Mandatsterritorien. Bei dieser Gelegenheit hielt Ben Gurion eine Rede über die Lage in Palästina. Die palästinensischen Gewerkschaften, sagte er, halten den Vergleich mit jenen in den europäischen Lindern aus, jedoch die große Zahl der nichtorganisierten arabischen Arbeiter im Lande bilde eine ständige Gefahr.- Die organisierten palästinensischen Arbeiter appellieren deshalb au die britische Arbeiterschaft, daß sie ihren Einfluß dahin ausübt, daß die Arbeit in Palästina gesetzlich so geregelt wird wie in anderen Landern. Herr Reu Gurion brachte folgende Wünsche der Arbeiterschaft Palästinas vor: h Regelung der Arbeitsgesetzgebung betreffend Länge des Arbeitstages, Mindestlöhne, Kinderarbeit, Arbcilcrverslchcrung, usw.; 2. Aufhebung der ElnwandcningsbcschTänkungen; 3. Schaffung eines Landrechtes, wonach den gegenwärtig im Lande weilenden landwirtschaftlichen Arbeitern, wie auch den neuen Einwanderern, die Möglichkeit gegeben werden soll, eigenes Land zu besitzen; 4. Natlonal-Autonomie für Juden und Araber. Das Mitglied des indischen Parlaments H. M. Jos Iii erklärte seine Sympathien für die nationalen Aspirationen der Juden, führte jedoch aus, er glaube nicht, daß Oroß- Britannien aus purer Sympathie für die Juden diesen Palästina als Natioualhclm gibt; auch In Indien benutzen die herrschenden Klassen die religiösen Differenzen unter den mohammedanischen und Hindu-Arbeitern für ihre eigennützigen Zwecke. Das Untcrhausmitglied Robert Smillic führte aus, er anerkenne die volle Berechtigung der Forderung nach einer Arbeitsgesetzgebung in Palästina, er könne aber nicht ebenso voll die Forderung nach Schaffung einer jüdischen Gemeinschaft mit Sondcr-Privilcgicn anerkennen. Ihm traten die oalästincnsischcn Delegierten Ben Zwi und Dr. Arlosoroff entgegen, die auf die absolute Notwendigkeit einer Lösung der jüdischen Fragen in der ganzen Welt durch die jüdische Siedlung in Palästina hinwiesen, da die Juden ihre wirtschaftlichen Probleme In ihren jetzigen Wohnlündeni zu lösen nicht in der Lage sind. — Die Palästina-Frage wurde sodann einer Kommission überwiesen. Das palästinensische Staatsbürflerschalisse^ * Wie amtlich mitgeteilt wird, wird die Vcrorc-f betreffend die Staatsbürgerschaft für p. stina am 1. August in London vcröFfcr werden. Nach dieser Bekanntgabe wird die palästiner.v ■ Regierurig mit der Herstellung der Wählerlisten & Stadtvcrwaltungswahlcn, die innerhalb der nächsten Monate stattzufinden haben, beginnen. X •' - L £iae französische Pro Palästina-Gesdl.scluu r Paris. (J.T.A.) In Paris wurde eine Ocici;-.' „Franco-Palcstiuc" gegründet, der führende Persönlich;-',.; des öffentlichen Lebens in Frankreich, wie Ministerprä r Paul Painlcvc-, Minister für Unterricht de Monp. der Kammerpräsident Eduard Hcrriot, der Vor,i;S\. des Botschafterrates Jules Cambon., der Leiter d<r,; nationalen Arbeitsamts beim Völkerbund Albert Thor. der Führer der Sozialisten Dep. Leon Blum, der \.r.-'ri Ökonom Prof. Charles Gide, das Mitglied der viZ Appel und viele andere Staatsmänner und Gclc'/.rtc ^' gehören. In dem soeben von der Gesellschaft ausgegebenen munique' wird gesagt, daß der Zionismus, der eine teik aber großzügige Lösung des kritischen und leidvollen Pro: ji der jüdischen Wanderung darstellt, das außerordentliche jjitercsse Frankreichs beansprucht. „Die französische olicn-y: Meinung", heißt es dann weiter, „nimmt an der Starlet; des jüdischen Heimes das größte Intcret>- Vom nationalen Gesichtspunkt aus betrachtet, hat l"r;trv).' stets die Völker unterstützt, die sich ihre Selbständig?:-;i: kämpfen wollen. Dies gilt auch von der zionistischen p,j.; gung, deren Bedeutung und Wichtigkeit täglich wärh^'-.. I; Warbnrfl und ilrown über da.i KrimprojeM t New York. (J.T.A.) In einer Konferenz jufi-^' Zeitungsvcrtrcfcr sprachen der Präsident des Joint Dr bution Cotnmittcc, Mr. Felix' M. War bürg und de:-!;' Leiter der 15-Millioncn-DolIar-Kampagnc auscrschcnc Mr. [ A. Brown, über die Aussichten der jüdischen Kolonh.l in Rußland. Einen tiefen Eindruck machte die Rede jl« Warburgs, der ausführte, die Aufgabe des Joint in Ruf •:■ sei nicht, Propaganda für Kolonisation unter den J.jr. zu machen, denn die Bewegung für Landansicdlung ist i .v den russischen Juden selbst entstanden und nahm elcnir? Formen an. Die Aufgabe des Joint ist es, diese ßewcr'T zu unterstützen. Angesichts der jetzigen Lage der jü in Rußland ist eine Landansicdlung die einzige Lösung. - 1 Brown schilderte die Eindrücke seiner Rußlandrci^e skizzierte den Plan der Kolonisation. Zwecks Aiimcc i einer Familie seien 750 Dollar erforderlich (? „J. R."). Von dieser Summe muß die Sicdlcrfatnilie 200 ftg aus eigenem mitbringen, 200 Dollar leistet die ru>?;>| Regierung, die auch das Land unentgeltlich zur Vertu; v,.., stellt, die restlichen 350 Dollar muß der Joint aufbrir,i.;< Keine Behörde darf «.ich in die inneren Verhältnisse der K f. nisationsarbeit einmischen,-.Johrt. hat-vollständig freie i.V. Es besteht keinerlei Gefahr, daß die Kommunisten Einfluü .pici winnen und den Plan schädigen. Mr. Bro«m sagte wc:{!;.r SOn/o der russischen Juden würden freilich rw.?. lästina vorziehen, allein die Kosten der Ueber<icd; v.-.« nach und der Ansicdlung in Palästina seien zu groß, als :-Ur dies eine Masscnlösung werden könnte. Es wäre kein G■-] für Palästina, große Massen ins Land zu bringen, bevor Land für deren Aufnahme vorbereitet worden ist Auf die:;u gewordene Befürchtung, daß die Kolonistenkinder dem Ji^h: tum entfremdet werden könnten, weil die Sowjetrcgicr. 5,r Religionsunterricht verbietet, erwiderte Mr. Brown, die Pr.,- habe gezeigt, daß auch die Regierung nicht die Macht Lindas religiöse Leben zu unterdrücken. In den Kolonien j.'.m bestehen jüdische Schulen und an den Sabbathtagcr, v nicht gearbeitet. v- * VT, Moskau. (J.T.A.) Laut einem soeben veröffentlichf ■ Bericht einer speziellen Untersuchungskommission der 1 gicrung herrscht unter denneucn jüdischcnSicdlf k: im Distrikt Odessa große Not. Es wurde ein Aderlässen, den neuen Siedlern mit Nahrungsmitteln i'. Saatgut für den Herbstanbau zu Hille zu kommen. Riga. (J.T.A.) In den letzten Wochen sind im K'; . Chcrson 16 neue jüdische landwirtschaftliche Bcrufsgenosschaften aus dem Westen und Norden eingetroffen Es v,; ihnen sofort der für sie bestimmte Boden zur Bc-arbcit!. zugewiesen. I; Moskau. (J.T.A.) Das Unterrichtsdepartement ■ M Sowictreglcrung veröffentlicht in den Zeitungen große In>c:. " durch welche jüdische Lehrer und Lehrerinn;^ für alle Erziehungsnvcigc gesucht werden. Dies steht im < saniiuctthnng mit der starken Zunahme der jüdischen zichungsanstaltcn in den Ländern der Sowjet-Union. r Moskau. O.T. A.) Die Regierung der Sowjctrrpu': ": Weißrußlands veröffentlichte am 2S. Juli ein Pr: t-: für jüdische Kolonisation in Weißrußland, aus welchem »: vorgeht, daß die Regierung die Ansicdlung von 7000 ju^i^: t- Familicn auf dem Lande in den nächsten 5 fahren <!::• i führen will. Gegenwärtig betreiben in Weißrußland tinr:^ V 7000 jüdische Familien Landwirtschaft. Aliein im laufen: " Jahre wurden 1210 jüdische Familien in 85 neuen Siedln-:' ■' untergebracht. Sobald der Plan der weißnissischen Rc: v; rung Wirklichkeit geworden ist, werden 13 o/o der jüdisc: Bevölkerung Weißrußlands als Bauern auf dem Lande ler' >■ *;r New-York. (J.T.A.) Die von der letzten Ja!" konferenz der amerikanischen Zionistcn eingesetzte Exeku ' hielt am 2S. Juli eine Sitzung ab, in der sie zu der vr Joint Distribution Comitce beschlossenen Kampagne zur V 1 bringung von 15 Millionen Dollar in den nächsten drei Ja!::jv von denen der Hauptteil für jüdische Kolonisation in l' Krim verwendet werden soll, Stellung nahm. Die Exckvi beschäftigte sich nochmals mit den in der letzten Convcr.: ■ der amerikanischen Zlonlsten eingebrachten Resolution in « r eher die Wiederaufnahme der Aktion zur Besserung wirtschaftlichen und kulturellen Lage der Juden Osteuro ' begrüßt, jedoch festgestellt wird, daß, was die Kolonie■'. anbetrifft, die Priorität Palästinas anerkannt werden m* i ■ » TcI'Aw.iw *urdc vor kurzem mit einem Kanital ^. f 5000, eingeteilt in 5000 Aktien zu je £ 1, die New PzW \rrigation Company, jzegründet. ' t

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