Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1925-07-31 · Heft 60 (31.7.1925) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 60 (31.7.1925)
Date
1925-07-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652691-2652748--17586-3528477
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

Seite 516 JUEDISCHE RUNDSCHAU aufgaben in Palästina in ihrer Gesamtheit problematisch werden, wenn nicht die Organisation als der Ausdruck dieser zentralen Renaissance-Idee dahinter steht. ..." So der radikale Nahem Goldmann vom Jahre 1924. Auch 1023, meinte Goldmanii, Wcizmann vertrete demgegenüber einen minimaüsiischcn Zionismus, der „als die eine und eigentlich einzige Aufgabe des Zionismus den möglichst schnellen und möglichst großzügigen Aufbau eines jüdischen Palästina betrachte" und demgegenüber „alles andere, was der Zionismus bisher als integralen Bestandteil seiner historischen Aufgabe betrachtet hat, die Erziehung des Judentums im Galutii, die Nationalisierung des Judentums, mit einem Wort das gesamte ungeheure Gebiet der Galutharbcit in den Hintergrund treten läßt . . Ich bin der Meinung, daß die Charakterisierung gerade Wcizmanns absolut falsch ist. Aber* bekanntlich gibt es eine solche Auffassung des Zionismus, der einmal kurz und treffend in einem Aufsatz, der 1916 im Wiener „Jüdischen Nationalkalcnder" für 5677 erschien, Ausdruck gegeben wurde. Er war charakteristischer Weise „Zurück 2u Hcrzll" überschrieben. Er wendet sich gegen die Ideen Achad haams und verneint als Aufgabe des Zionismus „jegliche geistig-kulturelle Erneuerung des Volkes im Galuth, die der politisch-materiellen Umwandlung seiner Lebensbedingungen in Palästina voranginge". Er definiert weiter: „Der Zionismus als politische Bewegung einigt seine Anhänger auf dem Böden eines Minimalprogramms, nicht wie geistig-kulturelle Strömungen auf dem eines Maximalprogramms." Weiter spricht der Verfasser dieses Aufsatzes von der durch den Maximalismus heraufbeschworenen „Gefahr, den Zionismus piu einer politischen Ii :wcgunj. i:i eine geistige Sekte umzugestalten"..... Und wer ist der Vertreter dieses Zionismus von 1916? Derselbe Nah um Goldmann, der, wie wir eben gesehen haben, jetzt einen so entgegengesetzten Standpunkt vertritt. Warum ich das ans Tageslicht hole? Nicht etwa, um die Wandclbarkclt des von mir sehr geschützten Gesinnungsfreundes Nahum Goldmann darzutun, sondern um zu zeigen, wie wir alle in unsern Anschauungen uns ändern. Als Nahum Ooldmann den minimalistisehen Standpunkt einnahm, d. h. den Standpunkt des reinen Baseler Programms ohne national-kulturelle Zusätze, hatten wir noch keine Balfour-Erklärung. Wenn aber Nahum Goldmann sich seitdem so gewandelt hat, warum sollten wir das nicht hoffen dürfen von den amerikanischen Nichtzionistcn, die jetzt als Vorbedingung des Eintritts in die Jcwish Agcncy die Balfour-Dcklaration anerkennen, die doch mit dem Ursprünglichen Baseler Programm wohl ziemlich dasselbe besagt? Mit Recht und sehr zu geeigneter Zeit weist jetzt Egon Zweig in einem Aufsatz der „Morgen-Zeitung" darauf hin, daß die Mehrzahl der Redner bei der Non partisans-Konfcrenz also der Konferenz der zur Mitarbeit am Aufbau Palastinas bereiten amerikanischen Juden vom Februar vor. Jrs. aussprach, sie wüßten eigentlich seihst nicht mehr, ob sie Zionistcn oder Nichtzionistcn zu nennen seien. Alan sollte wirklich dem Rate Zweigs folgen und noch einmal den genauen Bericht jener Konferenz nachlesen und wird finden, daß das, was da gesagt wurde, durchaus dem Zionismus Nahum Goldmanus vom fahre 1916 entspricht. Damals hätte er sie ohne weiteres als Zionistcn im Sinne Herzls angesprochen. Heute hat er Angst vor ihrer Bundcsgcnosscnschaft in der Jcwish Agcncy. Mit Recht trägt Egon Zweig, ob jeder, der seinen Schckcl bezahlt und unter der Rubrik der zum Kongreß wahlberechtigten Zionistcn rangiert, darum jene Nichtzionistcn überragt ode* ihnen nur ebenbürtig ist. Was jene Männer vor dem Bekennen zum Zionismus abhält, ist, wie Zweig weiter mit Recht hervorhebt, nichts anderes als die Besorgnis vor dem „JudenStaat". Nun sind denn alle, die sich über dieses Bedenken hinwegsetzen oder sich darüber keine Gedanken machen, eher geeignet, am Aufhau Pnlüillim mitzuwirken, als die, die ernstlich mit dem Problem ringen, über das durchaus nicht alle Zionistcn, nicht einmal alle Unterzeichner des Manifcsts einer Meinung sind.....? Ich erinnere nochmals an die eingangs meiner Ausführungen zitierten Worte Weizmanns: Wir verkennen nicht die Gefahren de« Experiment«. Aber wir haben den Mut, In sie hineinzugehen. „Es wird von unserer Stärke abhängen, diese Ocfahrrn auf ein Minimum zu reduzieren. Glauben Sie daß diese Opposition eine Stärkung unserer Position bedeutet? Doch wohl nicht ,..." Wcizmann hat ganz mit Recht beim letzten Kongreß darauf hingewiesen, daß die Erweiterung der Jcwish Agcncy durch nichtzionistischc Palästina-Freunde nur die Konsequenz frt des Kercn Majcssod, des Fonds, den wir als neutrales Finanzinstrument für den Aufbau Ercz Israels ins Leben gerufen haben und für den wir um die Beisteuer und Mitarbeit der Nirhtziottisten werben. Wenn demgegenüber Stricker aber ausführt, die Gründe für Erweiterung seien nur materialistischer Natur und daher eben so falsch wie die materialistische Weltanschauung, so zeigt er doch nur ein betrübliches Manko an Erkenntnis der Zusammenhänge. Man braucht durchaus nicht Anhänger dieser Weltanschauung zu sein und wird doch nicht leugnen können, daß am besten die Politik sein wird, die sich auf reale wirtschaftliche Positionen stützen kann. Um aber diese Basis für unsere Politik zu schaffen und zu verstärke^ bedürfen wir der Mitarbeit und Mithilfe des ganzen jüdischen Volkes, sowohl «einer Massen, wie seiner potenten Kreise, seiner finanziellen Kräfte. Alle Aufsätze und Reden der Herren Von der Opposition, einschließlich Dr. Soloweltscliik bei seiner Rede und seinem Schlußwort in Breslau, sind immer die Antwort auf die Frage, wie sie sonßt dic Mittel zum Aufbau beschaffen wollen, schuldig geblieben. Es wäre bedauerlich, wenn die wirklich kostbare Zeit des Kongresses und die besser für andere Arbeiten aufgesparten Kräfte der Zionistcn wieder mit unfruchtbaren Debatten über eine Sache vergeudet würden, die eine „res iudicata" ist, eine bereits durch Beschluß erledigte Angelegenheit. Es harren der Probleme viel des Kongresses. Hoffentlich findet dieser Kongreß sich dazu bereit und die dazu Willigen werden nicht iaran gehindert, sich einmal über Probleme auszusprechen, die dringend auf Erledigung schon seit langen Jahren warten. Ich möchte sie hier nicht aufzählen. In vielen diesen Fragen gehen die Meinungen innerhalb unserer Organisation auseinander. Es ist notwendig, daß man sich Über sie auseinandersetzt und in sachlicher Aussprache die Richtlinien für die weitere Arbeit der Organisation festlegt, wobei es natürlich tucht angehen wird, daß jede Richtung innerhalb des Zionismus den letzten Ihrer Wünsche durchsetzt. In einer Reihe von Fragen wird vielleicht eine große Zahl der Delegierten des Kongresses mit der Auffassung der Männer, die jetzt die Bewegung und ihre Arbeiten leiten, nicht übereinstimmen. Man wird zu einer Verständigung gelangen müssen. Kein Grund scheint mir aber zu einer so prinzipiellen Opposition vorzuliegen, wie sie jetzt propagiert wird. Mögen wir in manchen Dingen mit der Auffassung Welz- ...ans nicht übereinstimmen, mögen wir in Einzclfragen der Meinung sein, es hätte besser gemacht werden können: Sehen wir auf das Ganze der in diesen Jahren geleisteten Arbeit und machen wir die Wcitcrarbcit einem Manne nicht unmöglich, der schließlich doch gezeigt hat, daß er Einiges zu wirken und zu sclniffcn versteht. Geben wir ihm die Möglichkeit zur Wcitcrarbcit und hindern sie nicht, indem wir ihn wie beim vorigen Kongreß Mitarbeiter aufzwingen, die ihn nur in der Arbeit stören. Wer ihn kennt und ihm nicht mit Vorurteil gegenüber steht, weiß, daß ihn mindestens dieselbe heilige Unzufriedenheit über den Stand der Dinge erfüllt, wie die Herren der Konferenz-Gemeinschaft, und daß ihn mindestens so zur Arbeit dringt, wie diese, — wenn dicic auch in ihren Propagandavcrsammlungcn es ihm absprechen. Nur daß Wcizmann die Dinge klarer und besser und ohne Scheuklappen sieht. Helfen wir ihm lieber, jeder an seiner SteMc, die Mittel zu beschaffen, die für den Aufbau Ercz Israels notwendig sind. Es' ist ein unmöglicher Zustand, daß der Führer einer so weitreichenden und so bccleulungnvollcn Bewegung wie der zionistischen genötigt ist, neben seiner durch das Führeramt bedingten poH'.ischcn Arbeit Monate lang hin und her zu reisen, um Geld zu beschaffen. Das ist auf die Dauer selbst für einen Menschen, der so voller Selbstaufopferung ist, wie Wcizmann, ein unerträglicher Zustand und es ist kein Wunder, wenn darunter, unter dieser Schnorrarbeit, andere wichtigere Arbeit leidet. Seien wir ihm Mitarbeiter, seien wir ihm Helfer, aber erschweren wir Ihm nicht das Werk durch eine solche Opposition, wie wir sie jetzt am Werke sehen. WSMcrvcrsaminlcng!n Ikrfta Montag, den 27. Juli, fand In den Sophiensiilrn eine große Versammlung statt, In der die Probleme des XIV. Kongresses zur Besprechung gelangten. Der große Saal in den Sophiensälen war überfüllt und das Publikum harrte aufmerksam bis über Mitternacht au<?. Als erster Redner sprach Herr Juda Bornstein aus Haifa, der von den Notwendigkeiten Palästinas eine paekeud" Schilderung gab und insbesondere auf die Probleme, die durch die vierte AH'ah lervorgrrufen vurd:n, hinwies. Wer mit der palästinensischen Wirklichkeit zu irnha*, sagte Bernstein, hat für die Fragen, wrlehe von der ro cnannten Vereinigten Opposiion aufgeworfen werden, nur sehr geringes Verständnis. Redner empfiehlt daher die Wahl der Liste Roscnblüth. Als nächster Redner sprach Herr Dr. Schechtmann von der Revisionisten-Gruppe namens der Konfcrcnz.gemeinschaft rditolT Zionistcn. Dr. Schechtmann brachte ausführlich alle Bcdrnken gegen die geplagt? Form der Erweiterung der Jcwish Agcncy vor. Ohne Rücksichtnahme auf die in der letzten A.-C.-Sitzung von der Exekutive abgegebene und von dem A.-C. cinctlmmlrr zur Krnnlnl« gcnommene ErHlru"g filier den jetzigen Slanl d:r A'e'ion zur Erweiterung der J wlsh Agencv wlcdcrho tc Dr. Sc c;hmnnn alle oft geirrten (lrftr.d? gegen eine endgültige Konstituierung der erweiterten Jcwish Agcncy. Ms nächster Redner entwickelte Felix Roscnblüth (Jerusalem) das Programm der von ihm geführten Liste. Rosenblütli hob, ohne die verschiedenen in der Arbeit der letzten Jahre 7UMgc getretenen Mangel?u hesrlionigon, die bedeutende politische Leistung der Exehi'.Ivc hervor. Man marhe Wezmann den Vorwurf der Schwäche, aber dieser Mann isi e; gewesen, dessen genialem Blicke man ausschließlich die nalfour-Dc' laration verdanke, und dem auch die Opposition eins' zujubelte. England habe bei der Deklaration gcwi si D'n^c. die das Land betreff-n, nicht berücksichiigt und dem-emüß nach!Täglich die Deklaration abgeschwächt, ah.T YCM/masm sei es trotzdem gelungen, die verschiedensten englischen Regierungen auf die Deklaration festzulegen. Ocwis e PO k- Schläge, die kamen, mußte man vorausgehen. Die Op o ftion un«cr5chal7t die Schwierigkeiten der englischen Poliiik beziVlich der Balfour-Deklaration und wo'le dh Reallt'i'ci nicht sehen. Der Redner verteidigte die Politik de E w it run ' d r Jcwish Agcncy und trat sehr energisch für eine cnVhic'en« Verständigung mit den Arabern ein. Die SHmmim-r au: di. scher Seit" in Palästina sei vielfach bedenklich. Die arnbhch- Bevölkerung sei darüber erregt, daß ein Teil der indischen Bevölkerung sich dort als Kolonlsationseur' p;irr fühlt. Die Araber rechnen viel mehr als die Jndc-i mV drr Mö^'L-hk-it daß in absehbarer Zelt db Juden die Mehrheit im Lanic rln werden. Es müs-e eine „Friedensoffensive" gegen die Arnber ergriffen werden. Im Interesse der zionistischen AullcnpoIM* sei es unbedingt.notwendig 0ff „ ZM crkl.lrcn, daß der Gedanke des jüdischen Natlonal-Staatcs, so wl' er früher * cr. treten war, ein Grundlrr um In Pnlas In i mQ *• eine Zwei-Nationen-Politik gefi hrt wrrd.m. En- Verständigung mit den Arabern sei auch d^wegen rnbcdhg notwendig, well sie im Wesen der zionistischen Politik hVc Zionismus bedeute politische Freiheit, Olelchhcit. GcrcchtiV kclt und Ablehnung aller chauvinistischen Tendenzen. Roscnblüth bemängelte das Fehlen eines po'iffvcn Pro* grammes bei der Opposition hinsichtlich der Arab fra;e und in dem ganzen Komplex der Finanzlerungsfragcn und wies zum Schlüsse auf die ernsten Rcformbcstrcbungcn der deutvj Zionistcn zwecks Stärkung der Zionistischen Organisation*.!. Redakteur Kl in off, gleichfalls von der Jahot.J Gruppe, war der zweite Redner der Opposition. Ki:o{; j zeichnete sich im Gegensätze zu den sogcnann.cn offai. ■? Zionistcn, die „die Verteidiger Englands und der Ar»j.[ seien, als „Vertreter der jüdischen Interessen", in ici 'cn c J lieber Weise zählte er die Niederlagen der zionistische; ■{ litlk in den letz cn Jahren in den Beziehungen zur Mard macht auf. Gleich Schechtmann erhob er gegen die cngt-J Parteifreunde der Exekutive den Vorwurf, daß sie die |-J essen der Zionistischen Organisation für Q;ld zu verkaufe: reit 6ticn. Den Abschluß des Abends bildete die Ansprache Kurt Blumcnfcld«, der alle von der Opposition erhobenen Argumcnfe ze p!;( und ihre Unklarheit nachwies. In der äußeren Politik, 5 er, müsse man nach dem Beispiele aller zur Freiheit i\ Selbständigkeit strebenden Völker das nächste ve;!^~ f in der inneren Po'itik das l c t zt e. Ocgcnübcr der rein d cki.J ratorischen Methode der Gesinnungspolitik der 0-v': sition müs cn die für die Aufbauarbeit Palä i las Vcran wo; liehen eine Verantwortlichkcits-Politik trc;bv[ Das haben übrigens euch die Vertreter der Opposition in c~! letzten A.-C.-Sitzung getan. In Wählerversammlungcn liehe man, trotz der im Namen der Opposition in der A-fi Sitzimg abgegebenen Erklärungen, von oppositioneller Sc-» jetzt die glci:h-n Angriffe wie vorher. In der A.-C.-Si^-1 aber habe auch bei d?r Opposition da? Ocfühl für Ven:< wortung gesiegt und sie hat — geschwiegen. Gegenüber <!; stürmischen Verlangen der Opposition, dauern l zi „prei stieren" und wegen erlit'.encr Ungerechtigkeiten zu setreiv' erinnerte Blumcnfeld an einen Ausspruch Sokolows, de- . brzug auf die Ciiragiertcn Schreier auf dem XIII. Korr.- erklärt hat, Schreien sei eine Sache, die man sich?chr üV legen müsse; erst müsse man wissen, wer, wann, wa; lwie man zu schreien habe. Schreien in Warschau und in Berlin Wahlversammlungen sei rchr leicht. Schwieriger VA t im Londoner Colonlal Office zu schreien. Auf dl: Fra;-c i Erweiterung der Jcwish Agcncy eingehend, wies BluircaY auf die ungeheure Bedeutung hin, die darin liegt, die außr halb der zionistischen Organisation stehenden, aber innerhü des gesamten Judentums vorhandenen Palästinafrctimle irgend einer Form zusammenzufassen. Das sei nur im Wc einer Bilndnlspolltik möglich, wobei die Zionistische Or,-: nlsatlon nichts von ihren Grundsätzen aufgeben dürfe und find e wegen ihrer Bedeutung als Partner die größten Anstrtr gungen machen müsse, sich zu konsolidieren und ein ent scheidender Faktor im jüdischen Leben; werden. Wegen vorgerückter Stunde nahm die Versammlung ehe:', Beschluß an, die Fortsetzung der Aussprache i:\ Sonnabend zu vertagen. Sonnabend findet demgemäß außer ccangekündigten Versammlung in der Klciststr. eine zweite Versammlung in den Sophiensälen statt, für die sich Innerhalb tic- Wähler für den XIV. Zlonlstcnkongrcß großes Interesse Ym'-'- ffibt. Herbert Samuel beim rumSaischen KöBlg i Herbert Samuel wurde vor einigen Tagen vom Kör.:;: . Ferdinand von Rumänien auf Schloß Sinaia empfangen; Am 26. Juli traf Herbert Samuel in Wien ein. Von hier beeil'| rr Pirh zu einen« creluwöehlgrn Aufcnlhalt nach dem öütc-i rclchlschen Tirol. Von dort wird er weiter nach London reiscrj Neue Wohuviertel ia Jerusalem j Man beschleunigt jetzt die Wegebauten in den beider! neuesten jüdischen Vororten nn der Peripherie Jrnn.ilrsi:t j Schrhunatli Monlcliorc und Bait-W'gan maus und Carter,? In Schchunath Montcfiore (am Wege nach b\t ' Makcrcm kann nur wegen des Wassermangels noch r.ich:j' mit dem Häuserbau begonnen werden. l Im Viertel BaitAV'g.m, auch in der Nähe von Bcth liake j rem gelegen, beschäftigt der Solei Bonch 60 Arbeiter her] Wegebau. Ca. -100 Dunam sind parzelliert und an ca. 400 .V,i:-{ glieder zur Ansicdlung in diesem Viertel vergeben worden | von dem aus man einen herrlichen Blick über Jerusalem hat. [ Oie EiscRbahaverbindungci im Emrk Die starke Entwicklung des Emck und die dauernde W: i mehrung der Siedlungen, abgesehen von dem Wachstum 6-r, Zukimffsstadt Afuleh, machen die Umwandlung der Schmn!-' spur bahn der Linie H a i f a-S c m a k h in nächster Zukunft in eine breitspurige nötig. Beamte der palästinensischen Eiscnbahnvcrwaltung. an ihrer; Spitze der I>ircktor der Maifa-Scmakh-Linie, besuch!cn i'\ Begleitung von Vertretern des Solei ßonch vor kurzerj Zeit Nahalal, Mcrchawiah und Ain Charod. Sie hatten gemeinsame Beratungen mit den Vertretern der Kercn Hajr?^-; Moschawim und Kwuzoth Tcl-Adas, Z.-ifim, Markenhof. Tc! Joseph,^ Kfar Jccheskcl, Giwa, Beth-Alpäa und der Americss; /.ion Commonwealth-Kolonie Balfourin. Von Seiten diese'; Siedlungen wurde mit Nachdruck darauf hingewiesen, wie j wesentlich eine Acndcrung der Zugfolge für die beschleunig ' Lieferung von Milch und Gartenfrüchten nach Haifa uv.i \ Tcl-Awiw sei. Es wurde eine HcrabsctzungdcrTrans-i nortsätzc für Marktware und Gartencr/cugii^sc verlangt:! ferner, daß die Frachtbriefe nur hebräisch ra\Oriobcn 'zu | sein brauchen, da die Emcksicdicr weder englisch noch arabisch Winnen, was bisher zu Verzögerungen und Verhüten führte. Die Siedler wurden auch vorstellig wegen Abschalten:: der Vorschriften, die sie zur Ahlndung von Gütern zwingen, welche am Sabbath mit dem Haifa-Zug eintreffen. Aus eben jetzt veröffentlichten Ziffern geht die steigende bc;stcuer der palästinensischen Judcnhcit zum Kercn Haie«od ,Im?P?^teenJns?CRa»nt 700 L in bar ein, im Mai . lr\ lm. Jum* 1 30, £- Man nimmt zuversichtlich an. daß der jährliche Gesamtbetrag nicht weit unter dem für Er« Israel festgesetzten Kontingent von 20 000 £ bleiben wird J£2^'^ß5y&*TZ27. rsErr*: tl KS Wf W&M i En m y Ky MiBw •lies* "WsJ^: ijrecSfct aus aiisa Sonnig' grast

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.