Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 59 (28.7.1925)
- Date
- 1925-07-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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JÜEDISCHE RUNDSCHAU Seite 509 j | Nr. & 3ie Wahlen zur Assdaih Haniwcharim Von unserem Korrespondenten, j A.G. Jerusalem, den 15. Juli 1923. i Nach der Sprengung der Asscfath Haniwcharim durch :;„n orthodoxen Flügel, sah man im Jischuw nnr eine Mög- 'clikcit, die palästinensische Judcnhcit in ihrer Grenze rasch isatnmcnzufasscn: Man mußte durch einen Wahlkampf,« der!,;t äußerster Energie und in kürzester Zeit durchgeführt ,.irdc, demonstrieren, daß die große Majorität auf Seiten fr „legitimen" Asscfath Haniwcharim stand. Damit würde :.jCh' innen, d. h. den Scparationselcmcnten gegenüber dar- T-tan sein, daß ihre Politik durchaus das Ziel verfehlt habe, cr zionistischen Welt gegenüber eine legitime Körperschaft f-reben sein und — last not least — die so notwendige ^Präsentation nach außen, vor allem gegenüber dem .neuen [jjjrh Commissioncr endlich zustande kommen. So nahmen die verschiedenen Strömungen im Jischuw ^jt großer Eile und Energie den Wahlkampf auf. Die Zentrale Wahlkommission beim Waad Lcumi begann mit der Aufstellung der Wählerlisten, mit der Organisierung der cinclnen Bezirke. Die Arbeiterschaft nahm mit der ihr gelohnten Verve an der Bewegung teil durch eine umfassende nr0p3ganda in Wort und Schrift. Das „Zentrum" (Mcrkas)!jfß deutlich erkennen, daß im Laufe der letzten Jahre neue Elemente nach Palästina gekommen waren, die nun sich ' arauf vorbereiten, sich im Orchester der palästinensischen 'lidcnlieit eine entsprechende Stimme zu sichern. Dagegen von Seiten der Kolouistcnkrcisc kaum merkliche Ak- •ivität zu spüren. j Die Wahlbcwcgung trug ein eigenartiges und etwas •Kloses Gepräge. Wir haben schon bei unserem Bericht ber den Verlauf der Session der Asscfath Haniwcharim .Nratif hingewiesen, daß die Debatten einen eigentümlichen Charakter dadurch erhielten, daß man mit einem Gegner disputierte, der nicht zugegen war und sich um ein Thema;;cifcrte, das in Europa vor etlichen zwanzig Jahren auf;!cr Tagesordnung gestanden hatte und noch dazu — wie -an vom Misrachi offen, in einer bemerkenswerten Naivität ,]^ab, nur als politischen Angelpunkt benützte. Was für ,'ie' Session gegolten hatte, galt in noch größerem' Maße;jr den Wahlkampf. Es gelang kaum einer von den Strö-;:;:jngcn, den Rahmen ihrer Anhänger, oder Nahestehenden :u überschreiten. Der Misrachi kam nicht in die Versammlungen der Arbeiterschaft, es geschah kaum, daß ein Mit- •;icd des „Mcrkas" in einem Meeting der Linken sich an icr Diskussion beteiligt hätte. Veranstaltete man in Jerusalem von den Nichtorthodoxen aus eine Versammlung in .inem der orthodoxen Viertel, so wurde sie von den Kreisen, ir die sie berechnet war, einfach nicht besucht. Es kam! o zu der sonderbaren Lage, daß man immer wieder mit „cm Kreis von Wählern in Berührung kam, der ohnedies rur Wahl ging und ein festumgrenztes Programm besaß, wihrcnd man an die gegnerischen oder indifferenten K»cisc gar icht heran kam. Mag sein, daß es in den letzten Wählten noch gelungen wäre durch „Canvassing" und bcmders zündende Aufrufe noch hier und da eine Bresche i die Mauer zu schlagen. Die ersten drei Wochen des Vahlkampfes zeigen ein Vorgehen der einzelnen Listen in durchaus parallelen Linien, die sich in keinem Punkte kreuzen. Eine Ausnahme macht in gewisser Beziehung die Arbeit icr Frauenorganisation. Nachdem durch den Vcriauf der letzten Session die Frage des Fraucnwahlrcchts vieder einmal zum Angelpunkt der Diskussionen und Entcheidungen geworden war, warf man die Parole in den Kampf, daß der Frau in diesem Streite ganz besonders wichse und verantwortliche Aufgaben zufielen. Zudem bot die io^ung des Stimmrechts eine gute Handhabe, mit der man n bisher indifferente Kreise von Frauen herankommen ■onnte. Und hier handelte es »ich um Elemente, die zum crößten Teil noch nicht programmatisch festgelegt waren, "nd nun unter der einen Parole der Erkämpfung der clemcn- •aren politischen Rechte in den Wahlkampf gingen. Dabei '■■m jedoch selbstverständlich die sonderbare Situation zulande, daß durch dieses Vorgehen Elemente zusammenfinden wurden, die innerhalb der Asscfath Haniw- ''■arim notwendigerweise unter die verschiedenen Fraktionen '''fallen mußten. Denn es versteht sich von selbst, daß Intvrcsscn der als Dienstmädchen arbeitenden Jemenitin, 'icr Landarbeiterin und der Bankdirclctorsgattin im Parlament "icht dieselben sein können. Unter diesen . sozial vermiedenen Elementen kann immer nur zu Zeiten eine Zu- ^ninienfassung zustande kommen, wenn es sich im allgemeinen um die Sichcrstellung der Frauenrechtc handelt. Dazu kommt, daß außer ein paar kleineren Wochen- Triften dem orthodoxen Flügel keine nennenswerte Presse ,Jr Verfügung steht und eigentlich nur der Misrachi in lc'nem Blatte auch den literarischen Kampf aufnehmen konnte. ,':cse Tatsache verschärfte noch das Nebcncinandcrhcrlaufcn Jcr Regnerischen Strömungen und verhinderte einen lebhaften Jnc* genügenden Meinungsaustausch. Während der Wahlkampf in Fluß kam, gingen Veredlungen zwischen dem Waad Lcumi und dem orthodoxen!l"gel. Vor einer Woche ungefähr. trat der „Waad Lcumi" 3.cr Gegenseite, d. h. also des Misrachi und der orthodoexn 'reise mit einem Aufruf an die Oeffcntlichkcit, der neben >ebarfcn Protesten gegen die Diktatur der „Linken", den Erschlag enthielt, die Frage des Fraucnwahl- *Cchts zum Gegenstand eines Referendums zu *achcn. Unter der Begründung, daß die Asscfath Haniw- ■hafim nach Austritt der Rechten bei weitem nicht alic (rc'sc der palästinensischen Judcnhcit repräsentiere, forderte r dieser wichtigen Frage die Entscheidung der G.isamt- 1flt- In der gestrigen Sitzung des Waad Lcumi mit der Oralen Wahlkommission überbrachte Supraski als Bc-;oIImächtigter des Misrachi die Forderung, dieses Refcren- <um durchzuführen, bzw. die Lösung der Frage dem Kon- ^tß zu unterbreiten. Im Falle, daß dieses Ultimatum angenommen würde, beteiligt sich der Misrachi von neuem am Waad Lcumi, löst den besonderen Verband des rechten Flügels auf und verpflichtet sich, die Entscheidung des Referendums, bzw. des Kongresses anzuerkennen. Außerdem verlangt der „Mcrkas" die Verschiebung der Wahlen auf drei Monate, mit der Begründung, daß er versuchen müsse, mit dem rechten Flügel zu einer Verständigung zu kommen. Die Abstimmung über den Aufschub der Wahlen, die 7ucrst stattfand, ergab eine Annahme der Forderung des ,.M c r k a s". Der linke Flügel enthielt sich der Abstimmung, weil er nicht die Verantwortung für die Verschiebung der Wahlen übernehmen zu können erklärte. Alle weiteren Fragen sind auf die in nächster Zeit zusammentretende Plenarsitzung des Waad Lcumi verschoben worden. Damit ist Palästina in der Frage der organisatorischen Zusammenfassung ebenso weit wie es vor drei Wochen, d. h. nach der Sprengung der Asscfath Haniwcharim oder überhaupt vor Beginn dieser Arbeit gewesen ist. Die Mühe der letzten Wochen ist vergeblich, alle Anstrengungen ganz umsonst gewesen. Der Kongreß findet den Jischuw in verschiedene Strömungen und Teile zerrissen, ohne Einigkeit im Innern, ohne die so dringend notwendige Repräsentation nach außen. Der neue High Commissioncr wird niemand vorfinden, der den legitimen Anspruch erheben kann, im Namen des ganzen Jischuw zu sprechen. Und das alles zu einer Zeit, wo immer häufiger die Gerüchte auftauchen, daß die verschiedenen arabischen Parteien sich zum Empfang des Oberkommissärs vereinigen wollen. Gerade im nächsten Monat vor dem Kongreß und vor der Ankunft Plumcrs war der Zusammentritt der Asscfath Haniwcharim von Bedeutung. Man hat das in Palästina bis zum Ucberdruß wiederholt. Und dennoch und trotz aller Erkenntnis der Lage wird jetzt der Termin um ein Vierteljahr hinaus-, geschoben. Außerdem sind, wenn man die Sache nüchtern betrachtet und gewitzigt ist durch die jahrelange Geschichte unserer Natioualvcrtrctung im Lande, kaum Aussichten dafür, daß sich in diesen drei Monaten etwas bessern wird. Das Referendum würde bedeuten, daß der bestehende Waad Lcumi zugibt, daß er keine Legitimation besitzt, seine Arbeit zu führen. Es würde die Autorität der, Asscfath Haniwcharim empfindlich antasten. Außerdem ist es schwer ersichtlich, •wie man über die Rechte des halben Jischuw, die unveräußerlich sind wie nichts anderes, durch ein Referendum beschließen sollte, besonders nachdem diejenigen, von denen dieser Vorschlag ausgeht, dauernd erklärt haben, diese Frage sei religiöser Natur und unterliege nicht der Abstimmung. Vielleicht hat die Verschiebung der Wahlen den einen Vorzug, diß nun eine längere Zeit bleibt, um das Publikum vorzubereiten. Denn mnu hat sieh nicht darüber täuschen können, daß eine wirkliche Aufrüttelung weiter Kreise durch die Wahlbcwcgung kaum als gelungen bezeichnet werden kann. Es gab noch große Teile der Juden, die der Asscfath Haniwcharim ohne die rechte Teilnahme und Begeisterung gegenüberstanden. Es gelang nicht, im Laufe von Wochen nachzuholen, was in Jahren versäumt worden war. Denn es war eben fast unmöglich, zu dem sogenannten „alten Jischuw", (der auch heute noch immer Zuzug bekommt, und vielleicht in Kürze sich wieder ..stärken kann), Zutritt innerhalb kurzer Zeit zu erzwingen, nachdem man nicht die genügenden Schritte im Laufe langer Jahre getan hatte, um die chinesische Mauer, die dort nach wie vor besteht, einzureißen. Und die Bresche in diese Mauer ist nur an einer Stelle zu legen, bei der jungen Generation. Aber wir haben ja mehr als genug zu tun, um mit den Kindern des neuen Jischuw fcrlig zu werden und können nicht daran denken, noch andere Gebiete dazu zu nehmen. Da geraten wir .aber schon mitten hinein in die Schulfragc, und begnügen uns daher mit dieser Andeutung. Noch ein zweiter Faktor macht sich bemerkbar. Die Vierte Alijah ist heute noch mitten in ihrer Organisierung begriffen, daher noch nicht genügend vorbereitet für die aktive Mitarbeit an der nationalen Organisierung und hat — das kann man im Gespräche mit „Neuen" leicht herausfühlen, — teilweise noch recht sonderbare Begriffe über das Land. Diese Zustände, die weit hinein in die Kreise roichen, die heute bereits Wahlrecht haben, beeinflussen stark den Lauf der Ereignisse. Einerseits herrscht in den genannten Kreisen eine gewisse Indifferenz, zweitens sind sie allen möglichen. Argumentationen leicht zugänglich. x Wie dem auch sein möge, stehen wir heute vor der Tafsache, daß die Wahlbcwcgung mitten im Aufsteigen der Welle abgebrochen ist. Es hat damit auch keinen Sinn mehr, sich mit den verschiedenen im Kampfe auftauchenden Strömungen auseinanderzusetzen, besonders da sich bei der Wiederaufnahme der Bewegung nach dem Kongreß das Bild nicht unwesentlich ändern wird, wenn es wirklich gelingt, die Beteiligung des Misrachi wieder herbeizuführen und zugleich damit die Scparicrungsgruppc des orthodoexn Flügels aufzulösen. Es wird jetzt vermutlich ein heftiges Raufen darüber anheben, wer an dieser Verschiebung der Wahlen, die wohl kaum einer als segensreich bezeichnen wird, die Schuld trägt. Es sind bereits jetzt Versammlungen zur „Untersuchung der Schuldfragc" angekündigt. All das kommt eigentlich post festum. Der Schaden der Verschiebung ist nicht wieder gut zu machen. Es spricht gegen unsere organisatorische und politische Begabung und Einsicht, daß wir der Aufgabe der autonomen Konsolidierung uns bis jetzt nicht gewachsen gezeigt haben. Neuer Wahltermia 8. November Jerusalem. (J.T. A.), Die Wahlen zur Asscfath Haniwcharim, die am 19. Juli hätten stattfinden sollen, jedoch verschoben worden sind, um den Zentrumsparteien zu ermöglichen, eine Einigung des. linken und des rechten Flügels der Nationalversammlung herbeizuführen, sind nunmehr endgültig auf den 8. November festgesetzt worden. Der Waad Lcumi beschloß, an den Kongreß die Forderung zu richten, daß ihm in der zionistischen Exekutive zwei Sitze eingeräumt werden und daß seinen Vertretern volle Rechte gleich den anderen Mitgliedern der Exekutive gewährt werden sollen. Ela Rundschreiben des Kercn Bajessod-Bacpibliros Das Hauptbüro des Kcrcn Hajcssod in London appelliert in einem an die Kcrcn Uajessod-Landcskomitccs gerichteten. Rundschreiben, alle Anstrengungen zu machen, um zu verhindern, daß sich während der Sommermonate ein Rückgang der KH.-Eingänge einstellt. Gerade vor und während des XIV. Zionistcr.kongrcsses sei es in vielen Ländern möglich und angebracht, die Werbetätigkeit fort/usclzen, vor allein aber noch eine energische Einziehung aller noch für das Jahr 5(:"5 ausstehenden Verpflichtungen durchzuführen. Dio verschiedenen KH-Komitecs sollten daher in einem Aufruf die Zeichner des betreffenden Landes daran erinnern, daß sie es sind, die es dem Keren Hajcssod ermöglicht haben, die Aufbauarbeit in Palästina in den letzten Jahren systematisch zu finanzieren, daß aber die Arbeit in Palästina in der jüngsten Zeit einen vielfach größeren Umfang angenommen habe und daß der Kercn Hajcssod daher entsprechend größere Anstrengungen machen müsse, um den rorderungen, die u. a. die Zunahme der Immigration bewirkt haben, Rechnung tragen zu können. Auf dem Zionistischen Kongreß werdeji Forderungen einer bedeutenden Erhöhung des Budgets gestellt und wahrscheinlich auch angenommen werden, da es unmöglich ist, die Arbeit in Ercz Israel au? Grund des bisher bewilligten Budgets ersprießlich fortzusetzen. Um so schädlicher wäre ein zur gleichen Zeit eintretender Rückgang in den KH-Eingängen. Es sei zweckdienlich, daß der obige Aufruf von allen Mitgliedern der KH- Komitces bzw. der zionistischen Landcskomitecs unterzeichnet werde, eventuell auch von allen Kongrcßdelcgicrtcn des Landes, damit vor allem die Zionistcn an die Notwendigkeit gemahnt werden, ihre Zeichnungen einzulösen und beispielgebend zu wirken. Ein solcher Aufruf werde sicherlich vor dem bevorstehenden Kongreß seine Wirkung nicht verfehlen. Voa der Natioaalbibliothek Im Laufe des Monats Siwau (Mai/Juni) wurde die Nationalbibliothek Jerusalem von insgesamt 2SS1 Personen besucht. Die Bibliothek erhielt im gleichen Zeitraum 1050 neue Bücher. Der Chefredakteur der Wissenschaftlichen Abteilung des „Berliner Tageblattes", Dr. G. Mamlock, machte der Universitätsbibliothek Jerusalem eine Spende von 600 Büchern, Fachliteratur aus dem Gebiete der Medizin und der öffentlichen GeMindheitnpflrge. Einem vor kurzem erschienenen Berichte der Nationalbibliothck ist zu entnehmen, daß die Bibliothek im Laufe des ersten Halbjahres um 10SOS Bände gewachsen ist. Die Zahl der Juden in Palästina Wie der „Dawar" meldet, betrug die Zahl der Juden in Palästina nach einer von der Palästinensischen Zionistischen Exekutive auf Grund eigenen und amtlichen Materials aufgestellten Statistik 115 51 Seelen. Da am 1. Januar 1020 die Zahl der Juden Palästinas 57 000 betrug, hat sich die jüdische Bevölkerung Palästinas seitdem mehr als vex> doppelt. Abg. GrÜnbaom legt sein Mandat nieder Abg. Grün bäum erklärte nach seiner Rückkehr aus Palästina Warschauer Zeitungsvertretern, daß er entschlossen sei, sein Mandat als Sejm abgeordneter niederzulegen, da er keine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit mit der Mehrheit des jüdischen Sejmklubs sehe. Ein italienisches Hsndclsbüro in PaiSatSaa In Jerusalem wurde zwecks Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen Italien und Palästina ein italienisches II a n d c Is bü r o eröffnet. Dieses Büro erteilt Informationen über Haudelsvcrhältnissc in beiden Ländern und beabsichtigt, eine Musterausstellung zu organisieren, und" ein Bulletin herauszugeben. Anfragen sind zu richten an das „Ufficio Commcrcialc Italiano dclla Palcsüna", P.O.B. 256, Jerusalem, oder an den italienischen Generalkonsul in Jerusalem, der Ehrenpräsident des Büros ist. Präsident ist Herr L. Eliachar. Ein „Sehwarzbncn" ßber Litauen Aus Kowno wird berichtet: Die jüdische Fraktion im litauischen Landtag hat soeben die Sammlung von Dokumenten über die Behandlung der Frage der Autonomie der Juden in Litauen abgeschlossen. Die Aktcnsammlung wird demnächst in Form eines „Schwarzhuchcs" der Oeffcntlichkcit übergeben werden. Au diesem Schwarzbuch haben auch die gewesenen Minister für jüdische Angelegenheiten in Litauen, Dr. Rosenbaum und Dr. S o 1 o w c i t s c h i k, mitgearbeitet. Der Rcbbc von Kozlulz und seine mit ihm nach Palästina ausgewanderten Chassidim, an Zahl 20 Familien, die sich in der Nähe von Haifa als Landwirte angesiedelt haben, beschlossen, der palästinensischen Arbeiterorganisation „Histadruth Haowdim" als Mitglieder beizutreten. (J. T. A.) Pctach Tikwali hat mit der Ruthcnbcrg-Gcsellschaft einen Vertrag über Beleuchtung*;- und Bewässerungsanlagen, sowie Lieferung von elektrischer Kraft, abgeschlossen. Die Anglo-Palcstinc Companv gewährte der Kolonie für diesen Zweck ein Darlehen von 10 000 Pfund. Nach Meldungen einiger Blätter beabsichtigt Wladi« mir Jabotinsky nach Palästina zu übersiedeln. ' 2e mm isr w&msm m m mmmmt m m Mm> 3fM Aar <&ü$m%® ifflg gro$e traBcfeBgangi