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Jüdische Rundschau · 1925-07-03 · Heft 52 (3.7.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 52 (3.7.1925)
Date
1925-07-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 452___. Stechern Klans befinden, müßte sich hüten, auf dem XIV Kongreß ein ähnliches Risiko zu tragen. Wenn sie wie einer ihrer palästinensischen Vertrauensleute vorlaut in die ganze Welt telegraphiert, auf die Demission Weizmanns abzielt, so sollte sie sich schon heute darüber im klaren sein, daß dieses Ziel nicht schwer zu erreichen ist. Weizmann wird am ersten Tage des Kongresses demissionieren und wir werden genau dasselbe Schauspiel haben wie auf dem XIII. Kongreß: es wird durch zwei Wochen, unter Zurückdrän gang des ungeheuren auf Erledigung wartenden sachlichen Materials, eine Kulissen-Politik mit allerhand Personen-Kombinationen getrieben werden und schließlich wird Wcizmann gezwungen werden, in seiner Anwesenheit oder Abwesenheit die Leitung wieder zu übernehmen. Denn daß die Opposition ernstlich an eine Intronisation Jabotinskys ~ des einzigen vorhandenen Gegenkandidaten, der ja auch von dem palästinensischen Tclegraphcntcn offen genannt wird — denkt, scheint mir denn, doch, wenn man die Liste ihrer Anhänger durchgeht, ausgeschlossen. Dieser Zustand muß um jeden Preis verhindert werden. Um derentwillen sei ein Appell, im Gefühl zionistischer Solidarität, an die verantwortlichen Männer der Opposition gerichtet. Aber nicht nur von der Opposition hängt es ab, sondern auch von den andern Gruppen, von denen ich nicht weiß, ob man sie Regierungspartei oder Opposition nennen soll. Diese Gruppen dürfen nicht sich mit einer Defensive gegen die Attacke der Konferenzgemeinschaft begnügen. Sic müssen den Kampf gegen die Konferenzgemeinschaft gegen zwei Fronten hin führen; die eine Front sei gegen die Opposition, insbesondere gegen ihren revisionistischen Flügel gerichtet; die andere Front jedoch muß sich notwendigerweise gegen die Exekutive richten. Wir müssen rückhaltlos anerkennen, daß die heutige Exekutive auf einer ganzen Anzahl von Gebieten versagt hat. Nicht außenpolitische Mißerfolge sind ihr in erster Linie vorzuwerfen, denn solche Mißerfolge sind Produkte unzähliger Faktoren, über die wir keine Macht haben, und auch dann keine Macht haben werden, wenn wir mit den Gesten einer Großmacht paradieren. Die Anschauungen über die politische Lage und vor allem über die politischen Möglichkeiten und Ziele sind geteilt und wir müssen uns die Auseinandersetzung darüber für ein späteres Mal vorbehalten. Nur gegen die unzulässige Taktik muß protestiert werden, daß gerade diejenigen Elemente, die die Politik Herbert Samuels stets auf das schärfste bekämpft, Weizmann wegen seines Eintretens für Samuel angegriffen und einen christlichen General mit starker Faust auf den Oelberg gewünscht haben, jetzt der Exekutive aus der Tatsache der Ernennung Lord PJumcrs einen Strick drehen. Dies der Exekutive zum Vorwurf zu machen, waren einzig und allein wir, die Anhänger von Sir Herbert Samuels Politik und Persönlichkeit, berechtigt, wenn wir der An« sieht wären, daß die Exekutive für die Ernennung des High Commissioners verantwortlich ist. (Aber über diese Frage ein andermal.) Aber die Exekutive hat es nicht vermocht, wirkliche Leitung zu sein. Dies merkt man in Palästina ebenso wie in allen Teilen der Bewegung im Galuth. Sie hat den neuen großen Erscheinungen der palästinensischen Wirklichkeit, vor allem der neuen Immigration mit aller, ihren Auswirkungen, keine bewußte planmäßige Wirtschaftspolitik entgegengesetzt, sie hat nicht den Versuch gemacht, durch eigene Ideen, durch geistige Macht und Autorität die Entwicklung zu meistern, sie hat in der Bewegung selbst keine systematische Propaganda und keine systematische Verwaltung durchgeführt, die der heutigen Ausdehnung angemessen wäre. Sic hat es nicht vermocht, eine Beziehung gegenseitigen Vertrauens herzustellen, die die oberste Voraussetzung einer Stärkung der Organisation ist. Sic hat aus diesem Grunde auch sich selbst die Bedingungen für eine weiter ausgreifende Arbeit nicht schaffen können, nämlich Geld und Mitarbeiter. Aus diesem Grunde konnte sie auch auf andern Gebieten wenig leisten, vor allein auf dem Gebiete einer planmäßigen politischen Arbeit in allen für uns wichtigen politischen Zentren der Welt. Wir beklagen insbesondere das fast völlige Fehlen von Versuchen einer Fühlungnahme mit der arabischen Welt und der Durchführung der vom 12. und 13. Kongreß übereinstimmend geforderten Verständigungspolitik. Wir beklagen den Mangel eines eindeutigen politischen Programms, das mit Würde und Selbstbewußtsein dem verhängnisvollen nationalistischen Programm Jabotinskys gegenübergestellt werden könnte. Dies alles ist nicht geschehen, weil die Exekutive nicht einmal den Versuch gemacht hat, sich als Körperschaft arbeitsfähig zu erweisen. Dies alles darf von uns weder verschleiert noch beschönigt werden, auch wenn wir, oder gerade wenn wir, an der Person Dr. Weizmanns als Führers der Bewegung festhalten. Es wäre müßig, an dieser Stelle zu wiederholen, daß wir Dr. Weizmann für eine der größten positiven Kräfte der Bewegung halten. Das hier Gesagte trifft ihn als Person nur indirekt, denn . er selbst hat wohl ein Programm, und was noch mehr ist, er sucht auch Wege zu seiner Verwirklichung und ist bereit, jederzeit die ganze ungeheure Last dieser Verwirklichung auf sich zu nehmen. Aber um Weizmanns willen muß auf dem Kongreß klar gemacht werden, daß eine isolierte Person als Führer der Bewegung nicht genügt und nicht genügen kann. Es muß eine Exekutive als arbeitsfähige Körperschaft vorhanden sein, die getragen ist von einem großen Teile der Bewegung, auf den sie sich stützt JUEPISCHE RUNDSCHAU_ und mit dem sie den Kontakt mindestens in analoger Weise aufrechterhält wie Parteivertreter in Regierungen die Beziehungen zu ihren Parteien. Dieses Postulat steht auch in dem Kongrcßprogramm der deutschen Zionisten,-und es sollte offen gesagt werden, daß es beruht auf der Erkenntnis der negativen Wirkungen des heutigen Zustandcs. Es ist aber falsch, diese Postulate wieder zu verquicken mit der Frage der Jewish Agcncy. Dadurch, daß die Konferenz-Gemeinschaft dies tut, begeht 6ie von neuem einen entscheidenden Fehler und versündigt sich gegen die Konsolidierung der Zionistischen Organisation. Statt die Frage der Agcncy im Hintergrunde der allmählich fortschreitenden und organisch sich herauskristallisierenden Entwicklung zu belassen, wo sie sich jetzt befindet, hat die Konferenz-Gemeinschaft diese Frage wieder in den Vordergrund gezerrt und damit gleichfalls nichts anderes bewirkt als eine Wiederholung der wenig erhebenden und wenig fruchtbaren Kämpfe des 13. Kongresses. Statt einzusehen, daß Diskussionen dieser Art auf keinen Fall zu einem Ziel führen können, lediglich die Bewegung bloßstellen und eine Verbitterungswellc heraufbeschwören; statt einzusehen, daß die einzige Sicherung gegen die vermeintlichen Gefahren der Agcncy in einer Festigung und Konzentration der zionistischen Kräfte liegt, treibt die Konfcrcnzgemcinschaft diese Sache wieder in das Fahrwasser formaler und nbstraktcr Erörterungen, bei denen die Gegensätze viel stärker aufeinanderprallen als sie in Wirklichkeit sind. Ein Abbruch der Agcncy- Politik in diesem Augenblick wäre wahrscheinlich verhängnisvoll für die Zionistische Organisation. Vor allem aber, und damit kommen wir zum Hauptpunkt, ignoriert die Konferenz-Gemeinschaft den vitalen Zusammenhang zwischen Agcncy-Politik und dem Aufbau Paläst i n a. In (1cm Manifest der Opposition heißt es: „Von entscheidender Bedeutung für die Stellungnahme zum Problem der Jewish Agcncv in der jetzt geplanten Form sind die Gesichtspunkte der Gestaltung des jüdischen Paliistina.....Zionismus bedeutet nicht die Ucbcr.ührung jüdischer Emigranten nach Palästina und ihre Ansicdlung in irgendwelcher Form; vielmehr hat der Zionismus eine seiner stärksten Wurzeln in dem Wüllen zur fundamentalen Umg:staltung des jüdischen Lebens, eben so sehr in seinen nati >nal-kulturcl!cn wie auch in seinen wirtschaftlich-sozialen formen. Dies bedingt eine berufliche Umschichtung des jüdischen Volkes, seine Verpflanzung in den Boden und die Produktion Palästinas durch werktätige jüdische Menschen und eine gesunde Verteilung der jüdischen Bevölkerung Palästinas zwischen Land und Stadt. Unerläßliche Voraussetzung des nationalen Aufbaus ist das Scibstbcstimmun^srccht des jüdischen Palästina und die Verhinderung eines jeden Versuchs der Administrative« Bevormundung. Die Ucbergabe der Leitung des Aufbauwerkes an die Jewish Agcncy in der jetzt geplanten Form wird Krei.scu einen entscheidenden Einfluß au7ui«c Gestaltung Palästinas geben, denen diese Grundsätze fremd sind, und bedroht dadurch den nationalen Charakter des Palästinawerkes." Wenn die Unterzeichner des Manifestes wirklich diese Anschauung vertreten, wenn sie also in der Hauptfrage, die, alles überragend, heute die zionistische Welt bewegen müßte, unsere Anschauungen teilen, dann hätten sie um der wirklich wesentlichen zionistischen Ziele willen sich nicht in der Form organisieren dürfen, wie sie es getan haben. Aber ihre Deklaration beruht auf zwei Irrtümern, über die sie sich ausschweigen, die aber die entscheidende Frage treffen. Der erste Irrtum ist: es genügt nicht die Idee einer Umgestaltung der jüdische:! Lebensform in Palästina zu proklamieren, sondern zur Verwirklichung dieser Idee gehürt als erste und oberste Bedingung das Vorhandensein eines großen konzentrierten nationalen Kapitals. Die Erfahrungen der letzten Jahre beweisen, daß selbst der Kcrcu Hajcssod, der immerhin die ersten bahnbrechenden Leistungen ermöglicht hat, zu einer wirklichen Ausgestaltung des Sicdlungswcrkes im Sinne jener Postulate nicht ausreicht. Wo ist aber das Finanzprogramm der Konferenz-Gemeinschaft? Wer hat für die „Umgestaltung der jüdischen Lcbcusrcformen" mehr getan, die Unterzeichner des Manifestes oder aber der von ihnen bekämpfte Führer, der beinahe durch persönliche Arbeit die Mittel aufgebracht hat, die wenigstens zum Teil eine Kolonisation werktätiger jüdische? Menschen ermöglicht hat? Ohne das nationale Kapital wird Palästina der Anarchie privaten Wirtschaftskampfes in allen seinen Formen, mit allen Auswüchsen, ausgeliefert sein, trotz aller machtlosen Manifeste. Nicht die leiseste Andeutung findet sich über diesen entscheidenden Punkt in dem Manifest, weil die Opposition rein formal-nationalistisch denkt und den realen Inhalten des nationalen Aufbaus im Grunde fern ist. Der zweite Irrtum ist in dem Manifest deutlicher ausgesprochen. Er liegt darin, daß die Konferenzgemeinschaft ihre (d. h. u n s c r e, von ihr übernommene) Auffassung der Prinzipien des Aufbaus als eine Begründung d$r Ablehnung der Agcncy benützt. U. E. ist das Gegenteil der Fall. Die Erweiterung der Jewish Agcncy soll den Rahmen der an dem Palästinawerk im Sinne des Mandates Interessierten und dafür Verantwortlichen erweitern; damit soll auch die Möglichkeit einer größeren Konzentration öffentlicher Mittel, als uns bisher erreichbar waren, eröffnet werden. Vielleiet wird dann auch der Weg zu der großen nationalen Anleihe, die wir für das größte und zentrale Erfordernis der nächsten zionistischen Entwicklung halten, geebnet werden. Aber noch in einer andern Beziehung-verkennt das Manifest den Zusammenhang zwischen Agcncy und nationalem Auf- Nr. 52 bau. Diejenigen Persönlichkeiten, die bisher Interesse für die Agcncy bekundet haben, betrachten den Aufbau Palästinas zwar nicht wie wir für ein nationales Ereignis, aber doch für ein in eminentem Sinne moralisches. Sic suchen keine gewinnbringenden Anlagen in Palästina (sie können anderswo mehr verdienen), aber sie wollen im Interesse ihrer Position als Juden, daß in Palästina eine jüdische Welt entstehe, in welcher Juden anders, besser, anständiger, gesünder, jüdischer leben als anderswo. Sic verbinden diesen Wunsch nicht mit politischen Zukunftshoffnungen, aber er ist für sie in eminenten! Maße ideeller Natur. Gerade diese Kreise werden an einer „Umgestaltung der jüdischen Lebensform" etc. weit mehr inneren Anteil nehmen als an der Etablicrung eines neuen Ghetto. Dagegen ist es — wie an dieser Stelle vor einiger Zeit Adolf Böhm sehr richtig bemerkt hat — ganz falsch, die Grenzlinie für dieses Schibolcth zwichen Zionisten und Nichtzionisten zu ziehen. Die Linie verläuft vielmehr mitten durch die zionistische Organisation. Große und starke Gruppen innerhalb des Zionismus lehnen heute die Idee des Zionismus als Erncucrungs-Bewcgung, die für uns das Wesentlichste ist, ab, und betrachten ihn-als reine Emigrationsbewegung. Je mehr sich persönliche Interessen in Palästina engagieren werden, die dann doch auch innerhalb des Zionismus Ausdruck gewinnen, desto schärfer wird dieser innerzionistischc Gegensatz werden. In dem Manifest der Opposition finde ich nicht die leiseste Andeutung darüber, wie sie dieser Gefahr begegnen will. Wenn die Konfcrcnzgemcinschaft das von ihr charakterisierte Ziel nicht nur als taktisches Kampfmittel verwenden, sondern wirklich erreichen will, dann hat sie u. E. einen falschen Weg gewählt. Was uns nottut, ist die Konzentration aller in Betracht kommenden Teile der Bewegung auf die zwei Postulate: nationale Führung des Aufbaus mit Hilfe großer öffentlicher Mittel, und Aufbau der Zionistischen Organisation mit einer starken arbeitsfähigen Leitung und einem sie deckenden Mehrhcitsblock, der auch für ihre Finanzierung sich verbürgt. Alles andere, sowohl ein seiner positiven Ziele sich nicht klar bewußter Oppositionskampf, noch auf der andern Seite eine vorbehaltlose Verteidigung der Exekutive und Verschleierung der heutigen Mängel, wird nur die Verwirrung vergrößern und uns auf dem Kongreß in ein Chaos treiben. Noch ist es Zeit, daß dem Rollen der Lawine Einhalt geboten wird und alle sich besinnen, was eigentlich zu wollen und was zu erreichen ist. Sokolow über iea KongrcS Warschau. (J. T.A.) In einer Sitzung des zinni Mischen Oberrates in Polen sprach Nahum Sokolow 'über die Lage der zionistischen Bewegung und die Aufgaben des 14. Zion-istenkongrcsscs. Wir alle, sagte Sokolow, sind uns darüber im klaren, daß der kommende Kongreß autoritativ und einflußreich nach innen wie nach außen sein muß. Damit dies erreicht werde, ist es notwendig, daß der Kongreß eine einheitliche und geschlossene Vertretung des Zionismus in Polen aufweist. Die Erweiterung der Jewish Agcncy ist deshalb notwendig, weil wir zur Aufbauarbeit in Palästina neue Kräfte und neue Mittel benötigen. Wir stehen jetz! in Palästina vor großen Aufgaben. Es gibt jetzt keinerlei Grund zur Beunruhigung betreffend die politische Lage des Zionismus. Die Balfour-Dcklaration steht auf festem Grund, keine englische Regierung, möge sie welcher Partei immer entstammen, würde hier etwas ändern. Wir haben zwar in der Außenwelt Gegner, aber auch viele Freunde; diese Freunde müssen wir organisieren. Besonders aktiv müssen wir in den Kreisen des Völkerbundes sein, von welcher Seite wir einige Enttäuschungen erlitten haben, die \v!r aber nicht über Gebühr tragisch zu ivehmen brauchen. Wir müssen trachten, von immer neuen Staaten Anerkennung und Unterstützung zu erlangen. Wir sind auf dem besten Wege dazu. Die Rede Sokolows machte auf die Mitglieder des Oberrats einen tiefen Eindruck. Am 29. Juni war Sokolow Gast der Warschauer Bnci 4 Brith-Logc. 100000 Dollar!0r Palcsline MortgaQe Bonds Auf einem in Bronx zu Ehren der Herren Louis Altshul und Alexander Sclkln veranstalteten Diner, an dem eine repräsentative Gesellschaft führender Einwohner der Bronx teilnahm, darunter auch eine Anzahl prominenter Nichtjuücn, wurden Zeichnungen Im Betrage von fast 100000 Dollar für Hvpothckcnfonds der Palcsünc Sccuritics angekündigt. Sämtliche Redner traten für die Notwendigkeit der Beschaffung weiterer Wohnungen in Palästina auf streng geschäftlicher Basis ein und lobten die von der Palestine Securities eingeschlagenen Methoden zur Lösung dieses Problems, wobei sie gleichzeitig darauf hinwiesen, daß die Investierung gesund und In [eder Beziehung lohnend sei, und große Summen für die Errichtung von Heusern in Palästina ergeben sollte. (Ziko.) Die WasserversorgBBQ Jerajaleras Jerusalem. (J. T. A.) Das Palästinensische Oberste Gericht entschied am 25. Juni, daß die Regierungsverordnung, in Zeiten von Wassermangel Wasser aus den Brunnen des arabischen Dorfes Urtas im Distrikt Bethlehem für Jerusalem zu holen, ungesetzlich sei, da diese Verordnung im Widerspruch zu der Verfassung Palästinas und zu Art. 2 des Mandats steht Anfang Aprü, zur Zeit des größten Wassermangels, weigerten sich die Araber von Urtas, der Verordnung der Regierung, Wasser für die Hauptstadt herzugeben, Folge zu leisten, Indem sie erklärten, das Wasser würde für Hauserbau jüdischer Einwanderer Verwendung finden. Die palästinensisch-arabische Exekutive hat die Dorfbewohner in Ihrem Verhalten ermutigt und sie veranlaßt, Klage beim Obersten Gericht zu erheben. Die nunmehrige Entscheidung des Gerichts hat in Jerusalem Sensation hervorgerufen. i

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