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Der israelitische Volkslehrer · 1857-02-01 · Heft 2 (Februar 1857) · page 37

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 2 (Februar 1857)
Date
1857-02-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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von vr. Rothschild. 5 nem Knechte, erwiesen." Er war versöhnlich. Esau, der ihn verfolgt, ihm lief er entgegen, umarmte ihn, umfaßte und küßte ihn. Am Ende seiner Tage sprach er noch: „Meine Lebenszeit war kurz und trübe." So ist's ja oft mit den Frommen auch heute noch, die sich ein Leben für Gott und nicht für die Welt erwählen; die Tage und die Freuden ihres Lebens sind ihnen kurz zugemessen. O das Lebensbild unseres Stammvaters Jakob ist auch heute noch und mar stets das Lebens- und Schicksalsbild von Israels Söhnen und Töchtern. So zu streben und so zu leben ist der Beruf derer, welche Gottes Erstgeborne heißen. Dies ist ihnen von früher Zeit an nicht zu verschweigen. Aber auch göttlicher Segen ist eine Verheißung ihrer Erstgeburt. „Gott gebe Dir/' sprach Isaak zu seinem Sohne Jakob, — für ihn und alle seine Nachkommen, „er gebe dir vom Thau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde. Deiner Mutter Söhne sollen dir huldigen und vor dir sich neigen, du sollst der Bevorzugte deiner Brüder werden." So hatte Isaak den Jakob gesegnet; ihm war das Recht, die heilige Aufgabe und somit auch deT von Gott verheißene Segen der Erstgeburt zugefallen, und eS hatte der Vater später, mit sichtlicher und offenbarer Nachwirkung, den Segen bekräftigt und auf ewig hin zu Jakob gesprochen: „NN' er soll gesegnet bleiben." Darum also werden in Israel die Erstgeborenen geweiht, um ihnen die Pflichten und Segnungen ihrer Bestimmung zu übertragen. Und das bedeutet ihre Weihe: das Leben der Kinder Israel soll nicht vorzüglich auf Geld, auf weltlichen Besitz und weltlichen Genuß gerichtet sein, — das wäre Sünde und - führt zum Verderben. — Vater, Mutter, davon befreiet und erlöset Euere Kinder! Sondern Gott gehöre das Leben Euerer Kinder an, vor und mit ihm sollen und müssen sie leben, — ein sittliches und gerechtes, frommes und religiöses Leben. Davon hangt der Segen Gottes und die Liebe der Menschen ab, das Glück dek gegenwärtigen und das Heil der zukünftigen Welt. Darum also, Eltern, seid Ihr Hieher getreten (tretet Ihr Hieher) mit dem erstgebornen Euerer Kinder, um eS Gott und Euch zu sagen, daß dies auch die Denkweise. Euerer Herzen ist und daß demnach Ihr

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