Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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von K. Klein. 65 diauna insbesondere in einem Buche, das auch von Chrtsten aelesenwird und werden soll, unerläßlich verpflichtet sind. Formstecher bietet außerdem ein anziehendes Genrebild in Novellen form: „der Sabbath Chanukka.Abcnd," das uns großes Beranügen verursacht hat. Möge der geschätzte Verfasser uns mehr dergleichen Arbeiten schenken, wozu wir ihm gerne auch dl'se Blätter anbieten. Daß derselbe (S. 13l) es für unsere Aufgabe hätte, den Pendel der Zeitschwingungen in die Mitte zwischen seinen beiden Endpunkten zu bringen, scheint uns ein verfehltes Bild zu sein. Das zusto-imüeu ist schon an sich träge genug; was ihm aber gar unser Freund zumuthet, wäre die Verursachung eines völligen Stillstehens der Zeitenuhr; — vr. Levyson zu Worms bietet wieder eine mit Fleiß geordnete, vrienttrende „Bücherschau"; ferner die Fortsetzung seiner Artikel über die „Redeweise der Alten." DaS Wort Redensarten mit „Nhematismen" wiederzugeben, will uns geschraubt vorkommen; freilich liegt uns der jüdische Jargon noch wie ein Rheumatismus in den Gliedern. — Von unserem wackern vr. Biehr ist eine trefflich dargestellte biographische Skizze des um unsere Gemeinde so hochverdienten sei. „Siegmund Geisenheimer" gegeben. Von dem Meister in der deutschen Sprache hat uns (S. 109) der Ausdruck: „er arbeitete an dem Heranblühen dieser Anstalt" gewundert; wir glauben kaum, daß man so sagen kann. Ebenso befindet sich auf derselben Seite ein auffallender Wiederspruch, daß es zuerst heißt, es befanden sich in der betr. Maurerloge viele christliche Mitglieder, und auf der letzten Zeile angegeben wird, sie zählte deren nur wenige. Sonst ist der Aufsatz so schön, so warm, human und dabei mit so viel inniger Theiluahmc für Angelegenheiten des Glaubens und der Gemeinde abgefaßt, daß wir Herrn Or. Biehr nur bitten können, er möge aus seiner geschätzten Feder solch freundliche Taben mehrere bieten. Gedichte haben geliefert, außer dem Herausgeber d. Bl., Aler. und Emil Fried la'ndcr, vr. Hoffmann von hier (ein warm gefühltes Emanckpationö-' gedicht), Umbreit, Knopf, vr. S. Stern, Daumev, Schönhof,Asch.Steinhard, Lo r enz D iefe n b a ch, Teudlau und Pfarrius; erfreuliche Gaben aus dem Gebiete der religiösen und didaktischen Poesie, unter denen uns besonders angesprochen haben, die „Ceder" von Umbreit und daS „gelobte Saud" von Diefenbach. Die äußere Ausstattung ist, anderen dergleichen Unternehmungen gegenüber, nicht zu loben und glauben wir, daß der Herausgeber im Zumesse seiner Sache, der wir stets den besten Fortgang wünschen, auch darauf eine größereRücksicht verwenden sollte.