Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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64 VlMf.,l!,.dtr und Jahrbuch mit gleicher Liebe würdigende Arbeiten daher von besonderem Werlbe sind. Vr bietet eine gut geschriebene biographische Skizze über den verdienstvollen Haindorf. dann im Vereine mit dem Herausgeber, der eine nützliche Iahreß-Chronik aus semcr eigenen Feder folgen laßt, einen mit der innigsten Hingebung für die Sache der Juden verfaßten „Rückblick"; ferner eine anerkennende Bemtheilung der „kleinen Schul und HanSbibel von Dr. I. Auerbachs endlich Scenen aus einem von ihm verfaßten Trau erspiele: „Saul". die in Gedanken, Ausdruck, Versbau und (Zbsrakieriftik gleich trefflich zu nennen sind. Auffallend blieb es imS, daß Samuel Priester genannt wird. — vr. Aub aus Mainz bietet eine schätzenswenhe Arbeit über die Confirmatio n. Seine Zdeen über das bezügliche Gelübde theilen wir nicht, und werden darauf an einem anderen Orte znriickkommen. Daß derselbe die „flammende Frage" über Abhaltung der Konfirmation in oder außerhalb der Synagoge auf einen anderen Artikel verschiebt, ist betauertich. Wir haben, als wir die Aufschrift sahen, allerdings einige stillende Tropfen auf diese „flammende Frage" nwa-rtet. So mag sie denn bis zum nächsten Jahre fortflammen. Er beweift eine löbliche Unparteilichkeit des Herausgebers, daß er schon, bevor der verheißene Artikel vorliegt, zu Entgegnungen auffordert! — I)r. Z. Auerbach von hier liefert einen von warmer Pietät zeugenden Artikel «Mission und Beruf" zur Würdigung des Illdenthums und Christenthums in ihrem Verhätnisse zu der außer ihren Kreisen sich befindlichen Menschheit. Der Schluß ist etwas unklar und verschwommen. Daß im Judcnrhum „eineAusscheidung des ihm angemessenen Kernes vor sich gegangen," enthält eine Zweideutigkeit, indem verstanden werden kann, es habe den Kern hingegeben, und die Schale behalten. ES hat aber umgekehrt den Kern nicht ausgeschieden, sondern ihn mit mehr und mehr schirmenden Schalen umgeben. Schön gedacht und ausgedrückt ist 66) die Auslegung von Jesaia 6, 13. und Zeph. Z, 12. mit den Worten: „das Judenthum hat stets den Stamm zu erhalten gesucht und. der Palme ähnlich, seine Triebkraft nur der Spitze zugewendet." — vr. Formstecher giebt ein anerkennendes Unheil über das Erzahlungsbuch von Tendlau: „Fellmeiers Abende" ab, welches wir gerne unterzeichnen, dürfen aber dabei die Bemerkung nicht unterdrücken, daß das gänzliche Verschweigen der lasmudiscken und rabbinischen Quelle», aus denen Herr T. w reichlich geschöpft, uns sehr befremdet bat. Diese Pietät, dle betreffenden Quellen dankbar zu nennen, sind dem Talmud gegenüber, wir um so mehr angehalten, als wir auch dessen Tchattenseitt,, nicht verbergen und daher zu dessen gerechter Wür-