Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1857)
- Date
- 1857-02-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Wedel ,ur RechttN noch zur Linken, iBn'.Ziä' beseiligt. Diese Kundgebung im Jerusalem Men, del-?sobns war indeß nichts, als die strenge Consequenz seiner Mo^ettsttn'.bAZ. Wer seinen Äolr in mathemalischer Weise (mt)ik> n-Äiunltuti<-0). wenn gleich nur durch den Probabilitätscaleül, gefunden baue, der bedurfte so wenig eines geoyenbarten Gottes, daß nn solcher chm vielmehr eine beschwerliche, störende Zugabe ftcn mußte. Das ist eine allgemein bekannte Sache. Eben so bekannt ist eö ferner, wie es der Urheber dieses Wiederspruches gegen die ake Lsbrs, ,nil ilner Praris gehalten wissen wollte. Allein w fslie-.fest er selbst an jenes einzig geoffenbane Gesetz und Cäremoniel! sich anklammerte, nm das Ganze nicht aufzugeben, und so eringenh er dieses Festhalten seinen Glaubensgenossen auch empfahl: schon bei seinen nächsten Jüngern machte sich die schlichte Censeauenz fernes Grundsatzes auch in Betreff der Satzungen geltend: und es wurden dem hinaus gedrängten Gotte der Offenbarung sebr bald auch die Satzungen die man dem rationalistischen Gott nichc entsprechend fand, nachgesandt, so ran nichtZ mehr übrig blieb, als die sehr dünne zerbrechliche Schale der alren Gewohnheit, die schon frühe dem Andränge äußerlich einwirkender Motive nachgab und zerbröckelte. Und wozu, sagte man, hat uns Gott denn unsere Vernunft gegeben? Uno konnte eS dieser schwerer fallen, einen seltsamen, all» fränkischen Svnagogendienst abzuschütteln, als dessen vermeintlichen Anordner, der bereits, als solcher, beseitigt worden war? Gewiß, hätte der Philosoph nur etwas länger gelebt, er würde vor seinen Augen haben vollziehen sehen, waS ihn seine uumo- Uvine Anhänglichkeit an die jüdisch-rabbmische Satzung von einer zweiten Manifestation Gottes erwarten ließ, die Abolition des gevssendanm Gesetzes, wie sie in seiner Prämisse schon fertig lag. Was aber haue den großen Denker selbst gehindert, diese nahe liegende Conseqnenz zu vollziehen? Weder jenes «r^umontum s tuw^ der Feigheit, noch der faule Logos der Gewohnheit. M. Mendelssohn gehörte zu den edelsten Naturen seines Volks und seiner Zeit! Weit eher läßt es sich annehmen, daß es die Furcht vor einer gewissen und sehr entschiedenen Reaction seitens seiner Glaubensgenossen, verbunden mit der Scheu vor einem Znstande der Entsittlichung, als unmittelbarer Folge eines zu plötzlichen LichteS, das er verbreitet zu haben glaubte, war, was ikm zu dieser eigentümlichen praktischen Maxime bewogen har. Äöar doch bereits die Reaction einerseits, die auch ihre *) Sich gesichert wisien ivcllm. — Z^.d.