Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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.W Eiu ueueS Wort über Allen außerhalb deS Wohnortes gehen: Schwimmen, Fahren. Reiten? Mnsiklöne hervorbringen außer mit dem Munde (darf man pfeifsen?/; Geschäfte machen :c.. Messen u.; von Geschäften reden. «Vesen. -denken; Bewegung oder Benutzung dessen, was am Zabbath nickt seiner wahren Bestimmung zu gebrauchen ist, z. B. Schreibzeug. Leuchter (herrliche Sprache!) tt'eld, oder Dinge, die nicht scbon vor Sabbath geboren (oh!) oder vom Boden ihres Wsckskbums getrennt waren". Run begeh! Herr Ä. die Unanfrichtigkeit und wenn er an die Göttlichkeit des Talmuds von Herzen glaubt, die Lieblosigkeit MSn das Heil seiner Glaubensgenossen, daß er hier die mosaischen und rabbinisiben ArbeitSverbote, wie der Talmud sie unterscheidet, w bunt durcheinander wirft, und für jene nicht zugleich die Zkraibcstimmnngen des Talmuds vorhält. W sind diese nichts Geringeres als N'S Ausrottung und N^'j?O Steinigung. Denn wenn auch nach dem Erlöschen des Symdriums solche Todesstrafen gar nicht mebr vollzogen werven dürfen, so bleibt doch nach dem Talmud, die Todeswürdigkeit für die übertrerenen Arbettseerbvte. die für Manchen so haarsträubend sein dürfte, ihm das Haarkammcn am Sabbath zu verleiden! — Allein Herr A. scheint, eingedenk, daß Viele seiner Parteigenossen jene Satzungen mehr oder weniger selbst übertreten, von der Furcht beherrscht worden zu sein, er werde, sobald er durch sein Buch Krethi oder Pletbi zuriefe: „Du hast den Tod verdient, denn dn hast am Sabbath deine Haare gekämmt, zwei Buchstaben geschrieben, ein Pflaster geschmierr!" die Leute in die Alternative versetzten, entweder vsn ihrem Rabbiner als ein todteswurdiger Sünder, als ein lebeudigtvdter „lin^km" angesehen zu werden, oder aber jenem und seinem Zudenthnme den Rucken zuzuwenden.— Was muß aber die civiltsirte Lesewelt, die über die Ideen der Religion und Moral nachdenken gelernt hat, über das Iudenchum des Herrn Auerbach sagen? über ein haarspaltendes Juventhnm. das den Kindern einlernen will, das Kaminen der Haare am Zabbath fei eine Todsünde? O wohl, diese Sabbathgsfttze hangen an einem Haare! Nip^ Q'^Nl — Und muß nicht der Nichrisraelite die Religion, welche nach dem Ausspruche Moses „euere Weißheit und Vernunft vor den Augen der Völker sein soll" Q'VN V2W^1 ^2 als höchst verächtlich und lacherlich finden? Muß nicht selbst die gläubige Einfalt unter den Israeliten, die ein reines Herz und unverdorbenen Sinn besitzt, solche Satzungen als Gottes unwürdig, als Meuschenlehre uud Menschenerfindung verschmähen, weil sie in