Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Erstes Gespräch. 21 Sohn des heiligen Zerach; der Jüngling Abraham, Sohn des Isaak Levl; der Knabe Jsaac Sohn Chlskla's. Am nämlichen 19. April, es war der siebente der jüdischen und der zweite der christlichen Osterfeiertage, wurden in Bacharach 26 Personen unschuldig erschlagen; ihre Namen waren: Samuel ben Kalvnymus und seine Ehefrau Mmgus; der junge Rabbi Meir und seine drei Kinder; Samuel bar Benjamin und seine Tochter Brnna; Sara, Wittwe des Rabbi Joseph; Meir Ha-Levi, der Schreiber; der Jüngling Chiskla, Sohn des Rabbi Jacob, der in Lorch ermordet wurde; die Jungfrau Egia, Tochter des Rabbi Salomon; Zarit, eine junge Waise; der Junge Menachem. der denselben Tag Vorbeter war; der Knabe Weser, Sohn Ascher's; Joseph, Sohn des Doctors Rabbi David; Jehuda, Sohn des Doctor Rabbi David u. s. w. Vier Tage darnach, den 23. April, verloren 13 Personen in Nockenhausen ihr Leben; nämlich: Der fromme Chiskia bar Mordechai; der junge Rabbi Salomon, Sohn Elieser'sz seine Frau Dolza, Tochter des Rabbi Jechiel und ihre drei Kinder: Jechiel, Simon und Joseph; die Schwester seiner Frau, Bella, Tochter des Rabbi Jechiel, sein Bruder Joas, Sohn Meser'S; Ephraim, Sohn Samuel's; der junge Rabbi Schoef u. s. w. Diese Gräuelthaten waren nur Vorboten größerer Leiden; den 1. Mai, am zweiten Sonntag nach den christlichen Ostern entstand in der Stadt Mainz ein furchtbarer Aufruhr gegen die Juden. Der Erzbischof Wernher, bei dem sie Schutz und Hülfe suchten, hatte sich sogleich auf den Victorsberg begeben, um die Sache gerichtlich zu untersuchen. Allein, während er zu Gerichte saß, wurden die Juden geplündert, gefoltert und ermordet. Vergebens hatte der Erzbischof einen feierlichen Boten an den Richter und Bürgermeister von Mainz geschickt, sich kein Recht gegen seine Gerichtsbarkeit anzumaßen, und ihm die Juden auszuliefern, damit er über sie richte nach rechtlicher Ordnung. Im Aufruhr legten sie die Hand an Alle, die sie ergreifen konnten. Sie marterten und verbrannten die Einen, die Anderen jagten sie, ihres Vermögens beraubt, aus der Stadt. ES folgte hierauf eine allgemeine Verfolgung der Juden in dem größten Theile Deutschlands. Der Kaiser Rudolph, der um Michaeli des nämlichen Jahres in Mainz einen Fürstentag hielt, machte den Mainzern nicht nur keinen Vorwurf über ihr Verfahren gegen die Juden, sondern lobte ihre That und befahl unter Androhung der Todesstrafe und der Strafe beleidigter Majestät, Alles, was von