KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 3 (Juni / Juli 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 55 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.« Blätter 55 Alfred Levh (Lie.). Am 3. 3uni ist leider unser Bundesbruder Alfred Levy in Elbing dem Leben entrückt. Wer diesen vornehmen Menschen gekannt und wer das Glück hatte, ihm persönlich nahe zu sein, wird die Trauer verstehen, die alle seine Freunde bei der Nachricht ergriffen hat. Wenn auch eine innerliche Scheu, seine große Bescheidenheit und die Weltfremdheit nur wenigen gestattete, sich seiner Freund- Ans könnte diese ganze Angelegenheit eigentlich kalt lassen, da wir ja nur noch an den Orten, wo man der D. St. — sei es in bewußter oder unbewußter Verkennung der Tatsache, daß sie heute einseitig vom Nationalsozialismus beherrscht wird — die staatliche Anerkennung gelassen hat, dieser Organisation angehören. Unser Verband als solcher ist schon 1927 nach dem Verfassungskampf ausgeschieden. Herr Pröbst, Schriftleiter Jede Stimme zum Kampf gegen Hitler! Keine Stimme an Parteien, die in diesem Kampf nicht zuverlässig erscheinen! Jede Stimme die fehlt, kehrt sich gegen uns! Keine Stimme eines K. C.ers darf daher fehlen! schaft zu erfreuen, so empfinden doch alle, die eine kurze Strecke seines Lebensweges ihn begleiteten, von welcher Treue, welcher Unverzagtheit und Selbstlosigkeit er erfüllt war.. Dieser feinsinnige, zarte Mensch wurde nur schwer mit dem Leben fertig, das zu hart in das subtile Maschenwerk seines Charakters eingriff. Um so mehr bewunderten wir die Charaktertreue, mit der er sein persönliches Empfinden überwandt dort, wo es sich um eine Tat der Freundschaft oder um eine Tat des Bekennermutes handelte. Wir werden seiner stets gedenken und uns freuen in dem Bewußtsein, daß er uns für ein ganzes Leben Treue bewahrt hat. Umschau. Die studentische Oeffentlichkeit, insbesondere die großen Korporationsverbände und deren Zeitungen, werden in der letzten Zeit fast ausschließlich von der einen großen Frage beherrscht: Was wird mit der D. St.? des „Student", fühlte sich noch ehva vor einem halben Jahre bemüßigt festzustellen, wir und mit uns die anderen republikanischen Verbände seien ausgetreten, weil sich das demokratische System innerhalb der D. St. gegen uns gewandt habe und wir zu einer Minderheit geworden seien. Es ist müßig, hier nochmals zu betonen, daß der Ausmarsch der Verbände aus der D. St. im Jahre 1927 Gründe hatte, die viel, viel tiefer lagen als man es scheinbar bei der D.St. wahr haben will. Immerhin ist die Argumentation des Herrn Pröbst insofern sehr interessant, als sie die wahren Gründe dafür angibt, weshalb heute innerhalb der D. St. der Kampf zwischen Korporationen und N.S.D.St.B., der alles andere überschattet, tobt. Die Korporationen sind eben eine hoffnungslose Minderheit geworden und die Nationalsozialisten haben sogar die Unbekümmertheit, sich nicht einmal an die Spielregeln der Demokratie zu halten und die Korporationen als Minderheit zu respektieren. Bei ihnen wird vielmehr diktiert, wie sie es einmal mit schöner