KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 2 (April 1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- Seite 37 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Heft K. C.«Blätter 37 gebühr berücksichtigt, so entstehen durch die Reise nach Ostpreußen keine Kosten. Außerdem kann bedürftigen Kommilitonen Gebührenerlaß und Freitisch bewilligt werden. Neben all diesen finanziellen Vorzügen findet der Reichsdeutsche einzigartige Naturschönheiten in Ostpreußen. Ich denke an die Ostsee mit ihrer romantischen malerischen Steilküste, an die Nehrung mit ihren Wanderdünen, den höchsten der Welt, wo man noch den immer seltener werdenden Elch antrifft. In Rossitten befindet sich die berühmte Vogelwarte und auch die bekannte Segelfliegerschule. Ich denke weiter an die vielen Badeorte, vom elegantesten Bad bis zum idyllisch gelegenen Fischerdorf. Wunderschön ist es auch in Masuren, wo sich ein See an den anderen anschließt, alle von prächtigem Hochwald umgeben. Das herrliche Oberland, die romantische wildreiche Rominter Heide, das National-Denkmal auf den: Schlachtfeld von Tannenberg sind weitere Sehenswürdigkeiten unseres schönen Ostpreußens. Im Winter bietet die nähere und weitere Umgebung Königsbergs (Altgebirge und Stablack) Gelegenheit zum Wintersport. Der Reichsdeutsche sieht die Stätten hoher Kultur des deutschen Ritterordens, seine wuchtigen mittelalterlichen Burgen und Dome zu Marienburg, Marienwerder, Frauenburg. Heilsberg, Allenstein und andere mehr. Durch gelegentliche Fahrten in die Randstaaten, die zu bedeutend ermäßigten Kosten von der Hochschule, der deutschen Studentenschaft und den Fachschaften unternommen werden, lernt er die Verhältnisse dieser Völker kennen. Kommilitonen, kommt zu uns und lernt unsere schöne Heimat kennen! Ihr werdet durch das Semester in Ostpreußen einen Gewinn fürs ganze Leben haben. Mit ruhigem Gewissen werdet ihr dann allen Kommilitonen einen ostpreußischen Hochschulort zum Studium empfehlen können. Abgetrennt vom Mutterlande kämpfen wir als Vorposten deutscher Kultur, als Bollwerk gegen das Slawentum. Kommt und zeigt, daß Ihr zu uns steht, daß Ihr eins seid mit uns in diesem Kampfe! Denn dasSchickfal der O st mark ist dasSchicksal unseres Vaterlandes. Erinnerungsmarken. Die Deutsche Volksspende für Goethes Geburtsstätte gibt hübsche Erinnerungsmarken mit Bildern von Goethe und seiner Umgebung heraus, welche, für Briefverschluß, Exlibris und dergleichen verwendbar, zu 20 Stück in Werbeheften zusammengestellt sind, um damit Fünfzig-Pfennig-Spenden in Freundeskreisen zu sammeln. Wer zum Besten des Goethehauses sich hieran beteiligen will, verlange die kostenlose Zusendung eines Werbehefts vom Hauptausschuß der Deutschen Volksspende, Großer Hirschgraben 23, Frankfurt a. Main, Postscheckkonto 17 500. Die Einsender des Erlöses von RM. 10.— erhalten zum Dank die in Leinen gebundene bildgeschmückte Schrift von Wilhelm Schäfer „Goethes Geburtshaus". Lucker- und Llätterlckau Theodor Heust: Hitlers Weg. Anion Deutsche Verlagsgesellschast. 1932. Anter den vielen Versuchen, das Großwerden des Nationalsozialismus geistesgeschichtlich zu erklären, fällt das Werk des bekannten demokratischen Politikers Theodor Heuß auf. Es ist eine mit großem Fleiß geschriebene, um größte Objektivität bemühte Studie, die vom Historischen ausgehend das geistige Gesamtbild zu gewinnen trachtet. Es ist eine durchaus akademische Auseinandersetzung mit der Hitlerschen Massenbewegung, die der Verfasser hauptsächlich vom Gedanklichen her untersucht, ohne den Einf.uß des Psychosehaften genügend zu würdigen. Insoweit wird man vielleicht mit dem Buch nicht ganz übereinstimmen können, ebenso wie man eine gewisse kämpferische Schärfe vermißt. Die Ablehnung des Nationalsozialismus kann heute nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden, indem man sich als Vertreter einer entgegenstehenden Lehrmeinung bekennt. Heute heißt die Parole: Kampf und