Mannheim
Compact Memory

Der Jüdische Arbeiter · 1934-02-02 · Heft 5 (2.2.1934) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
11 (1934)
Issue
Heft 5 (2.2.1934)
Date
1934-02-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2641551-2641717-2641722--909-3528141
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite. 2 Der jmitfke Ariwter. 2. Februar 1184 Jüdische Not und Jüdische Gemeinde] 1QOO Pflifld füf ClflS ZeUgetiaUSSage Von Mendel bmger*). in du He Du- Meiernde muß sine l'iigung de t s lull kn ' I /US HM ] uhr df) H llldl i h Ii, , h diisi ili>ffnujj_, int ht irfullt Int mi.i Uij.ti'n/rkhij»K auch sonst die li.sitrebungen der 1 Ii i< \n orund/i i uu m-> Da- Dudlet der IVI U , i ,„ Orlmm it,d.t rs dum soii-d noch In itxi hu du Bi r itunt, d(>- Ii uishilk s d, r zw, ll (jol.lo, lud», hui (Kimiiid in I uropi uiennK blol, eine Ki h:\i ..tidiut f ,is js| ,i)s VViuxi Judinlun im I. d d. i ..roßui / umlif d<s ju ii dun \ olko m der gm/<n Well Die Sorgen und Leiden. Ireude und Hoffnungen du ludui in dlui 1 tndern d, r \\, lf sind uns<r< Sorgen und unsere Hoffnungen. Von dieser Warle aus nehmen ,11111 l.udg.t uns« i,i giolk-n <> munde s(< Hau Ins ist dieser Atomen! die Gelegenheit eines griindlk ..Chesrhhon llanefesoh". Wir Juden unterliegen sehr leicht den Slrömm d( r /«, insbe der ui da/u V olki i du Jnlglu ii und das Kokettie J mmg« risi Jnlt du Iiih/omm hui |lf miß deshalb de Ausdru rke R'P'I.Rt M Solche. 1sorgekommissi •rd e ■mg e b , s o n d t ■ die Demokratie e h e g t htungen sind unsere Bezirks- und Füri. Sie sollen uns ermöglichen, den Konen Schichten der -jüdischen Bevölkerung aufrecht zu erhalten und zu verhindern, daß zwischen uns und unseren Wählern eine Kntfremi entstellt, im abgelaufenen Jahre hat rn nicht genügend beachtet. Im größten - ist die iMirsorgekommtssioii als ganze nicht einmal konstituiert uordin im /«utgioßtui judis<hin Liziik srt/t man sich hei wichtigen Aktionen über die!• ursorgekomimssion ganz einlach hinweg. Auch sonst, sind die I'ursorgernle im abgelaufenen Jahre von der Mitarbeit, zurückgedrängt worden, und der bürokratische Apparat ist an ihre Stelle getreten. Die Mitwirkung der liezirkski sionen hei der Steuerbeinessuiig ist zwei Wuhtukcit Wmri si. abei nui /u dnse gezogen werden, ist die Befriedigung m dn Ix/nks und I ursorgLkomimsMomn mit den Lu stungen der (terneinde und der ungeheuren Not der judiwhen hevolkerung vertraut machen, je unmittelbarer sie gemeinsam mit uns die Last der Verpflichtungen, die uns drückl. sjiiiren. desto fruchtbarer wird sich ihre Tätigkeit bei der Aufbringung von Geldmitteln für die Jüdische Sowohl aus grundsätzlicher, demokratischer Einstellung, als aus rem praktischen Gründen, verlangen wir. da Ii den Le/.iiks- und l-ursoigekommissionen mehr Beachtung «••M-Iifiiüt und regere .Mitwirkung ermöglicht wird. olkennig ist mit Hecht besorgt, daß e Kluft, Pflicht Bezirfc heran- Bestechumgsversuch eines Zeugen, — Stawskys Verteidiger fürchtet die Einvernahme des angeblichen Mörders Jiffi 26 Jänner Ii dir let/len Verhandlung brachte Hechtsauwalt Horace Samuel zum ersten Male auf Grund von Mitteilungen des- Jerusalemer Staatsanwalts den Verdacht zum Ausdruck, daß die Mörder Dr. Arlosoroffs Araber gewesen seien Rechtsanwalt Samuel erklärte, er habe vom Staatsanwalt in Jerusalem erfahren, daß zwei Araber. Abdul Majis Dalhendi iiukhan und lssa Danvisch: .AI kurdi im Zusammenhang Mit der Ermordung Dr. Ar- ' daß der erste «in zweimal mit seiner Unterschrift bekräftigtes Geständnis abgelegt i der Dr. Arlosoroff ms Gesicht geleuchtet habe, als der zweite Attentäter auf isoroffs verhaftet wurden derjenige gewesi ihn schoß. Am folgenden Tage anwaltes Horace Samuel. Er t doch werde die Lntersuchung t angeblich auf Dr. Ulf ( Vm i Berte sich vor Gericht Polizeihauptmann Rice zu den Ausführungen des Rechtsärte. die Aussage Abdul Majis sei voll von Widersprüchen und anscheinend falsch; i>er seine Angaben am Montag beginnen. Der zweite Araber, lssa Darwisch aus soroff geschossen haben soll, sei im Juli verhaftet, spater freigelasssen, aber Angaben Abdul Majis m diesem Monat wieder m Haft genommen worden, auffolgenden Verhandlungstage erklärte Richter Bodilly, er werde Abdul Majis als einen von altschaft gerühr!eii Zeugen hier vor Gericht verhören, sobald die Vernehmung der jetzt von der der Su Verteidigung geführten Zeugen abgeschloss des Arabers und machte den Vorschlag. , wird. Richter Bodillv verfügte entgegen rieht. Polizeihauptmann Rice erklarte vo Malis vorgebrachte Geschichte erdacht s die Angelegenheit durch Vernehmung v Vufkluung dts Mordfdiis eno nkt wird. Die Verteidigung erhob Einwand gegen die Einvernahme i eine schriftliche Erklärung von Abdul Majis' vor Gericht verlesen sein Wunsch der Verteidigung die Vorführung Abdul Majis vor Gcjericht, die Polizei sei völlig davon uberzeugt, daß die von Abdul und keinen, realen Wert habe; die Polizei legt Wert darauf daß Maus vor Gericht geklärt werde, damit sie nicht nachteilig auf die 1 .ff i 28 \i f ntersucfiungsverlahren de beschuldigt war und einge n Int vo, umgu, Tage, und dib u Vh lu! Mxjis dibti Mi, Be im Veihor (i ms im im Gif )rde( zu haben, icn. Auch der iffizieller Ouelle werden; über die Nachrichten bezüglich einer neuen Wendung Mordfalles Arlosoroff folgende Einzelheiten bekannt: Der .Araber Abdul Majis; n den hat, im .\ovember vorigen Jahres in Jaffa den Araber Lotafi ermordet zu n der Polizei erklart,, daß ein Araber, lssa Darwisch. Arlosoroff ermordet hat t einer Lampe leuchtete, ohne zu wissen, daß der andere Mordabsichten habe, irte Ala.jis der Polizei, daß Stawsky. Rosenblatt und der Araber ftuwohi mitf mis m Haifa gesessen seien und als sie erfuhren, daß er. Majis. eingestanden! im zugesprochen hatten, er möge falsche Zeugenaussagen m bezug auf den Arlo- Suwcln gestand bei der Polizei, daß man ihm vorschlug, falsche Aussagen von 1000 Pfund versprach. Vi ib. Erklärung der Exekutive zur revisionistischen Petition s Zentralburo der Zionistischen Organisation und der ihrer genauen Kenntnis aller Einzelheiten der Situation dazu Dil. <if« i Wii habei seif . Jewish Agency für Palästina veröffentlicht die folgende Erklärung: Zur jüngsten Ankündigung d,er .,WeltUMon der Zionisten-Revisionisten", daß sie die Absicht hat. eine gegen die Politik d,er britischen Regierung als Mandatarmacht für' Palastma gerichtete Petition in Gang zu setzen, halt die Zionistische Organisation und die Jewish Agency für Palästina es für richtig zu erklaren, daß sie diese Aktion mißbilligt und sowohl für die zuonnstische Bewegung wie für den Aufbau des jüdischen nationalen Heimes für schädlich betrachtet. Die Jewish Agency ist die einzige Körperschaft, welche im Mandat als Vertretung der judischen Interessen in Bezug auf die Errichtung des Jüdischen Nationalen Heimes in Palästina anerkannt ist. Die Jewish Agency altein ist berufen, die jüdische Politik gegenüber der Mandatarmacht zu fuhren und keine andere Korperschiafit kann den Anspruch erheben, Namen des judischen Volkes auf diesem Gebiete politisch handeln zu dürfen. Die Revisionistische Union kann keiner Weise sich dieses Recht anumaßen und die Exekutive lt es für notwendig zu betonen, daß die Petitionsbewegung keiner Weise die Unterstützung oder die Zustimmung der zustand igen zionistischen Instanzen fandet. Diese Sonderaktion stellt sich als eine Herausforderung der Beschlüsse des letzten Zionistcnkongresses dar und steht deshalb Widerspruch zu der Verfassung der Zionistischen Organisa- Dcn Gefühlen des jüdischen Volkes in der ganzen Welt hinsichtlich der letzten Ereignisse m Palästina ist autoritativer Weise Ausdruck gegeben worden in der Erklärung, welche die Exekutive am 15. November 1933 Jerusalem veröffentlicht hat. Die Jewish Agency ist unablässig bemuht, die Rechte des jüdischen Volkes in Bezug auf Palästina zu wahren. Alle ihre Energien sind darauf gerichtet, die Erfüllung des feierlichen Versprechens, welches dem jüdischen Volke im Mandat gegeben wurde, der Verpflichtungen die aus diesem Versprechen fliesichern. Insbesondere bezieht sich das auf die Erlangung einer Vergrößerung der jüdischen Immigration .nach Palästina bis zum Maximum der Aufnahmefähigkeit des Landes — einer Aufnahmefaliflgkert, welche dauernd durch die konstruktiven Bemühungen des jüdischen Volkes ausgedehnt wird. Aber nur die Jewish Agencv ist, sowohl Eigenschaft als rechtlich anerkannte Vertretung des judischen Volkes ui Bezug auf Palästina als auch dank berufen, zu entscheiden, welche Schritte um jedem Zeitpunkte unternommen werden sollen, um diese Ziele zu erreichen. In der Ausübung ihres Rechtes und ihrer Pflicht, an der Regierung, so oft es die Umstände ertordern. Kritik zu üben, jedoch die Jewish Agency ihre Politik aut Beziehungen gegenseitiger Kooperation zwischen der Mandatarmacht und dem jüdischen Volke. Diese Haltung ist vom Zionistischen Kongreß und dem Council der Jewish Agencv bestätigt worden und sie bildet die wesentliche Grundlage! der judischen Tätigkeit in Palästina. Die Jewish Agency ist der Meinung, daß eine konstruktive und entschlossene Politik auf der Basis einer solchen Kooperation den sicheri Weg zur Verwirklichung der jüdischen Bestrebungen Palästina bildet. Die angekündigte Sonderaktion der Revisionistischen Union hat den Zweck, d^ese Politik zu untergraben und weit davon entfernt von wirklichem politischen Werte zu sein, kann diese Aktion nur die Interessen des Jüdischen Nationalen Heimes schadigen. Die Zionistische Organisation und dne Jewish Agency vertrauen darauf, daß Zionisten und Juden such durch leere demonstrative Gesten nicht werden verfuhren lassen und fordern sie auf, -Ihre konstruktiven Bemühungen zum Aufbau von Palästina fortzusetzen. . Wir haben n Di judis! ■ei feu. bürg, i ingste Kapitel in uniger m der Budgel- Aufschwang der Palästina-Industrie Tcl-Awiw. Die mdustoelle Entwicklung der Stadt Tel-Awiw hat im Jahre 1933 einen riesigen Aufschwung genommen. Es wurden im Gebiet der Stadt und ihrer Nachbarschaft in diesem Jahre 63 neue Fabrikationsbetriebe einem Grundkapital vom über 100.00Ü Pfundl errichtet. Davon entfallen auf die Textilindustrie 13 Betnebe, und zwar 11 in Tel-Awiw selbst und 2 in Ramat Gan, mit einem Kapital von über 25.000 Pfund. 20.000 Pfund) wurden in 17 MetaUverarbeitungsbetneben investiert, der ungefähr gleiche Betrag in chemischen Betrieben. Neugegrundet wurden ferner neun Fabriken fUr .vercchiedene Arten van Baumwoll- und Schnittwaren mit einem Kapital von 14.000 Pfundl eröffnet. Durchschnittlich entfiel auf jeden Betrieb ein Grundikapital von 1700 Pfund. Die Mindiestravestierungssumme betrug sOO, die Hochstsumme 8000 PfundL Das tatsächliche Betriebskapital war bedeutend! höher als das Gründungskapital. Von den 63 Neugriindlungen haben 61 Betriebe ihre Produkte bereits auf den Markt gebracht. serem Leben der Gegenwart- Hier ist. die ins Leben cerufene O-enulus Chesed-Kasse wohl berufen, wichtige Ar* beil zu leisten. Aber viel wesentlicher noch, als die lldfe tur den judischen Mittelstand erscheint uns diej borge für die Jugend, für die Kinder dieses Mittelstandes,, die fast keine Aussicht hat. an eine Arbeitsmoglichkeit heranzukommen. Das brennendste Problem ist die | u d isc he A r be i t s f rag e. Lnd was ist auf diesem Gebiete geleistet worden? \orrges Jahr haben wir bereits die Schaffung eines Arbeitsam tos in den Mittelpunkt der Aufgaben der Kultusgememde gesetzt. In seiner Antrittsrede hat Präsident Dr. rnedinann die Schaffung dieses Amtes m sein Programm aufgenommen. Nach einiger Zeit hat man das Arbeitsamt auf einen Arbeitsnachweis reduziert, I und für diesen Zweck einen minimalen Betrag bewilligt Das war aber noch immer zu viel und man hat sich begnügt mit einer Reorganisierung des bestehenden Vereines für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. Das geschieht zu einer Zeit, da die Frage den Arbeit und Ii m s c h i c ht u ng zu einem brennenden Priblen giworden ist Matt in dieser Trage beispielgebend und initiativ zu werden, lassen wir die Dinge an uns herankommen und dann treten wir zusammen, um die Projekte \on anderer Seite zu begutachten Diese Methode scheml bei uns zur Tradition geworden zu sein. Wir verlangen, daß man die Frage, der Arbeit mit jenem Ernst behandeln soll, den sie verdient und daß für die 11 mschlchtungsbestreb ungen ein entsprechender Betrag im Budget sichergestellt werde. (Schluß folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.