Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-08-01 · 3-4 (August 1933) · p. Seite 189

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
3-4 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 189 (sequence 51)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2416673-2416686-2416689--0875-3528028
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

inngewonet haben" vgl. Anhang, Urkunde vom 28. März 1441, bald aber als in der Gottleichnamsgasse gelegen bezeichnet wird, vgl. Anhang, Urk. vom 22. Oktober 1450. Aus dieser letzteren Urkunde ersehen wir gleichzeitig klar und deutlich, daß eine Gottleichnamskapelle bereits vor dem Jahre 1450 dortselbst vorhanden sein mußte, weil es sonst unverständlich wäre, daß die Gasse bereits in den Vierzigerjahren diesen Namen geführt hätte. Daß es nicht die im Jahre 1466 erbaute Frohnleichnamskapelle war, ist sicher. Aber ganz gewiß stand die im Jahre 1466 erbaute Kapelle auf demselben Platze, wie die in den Vierzigerjahren vorhandene Gottleichnamskapelle, wie ich dies weiter unten darlegen werde. Die Gottleichnamsgasse aber auf eine andere als die Mesnergasse zu übertragen, ist unzulässig. Vgl. Krones, Beiträge z. Kunde steierm. Geschichtsquellen, Graz 1901, XEKXI 184; Ilwof-Peters, a. a. 0., 136; Rosenberg, a. a. 0., S. 93 und Popelka, Graz 1 200. Daß der Name „Gottleichnamsgasse" sich nicht lange erhalten hat, ist leicht begreiflich. Denn nachdem das Dominikanerkloster im Jahre 1466 erbaut worden ist und mit seiner Front in die Herrengasse hineinragte, die Mesnergasse aber zum Teil verbaut worden ist, nannte man sie dann, allerdings irrigerweise, die (verlängerte) Herrengasse. Vielleicht aber haben wir auch noch einen indirekten Beweis dafür, daß das Haus des Juden Leser an der Ostseite des Judenviertels gelegen sein mußte. Wir wissen nämlich, daß die Teuffenbacher an der linken Seite der Herrengasse (dzt. das Haus Nr. 9, vgl. über dasselbe Luschin bei Popelka, Graz 1 549, s. Nr. 9) u. zw, im Jahre 1572 der innerösterreichische Hofkriegsrat Servatius v. Teuffenbach, angesiedelt waren. So kann es denn leicht möglich sein, daß weil auch schon Tristram v. Teuffenbach in der Mesnergasse, Ecke Herrengasse ein Haus besessen hatte, auch seine Nachfolger, wenn sie auch ihre Wohnung geändert haben, auf derselben Gassenseite verblieben sind. 48 Vgl. Pircheggger, Geschichte, S. 123. 49 Berliner in „Monatsschrift für Geschichte u. Wissenschaft des Judentums'', Breslau 1869, SS. 132 ff. u. 181, wo auch mitgeteilt wird, daß er bis 1445 in Marburg und von da ab in Wr. Neustadt, das ja damals auch zur Steiermark gehört hat, bis zu seinem im Jahre 1460 erfolgten Tode gewirkt hat. Vgl. auch Pollak M., A zsidok Becs-Ujhelyen (Die Juden in Wr. Neustadt), Budapest 1892, S. 57 ff. u. oben S. 178. 50 In Popelka, Graz, 1 557, s. v. Jungferngasse. 81 Vgl. Anhang Urk. 52 Wenn auch die Darlegungen von Zahn meist auf die Verhältnisse des 17. Jahrhunderts sich beziehen, so wird es nicht viel anders, wenn nicht gar schlechter noch im 15. Jahrhundert gewesen sein. Vgl. übrigens auch noch Gustav Freytags, Bilder aus deutscher Vergangenheit, wo der Adel auch kein besonderes Ruhmesblatt erhält. 53 Untersuchungen zur ältesten Geschichte der Stadt Graz, S. 182, Anm. 6 u. Graz 1, S. 214. 54 In der aus dem 15. Jahrh. stammenden, im Anhang abgedruckten Urk. Nr. 16, — der Flächenraum eines Hauses gegenüber dem 14. Jahrh. dürfte gewiß größer geworden sein wird uns als Breite eines 189

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.