Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 3-4 (August 1933)
- Date
- 1933-08-01
- Page
- Seite 183 (sequence 45)
- Language
- German
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vgl. Krones F., Beiträge zur Kunde steierm. Geschichtsquellen, Graz, 1901, XXXI 183, angefertigten Kopie, die sich im steierm. Landesarchiv befindet, vergleiche Anhang, Urkunde, besitzt eine ähnliche Originalurkunde das HHßtA. in Wien unter dem Datum: Wien, 22. April 1440, nur das dieses auch „ein kleineres Gegensiegel in rotem Wachs" hat. 8 Der erste, der von einer Vertreibung im Jahre 1439 spricht, ist, so weit ich sehe, Ilwof (u. Peters), a. a. O., SS. 91 u. 136. 9 Vgl. den Bericht eines Geschäftsträgers bei Bachmann, Aus den letzten Tagen Kaiser Friedrichs III. (Mitteilungen des Institutes für österr. Geschichtsforschung VIII 471 ff.): „Item von wegen den juden andword kays. m., er wer des heiligen reiches haubt und solt die haben. Aber dem großen Falsch, dem wer sein gnad allzeit veind, wer mit dem vmbgieng, es wer Christen oder juden. Vnd also wie sein kays. m. in rat wurd vinden, domit man in wenden mocht vnd straffen in juden vnd in Christen, wolt sein kays. m. trulich thun". Vgl. Scherer, a. a. O., S. 423, Anm. 1. 10 Joseph ha-Cdhen (1496—1575); Emek ha-Bähä, ed. Letteris, Krakau 1895, S. 108: p^Tfi *T1 fT*»tt m njs» rwi -jbö nsv onporDi n^iöw »an *n nera no^rr a^enf? uaiiK^^öwpKö b$ un pfan rxn nw am-u^but m rru $h yn Wci) n-na yri vnnn ütf*»»pKB ^e*! dh.t.i (sie!) win bj? rnryprr nro 11 So z. B. heißt es bei Matthias Döring (f 1469) Continuatio chron. Theodorici Engelhusii (SS. rer. Germ. III, S. 10), ed. Mencken: „Vulgo dicebatur rex Judaeorum pocius quam Romanorum propter familiaritatem, quam ad Judeos habere videatur u. Chron. Bav. Presb. Ratisp. (Schudt, Jüd. Denkwürdigkeiten, Frankfurt 1714, IV 232): „nulluni populum adeo defendit (Fridericus) quemadmodum hebraeum. Quantum in eo fuit, non sinebat occidi Judaeos qua cumque ex causa". Vgl. Scherer, a. a. O., S. 422 f. 12 Vgl. Scherer, a. a. O., 422 ff. 13 Graetz, Geschichte der Juden, Lpz. 1890, VIII/2, SS. 187 u. 271 u. Heman F., Geschichte d. jüd. Volkes usw., Calw & Stuttgart 1908, S. 355: „Der deutsche Kaiser, Friedrich III., sonst ein zu kräftigem Regiment wenig aufgelegter Mann, nahm sich aber der Juden aus einem eigenartigen religiösen Grunde nachdrücklich und unentwegt an. Es machte auf ihn einen gewaltigen Eindruck, daß trotz allen Verfolgungen das jüdische Volk doch immer noch fortbestehe, und daß diese wunderbare Erhaltung des Volkes schon im Gesetz Moses vorausgesagt sei. Er ahnte in dieser Erhaltung die wunderbare Hand, die über Israels Schicksal waltet. Friedrich, der sich auch gern mit den Wissenschaften beschäftigte, scheint der Mode der Zeit gemäß sich auch einige Kenntnis der hebräischen Sprache angeeignet zu haben, und so berief er sich gerne auf den Spruch 3. Buch Mose, Kap. 26, V. 44: Aber selbst dann, wenn sie im Lande ihrer Feinde sind, verwerfe ich sie nicht und verabscheue ich sie nicht, daß ich sie ganz vertilgen und so meinen Bund mit ihnen brechen sollte, denn ich bin der Ewige, euer Gott. Dieser Vers beginnt im Hebräischen mit dem Worte: Weaph (Aber selbst); der Kaiser pflegte nun nach seiner Weise zu scherzen, die Juden hätten einen „Af- 183