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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-08-01 · 3-4 (August 1933) · p. Seite 145

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
3-4 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 145 (sequence 7)
Language
German
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Österreichs, das festgehalten zu werden verdient. In den einzelnen Anmerkungen habe ich zu dem betreffenden Stellen verschiedene ergänzende Erklärungen und Aufklärungen zu geben versucht. Dr. M. G. Mehrer. L Leipzig, den 22. Juni 1853. Mein lieber Freund! Ihr Brief vom 4. dieses überzeugte mich, daß Sie noch wenig Erfahrung gemacht haben. Warum predigen Sie in Teschen, wenn Sie leidend und körperlich nicht disponiert waren? Ihnen zu Liebe schrieb ich an den Vorstand in Teschen, der so ungezogen war, mir picht einmal zu antworten. — Ich schrieb Ihnen auch schon früher, daß Gugenheimer hinkommen würde. In allen solchen Angelegenheiten macht man viele Erfahrungen. — Ungar Br.1) würde Sie als p nicht nehmen. Dies ist auch die Ansicht eines Hörers, der mich am Schewuaus besucht hat. Er glaubt auch, daß der Rabbiner Oppenheimer2) aufgenommen werden würde und ich könnte diese Wahl nur billigen. Predigen sollen Sie aber doch in Ungarisch Brod. Ihr Verlangen nach Ungarn zu gehen, kann nur gebilligt werden. Ob man Sie in Pesth sprechen lassen wird, weiß ich nicht, da ich mit den dortigen Verhältnissen zu wenig vertraut bin. In Ofen dürften Sie keine Schwierigkeiten haben. In Pesth und in Ungarn können Ihnen Schwab3) und Low4) viel nützen. Auch mein Bruder Moriz in Pesth kann Ihnen von Nutzen sein. Wann ich selbst für Sie in Ungarn thun kann, so bin ich gern dazu bereit. Sie müssen sich aber etwas mäßigen, da Sie viel zu heftig sind. Schreiben Sie mir genau Ihren bestimmten Entschluß und gehen Sie jedenfalls nach Ungarn. Die Nummer der Judenzeitung schicke ich Ihnen nicht, weil jede Erwiderung überflüssig ist. Von ihrem Bruder5) wird bloß gesagt, er lehre eine zu orthodoxe Religion, verlange zu viel Hebräisch, verbiete am Sabbath Geld in die Hand zu nehmen, lehre auch Dikduk — das Ganze verrät einen Einfluß Breuers in Wien, der immer in der Judenzeitung spuckt. Ihr Bericht in der Wiener Vierteljahrsschrift6) wird bekrittelt, weil ich darin vorkomme. Zu solchen Dingen muß man schweigen; 145

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